Veranstaltungen © Bureau Kies

Programm

Freitag, 17. Dezember 2021, 19.00
Hier und anderswo
Buchpräsentation

Die raum-zeitliche Konfiguration „Israel/Palästina“ ist das hochmediatisierte und affektiv aufgeladene Wahrnehmungsobjekt par excellence. Wie haben sich die audiovisuellen Repräsentationen Palästina-Israels und die visuellen Kulturen seit 1960 verändert?

Peter Grabher untersucht Essayfilme, die am Blick arbeiten und ihn verändern. In dichten Beschreibungen wird gezeigt, wie französische, israelische und palästinensische Filmautor*innen auf dominante Repräsentationen und kollektive Narrative eingehen und diese ästhetisch überschreiten. Im Kontext des israelisch-palästinensischen Problems, in dem Bilder zum Schauplatz des Krieges werden, die als affektauslösende Objektivitätsbehauptungen die Wahrnehmung kapern, kommt diesen Beispielen einer essayistischen Ästhetik radikale politische Bedeutung zu.

Julia B. Köhne, Kultur-, Film- und Medienwissenschaftlerin, Humboldt-Universität, Berlin
Peter Grabher, Filmwissenschaftler,kinokis mikrokino, Wien

Ici et ailleurs
(F 1976). R: Jean-Luc Godard & Anne-Marie Miéville, 53 min., OmenglU

Peter Grabher: Hier und anderswo. Palästina-Israel im essayistischen Film (1960–2010), Marburger Schriften zur Medienforschung 82, Schüren Verlag, Marburg 2020

Donnerstag, 16. Dezember 2021, 19.00
Crit Cross // IN ENGLISH // ONLINE
A Forum On Art Criticism

Crit Cross is an open reading and discussion group of current writing about art and society. It has the aim to create a platform for the sustainable promotion of art- and sociocritical dialogue as well as art-related topics in Vienna. Furthermore it aims to promote the ability to read and exchange critically.

Jasmine Amussen, editor of _Burnaway_, 2020 MacDowell Calderwood Fellow of Journalism
Moderation: Klaus Speidel, Crit Cross

Meetings are organized by Vienna-based association Verein K.

Donnerstag, 16. Dezember 2021, 19.00
ABGESAGT: PhD in Context // IN ENGLISH
Talks with PhD in Practice

The PhD in Practice program provides a concept of arts-based research that is built upon critical epistemologies, as they have been developed in the context of feminist, queer, postcolonial, ecological, postmarxist and other political and emancipatory projects. Inspired by these struggles, the PhD in Practice program approaches arts-based research as a space for the negotiation of social, political, cultural and economic conflicts. It refers to a history of research in the arts field, which has been developed in dialog with an array of different fields, including academia, activism, high art as much as pop and subculture.
At Depot, the candidates present their projects, discuss ideas and enter into an exchange with the interested public.‘


A cooperation with the Academy of Fine Arts Vienna, coordinated by Renate Lorenz (Professor for Art and Research) and Anette Baldauf (Professor for Methodology and Epistemology)

Dienstag, 14. Dezember 2021, 18.00
Das ‚andere‘ Österreich
ONLINE via Zoom: Buchpräsentation

Die Autorinnen und Autoren dieses Buches thematisieren vier Kategorien, entlang derer ein Anders-Machen vorgenommen wird: Gender, Race, Sprache und Religion. Und gleichzeitig auch die Ambivalenzen, die das Leben von marginalisierten Menschen vor dem Hintergrund der Dominanz einer imaginierten männlich-weiß-heteronormativ-deutsch-katholischen Identitätskonstruktion prägen. Einige der Beiträge in diesem Buch erörtern, was es bedeutet, als „Andere“ markiert zu werden und wie dieses „Andere“ unterdrückt und unsichtbar gemacht wird.

Noomi Anyanwu, Sprecherin Black Voices Volksbegehren
Ali Dönmez, Logopäde und Lehrer für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache
Farid Hafez, Politikwissenschaftler, Institut für Politikwissenschaft der Universität Salzburg/Senior Research Fellow Georgetown University
Sladjana Mirković, Präsidentin HochschülerInnenschaft österreichischer Roma und Romnja (HÖR)
Moderation:
Asma Aiad, Fotografin und Konzeptkünstlerin, Kuratorin, Wien
Marina Grzinic, Professorin Akademie der bildenden Künste Wien

Farid Hafez (Hg.), Das ‚andere‘ Österreich. Leben in Österreich abseits männlich-weiß-heteronormativ-deutsch-katholischer Dominanz, New Academic Press, Wien 2021. Mit Beiträgen von Noomi Anyanwu, Almina Besic, Andreas Brunner, John Bunzl, Ali Dönmez, Arwa Elabd, Cvetka Lipus, Dzeneta Karabegovic, Sladjana Mirkovic, Bianca Tanase, Katharina Tyran

In Kooperation mit dem Fachbereich Konzeptuelle Kunst/IBK/ Akademie der bildenden Künste Wien

Online via Zoom, Anmeldung erforderlich: depot@depot.or.at

Donnerstag, 09. Dezember 2021, 19.00
ONLINE: feminismen diskutieren
Greta Thunberg: Ikone oder Feindbild? via Zoom

Im August 2018 begann die 16-jährige Greta Thunberg vor dem schwedischen Parlament samt einem Schild mit der Aufschrift „Schulstreik für das Klima“ wöchentlich für Klimagerechtigkeit zu demonstrieren. Aus diesem Protest entstand die globale Protestbewegung Fridays for Future, welche mit Parolen wie „Es ist fünf vor zwölf" Klimagerechtigkeit einfordert. Wie wird Greta Thunberg als Führungsfigur wahrgenommen und welche Rolle spielt sie für die Bewegung? Der Vortrag setzt hier an und diskutiert die Perzeption Greta Thunbergs zwischen einer ikonografischen Verehrung und ihrer Stilisierung als Hassfigur.

Antje Daniel, Entwicklungsforscherin und Politologin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW, Wien

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen

Online via Zoom, Anmeldung erforderlichdepot@depot.or.at

Montag, 06. Dezember 2021, 19.00
VERSCHOBEN auf 24. Jänner: Bewährungsprobe #38
Künstler*innengespräch

Die regelmäßige Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe stellt zwei künstlerische Positionen aus Wien vor und widmet sich Fragen zur Kunstproduktion. Unter welchen Arbeitsbedingungen und mit welchem Material entstehen die jeweiligen Zugänge, um im Feld der Kunst die Welt zu verhandeln, die uns umgibt?
Janine Schneider beschäftigt sich mit Fragen rund um Körperidentität im und durch öffentlichen Raum, Architektur sowie Raumpolitik. Dabei arbeitet sie bevorzugt mit den Medien Fotografie, Video, Installation und Performance.
Imre Nagy interessiert das Zusammenspiel zwischen Zeichnungen, Objekten und Architektur. In seiner vermehrt bildhauerischen Arbeit fügen sich zwei Ordnungssysteme – Sprache und Architektur – mit einem dritten zusammen: Körpererfahrung.

Janine Schneider, Künstlerin, Wien
Imre Nagy, Künstler, Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, Wien

Freitag, 03. Dezember 2021, 19.00
ONLINE: Vorne – Hinten. Prinzipien zur Wiedergewinnung des Stadtraums
Vortrag via Zoom

Alle reden vom öffentlichen Raum - doch in neueren Projekten entstehen kaum mehr öffentliche Räume, die zugleich auch als Stadträume erfahrbar sind. Bauprojekte thematisieren kaum mehr die Kante zum Straßen- oder Platzraum - die Folge sind freistehende, allseitig gleiche Baukörper, von Restraum umgeben. Es scheint, als wäre das grundlegende Verständnis für das, was Stadt gesellschaftlich und gestalterisch ausmacht, verloren gegangen: die Differenzierung in öffentliche und private Räume und damit die Unterscheidung von Vorne und Hinten beim städtischen Haus. Der Vortrag schildert anhand soziologischer und städtebaulicher Theorien diese die Urbanität begründende Differenz und untersucht anhand von Beispielen, welchen Prinzipien ein Städtebau folgen müsste, um Stadträume zu schaffen.

Wolfgang Sonne, Professor für Geschichte und Theorie der Architektur an der TU Dortmund, wissenschaftlicher Leiter des Baukunstarchivs NRW sowie stellvertretender Direktor des Deutschen Instituts für Stadtbaukunst
Moderation: Andreas Vass/ÖGFA

Eine Veranstaltung der ÖGFA – Österreichische Gesellschaft für Architektur

Details: https://oegfa.at/programm/jahresschwerpunkt/2021-raumbeziehungen/wolfgang-sonne-vorne-hinten

Dienstag, 30. November 2021, 19.00
VERSCHOBEN auf 13. Jänner: Das Nichts in der digitalen Kunst
Vortrag

Quer durch das 20. Jahrhundert haben zahlreiche Künstler*innen die bestehende Konvention von Realität und deren Wahrnehmung durch Akte der Entleerung demontiert. Die Reise in das Nichts beginnt bei Kasimir Malewitsch, über Yves Klein bis Roni Horn oder Hiroshi Sugimoto. Letztendlich stellt sich die Frage: Wie kann der Leere im Zeitalter der Digitalisierung mit ihren oft überreizenden Datenräumen Platz gegeben werden?


Valerie Messini, Dissertantin am Peter Weibel-Forschungsinstitut für digitale Kulturen, Universität für angewandte Kunst Wien

Montag, 29. November 2021, 19.00
VERSCHOBEN auf 19. Jänner: Wie weiter? / What next? // IN ENGLISH
On the future of cultural institutions #5

Many large and also decentralised, small cultural institutions carry a long history in which changes and repositioning have taken place repeatedly. On the occasion of the caesura caused by the Covid crisis, we also want to ask in this autumn series where we go from here. What considerations, strategies and visions for the future do we have with regard to exhibition making, performance concepts and the relationship to the audience? Are democratisation concepts being considered? Could new ideas despite all the difficulties – be gained from the Covid crisis?

Ramesch Daha, President Secession Vienna
Séamus Kealy, Director Salzburger Kunstverein
Moderation: Martin Fritz, Curator, Consultant, Publicist, Vienna

Freitag, 26. November 2021, 19.00
VERSCHOBEN auf 28. Jänner: Cyborg werden
Buchpräsentation

Cyborgs waren ursprünglich ein Produkt technomilitärischer Imagination mit dem Ziel, die Beschränkungen des menschlichen Körpers zu überwinden. Als kybernetischer Organismus sind Cyborgs tatsächlich weder Mensch noch Maschine – und doch beides zugleich.
Gerade dies macht sie für queer_feministische Spekulationen attraktiv, die Dualismen als Fundament von Herrschaftslogiken kritisieren. Dagmar Fink fragt danach, wie Cyborgs Dualismen zur Implosion bringen, wie sich mit Cyborgs Vorstellungen von Differenz jenseits von Dualismen entwickeln lassen und wie queer_feministische Geschichten in Theorien und Science Fictions unsere Möglichkeitshorizonte erweitern.
Nach dem Gespräch Cafébetrieb mit afrofuturistischer Musikbegleitung.


