Veranstaltungen © Bureau Kies

Programm

Montag, 12. Dezember 2022, 19.00
Bewährungsprobe #42
Künstler*innengespräch

Die regelmäßige Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe stellt zwei künstlerische Positionen aus Wien vor und widmet sich Fragen zur Kunstproduktion. Unter welchen Arbeitsbe­dingungen und mit welchem Material entstehen die jeweiligen Zugänge, um im Feld der Kunst die Welt zu verhandeln, die uns umgibt?
Lena Rosa Händle beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Praxis mit Fragen von queer-­feministischen Sichtbarkeiten und verschränkt soziale Realitäten und kulturelle Codes mit
utopischen Momenten. Ihre Arbeiten reflektieren kritisch die Gegebenheiten für eine lebbare Zukunft.
David Meran erforscht die verstecken Narrative des erprobten Kapitalismus und seiner Krisen. Seine multidisziplinäre Praxis umfasst künstlerische Medien wie Skulptur, Video, Fotografie und Installation.

Lena Rosa Händle, Wien
David Meran, Wien
Moderation: Johannes Franz-­Figeac, Wien

Livestream: https://youtu.be/Bri6pXKfbEg

Dienstag, 13. Dezember 2022, 19.30
Crit Cross #18 // IN ENGLISH
A Forum On Art Criticism

Crit Cross is an open discussion group of current writing about art. It has the aim to create a platform for the sustain­able promotion of art-­ and sociocritical dialogue as well as
art-­related topics in Vienna. Furthermore, it aims to promote the ability to read and exchange critically. The premise of the project is that art texts are part of a social discourse, which also lives from direct exchange and that critical reflections on art and society are essential at a time when art is under pressure of justification in the face of shrinking resources and political change.

Keti Chukhrov, Art theorist, Philosopher, Writer, Artist, Moscow / Berlin
Moderation: Klaus Speidel, Crit Cross, Vienna

In cooperation with Verein K.

Livestream: https://youtu.be/eBEFIYgvUVY

Mittwoch, 14. Dezember 2022, 19.00
PhD in Context: Unreasonable Collectivity // IN ENGLISH
Talks with PhD in Practice

In many oppressive states like Ethiopia, any form of coming together is considered a threat to the system, which has developed endless ways to weaken and dismantle collectivi­ties. Under such conditions, facilitating ways of coming together is crucial to work individually–collectively; it is a response and a form of refusal. The presentation focuses on the background and entangled activities of Gize Collective, an artist­-run collective initiated by four Ethiopian artists in February 2020. The collective is formed with an emphasis on informality and temporality, exploring possibilities of coming together as professional and political beings.

Berhanu Ashagrie Deribew, Phd candidate, Academy of Fine Arts Vienna
Elizabeth W. Giorgis, Associate Professor of Theory and Criticism, Africa Institute Sharjah (via Zoom)

Robel Temesgen Bizuayehu, Phd candidate, Oslo National Academy of the Arts

In cooperation with the Academy of Fine Arts Vienna
.

Livestream: https://youtu.be/OB0EjnrlckI

Freitag, 16. Dezember 2022, 19.00
Aus Welt zu bestehen ist nicht unbedingt einfach #3
Vortrag

In ihrem Vortrag führt Katrin Hornek durch einige ihrer Arbeiten, indem sie Geschichten und Spuren aus der materiellen Welt in andere physische, politische oder fiktive Zustände transfe­riert. Die Arbeiten von Katrin Hornek beschäftigen sich spie­lerisch mit den seltsamen Paradoxien und Konvergenzen des Lebens im Zeitalter des Anthropozäns, jener neuen geologi­schen Epoche, in der sich die Auswirkungen des Kapitalismus, des Kolonialismus und der Ausbeutung in die Stofflichkeit der Erde einschreiben. Mit ihren Installationen an der Schnittstelle von Kunst und wissenschaftlicher Forschung macht sie die komplexen Verflechtungen von Natur und Kultur sicht-­ und erfahrbar.

