Veranstaltungen

Mittwoch, 26. Januar 2022, 19.00
ABGESAGT: Geh Denken!
Erinnerungspolitik – eine Bestandsaufnahme

Die Debatte um die Shoah-Namensmauer im Ostarrichipark oder um das Karl-Lueger-Denkmal am gleichnamigen Platz zeigen, dass Erinnerungspolitik auch Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Österreich kontrovers diskutiert wird. Dabei steht oft die Frage, was noch zeitgemäß ist und wie weit eine Gesellschaft bei der Umgestaltung gehen darf, im Mittelpunkt der Auseinandersetzung. Positionen und Generationen prallen aufeinander und dies wirft die Frage auf, wie Erinnerungspolitik in Zukunft gestaltet werden soll. Ausgehend von aktuellen Diskussionen um Denkmäler, Straßen­umbenennungen und Gedenkmauern, setzen sich die Diskutant*innen mit Gegenwart und Zukunft der Erinnerungspolitik in Österreich auseinander. Wie hat sie sich in den letzten Jahren bereits verändert? Wie sehen die aktuellen Trends und größten Herausforderungen aus? Und was fordern Wissenschaft und Zivilgesellschaft für die Zukunft?

Christa Bauer, Mauthausen Komitee Österreich, Wien
Nadine Dimmel, Verein GEDENKDIENST, Wien
Hannah M. Lessing, Nationalfonds der Republik Österreich, Wien
Patrick Siegele, erinnern.at, Wien
Florian Wenninger, Institut für Historische Sozialforschung, Wien

In Kooperation mit dem Verein GEDENKDIENST

Dienstag, 25. Januar 2022, 19.00
Feminismus – Transfeminismus
Podiumsdiskussion

Die Podiumsdiskussion beleuchtet den Begriff „Frau“ als diskursives Konzept und stellt einen Zusammenhang zu transfeministischen Positionen her. Im Zentrum der Auseinandersetzung steht die in feministischen Diskursen nach wie vor umkämpfte Frage, wer als Subjekt des Feminismus sprechen und agieren darf. Wie gestaltet sich gesellschaftliche Vielfalt, auch in feministischen Räumen?

Kübra Atasoy, Asyl in Not, Wien
Susanne Hochreiter, Literaturwissenschafterin, Institut für Germanistik Wien
Dominique Mras, SPÖ-Bezirksrätin, Bundesvorstand* der LGBTQ-Organisation SoHo, Wien
Moderation: Beate Hausbichler, dieStandard, Wien

Montag, 24. Januar 2022, 19.00
Bewährungsprobe #38
Künstler*innengespräch

Die regelmäßige Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe stellt zwei künstlerische Positionen aus Wien vor und widmet sich Fragen zur Kunstproduktion. Unter welchen Arbeitsbedingungen und mit welchem Material entstehen die jeweiligen Zugänge, um im Feld der Kunst die Welt zu verhandeln, die uns umgibt?
Janine Schneider beschäftigt sich mit Fragen rund um Körperidentität im und durch öffentlichen Raum, Architektur sowie Raumpolitik. Dabei arbeitet sie bevorzugt mit den Medien Fotografie, Video, Installation und Performance.
Imre Nagy interessiert das Zusammenspiel zwischen Zeichnungen, Objekten und Architektur. In seiner vermehrt bildhauerischen Arbeit fügen sich zwei Ordnungssysteme – Sprache und Architektur – mit einem dritten zusammen: Körpererfahrung.

Janine Schneider, Künstlerin, Wien
Imre Nagy, Künstler, Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, Wien

Mittwoch, 19. Januar 2022, 19.00
ONLINE via Zoom: Wie weiter? / What next? // IN ENGLISH
On the future of cultural institutions #5

Many large and also decentralised, small cultural institutions carry a long history in which changes and repositioning have taken place repeatedly. On the occasion of the caesura caused by the Covid crisis, we also want to ask in this autumn series where we go from here. What considerations, strategies and visions for the future do we have with regard to exhibition making, performance concepts and the relationship to the audience? Are democratisation concepts being considered? Could new ideas despite all the difficulties – be gained from the Covid crisis?

Ramesch Daha, President & Axel Stockburger, Board Member of the Secession, Vienna
Séamus Kealy, Director Salzburger Kunstverein
Moderation: Martin Fritz, Curator, Consultant, Publicist, Vienna

Zoom: https://us02web.zoom.us/j/81032632067?pwd=SGthYTEvVitZdE1zWW9jVC96UWJUQT09
Meeting-ID: 810 3263 2067
Kenncode: 116943

Montag, 17. Januar 2022, 19.00
Revolutionieren NFT den Kunstmarkt?
Podiumsdiskussion

Digitale Originale: Was sind Non Fungible Token überhaupt, wie wurden sie bislang eingesetzt und wie definieren sie Echtheit und Originalität in Bezug auf Kunst neu? Die Diskutant*innen werfen einen kritischen Blick auf den medialen Hype, der sich in letzter Zeit ausgehend von Kryptowährungen wie Bitcoins am Kunstmarkt entsponnen hat. Welchen Einfluss haben die digitalen Zertifikate auf Kunstschaffende und ihre Arbeitsweise?

Johanna Bruckner, Künstlerin, Wien / Zürich
Wolfie Christl, Forscher und Netzaktivist, arbeitet zu Technologie und Gesellschaft, Wien
Jörg Piringer, Künstler, Wien
Moderation: Anne Zühlke, Kuratorin DOCK 20, Lustenau / Wien

Donnerstag, 13. Januar 2022, 19.00
Das Nichts in der digitalen Kunst
Vortrag

Quer durch das 20. Jahrhundert haben zahlreiche Künstler*innen die bestehende Konvention von Realität und deren Wahrnehmung durch Akte der Entleerung demontiert. Die Reise in das Nichts beginnt bei Kasimir Malewitsch und Yves Klein. Letztendlich stellt sich die Frage: Wie kann der Leere im Zeitalter der Digitalisierung mit ihren oft überreizenden Datenräumen Platz gegeben werden?


Valerie Messini, Dissertantin am Peter Weibel-Forschungsinstitut für digitale Kulturen, Universität für angewandte Kunst Wien