Dagmar Fink, Literatur- und Kulturwissenschafterin, Hochschullektorin, Übersetzerin im queer_feministischen Kollektiv _gender_ _et_ _alia_ sowie Ko-Leiterin von QUEERTACTICS. QUEER_FEMINIST FILMFESTIVAL VIENNA, Wien
Waltraud Ernst, Philosophin, Institut für Frauen- und Geschlechterforschung, Johannes Kepler Universität Linz
Roswitha Hofmann, Sozialwissenschafterin, Hochschullektorin und wissenschaftliche Beraterin –uebergrenzendenken, Wien

Dagmar Fink, Cyborg werden. Möglichkeitshorizonte in feministischen Theorien und Science Fictions, Transcript, Bielefeld 2021

Mittwoch, 24. November 2021, 19.00
VERSCHOBEN auf 1. März: Geh Denken!
Österreichische Geschichtspolitik in der populistischen Revolte

Nach der Ära Wolfang Schüssel (ÖVP) und Jörg Haider (FPÖ) in den 2000er Jahren war Geschichtspolitik in Österreich von einer nachholenden (West-)Europäisierung geprägt: Die Schoah trat ins Zentrum der Erinnerung, andere NS-Opfer und Widerständige bekamen mehr Beachtung, alle distanzierten sich vom Opfermythos, die EU wurde zum Fluchtpunkt der Geschichte, der 27. Jänner und der 8. Mai zu Gedenktagen, der Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus war die Lehre. Diese (liberale) Politik trugen mehr oder weniger alle Parteien, außer der FPÖ, Hand in Hand mit zivilgesellschaftlichen Organisationen mit. Mit der Regierungskoalition zwischen Sebastian Kurz (ÖVP) und Heinz-Christian Strache (FPÖ) 2017 ging dieser Konsens zu Ende: In einer populistischen Revolte wurde die Geschichtspolitik rekonfiguriert. Neue Gedenkstätten entstanden, das staatlich-zivile Bündnis zerfiel, Opferkonkurrenz trat auf, angerufen wurde statt der EU nun Israel, die Täterschaft verschwindet zusehends. Diese und andere Entwicklungen werden anhand jüngerer Beispiele der Erinnerungskultur diskutiert.

Peter Pirker, Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck

Dienstag, 23. November 2021, 19.00
ONLINE: Befreiung der Frau: Ein weltweiter Kampf
Buchpräsentation Livestream

Von den Forderungen der afroamerikanischen Frauenbewegung bis zu den Vertreterinnen des Globalen Südens und den Ansätzen der zweiten Frauenbewegung – diese verschiedenen Aspekte eines weltweiten Kampfes werden anlässlich der Neuerscheinung des Buches Befreiung der Frau diskutiert. Denn im Kampf gegen Ungleichheit stellen sich schließlich viele Fragen: Wie können von Rassismus oder globaler Ungleichheit betroffene Frauen mit weißen Frauen aus dem Norden gemeinsam um ihre Rechte kämpfen, wenn alle unterschiedliche Erfahrungen machen? Wie werden die prekäre Situation in der Pflege und der verstärkte „Rückzug ins Private“ die feministischen Kämpfe in Zukunft beeinflussen?


Julia Harnoncourt, Herausgeberin, Université du Luxembourg, Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History)
Lisbeth Nadia Trallori, Aktivistin der Zweiten Frauenbewegung in Wien, Soziologin, Politikwissenschafterin, Autorin
Faika El-Nagashi, Abgeordnete zum Nationalrat, Politikwissenschafterin, Johanna-Dohnal-Förderpreisträgerin für ihre Arbeit zu migrantischen Sexarbeiterinnen
Moderation: Anne Steger, Romedia Verlag

Harnoncourt, Julia (Hg.), Befreiung der Frau. Texte zur Geschichte eines weltweiten Kampfes, Promedia, Wien 2021

Sonntag, 21. November 2021, 18.00
Das Museum verlernen? Kolonialität und Vermittlung in ethnologischen Museen
Buchpräsentation

Wie geht die Bildungsarbeit im ethnologischen Museum mit dem kolonialen Erbe der Institutionen um? Kann das ethnologische Museum ein Ort des Verlernens sein, und wenn ja, wie? Schnittpunkt lädt zu einem Gespräch über die kürzlich erschienene zweibändige Publikation zu Vermittlung in dekolonisierender Perspektive ein.

In Band 1 betrachtet Nora Landkammer den Umgang mit dem kolonialen Erbe in der Vermittlung anhand einer qualitativen Interviewstudie mit Vermittler*innen in Museen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Gespräch mit Renate Höllwart und Nora Sternfeld werden die Erkenntnisse im ersten Teil der Veranstaltung zur Diskussion gestellt, während der zweite Teil im Anschluss daran von dem Austausch ausgeht, den die Arbeit an Band 2 der Publikation in Gang gesetzt hat. Bei einer kolonialitätskritischen Vermittlungsarbeit, so zeigen viele Beiträge des Sammelbands auf, geht es nicht um das Realisieren einzelner Projekte, sondern um eine beständige Kritik an Strukturen, in die ein*e selbst eingebunden ist. Und diese Arbeit benötigt Räume für kollektive Reflexivität.

Nora Landkammer, Stephanie Endter & Karin Schneider, Herausgeber*innen
Carla Bobadilla, Künstler*in, decolonizing Vienna
Renate Höllwart & Nora Sternfeld, schnittpunkt


Band 1: Nora Landkammer: Eine Analyse gegenwärtiger Diskurse in einem konfliktreichen Praxisfeld

Band 2: Praxen und Reflexionen kritischer Bildung und Wissensproduktion. Hg. Stephanie Endter, Nora Landkammer, Karin Schneider
Wien: Zaglossus, 2021

In Kooperation mit schnittpunkt, um Anmeldung wird gebeten unter anmeldung@schnitt.org

Donnerstag, 18. & Freitag, 19. November
TEILHABE GESTALTEN – Kunst und Demokratie
Tagung

Kann Kunst demokratisch sein? Welche Ungleichheiten gibt es in der Kunstproduktion und innerhalb von Institutionen? Wie können sich Kunst und ihre Akteur*innen generell zu Fragen der Teilhabe und der institutionellen wie politischen Gerechtigkeit verhalten?
Wir diskutieren vor Ort und online künstlerische und kuratorische Strategien und neue Allianzen während der Pandemie und Klimakrise.

Zum Schwerpunkt (Detailprogramm)



Donnerstag, 18.11.


10.00–12.00
Institution und Community (Podiumsdiskussion)
Moderation: Can Gülcü
Livestream: https://youtu.be/s2QfjOxn1Zg

14.00–16.00
María do Mar Castro Varela (Vortrag)
Moderation: Ruth Sonderegger
Livestream: https://youtu.be/-j0YcMEqr6Y

16.00
Kaffee und Kuchen


19.00–21.00
Stefan Heidenreich (Vortrag)
Livestream: https://youtu.be/SHP8W_4FuJg


Freitag, 19.11.

10.00–12.00 // in ENGLISH
Delaine Le Bas, Oliver Ressler (Artist talk)
Moderation: Nina Schedlmayer
Livestream: https://youtu.be/yhlhsfi3m58

14.00–16.00 // in ENGLISH
raqs, ruangrupa, Collective WHW (Panel discussion)
Moderation: Can Gülcü
Tamara Ehs, Matthias Lemke (Buchpräsentation)
Moderation: Juliane Nagiller
Freitag, 12. November 2021, 19.00
Die Straße als Architektur betrachtet unter den Aspekten der Performativität und Porosität
Vortrag

Das Plädoyer für einen architectonic turn in der Urbanistik ist eine Aufforderung, Stadt architektonisch aufzufassen. Urbanistik wird dezidiert als ein Gebiet der Architektur behandelt. Architektur ist die Kunst, Räume zu artikulieren. Architektur gestaltet komplexe räumliche Situationen. Das gilt auch für den Maßstab der Stadt, in dem Sinne wird die Straße als Architektur urbaner Räume betrachtet. Das monofunktionale System der Stadtplanung in der Moderne hat die Straßen der Stadt ausschließlich auf ihre Verkehrsfunktion reduziert. Dies wäre mit spezifisch architektonischen Mitteln zu überwinden.

Sophie Wolfrum, Büro Janson & Wolfrum, Architektur und Stadtplanung, München
Moderation: Christina Linortner, ÖGFA, Wien

Eine Veranstaltung der ÖGFA – Österreichische Gesellschaft für Architektur.

Um Anmeldung wird gebeten unter https://oegfa.at/programm/jahresschwerpunkt/2021-raumbeziehungen/sophie-wolfrum

Mittwoch, 10. November 2021, 19.00
ABGESAGT: kinokis mikrokino #251
Die Kinder lassen grüßen

Sie waren Ministrant*innen, Schüler, Schutzbefohlene, Heimkinder und wurden von Priestern und Nonnen sexuell, emotional und körperlich misshandelt. Begleitet von der Kamera suchen die Betroffenen die Tatorte von damals auf, viele machen ihre Geschichten erstmals öffentlich, auch ihre Familien erfahren zum ersten Mal von diesem verschwiegenen Schmerz. Ein beklemmender Einblick in das wohl größte Verbrechen der Nachkriegszeit. Der unaufgearbeitete Missbrauch bleibt ein Trauma quer durch die Gesellschaft, ermöglicht durch ein Milieu der Unterdrückung und der Gottesfürchtigkeit. Bis heute sind Kirche und Staat Verbündete dieser Vertuschung. Eine Anklage, die sprachlos macht, aber auch Hoffnung: „Ich habe alles gesagt, ich bin jetzt kein Opfer mehr“, sagt Jo, einer der Protagonisten des Films.

Patricia Marchart, Filmemacherin, Wien
Georg Prader, Betroffener, Oberösterreich
Sepp Rothwangl, Obmann Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt, Wien

Die Kinder lassen grüßen
(A 2016). R: Patrica Marchart, 57 min.

Dienstag, 09. November 2021, 19.00
Kulturteil
Kunst und Journalismus

Bildende Kunst wird medial zumeist über Ausstellungsbesprechungen großer Museen oder spektakuläre Auktionsergebnisse verhandelt. Künstlerporträts bedienen sich Erzählungen von Genie und Wahnsinn, Künstlerinnen werden – wenn überhaupt – erst spät entdeckt.
Anknüpfend an frühere Blattkritiken im Depot treten wir in dieser neuen Reihe mit Medienschaffenden aus Print, Web, Hörfunk und TV in einen Austausch: Welche Themen und Kunstgattungen finden Platz in der Berichterstattung der Feuilletons und Kultursendungen? Mit welcher Sprache? Warum funktionieren bestimmte Formate beim Publikum? Und was möchten wir in Zukunft lesen und sehen?