Katrin Hornek, Künstlerin, Universität für angewandte Kunst Wien
Moderation: Christina Linortner, ÖGFA, Wien

Eine Veranstaltung der ÖGFA – Österreichische Gesellschaft für Architektur.
Anmeldung: www.oegfa.at

Mittwoch, 11. Januar 2023, 19.00
Unbearable future slipping through my fingers // IN ENGLISH
Lecture Performance

Unbearable future slipping through my fingers is the first episode of the umbrella project “Fiction As A Reality We Missed”. The project navigates the practices of world-making from the state and below. The narrative of this lecture performance speculates the future of the infrastructure of the Egyptian space project and scientific research that portrays the state’s imagination. It weaves shrapnels of archival materials, hearsays, rumors, conspiracies, dreams, and events in order to propose a counter-fiction that might be a space to negotiate hope.

Mohamed Abdelkarim, Phd candidate, Academy of Fine Arts Vienna

In cooperation with PhD in Practice /Academy of Fine Arts Vienna.

Montag, 16. Januar 2023, 19.00
Bewährungsprobe #43
Künstler*innengespräch

Die Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe stellt zwei künstlerische Positionen aus Wien vor und widmet sich drängenden Fragen zur Kunstproduktion. Unter welchen Arbeitsbedingungen und mit welchem Material entstehen die jeweiligen Zugänge, um im Feld der Kunst die Welt zu verhandeln, die uns umgibt?
Cornelia Mittendorfer arbeitet in teils langfristigen Rechercheprojekten und den Bereichen Fotografie, Text, Video mit performativen Elementen. Ein besonderes Interesse gilt Räumen und ihrer Rolle im Imaginären – nicht nur im Hinblick auf ihr sozio-politisches Erbe.
Seth Weiners Arbeit nutzt eine breite Palette von Medien, in denen er die Lücken zwischen architektonischer Fiktion und sozialer Konvention erforscht, um sowohl tatsächliche als auch imaginäre räumliche Umgebungen zu schaffen.

Cornelia Mittendorfer, Künstlerin, Wien
Seth Weiner, Künstler, Palais des Beaux Arts Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, Künstler, Wien

Dienstag, 24. Januar 2023, 19.00
Kunst und Klasse 2/3
Störfaktor Arbeiter*innenklasse

Kunst und Kultur sind von Machtstrukturen durchzogen.Sichtbar werden Klassenverhältnisse auch in den Ausbildungsstätten: Es sind künstlerische Institutionen selbst,die sich in ihrem Selbstverständnis an ein bürgerliches Publikum richten und Vorstellungen von sozialen Klassen reproduzieren.
Was heißt es, in der Armuts- oder Arbeiter*innenklasse aufgewachsen zu sein und sich als Künstler*in behaupten zu müssen? Existieren überhaupt Stipendien und Netzwerke? Mit welchem Kapital stattet das Künstler*innendasein (auch prekäre) Künstler*innen aus? Und birgt die „Klassenreise“ das radikale Potenzial, das bürgerliche Selbstverständnis zu erschüttern?

Jakob Lena Knebl, Künstler*in und Professor*in, Universität für angewandte Kunst Wien
Moderation: Julischka Stengele, Künstlerin und Performerin, Wien

Mittwoch, 25. Januar 2023, 19.00
Culture in War // IN ENGLISH
Discussion

Before Ukraine has been invaded by the Russian aggressor, an emerging cultural live was florishing. During this genocidal war, a lot of art institutions are working on programs underextremely brutal conditions, helping to keep a civil society and a cultural perspective alive.
Olga Zhuk and Bozhena Zakaliuzhna are talking about their strategies to stage art in Kyiv and Lviv: Under conditions of war, how is culture possible? What is the meaning of cultural work in the recent context?