Amira Ben Saoud, Der Standard, Wien
Werner Remm, artmagazine.cc, Wien
Moderation: Djamila Grandits, Kuratorin und Kulturarbeiterin

Montag, 08. November 2021, 19.00
Bewährungsprobe #37
Künstler*innengespräch

Die regelmäßige Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe stellt zwei künstlerische Positionen aus Wien vor und widmet sich Fragen zur Kunstproduktion. Unter welchen Arbeitsbedingungen und mit welchem Material entstehen die jeweiligen Zugänge, um im Feld der Kunst die Welt zu verhandeln, die uns umgibt?
Vera Sebert ist Experimentalfilmerin, deren künstlerische Arbeit neben Videoinstallationen auch netzbasierte Kunst und literarische Texte beinhaltet. Der Computercode dient als Werkzeug und erlaubt die Adaption aller anderen Medien.

Claudia Rohrauer hinterfragt den vermeintlichen Beweischarakter von Fotografie mittels Verknüpfung von konzeptuellen und medienreflexiven Strategien – mitunter humorvoll. Dabei interessiert sie der Weg von der Theorie zur Praxis: vom Konzept über den künstlerischen Prozess hin zum endgültigen Resultat.

Vera Sebert, Künstlerin, Wien
Claudia Rohrauer, Künstlerin, Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, Wien

Samstag, 06. November 2021, 18.00
Die Fallen des Multikulturalismus – Laizität und Menschenrechte in einer vielfältigen Gesellschaft
Vortrag

Die Philosophin Cinzia Sciuto gilt als Vordenkerin für den Begriff der Laizität. In ihrem Buch Die Fallen des Multikulturalismus – Laizität und Menschenrechte in einer vielfältigen Gesellschaft (Rotpunkt) beschreibt sie Laizität als „vorpolitische Notwendigkeit“.

Die Gesellschaften Europas werden zunehmend komplex. Ethnische, religiöse und kulturelle Konflikte durchziehen sie und machen eine Suche nach neuen Entwürfen des Zusammenlebens erforderlich. Will eine Gesellschaft kulturelle Vielfalt und Persönlichkeitsrechte unter einen Hut bringen, das zeigt Cinzia Sciuto in ihrem Buch, muss sie zwischen Staat und Religion unterscheiden. Sie muss laizistisch sein. Laizität ermöglicht den diversen Spielarten von Religionen und Weltsichten erst, in einer pluralistischen Gesellschaft nebeneinander zu existieren. Sie garantiert auf der einen Seite die Religionsfreiheit, gleichzeitig legt sie jedoch Prinzipien fest, von denen nicht abgewichen werden darf, auch nicht im Namen irgendeiner Gottheit. Laizität ist die vorpolitische Voraussetzung für ein ziviles Zusammenleben in einer komplexen Gesellschaft, in dem die Freiheiten und Menschenrechte von allen respektiert werden.

Wo Anerkennung und Respekt für die Identitäten der diversen ethnischen, religiösen und kulturellen Bestandteile einer Gesellschaft eingefordert werden, läuft man Gefahr zu vergessen, dass jeder Einzelne Träger seiner subjektiven Rechte ist und keine Gruppenzugehörigkeit diese ihm streitig machen kann. Cinzia Sciuto stellt die Prioritäten wieder auf die Füße: Das Individuum ist Träger von Identitäten und Zugehörigkeiten, anstatt dass es von seiner Zugehörigkeit definiert wird.

Im Anschluss an den Vortrag Gespräch mit Niko Alm unter Publikumsbeteiligung.

Eine Veranstaltung von Laïcité – Institut für Laizität.
Um Anmeldung wird gebeten unter https://laizitaet.at/termine/6-november-2021/

Freitag, 05. November 2021, 19.00
Vom Profil zur Zone. Zur Wahrnehmung und Darstellung von Straßenraum
Vortrag

Der Raum der Straße hat sich seit dem 19. Jahrhundert durch die rasante, bis heute unvermindert anhaltende Entwicklung der Städte stark verändert. Die parallel dazu herausgebildeten Darstellungsmodi und Abbildungstypen – vom technisch-funktionalen Straßenprofil über die tiefenwirksame Perspektivzeichnung bis hin zur atmosphärischen Nachtfotografie und dem räumlich undefinierten Zonenplan – spiegeln den Wandel unserer Vorstellung und Wahrnehmung von Straßenraum beispielhaft wider. Ausgehend von historischen Darstellungen soll auf heutige Planungsansätze bezogen anhand aktueller Analyse- und Darstellungsmethoden der Frage nach räumlichen Qualitäten und der Bedeutung des Elements Straße für den Städtebau nachgegangen werden.


Katrin Albrecht, Architektin, promovierte Architektur- und Städtebauhistorikerin und Dozentin

Eine Veranstaltung der ÖGFA – Österreichische Gesellschaft für Architektur.

Um Anmeldung wird gebeten unter https://oegfa.at/programm/jahresschwerpunkt/2021-raumbeziehungen/vom-profil-zur-zone

Donnerstag, 04. November 2021, 19.00
Antisemit ist immer der Andere
Vortrag

Von einem neuen Antisemitismus ist seit Jahren die Rede, doch während über die Existenz dieses Phänomens mittlerweile wissenschaftlicher Konsens herrscht, ist durchaus umstritten, was genau unter diesem Begriff verstanden werden soll und welche Gruppierungen als die eigentlichen Triebkräfte dahinter ausgemacht werden. Die einen verweisen auf die populistische Rechte, andere auf Ressentiments, die sich als politische Kritik an Israel maskieren, doch viele wollen den Hass auf Jüd*innen nur noch im islamischen Feld verorten. Wer ist Antisemit*in in einer Zeit, da es keine*r sein will?

Doron Rabinovici, Schriftsteller und Historiker, Wien

In Kooperation mit der ÖGPB – Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung und Jüdisches Museum Wien.

Dienstag, 02. November 2021, 19.00
feminismen diskutieren
Hexen im Fernsehen: Magie – Natur – Körper

Hexen haben eine lange Geschichte in Literatur und Medien, seit Mitte der 1990er Jahre finden wir zahlreiche Fernseh-Hexen, die nicht mehr in einer fantasy-Zeit leben, sondern im Hier und Heute, mitten unter uns. Noch mehr als Frauen im Allgemeinen wird Hexen eine besondere Verbindung zur Natur attestiert – der Quelle ihrer magischen Kräfte. Magie – sowohl spells als auch elementare Magie – hat immer eine materielle Komponente (und kann daher unter einem semiotischen Gesichtspunkt diskutiert werden). Das Praktizieren von Magie hat ihrerseits Einfluss auf den Körper der Hexe bis hin zu extremen physischen Veränderungen. Der Vortrag diskutiert diese Themen anhand von literarischen und audiovisuellen Texten der letzten 25 Jahre.


Gloria Withalm, Semiotik & Kulturwissenschaften, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW, Wien

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen und ISSS – Institut für sozio-semiotische Studien.

Donnerstag, 28. Oktober 2021, 17.00
Verschenkter Rat: Behüte Haus und Haut
Ilse Aichinger und Elfriede Gerstl

Zwei der wichtigsten österreichischen Schriftsteller*innen des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts stehen im Mittelpunkt des Abends – Ilse Aichinger und Elfriede Gerstl. Nach einem Einführungsvortrag der Germanistin Susanne Hochreiter werden fünf Poet*innen literarisch auf das lyrische Werk der beiden Autorinnen antworten: Peter Clar, Martin Fritz, Markus Köhle, Mieze Medusa und Anna-Lena Obermoser. Durch den Abend führt die Literaturwissenschaftlerin Anna Babka.

Um Anmeldung wird gebeten unter peter.clar@univie.ac.at
Eine Veranstaltung in Kooperation mit AKA – Arbeitskreis Kulturanalyse

 

Programm

17.00–17.10 Uhr: Begrüßung

17.10–18.10 Uhr: Vortrag Susanne Hochreiter

18.20–19.30 Uhr: Elfriede Aichinger und Ilse Gerstl – Aneignungen und Umschreibungen I. Mit Peter Clar, Martin Fritz, Markus Köhle, Mieze Medusa und Anna-Lena Obermoser

20.00–21.00 Uhr: Elfriede Aichinger und Ilse Gerstl – Aneignungen und Umschreibungen II. Mit Peter Clar, Martin Fritz, Markus Köhle, Mieze Medusa und Anna-Lena Obermoser

Mittwoch, 27. Oktober 2021, 19.00
Geh Denken! // ONLINE-Veranstaltung // IN ENGLISH
Can we remember? – Remembrance culture and politics in the Czech Republic

The memory and remembrance of the Holocaust in Czech Republic and other Eastern Countries was deeply influenced by 40 years of communist rule and is now institutionalized in established commemorations and memorials. At this point it is time to reflect on the current remembrance culture and its importance in the Czech Republic.

How do the Commemoration and “commemoralization” look like 80 years after the end of the Second World and of communist rule? How do we connect the official commemoration to the living memory of our communities and each one of us? How do memorials shape our view and perception of history and how is our view of history shaping the memorials?

Tereza Štepkovà, former director of the Terezin Initiative Institute in Prague, member of the of the Czech Delegation at International Holocaust Remembrance Alliance

 

Veranstaltung ONLINE via Zoom: https://us02web.zoom.us/j/81435119818 (Meeting-ID: 814 3511 9818)
In Kooperation mit dem Verein GEDENKDIENST.

Mittwoch, 20. Oktober 2021, 19.00
Despite Dispossession: An Activity Book // IN ENGLISH
Book Presentation

As transnational extractivism, neo-fascist politics, and economies of abandonment and disposability expand around the world, can we facilitate situated practices of storytelling and worldmaking that enliven futures propelled by the forces of indignation, desire, and relationality?

The Book extends aninvitation to restore and reinvent bonds of reciprocity with the land, humans, and non-humans, while envisioning transformative and shared horizons. This collaborative endeavor brings together seven site-sensitive engagements, all of which propose artistic works, as well as speculative tools and activities, to conjure worlds to come in the ruins of dispossession.

Anette Baldauf, Berhanu Ashagrie Deribew, Sílvia das Fadas, Naomi Rincón Gallardo, İpek Hamzaoğlu, Janine Jembere, and Rojda Tuğrul.


Despite Dispossession: An Activity Book. Design by K. in collaboration with Wolfgang Hückel & Katharina Tauer. Berlin 2021


This publication is the result of the research project DisPossession:Post-Participatory Aesthetics and the Pedagogy of Land funded by the Austrian Science Fund (FWF), and co-funded by Fundação para a Ciência e a Tecnologia (FCT), Portugal. It was hosted by the Academy of Fine Arts Vienna.

Montag, 18. Oktober 2021, 19.00
Wie weiter?
Zur Zukunft der Kulturinstitutionen #4

Viele große und auch dezentrale, kleine Kulturinstitutionen haben eine längere Geschichte, in der immer wieder Wandlungen und Neupositionierungen erfolgt sind. Anlässlich der Zäsur durch die Covid-Krise wollen wir auch im Herbst mit dieser Reihe nachfragen, wie es nun weitergeht. Welche Überlegungen, Strategien und Zukunftsvisionen gibt es in Bezug auf das Ausstellungsmachen, auf Aufführungskonzepte und auf das Verhältnis zum Publikum? Sind Demokratisierungskonzepte angedacht? Konnten – bei allen Schwierigkeiten – aus der Covid-Krise neue Ideen gewonnen werden?

Hemma Schmutz, Lentos Kunstmuseum Linz
Barbara Steiner, Kunsthaus Graz

Moderation: Martin Fritz, Kurator, Berater, Publizist, Wien

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 19.00
Queer Museum Vienna
Präsentation

Es ist höchste Zeit für ein Queer Museum Vienna, spiegelt das doch die Wiener Realität einer regen queeren Community im Kunst- und Kulturbereich wider. Auf Initiative einer Gruppe von Künstler*innen und Aktivist*innen und in Kooperation mit QWIEN Zentrum für Queere Geschichte Wien wird nun das Projekt vorangetrieben, ein queeres Museum zu gründen, das queerer Kunst, Kultur und Geschichte gewidmet ist.

Künstlerische Randpositionen und ihr kultureller und historischer Kontext sollen so in eigener Regie zu mehr Sichtbarkeit gelangen und Einzug in den Kanon halten.

Romualdo Ramos, Wissenschaftler & DJ, Queer Museum Vienna
mirabella paidamwoyo dziruni, Künstler, Kurator, Performerin, Bitch, Queer Museum Vienna
Andreas Brunner, QWIEN Zentrum für Queere Geschichte Wien

Moderation: Juliane Saupe, Akademie der bildenden Künste Wien

 

Mittwoch, 13. Oktober 2021, 19.00
Salon Philosophique
Dichten die Maschinen? Über Literatur und KI

Die Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz (KI) werden mittlerweile breit diskutiert, nicht selten gezeichnet von extremen Haltungen der Ablehnung bzw. Befürwortung oder unter Aussparung philosophischer, sozialer oder ästhetischer Teilaspekte. Im Vortrag wird das Verhältnis von Literatur und Künstlicher Intelligenz deshalb auf mehreren Ebenen – von den zentralen Begriffen, über Kontexte hin zu aktuellen Debatten – adressiert: Die eingehende Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz aus der Perspektive der Literatur befragt herkömmliche Vorstellungen von Autorschaft, fordert unsere Definitionen von Werk und Kreativität heraus – nicht zuletzt weil reale und imaginäre Entwürfe von Künstlicher Intelligenz einen Wettstreit zwischen Mensch und Maschine vermuten lassen. Das Feld der Literatur bietet zahlreiche relevante Beispiele technischer Möglichkeiten als auch phantastischer Entwürfe, die in Verbindung zu wesentlichen Herausforderungen unserer Gegenwart stehen (z.B. Ethik, Ecocriticism, Kreativität). Abgerundet wird der Vortrag mit ersten Einblicken in das Projekt „Literatur trifft AI: Ein ägyptisch-österreichischer Dialog“, das im Rahmen des BMEIA-Programms „Internationale Literaturdialoge“ umgesetzt wird.

Referent: Thomas Ballhausen

Um Anmeldung wird gebeten unter michael.musalek@sfu.ac.at
Eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Sozialästhetik und Psychische Gesundheit der Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien

Dienstag, 12. Oktober 2021, 19.00
JOMO: Joy of Missing Out
Gespräche zur Kunst

Das Format JOMO – Joy of Missing Out der Kulturschaffenden Julia Bugram, Paula Marschalek und Christian Bazant-Hegemark steht für mehr Transparenz in der Kunstbranche und bietet einen offenen Umgang mit Themen, die in der Kunstwelt gerne unerwähnt bleiben.

Zu jedem Termin werden zwei Expert*innen eingeladen, jeweils eine Frage aufzugreifen und mit dem Publikum zu erörtern – wobei die „Freude des Verpassens“ konstitutiv für das Format ist: die Diskussion wird anschließend auf YouTube veröffentlicht.

19.00: Wie verändert die zunehmende Virtualisierung das Selbst in der Kunst?
Christiane Peschek, Künstlerin, Wien
20.00: Welche Herausforderungen ergeben sich durch weibliche Selbstdarstellung in zeitgenössischer Malerei?
Sabine Duty, Künstlerin, Wien

Montag, 11. Oktober 2021, 19.00
Bewährungsprobe #36
Künstler*innengespräch


Die regelmäßige Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe# stellt zwei künstlerische Positionen aus Wien vor und widmet sich Fragen zur Kunstproduktion. Unter welchen Arbeitsbedingungen und mit welchem Material entstehen die jeweiligen Zugänge, um im Feld der Kunst die Welt neu zu verhandeln?
Nina Dicks größtenteils skulpturale Arbeit basiert stark auf Handwerk, einem Gebiet, in dem sie fortlaufend experimentiert und lernt. 2016 gründete sie das „museum in progress“, welches im Kamptal mit dem Grundgedanken “die Kunst ist bedingungslos“ wächst.
Jörg Reissner lotet die Grundbedingungen der Malerei auf feine und zugleich unkonventionelle Art aus und untersucht die vielfältigen Beziehungen zwischen Fläche und Raum.

Nina Dick, Künstlerin, Schönberg am Kamp und Wien
Jörg Reissner, Künstler, Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, Wien

Freitag, 08. Oktober 2021, 19.00
“Grandma” Prisbrey’s Bottle Village
Buchpräsentation & Filmscreening

Die US-amerikanische Künstlerin Tressa Prisbrey (18961988) ließ sich nach Jahrzehnten des nomadischen Lebens in Südkalifornien nieder, um dort als Autodidaktin ein beispielloses Dorf zu bauen. Zunächst sollte dort ihre Sammlung von rund 17.000 Bleistiften beherbergt werden, daraus entwickelte sie eine spektakuläre Architektur aus recycelten Glasflaschen, aus denen sie farbig schillernde Gebäude, Skulpturen und Gehwege baute.
Kathi Hofer hat Prisbreys essayistisch-autobiografischen Bau- und Lageplan ins Deutsche übersetzt und mit dem Originaltext als zweisprachiges „Artist’s Artist’s Book“ publiziert.

Filmscreening (30 min., EN), Allie Light & Irving Saraf, Grandma’s Bottle Village: The Art of Tressa Prisbrey, Light-Saraf Films, San Francisco 1982

Kathi Hofer, Künstlerin, Berlin / Wien im Gespräch mit Claudia Slanar, Kuratorin Belvedere 21, Wien
danach Barbetrieb mit einem California Mixtape, zusammengestellt von Kathi Hofer und Dan Solbach

Kathi Hofer, “Grandma” Prisbrey’s Bottle Village, Spector Books, Leipzig 2021

 

30. September & 1. Oktober 2021
Feminist Press:ure
Tagung

Feminismus ist Trendthema! Noch nie zuvor gab es derart viel Aufmerksamkeit für feministische Inhalte wie heute. Nicht erst, aber vor allem seit MeToo greifen nicht nur die sozialen, sondern zunehmend auch die klassischen Medien frauenpolitische Themen auf. Feministische Forderungen erhalten so einen erfreulichen Auftrieb und eine noch nie dagewesene Reichweite.

Doch leider hat diese Entwicklung bislang wenig konkrete Konsequenzen. Statt politischer Maßnahmen gegen strukturelle Diskriminierung werden bestenfalls Bewusstseinskampagnen lanciert, die letztlich die Verantwortung an die Individuen delegieren. Was können feministische Stimmen dagegenhalten, um grundlegende politische Veränderungen zu forcieren? Wie können wir neue mediale Technologien nutzen, ohne dabei in eine auf Quoten schielende Medienlogik zu tappen? Eine mediale Aufmerksamkeitsökonomie, die eine radikale Rhetorik bei feministischen und anti-rassistischen Belangen nur als Clickbait nutzt und Feminismus dabei als emotionalisierten und polarisierenden Debattenbeitrag behandelt. Wie können wir Solidarität zwischen Feminist*innen trotz unterschiedlicher inhaltlicher und identitätspolitischer Standpunkte ermöglichen?

Die Tagung widmet sich in Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops diesen Fragen. Wir werden die Chancen und Risiken der Verzahnung der neueren feministischen und digitalen Entwicklungen diskutieren und analysieren, wie diese eine starke Sozial- und Gleichstellungspolitik anstoßen könnte.

Ferda Ataman, Teresa Bücker, Beatrice Frasl, Jelena Gučanin, Beate Hausbichler, Noura Maan, Martina Madner, Corinna Milborn, Andrea Roedig, Nicole Schöndorfer, Andrea Seier, Lea Susemichel, Hengameh Yaghoobifarah

Eine Kooperation von an.schläge, dieStandard.at und Frauenservice Wien.
Anmeldung mit Kontaktdaten und gewünschten Tagen erforderlich: anmeldung@ma57.wien.gv.at

Es gilt die 3G-Regel, bitte einen entsprechenden Nachweis mitbringen.


DONNERSTAG, 30.9.

14.00–15.30:
Lea Susemichel: Feminist Press:ure. Was zeichnet engagierte emanzipatorische Medienpolitik aus?
Beate Hausbichler: Warum Feminismus heute besser denn je funktioniert

15.45–17.30:
Podiumsdiskussion I: Feminist Press:ure auf den Main- und Malestream. Mit Corinna Milborn, Ferda Ataman, Hengameh Yaghoobifarah, Beate Hausbichler
Moderation: Lea Susemichel
(inkl. Videostatement der all-female-Chefredaktion der taz)

18.00–19.30:
Andrea Roedig: Frauen – Gender – Queer
Beatrice Frasl: Das Private und das Politische in der digitalen Aufmerksamkeitsökonomie


FREITAG, 1.10.