Olga Zhuk, Creative Director Oleksandr Dovzhenko National Center, Kyiv
Bozhena Zakaliuzhna, Director Jam Factory Art Center, Lviv
Moderation: Vasyl Cherepanyn, Visual Culture Research Center, Kyiv

Donnerstag, 26. Januar 2023, 19.00
Fragile Klänge
Buchpräsentation und Screening

Kann Musik „mit anderen Ohren“ gehört werden? Die Komponistin und künstlerische Forscherin Pia Palme stellt ihr aktuelles Buch vor und berichtet von ihrer Arbeit über die Fragilität der Klänge. Ihre These ist, dass eine feministische und ökologische Grundhaltung persönliche Hörgewohnheiten verändern kann. Das Hintergrundrauschen wird wahrgenommen, ein Raum in seiner Tiefe ausgelotet.

Pia Palme, Komponistin, Performerin, Wien

Irene Lehmann & Pia Palme (Hg.), Sounding Fragilities. An Anthology, Hofheim: Wolke Verlag 2022
Videoscreening: Cryology, Pia Palme 2022, 17 Min.

Montag, 30. Januar 2023, 19.00
feminismen diskutieren
Topographie der Einbildungskraft

Was für ein Selbstverständnis von Kunst, von Gesellschaft ist möglich, wie kann unsere Einbildungskraft gefasst werden, und wie kann sie heute wirksam sein, nachdem die Realität von Auschwitz als unüberbrückbarer Abgrund das Denken wie die Kultur bestimmt?
Ausgehend von Adornos einflussreichem Diktum, was Kultur nach Auschwitz überhaupt sein könne, nimmt Sabine Kock zentrale Argumentationen von Adorno und Horkheimer, Arendt, Lyotard, Kofman und Didi-Huberman in den Blick: Einbildungskraft ist eine unabdingbare philosophische Kategorie und gesellschaftliche Kraft, Kant erweist sich dabei als zentrale Referenz.

Sabine Kock, Philosophin und Kulturwissenschafterin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW, Wien

Sabine Kock, Topografie der Einbildungskraft. (Re-)Lektüren aus dem Diskurs des Gedenkens, Wien: Passagen Verlag 2022

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.

Dienstag, 31. Januar 2023, 19.00
Kunst und Klasse 3/3
Poverty Chic vs. Working Class Hero

Das Proletariat wird gesellschaftstauglich, wenn es von privilegierten Klassen imitiert werden kann, als künstlerisches Zitat tauglich oder als soziales Experiment erfahrbar ist. Das Spiel mit Symbolen und Codes ist vielschichtig: Bobos erfreuen sich in authentisch abgeranzten Beisln an Taschen mit Aldi-Logos für mehrere hundert Euro. Studierende aus der Oberschicht frönen dem „Poverty Chic“ und zeigen, dass sie reich genug sind, um es sich leisten zu können, arm auszusehen.
Welche Rolle spielt die Vereinnahmung von Lebensweisen und Symbolen der Arbeiter*innenklasse in der Kunst, der Musik und im Theater? Welche unterschiedlichen Zugänge sind möglich? Gibt es Kulturformen, die klassenverbindend sind?

Stefanie Sargnagel, Autorin, Cartoonistin, Wien
Moderation: Brigitte Theißl, Journalistin, Wien

Montag, 27. Februar 2023, 19.00
Kunst und Demenz
Präsentation und Gespräch

125 Millionen Menschen leiden weltweit unter Demenz, darunter10 Millionen in Europa. Persönliche und gesellschafliche Herausforderungen sind die Folge. Das Projekt DEMEDARTS erforscht Wahrnehmungs- und Handlungsmuster im Kontext einer alternden Gesellschaft. Wie können Kunst und Design dazu beitragen, das Lebensgefühl von Betroffenen zu verbessern? Wie kann eine generationenübergreifende Solidarität mit dementen Personen gewährleistet werden?