10.00–11.30:
Ferda Ataman: Warum Medien eine Vielfalts-Revolution brauchen
Andrea Seier: Feminismus to go and see. Neue Sichtbarkeiten und alte Forderungen

12.00–13.30:
Teresa Bücker: Feministischer Journalismus zwischen Ausverkauf und Radikalität
Nicole Schöndorfer: „Objektivität“ gilt nicht mehr

15.00–16.30: Workshops
1. Frauennetzwerk Medien: Räuberinnenleiter machen (vor Ort im Depot)
2. FH: Jungjournalistinnen stärken (online)
3. Women on Air: Feminismus und Radio(machen) (online)

17.00–19.00:
Podiumsdiskussion II: Der Kampf mit dem Algorithmus: Feminismus im Netz
Mit Noura Maan, Teresa Bücker, Lea Susemichel, tba
Moderation: Claudia Throm

zum Detailprogramm
Mittwoch, 29. September 2021, 19.00
Geh Denken!
Filmscreening "Voices of Children"

Der mit einem Emmy prämierte Dokumentarfilm Voices of Children (1998) der Filmemacherin und Holocaustüberlebenden Zuzana Justman erzählt die Geschichte der drei Überlebenden Michael Kraus, Helga Weissová-Hošková und Helga Pollak-Kinsky des Ghetto Theresienstadt.
Vom NS-Regime als ‚Vorzeigeghetto‘ und ‚Altenghetto‘ propagandistisch inszeniert, diente die ehemalige Garnisonsstadt ab 1941 als Sammel- und Durchgangslager für Jüd*innen. Anhand von Tagebuchaufzeichnungen und Erinnerungen schildert der Film eindrücklich die Erlebnisse im Lager.
Daneben steht vor allem das Weiterleben nach Ende des Zweiten Weltkriegs im Zentrum.

Aylin Basaran, Filmemacherin und Historikerin, Wien
Zuzana Justman, Voices of Children (1998), OV (DE/CZ/EN) mit engl. UT
Mit Genehmigung von Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V.
In Kooperation mit dem Verein GEDENKDIENST.

Donnerstag, 23. September 2021, 18.00
Frankreich im 19. Jahrhundert - Eine Kulturgeschichte
Buchpräsentation

Der Historiker Thomas Hellmuth präsentiert seinen Band über das so genannte "bürgerliche Zeitalter" und diskutiert im Anschluss mit Joëlle Stolz (frühere Le Monde-Korrespondentin in Wien).

Thomas Hellmuth: Frankreich im 19. Jahrhundert - Eine Kulturgeschichte (2020). Wien: Böhlau Verlag.


Um Anmeldung wird gebeten unter: sarah.stoffaneller@boehlau-verlag.com

Mittwoch, 22. September 2021, 19.00
ABGESAGT! // Zapatismo audiovisual
kinokis mikrokino #251

/// Die Veranstaltung wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.
Wir entschuldigen uns für die Absage und bitten um Verständnis für die kurzfristige Programmänderung! ///

Videos über die Weltverbesserung, Videos von Weltverbesserer*innen, Videos, die die Welt verbessern: Eine kritische Zusammenschau von audiovisuellem Material über die Weltreise der Zapatistas, die in Wien ihren Anfang genommen hat. Was wird gezeigt, was wird behauptet, was wird inszeniert? Welche Bilder überwinden neokoloniale Zuschreibungen und Stereotypen? Welche machen Lust auf Aktivismus? Passen indigene Kosmovisionen in 25 Bilder pro Sekunde?
Eine Woche nach Ankunft der zapatistischen Delegation in Wien betrachten und diskutieren wir ihre aufständischen Spuren in unterschiedlichen Medien.

In Anwesenheit von Vertreter*innen der Tercios Zapatistas, zapatistischen Medienaktivist*innen aus dem lacandonischen Regenwald

Dienstag, 14. September 2021, 19.00
JOMO: Joy of Missing Out
Gespräche zur Kunst

Das Format JOMO – Joy of Missing Out der Kulturschaffenden Julia Bugram, Paula Marschalek und Christian Bazant-Hegemark steht für mehr Transparenz in der Kunstbranche und bietet einen offenen Umgang mit Themen, die in der Kunstwelt gerne unerwähnt bleiben. Zu jedem Termin werden zwei Expert*innen eingeladen, jeweils eine Frage aufzugreifen und mit dem Publikum zu erörtern – wobei die „Freude des Verpassens“ konstitutiv für das Format ist: die Diskussion wird anschließend auf YouTube veröffentlicht.

19.00: Wie sind Kunst und Prekariat verbunden?
Andreas Streinzer, Kultur- und Sozialanthropologe, Wien / Frankfurt / St. Gallen

20.00: Was gehört bei nachhaltigem Kunstkauf beachtet?
Sascha Worrich, Galerie-Manager, Wienerroither und Kohlbacher, Wien

Montag, 13. September 2021, 18.30
A Different Point Of View // IN ENGLISH
Visiting Critics Vienna

In the framework of Verein K’s residency for four international art critics _Visiting Critics Vienna 2021_ a panel discussion will be held on the role of art criticism. How does art in Vienna look from the perspective of international art critics? How do they see the role of criticism today? Are there national differences in writing about art?

During an intense ten day program, the participants of _Visiting Critics Vienna 2021_ discover institutions, galleries and events and have personal meetings with artists, theorists, curators and other actors of the Austrian art scene. Time for a discussion about their perception of art in Austria and their conception of criticism.

Gregor Quack (Germany), Lara Schoorl (Nederland / USA), Maja Ćirić (Serbia), María Inés Plaza Lazo (Ecuador / Germany)
Moderation: Lisa Stuckey (Austria)

Dienstag, 07. September 2021, 19.00
Augmented Reality – Zukunft der Museen?
Masterarbeitspräsentation

Der Einsatz von digitalen Instrumenten im musealen Bereichnimmt stetig zu. Welche Auswirkung hat diese Veränderung auf das Besuchserlebnis?

Die Masterarbeit untersucht das Vermittlungstool der Augmented Reality, einer computergestützten Erweiterung der Realitätswahrnehmung, anhand einer exemplarischen Analyse im Oberen Belvedere. Welche Erwartungen werden an das digitale Angebot in Museen gestellt und wie definiert sich der besondere Mehrwert von Augmented-Reality-Strategien gegenüber anderen Vermittlungsformen?

Magdalena Lettner, Kunsthistorikerin und Marketing & Outreach Managerin, Wien

Magdalena Lettner: Die Auswirkung von Augmented Reality auf das Besuchererlebnis in einer Kunstausstellung – eine exemplarische Studie im Oberen Belvedere. Masterarbeit am Institut für Kunstgeschichte Wien, 2021

Donnerstag. 24. Juni , 18:30 – Nur noch Online-Teilnahme möglich !
17. eopictureNight10+3
Projektpräsentationen und Diskussion

eop, ein offenes, prozessuales Netzwerk, vereint als Brain Trust kreative und professionelle Kompetenzen und fördert als Verein interdisziplinäre Projekte in Kunst und Wissenschaft. Mit dem Format eopictureNight10+5 wird diesen Projekten eine öffentliche Plattform für Kurzpräsentationen sowie die Möglichkeit auf Feedback und Diskussion geboten.

Minna Antova / SKIN/Touching_HAUT/Berührungen
ex-peau-sition: Fragmentierte Grenzen und Wege zwischen und von Innen – Außen/privat/oikos_öffentlich/polis_logos_mythos

Ino Keber / eop youth

Agnes Peschta / "Wir stecken mitten drinnen."
Zwei Vereine fusionieren und starten eine Baustelle.

Stella Bach / #EUTOPIA

Michael Endlicher / Quo vadis, CEMS?
Die Wege des transkontinentalen KunstTheorieDuos sind unergründlich.

Claudia Maria Luenig / Wo bin ich, wenn ich nicht da bin.

Ilse Chlan / Versuch über die Bilder, die nie gezeigt werden.

Meinhard Rüdenauer / Wiener Ewigkeiten

starsky / die projektionsguerilla
: das normal ist irr !!

Teil 1: eopictureNight10+5 Präsentationen:
Teil 2: Diskussionen zu den jeweiligen eopictureNight10+5 Präsentationen folgen anschließend

Link zur online-Teilnahme via Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCcshjxVITcbYxIr6pQr8kaA

Wer einen Google Account hat, kann sich mit Kommentaren im Youtube Link einbringen!

Montag, 21. Juni 2021, 19.00
Bewährungsprobe#35
Künstler*innengespräch

Die Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe# stellt regelmäßig  zwei  Künstler_innen Fragen zu Kunstproduktion,  Arbeitsbedingungen und  den Zugängen zur jeweilgen künstlerischen Auseinadersetzung ,it der Welt.

Barbara Stöhr bug blanket beschäftigt sich mit Vergänglichkeit, Geschlechterrolle/n und Populärkultur/en. In ihrer künstlerischen Arbeit bewegt sie sich an der Schnittstelle zwischen Malerei, Installation, Collage und Grafik.

Hidéo SNES sei jenseits der Welt, heißt es. SNES ist nicht eine_r, sondern viele. Die künstlerischen Praktiken von SNES umfassen interaktive digitale Medien, Installation, Performance und die Nutzung künstlicher Intelligenz für künstlerische Zwecke.

Barbara Stöhr bug blanket, Künstlerin, Wien
Hideo Snes, Kunstschaffend, Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, Wien

Anmeldung für Präsenzveranstaltung (begrenzte Plätze) an:
depot@depot.or.at - mit Betreff:  Anmeldung 21.06. 20211
Für den Zugang zur Präsenzveranstaltung ist ein Lichtbildausweis, ein gültiger Covid-Test oder Impfnachweis  oder äztliches Attest über Genesung mitzubringen. Nähere Details erhalten Sie mit der Zusage zur Teilnahme.

Deadline für Anmeldung: 17. Juni

Dienstag, 15. Juni, 18.00 bis 21.00
Nazis und danach: Film, Fotografie, Geschichtspolitik
Tagung

"Seit dem Zweiten Weltkrieg": Diese kleine Jahrestagstagung war ursprünglich geplant für den 7. Mai 2020, aus Anlass 75 Jahre Befreiung vom Nationalsozialismus. Damals beschwor die Bundesregierung die "größte Herausforderung" seit der bravourös gemeisterten von 1945. Vor über 76 Jahren kapitulierte die Wehrmacht; selbst in Österreich endete die NS-Herrschaft. Einiges endet damit nicht.
Film kann, ebenso wie Fotografie, "blitzartig veranschaulichen, daß das Totgeglaubte in uns fortlebt", schrieb Siegfried Kracauer 1940.

Welche Kategorien und Kontexte haben Geschichtsbilder von Nationalsozialismus und Widerstand in Inszenierungen heutiger Public History? Das erörtern Vorträge zu Buch- und Zeitungsfotografie und zur Wahrnehmung von Agency in aktuellen Spielfilmen.

18.00 Die im Dunkeln sieht man nicht – aber warum nicht? Darstellungen des kommunistischen Widerstands in Österreich
Ina Markova, Historikerin, Wien

19.00 Vom Trauma zu Lifestyle und Folklore: Konturen aktueller Public History zum Nationalsozialismus (mit Fokus auf Ö-Film)
Drehli Robnik, Theorievermittler, Wien-Erdberg

20.00 Diskussion, moderiert von Renée Winter, Institut für Zeitgeschichte, Uni Wien

Konzept:Drehli Robnik (im Rahmen von PolitikProjektionen–>Viel*im*Film) für das Institut für Wissenschaft und Kunst (IWK)

Anmeldung für Präsenzveranstaltung an:
depot@depot.or.at - mit Betreff:  Präsenz - 15.06.2021
Für den Zugang zur Präsenzveranstaltung ist eine Anmeldung, ein Lichtbildausweis, ein gültiger Covid-Test oder Impfnachweis oder ein äztliches Attest über Genesung mitzubringen. Nähere Details erhalten Sie mit der Bestätigung zu Ihrer Anmeldung
Deadline für die Anmeldung: 12. Juni

Link zur Online-Teilnahme: https://youtu.be/7UzIWyu8d2s

 


Freitag, 11. Juni, 19.00
Muslimische Feminismen in Österreich
feminismen diskutieren

Wie wirkt sich der dominante österreichische Islamdiskurs auf die Arbeit von muslimischen Feminist*innen aus? Geraten diese dadurch in einen Rechtfertigungszwang, der sie in ihrem Engagement für Frauen*rechte behindert? Basierend auf zahlreichen Artikeln, Interviews und Podcasts öffentlich aktiver muslimischer Frauenrechtler*innen untersucht Laura Bittera, inwiefern die von drei der auflagenstärksten Tageszeitungen propagierten Narrative und Bilder die Arbeit von muslimischen Feminist*innen beeinflussen.

Laura Bittera, Sozialwissenschafterin, Wien
Moderation: Sabine Prokop (VfW)

In Kooperation mit dem Verband feministicher Wissenschafteri*nnen und der Frauen*solidarität

Anmeldung für zoom- Teilnahme an:
depot@depot.or.at - mit Betreff: ZOOM - 11.06.2021
Der zoom Link wird rechtzeitig zugeschickt

Anmeldung für Präsenzveranstaltung (Achtung- begrenzte Plätze) an:
depot@depot.or.at - mit Betreff:  Präsenz - 11.06.2021
Für den Zugang zur Präsenzveranstaltung ist ein Lichtbildausweis, ein gültiger Covid-Test oder Impfnachweis  oder äztliches Attest über Genesung mitzubringen. Nähere Details erhalten Sie mit der Zusage zur Teilnahme.

Deadline für Anmeldungen: 7. Juni

 


Dienstag, 1. Juni, 19.00 Uhr - NUR online
Wie weiter?
Gespräche zur Zukunft der Kulturinstitutionen 3

Viele große und auch dezentrale, kleine Kulturinstitutionen haben eine längere Geschichte, in der immer wieder Wandlungen und Neupositionierungen erfolgt sind. Anlässlich der Zäsur durch die Covid-Krise wollen wir nachfragen, wie es nun weitergeht. Welche Überlegungen, Strategien und Zukunftsvisionen gibt es in Bezug auf das Ausstellungsmachen, auf Aufführungskonzepte und auf das Verhältnis zum Publikum? Sind Demokratisierungskonzepte angedacht? Konnten - bei allen Schwierigkeiten - aus der Covid-Krise neue Ideen gewonnen werden?

Andreas Hoffer, Kinder Kunst Labor, St. Pölten
Alex Samyi, Museum am Bach, Ruden
Moderation: Renate Höllwart und Nora Sternfeld, schnittpunkt (www.schnitt.org)


Link zur online-Teilnahme
https://us02web.zoom.us/j/85068112850?pwd=bExSVnB0NlpZVGloSk5ZbjdHV3k0Zz09

 

Montag, 31. Mai, 19.00 --- Nur online
Brus Day 2021
Podiumsdiskussion

Der jährliche Brus Day, ein Tag für die Kunst im öffentlichen Raum, wurde 2020 initiiert, um „das Recht der Kunst in der Öffentlichkeit zu manifestieren“ und die soziopolitische Bedeutung von Kunst ,egal welcher Art im öffentlichen Raum zu dokumentieren. Dieses großflächige künstlerische Projekt zeigt aber auch auf, wo Verbote die Freiheit der Kunst einschränken. Was sind die Pläne für den Bruce Day 2021, welche Forderungen werden an die Politik gestellt? Welche prozessualen Versuche werden unternommen, in das soziale Leben gestaltend einzugreifen?

Erich Félix Mautner, Autor, Initiator des Brus Day
Andrea Nagl,Tänzerin/Performerin und Choreographin
Zsuzsi Vécsei, bildende Künstlerin, Performerin, Psychotherapeutin

In Kooperation mit dem Institut ohne direkte Eigenschaften (IODE) im Perinetkeller

Link zur online-Teilnahme:
https://us02web.zoom.us/j/82153894086?pwd=dGVlUHllR0hFZFdYZEo5bDNPNCtkdz09

Mittwoch, 19. Mai, 19.00 -- NUR online
Zeitzeugen*innenschaft im Museum
Geh Denken!

Seit über 70 Jahren werden Erinnerungen von Überlebenden des Holocaust gesammelt und dokumentiert. Die Rolle und die Funktion dieser Erzählungen unterliegen einem ständigen Wandel. Die Ausstellung Ende der Zeitzeugenschaft? zeigt exemplarisch einen kulturhistorischen Abriss dieser Entwicklung unter anderem mit dem Einsatz und der Analyse von Oral History Interviews.  . Wie kann Vergangenheit, Gegenwart und eine mögliche Zukunft von Zeitzeugen*innenschaft in Ausstellungen reflektiert werden?

Steffi de Jong, Historikerin, Universität zu Köln u
Victoria Kumar, Historikerin, wissenschaftliche Mitarbeiterin von erinnern.at.
Anika Reichwald, Kuratorin, Jüdisches Museum Hohenems
Niko Wahl, Historiker, freier Kurator

In Kooperation mit dem Gedenkdienst

Link zur Online-Teilnahme:
https://us02web.zoom.us/j/81973785585?pwd=VUxZRExTU0d0M08wQjhqdG5SbG40Zz09

Dienstag, 11. Mai, 19.00 -- NUR online
Digital Unconscious
Book Launch

In hyper-normal hybrids the boundaries between man and machine have dissolved. Inside their nervous systems lies a strange but fascinating theme: the digital unconscious. Which forces act through algorithmic processes? What secrets be found in the shadowy realm of technology, welded to human nervous systems? How can the complexity of these relationships be described and what forms of access can cultural approaches offer?

Franco Berardi "Bifo", philopher, activist, Bologna
Cécilia Calheiros, Critical Art Ensemble, USA
Katja Mayer, sociologist, University Vienna
hosted by Felix Stalder and Konrad Becker (eds.), World Information Institute

Autonomedia publishing: "Digital Unconscious - Nervous Systems and Uncanny Predictions!" S.M. Amadae, Franco Berardi Bifo, Cecilia Calheiros, Ewen Chardronnet, Critical Art Ensemble, Erik Davis, Graham Harwood, Eva Illiouz, Lydia H.Liu, Katja Mayer, El Iblis Shah, Felix Stalder, Michael Taussig, Peter Lamborn Wilson. ISBN: 978157027

Link zur Online-Teilnahme:
https://us02web.zoom.us/j/88108967008?pwd=UmtHVmN4YzZsdEN0a2c4aDFaSXBPQT09

Samstag, 8. Mai 10.0 -- 13.40 // 16.30 - 18.15
Soziale Arbeit und Rechtsextremismus
Tagung

Wie ist das Verhältnis und die Abgrenzung zueinander von sozialer Arbeit und Rechtsextremismus? Welche Aufgabe stellen sich für den Sozialbereich bzw. die Soziale Arbeit, besonders vor den Hintergründen von sich verschärfender sozialer Ungleichheit, der Normalisierung von rechtsextremen Positionen und verstärkten Angriffen auf Demokratie und Menschenrechte?

10.00 -13.40: Soziale Arbeit und Rechtsextremismus – Eine kritische Bestandsaufnahme
Eva Grigori, FIPU, BEX, FH St. Pölten
Heike Radvan, Amadeo Antonio Stiftung,Universität Cottbus
Gudrun Wolfgruber, FH Campus Wien
Vicky Spielmann, Gemeinderätin & Landtagsabgeordnete Die Grünen

16:30 – 1830 Die eigene Überheblichkeit verlernen. Aufträge an die Soziale Arbeit aus Emanzipatorischer Perspektive

 

Asma Ajad, Politikwissenschafterin, Kunststudentin
Danjela Cicvaric, Romano Centro, Sozialarbeiterin
Robin Kratz, World Union of Jewish Students, Studierender der Sozialen Arbeit
Stefanie Mayer, FH Campus Wien
Meena Miakhel, Studierende der Sozialen Arbeit


Enesi M, Künstlerin und transdisziplinäte Poetin, wird zwei Inputs geben (10:20 und 16:35) und über das Alltägliche, Liebe und das Navigieren einer neokolonialen Matrix in einem schwarzen/braunen Körper erzählen

 

Kooperation Gruppe A.D.M.I.N.S. - Analyse und Dekonstruktion menschenverachtender Ideologien in der Sozialen Arbeit und Studierende des BA Soziale Arbeit FH Campus Wien kontakt: a_d_m_i_n_s@riseup.net

 

Verbindliche Anmeldung unter:  anmeldung8mai@riseup.net


Dienstag, 4. Mai, 19.00 --- NUR online
kinoki mikrokino #250
Eine Reise fürs Leben…

Der zapatistische Aufstand hat 1994, als der Kapitalismus bereits für alternativlos erklärt worden war, für das linke Weltverständnis so etwas wie eine revolutionäre Hoffnung aufkommen lassen - entzündet von Ideen, die Maskierte mit Holzgewehren auf originelle und kluge Weise in die gerade erst erwachenden elektronischen Medien einspeisten.                                                                                             
Ein Vierteljahrhundert später haben die Maskierten von damals Selbstverwaltungen, Schulen, Krankenhäuser und Räteregierungen aufgebaut und machen sich auf den Weg Europa in freundlicher Absicht zu "erobern". Sie wollen hier Gespräche, Austausch von Ideen, Erfahrungen, Analysen durchführen.

Ein Anlass für Kinoki, seine audiovisuelle Beziehungen zu den Zapatistas kritisch zu befragen:                                                                                     
Peter Grabher im Gespräch mit Tina Leisch und Tom Waibel


Link zur online-Teilnahme:
https://us02web.zoom.us/j/83929474410?pwd=c1Fvdjd2Q1VQNjU3dFNWUnZxVTFpUT09

Donnerstag, 22. April, 19.00 -- NUR Online
20 Jahre Wikipedia
Diskussion

Das 20 jährige Bestehen der Onlineenzyklopädie Wikipedia ist Anlass, die Prägung dieses Formats auf die Wissenskultur zu untersuchen. Seit ihrem Start am 15. Jänner 2001 wurden im Online-Lexikon bis zum 31. Dezember 2020  über 55,6 Millionen Artikel in annähernd 300 Sprachen in Mehrautor_innenschaft verfasst. Freier Zugang zu Wissen sollte als gesellschaftlicher Wert etabliert werden. Inwieweit sind Qualitäts- und Transparenzstandards gegeben und wie gestaltet sich die gegenwärtige Kritik an der Plattform? Welche Impulse für die Zukunftsfähigkeit der Website sind maßgebend?

Leonhard Dobusch, Wirtschaftswissenschaftler, Universität Innsbruck
Claudia Garád, Geschäftsführerin Wikimedia Österreich
Moderation: Simone Brunner, freie Journalistin, Österreich

Link zur Online-Teilnahme:
https://us02web.zoom.us/j/89131661573?pwd=bjR2aXE3WmdsSk80RVpyMy9ySm1Vdz09

 

Dienstag, 13. April, 19.00 -- NUR online
Zeitzeug*innenschaft dokumentiert
Austrian Heritage Collection

Zur Zeit des Nationalsozialismus und unmittelbar danach zählten die USA und Israel zu den Hauptzielländern österreichisch-jüdischer Emigrant*innen. Ihre Flucht- und Lebensgeschichten werden in der Austrian Heritage Collection am Leo Baeck Institute New York und Jerusalem gesammelt und archiviert. Einen wichtigen Beitrag leistet hier der Verein GEDENKDIENST mit dem Projekt Austrian Heritage Archive in dem Interviews mit Zeitzeug*innen gesammelt und Interessierten  zur Verfügung gestellt werden

Anna Jungmayer, Gedenkdienstleistende am Leo Baeck Institut in New York 017/18
Albert Lichtblau, ehem. stellvertretender Leiter Zentrum für Jüdische Kulturgeschichte, Universität Salzburg –  ZJK.
Philipp Rohrbach, Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien -VWI.

Link zur online - Teilnahme
https://us02web.zoom.us/j/86983170179?pwd=dEJya2oyWVRMQzV1TGN5aGRHaDRlUT09

Mittwoch, 7. April, 19.00 Uhr --- NUR online
Don Durito de la Lacandona
kinoki mikrokino im depot online: Gespräch

„Für die von oben setzt sich der Kalender aus der Vergangenheit zusammen“, sagt Don Durito in Lisl Pongers The Master Narrative… und fügt hinzu: „Für die von unten ist der Kalender etwas, das noch kommt.“
The Master Narrative und Don Durito  ist ein rund 8-stündiges kenntnisreiches und assoziatives Kaleidoskop von Gegengeschichten zum Kolonialismus, in dem Lisl Ponger westliche Blick- und Denkregime hinterfragt  Im  9. Kapitel geht das von der Geschichte der (kolonialen) Eroberung von Mexiko und dem (indigenen) Widerstand. Der  Anlass dazu ist die Ankündigung der aufständischen Zapatistas, dass sie sich auf den Weg machen, um im Sommer 2021 genau 500 Jahre nach der Eroberung von Mexiko Stadt in Europa zu landen.

Lisl Ponger, Künstlerin
Tom Waibel, Autor, Philosoph und Übersetzer

Link zur online-Teiilnahme

https://us02web.zoom.us/j/81626292554?pwd=OSsrcjFtdU5xalRwYUZMemduWmM1Zz09

Meeting-ID: 816 2629 2554
Kenncode: 833669

Dienstag, 6. April, 10.00 Uhr --- NUR online
Wie weiter?
Gespräche zur Zukunft der Kulturinstitutionen 2

Viele große und auch dezentrale, kleine Kulturinstitutionen haben eine längere Geschichte, in der immer wieder Wandlungen und Neupositionierungen erfolgt sind. Anlässlich der Zäsur durch die Covid-Krise wollen wir nachfragen, wie es nun weitergeht. Welche Überlegungen, Strategien und Zukunftsvisionen gibt es in Bezug auf das Ausstellungsmachen, auf Aufführungskonzepte und auf das Verhältnis zum Publikum? Sind Demokratisierungskonzepte angedacht? Konnten - bei allen Schwierigkeiten - aus der Covid-Krise neue Ideen gewonnen werden?

Teilnehmer_innen der zweiten, von schnittpunkt. ausstellungstheorie & praxis (www.schnitt.org) moderierten Ausgabe der Depot-Reihe:
Matthias Beitl, Volkskundemuseum Wien
Stefania Pitscheider Soraperra, Frauenmuseum Hittisau
Moderation: Beatrice Jaschke und Christine Haupt-Stummer, schnittpunkt

 

Link zur online-Teilnahme

https://us02web.zoom.us/j/83688003914?pwd=TG14eXU1cm9qSVRjVG9WdEppMldBZz09


Meeting-ID: 836 8800 3914
Kenncode: 305475

Donnerstag, 25. März, 19.00 --- NUR online
Wie weiter?
Gespräche zur Zukunft der Kulturinstitutionen

Viele große und auch dezentrale, kleine Kulturinstitutionen haben eine längere Geschichte, in der immer wieder Wandlungen und Neupositionierungen erfolgt sind. Anlässlich der Zäsur durch die Covid-Krise wollen wir nachfragen , wie es nun weitergeht. Welche Überlegungen, Strategien und Zukunftsvisionen gibt es in Bezug auf das Ausstellungsmachen, auf Aufführungskonzepte und auf das Verhältnis zum Publikum? Sind Demokratisierungskonzepte angedacht? Konnten - bei allen Schwierigkeiten - aus der Covid-Krise neue Ideen gewonnen werden?
Im Auftakt einer neuen Depot-Reihe, die von schnittpunkt. ausstellungstheorie & praxis (www.schnitt.org) moderiert wird, tauschen sich Nina Tabassomi vom Taxispalais Kunsthalle Tirol und Alexandra Grausam von das Weisse Haus in Wien aus.

Alexandra Grausam, das weisse haus, Wien
Nina Tabassomi, Taxispalais Kunsthalle Tirol
Moderation: Nora Sternfeld und Beatrice Jaschke, schnittpunkt

Link zur Online-Teilnahme:
https://us02web.zoom.us/j/89971388070?pwd=OTlIZFBqNHdnZDRUNGxPTWV5Wm9mdz09

Meeting-ID: 899 7138 8070
Kenncode: 486056

Montag, 22. März, 18.00 Uhr --- NUR online
Belly of the Beast
Disobedience, Decoloniality and Class Struggle

The question of class remains central to the Southern African Decolonial movements and Fallism, globally. Through a discussion of activist art interventions, this lecture addresses the moments of class solidarity within the context of neoliberal institutions. It also focusses on how institutions frame  »[civil] disobedience.«

Nomusa Makhub, Art Historian, University of Cape Town

Organized in collaboration with the Academy of Fine Arts Vienna and the Performative Digital LAB of the project “Smashing Wor(l)ds: Cultural Practices for re/Imagining & un/Learning Vocabularies,” supported by Creative Europe and led by kulturen in bewegung, an initiative by VIDC, Vienna.

Link zu Online-Teilnahme:
https://us02web.zoom.us/j/82268201810?pwd=eDZvM2NoV1NDMHZkNURzdUUvQ0Nhdz09


Meeting-ID: 822 6820 1810
Kenncode: 931289

 

 

 

Freitag,19. März 16.00 - 19.00 Uhr --- NUR online
Art in Drublic*
Meaning and practices of publicness

16.00 / 4 pm.  Public Space/Urban Sphere:  A Conversation around Art Interventions and Symbolic Production in the City.

Wie können Kunstpraktiken, die sich mit dem öffentlichen Raum und der urbanen Sphäre beschäftigen, sowohl in Bezug auf konkrete Intervention als auch auf symbolische Produktion analysiert werden? Diese beiden Spannungen, politisch und symbolisch, überlagern sich oft in jenen Praktiken, die den öffentlichen Raum - um den österreichischen Kurator Peter Weibel zu zitieren - als offenes Aktionsfeld nutzen.

 

How can art practices dealing with public space and urban sphere both in terms of    concrete intervention and symbolic production be analyezed? These two tensions, political and symbolic, are often overlapped inside those practices which use the public space -to quote Austrian curator Peter Weibel- as open field of action.

Cecilia Guida, Brera Fine Arts Academy of Milan, IT
Claudia Eipeldauer, WochenKlaususr, Wien
Emanuele Rinaldo Meschini, art critic,  curator, author, Venice IT
Moderator: Elisabetta Rattalino, researcher  University of Bolzano, IT


17.30 / 5.30 pm.  The publicness rituality. Forms and rules of public/private space

Um zu verstehen, wie Künstler _innen mit dem öffentlichen Raum interagieren, sollte auch der Raum selbst als eine stark konstruierter und durch seine eigene Geschichte und Symbolik bestimmter Raum analysiert werden. Was macht einen Ort zu einem öffentlichen Raum? Was sind die Regeln und Verbote, die diesen Raum ausmachen, und, mehr noch, in welchem Rahmen können Künstler intervenieren?


What are the interactions in-between artists and communities and how could an art intervention turn “real” in term of effectiveness? In order to understand how artists interact with public space one should also analyze the space itself as a space heavily constructed and determined by its own history and symbolism. What turns a place into a public space? What are the rules and prohibitions that build that space, and, moreover, which is the frame in which artists could intervene?

Reinhard Blumauer, anthoplogist, Weltmuseum Wien
Emanuele Rinaldo Meschini, art critic, curator, author, Venice IT


*Art in Drublic verweist auf ein Zitat aus dem Album Punk in Drublic der Punkband NOFX und hat eine doppelte Interpretationsmöglichkeit. Die eine bezieht sich darauf, dass Folgen von Trunkenheit in der Öffentlichkeit zu polizeilicher Betsrafung führen können. Eine andere Bedeutung beschreibt der französische Soziologe Michel Maffesoli mit einer Art dionysischem Zustand, der Verbote überwinden kann, insbesondere solche, die mit der Kontrolle des öffentlichen Raums selbst zusammenhängen.

 

*Art in Drublic refers to a quote from the album Punk in Drublicby punk band NOFX , it means "drunk in public" and has a double interpretation possibility. One refers to the fact that consequences of drunkenness in public can lead to police punishment, Another meaning is described by French sociologist Michel Maffesoli as a kind of Dionysian state that can overcome barriers and prohibitions, especially those related to the control of public space itself.


Supported by The Italian Council (9th Edition 2020) - a project to promote Italian Contemporary art in the world by the Directorate-General for Contemporary Creativity of the Italian Ministry of Cultural Heritage ad Activities and Tourism.

Event will be held in english

Zoom-link (will be active 15:45  Uhr / 3.45 pm)

https://us02web.zoom.us/j/85351653779?pwd=ejYxcFVCb1A5ZGcrKzNSWTV3SDJoUT09



Mittwoch, 17. März, 19.00 Uhr --- NUR Online
Desintegrationskurs 3
Diskussion

Spannender Journalismus geht nicht ohne Vielfalt. In Österreichs Medien mangelt es an migrantischen Perspektiven und Geschichten, an Expert*innenwissen von BPoCs, am Bewusstsein für ein diverses Publikum und nicht zuletzt an unterschiedlichen Vorbildern im Berufsfeld „Journalismus“.
Aber zieht mit der geforderten „Diversität“ auch ein rassismuskritisches Selbstverständnis in die Medien ein? Geht es ohne Quote in den Redaktionen? Was bringen mediale „Migrant*innenprojekte“? Und wie können wir uns als Medienarbeiter*innen verbünden, um gerechtere Zugänge und einen besseren Journalismus zu schaffen?


Clara Akinyosoye, orf.at, Wien
Ferda Ataman, Neue Deutsche Medienmacher*innen, Berlin
Muhamed Beganovi, Qamar Magazin, Wien
Assimina Gouma, Kommunikationswissenschaftlerin, Wien
Olivera Stajić, derStandard, ehem. daStandard, Wien
Moderation: Vina Yun und Claudia Unterweger


Idee & Organisation zur neuen Veranstaltungsreihe Desintegrationskurs:
Claudia Unterweger, Moderatorin Radio FM4, und Vina Yun, Journalistin


Anmeldung für die Online-Teilnahme an:

depot@depot.or.at mit dem Betreff:  Anmeldung 17.3.

 


Montag, 15. März, 18.00 Uhr --- NUR online
JOMO: Joy of Missing Out #3
Gespräche zur Kunst

Das Format JOMO - Joy of Missing Out der Kulturschaffenden Julia Bugram, Paula Marschalek und Christian Bazant-Hegemark, steht für mehr Transparenz in der Kunstbranche und bietet einen  offenen Umgang mit Themen, die in der Kunstwelt gerne unerwähnt bleiben. Zu jedem Termin werden zwei Expert_innen eingeladen jeweils eine Frage aufzugreifen und mit dem Publikum zu erörten - wobei die “Freude des Verpassens” konstitutiv für das Format ist: die Diskussion wird anschließend auf YouTube veröffentlicht.

18:00 Wie lassen sich Kunst und Mutterschaft vereinen?
Christiana Perschon, Künstlerin, Filmemacherin, Kuratorin

19:00 Wie gut nimmt ein "alter" Kunstverein neue Wege an?
Tanja Prušnik, Künstlerin, Präsidentin Künstlerhaus


Link zur Online - Teilnahme:
https://us02web.zoom.us/j/82320305123?pwd=bG5CQVJZbzJMVmtTNXM4N1pvcWN4UT09

Mittwoch, 10. März, 19.00 Uhr --- NUR online
Zeitzeug_innenschaft und Dritte Generation
Geh Denken !

In ihrem Buch "Versteckte Jahre. Der Mann der meinen Großvater rettete" erzählt  Anna Goldenberg die Lebensgeschichte ihrer beiden Großeltern Hans und Helga Feldner-Bustin. Helga überlebte das KZ Theresienstadt, Hans verbrachte den Zweiten Weltkrieg in Wien, wo ihn der Kinderarzt Josef “Pepi” Feldner versteckte. Die dabei entstandene Freundschaft sollte lebenslang halten. Das Buch ist nicht nur eine Rekonstruktion der eigenen Familiengeschichte. Goldenberg reflektiert darin auch, wie es dazu kam, dass sie sich überhaupt mit dem Leben der Großeltern im Zweiten Weltkrieg auseinanderzusetzen begann.

 

Anna Goldenberg ist Autorin und Journalistin

 

Anna Goldenberg. Versteckte Jahre. Der Mann der meinen Großvater rettete. Paul Zsolnay Verlag, 2018

 

Link zur Online-Teilnahme:

https://us02web.zoom.us/j/85380765283?pwd=elRWT0tVbTlSS0pNK05iMGNwTHVRZz09

 

 

 

Dienstag, 9.März, 19.00 --- NUR online
Aesthetics of the Commons
Book launch and discussion

Tuesday, 9 March,  7 pm  ( CET)

What do a feminist server, an art space located in a public park in North London, a ‘pirate’ library of high cultural value yet dubious legal status, and an art school that emphasizes collectivity have in common? They all demonstrate that art can play an important role in imagining and producing a real quite different from what is currently hegemonic; that art in the post-digital has the possibility to not only envision or proclaim ideas in theory, but also to realize them materially. The underlying social imaginaries ascribe a new role to art in society and they envision an idea of culture beyond the individual and its possessions.

Was haben ein feministischer Server, ein Kunstraum in einem öffentlichen Park im Norden Londons, eine Schattenbibliothek von hohem kulturellen Wert, aber zweifelhaftem rechtlichen Status, sowie eine Kunstschule, die Kollektivität betont, gemeinsam? Sie alle zeigen, dass Kunst eine
wichtige Rolle bei der Imagination und Produktion eines Realen spielen kann, das sich von dem derzeit Hegemonialen deutlich unterscheidet, dass Kunst Ideen nicht nur theoretisch vorstellen oder verkünden, sondern sie auch materiell umsetzen kann. Die zugrundeliegenden sozialen Vorstellungswelten schreiben der Kunst eine neue Rolle in der Gesellschaft zu und entwerfen gleichzeitig eine Idee von Kultur jenseits des Individuums und seines Besitzes.

Olga Goriunova, cultural theorist, Royal Holloway University, London.
Shusha Niederberger, artist and educator, Winterthur
Gerald Raunig, philosopher, Malaga/Zurich
Cornelia Sollfrank, artist and researcher, Berlin
Felix Stalder, cultural and media theorist, ZHdK, Zurich

Aesthetics of the Commons. Zürich Berlin: Diaphanes.
Felix Stalder, Cornelia Sollfrank, and Shusha Niederberger, eds. 2021.
Open Access:
https://www.diaphanes.net/titel/aesthetics-of-the-commons-6419

The event will be held in english

Link to zoom meeting  (will be active at 6.45 pm / 18.45 Uhr):
https://us02web.zoom.us/j/82459911204?pwd=Y0FscUMwS1c5QmNtSmxTZ2JmMW9Xdz09

 

Donnerstag, 28. Jänner, 19.00 __ NUR ONLINE
Desintegrationskurs (2)
Diskussion und Präsentation

Die – sogenannte – Integrationsprüfung in Österreich verlangt von Zugewanderten Kenntnisse der heimischen Geschichte, zugleich werden die „Anderen“ aus dem historischen Gedächtnis verbannt. (Arbeits-)Migration und die kolonialen Verstrickungen Österreichs spielen in den offiziellen Geschichtsbüchern kaum eine Rolle. Im Desintegrationskurs sprengen wir das nationalstaatliche Gedächtnis: mit Geschichte/n von unten. Wie kann eine Erinnerungskultur aussehen, die auch unsere Geschichten – von BPoC, Migrant*innen und Geflüchteten – anerkennt? Wie ändert sich unser Blick auf die Gegenwart, wenn wir unsere Geschichte kennen? Und wie können wir uns über das gemeinsame Erinnern miteinander verbinden?

Weina Zhao, Filmemacherin, Wien
Cana Bilir-Meier, Bildende Künstlerin, Wien / München

Weina Zhao: Weiyena – Ein Heimatfilm, 2020 (zs. mit Judith Benedikt)

Cana Bilir-Meier/ Zühal Bilir-Meier (Hg.): Semra Ertan: Mein Name ist Ausländer | Benim Adım Yabancı, edition assemblage, 2020


Idee & Organisation: Claudia Unterweger und Vina Yun

Anmeldung an: depot@depot.or.at   -  mit dem Betref:  Anmeldung 28.1.

Mittwoch, 20. Jänner, 19.00 Uhr
Creative Climate Care
Podiumsgespräch

Ein neues Ausstellungskonzept des Museums für angewandte Kunst Wien in Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien stellt Fragen von Nachhaltigkeit und Design in Zeiten des Klimawandels. Was ist die Aufgabe von Kunst in Zeiten der Klimakrise? Wie werden Umwelt-und Nachhaltigkeitsthemen innerhalb des Kunstdiskurses verhandelt und inwieweit beeinflusst die Auseinandersetzung den Diskurs? Wie sehen die Projekte für eine künftige permanente Bespielung der MAK- Galerie aus?

Martina Menegon, Künstlerin, Kuratorin, Universität für angewandte Kunst ,Wien
Marlies Wirth, Kunsthistorikerin, Kuratorin, MAK-Sammlung Design, Wien

Veranstaltung in englischer Sprache

Der Link zur Online-Teilnahme:
https://us02web.zoom.us/j/81726974892?pwd=dFRTRjQ1akxpUW1ta1BkMHIzTTNwUT09

 

 

Dienstag,19.Jänner 2021, 19.00 _ NUR ONLINE
Menschenrechte in Europa: Testfall Roma
Ge Denken !

An die 12 Millionen Roma leben in Europa, sie zählen zu den größten Minderheiten. Dennoch sind sie von Rassismus und struktureller Diskriminierung betroffen. 2011 hat die EU den Rahmen für Nationale Strategien zur Integration der Roma beschlossen. Wie steht es um die internationalen und nationalen Bemühungen vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Debatte um eine Fortführung von Maßnahmen zur sozialen Inklusion von Roma post-2020?

Mirjam Karoly, Politologin, Österreichischer Volkgruppenbeirat für Roma, Romano Centro

Der Link zur Online-Teilnahme:
https://us02web.zoom.us/j/89811702920?pwd=a3BBNUFEZFJzSlhHSkVqWUE3L3RYZz09

 

Donnerstag, 14.Jänner, 18.00 _ NUR ONLINE
JOMO: Joy of Missing Out #3
Gespräche zur Kunst

Das Format JOMO - Joy of Missing Out der Kulturschaffenden Julia Bugram, Paula Marschalek und Christian Bazant-Hegemark, steht für mehr Transparenz in der Kunstbranche und bietet einen  offenen Umgang mit Themen, die in der Kunstwelt gerne unerwähnt bleiben. Zu jedem Termin werden zwei Expert_innen eingeladen jeweils eine Frage aufzugreifen und mit dem Publikum zu erörten - wobei die “Freude des Verpassens” konstitutiv für das Format ist: die Diskussion wird anschließend auf YouTube veröffentlicht.

18:00 Wie meistert man künstlerische Großprojekte?
Brigitte Kowanz, transmediale Künstlerin

19:00 Welche kreativen Kernkompetenzen sind für Kunstschaffende wichtig?
Doris Rothauer, Strategie- und Impactberaterin im Kunst- und Kreativbereich

Der Link zur Online-Teilnahme:
https://us02web.zoom.us/j/88602337309?pwd=Q25VaWdsMzRXam95N0h2bUxRcHlpUT09