Brigitte Hauptner, Kunsthistorikerin, Mal-/Gestaltungstherapeutin, Wien
Ruth Mateus-Berr, Künstlerin, Forscherin, Sozialdesignerin, Universität für angewandte Kunst Wien
Pia Scharler, Designerin und künstlerische Forscherin, Universität für angewandte Kunst Wien
Moderation: Juliane Nagiller, Journalistin, Ö1, Wien

DEMEDARTS Dementia.Empathy.Education.Arts. – Programm zur Entwicklung und Erschließung der Künste. Institut für Kunstwissenschaften, Kunstpädagogik und Kunstvermittlung der Universität für angewandte Kunst Wien.

Mittwoch, 01. März 2023, 18.00
Ost*Post-Café
Vernetzung und Diskussion

Der von der Community proklamierte Begriff „Post-Ost“ ist aus der dringenden Notwendigkeit einer Selbstermächtigung entstanden.
Das neue Ost*Post-Café ermöglicht einen persönlichen Austausch von in Österreich lebenden (post-ost-)migrantischen Vertreter*innen unterschiedlicher Generationen: Wie können Personen aus dem ehemaligen Ostblock und Ex-Jugoslawien an diskriminierenden Erfahrungen und intersektionalen Ausschlussmechanismen gemeinsam wachsen? Wie können Fragmente eigener Biografien und gelebte Expertisenzu Empowerment beitragen?
Durch die Sichtbarmachung gemeinsamer Anliegen sowie radikaler Verschiedenheiten sollen Visionen im Umgang mit der Post-Ost-Debatte angeregt werden.

Anmeldung: m.oliwa@akbild.ac.at

Donnerstag, 02. März 2023, 19.00
Der Halle-Prozess
Buchpräsentation

Am 9. Oktober 2019, dem jüdischen Feiertag Jom Kippur, griff ein Rechtsterrorist erst die Synagoge, dann einen nahegelegenen Dönerimbiss im deutschen Halle an der Saale an. Im Laufe seines Anschlags ermordete er zwei Menschen und verletzte und traumatisierte viele weitere in Halle und Wiedersdorf.
Der Gerichtsprozess gegen den Täter im Jahr 2020 wurde durch das Buch Der Halle-Prozess: Mitschriften umfänglich dokumentiert.
Der Folgebandbeleuchtet Aspekte und Hintergründe der Tat, des juristischen Verfahrens und politischer und gesellschaftlicher Konsequenzen und Strategien gegen antisemitische, rassistische und frauenfeindliche Gewalt.

Christina Brinkmann, Kunstwissenschafterin, Herausgeberin, Halle (Saale)
Matthias Peter Lorenz, politischer Theoretiker, Autor, Wien

Christina Brinkmann, Nils Krüger, Jakob Schreiter (Hg.), Der Halle-Prozess: Hintergründe und Perspektiven, Leipzig: Spector Books 2022

Dienstag, 14. März 2023, 19.00
Geh Denken!
Vorträge, Diskussionen, Zeitzeug*innen

Geh Denken! versteht sich als Beitrag zu einer lebendigen Gedächtniskultur. Die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus bildet den Ausgangspunkt für eine Beschäftigung mit historischen Themen, deren Bedeutung im vergangenheitspolitischen Diskurs sowiemit Fragen der Geschichtsvermittlung.
Im Zentrum stehen offene Reflexion und Diskussion kontroverser Themen.

In Kooperation mit dem Verein GEDENKDIENST.

Mittwoch, 15. März 2023, 19.00
PhD in Context // IN ENGLISH
Talks with PhD in Practice

The PhD in Practice program provides a concept of artsbased research that is built upon critical epistemologies, as they have been developed in the context of feminist, queer, postcolonial, ecological, postmarxist and other political and emancipatory projects. Inspired by these struggles, the PhD in Practice program approaches arts-based research as a space for the negotiation of social, political, cultural and economic conflicts. It refers to a history of research in the arts field, which has been developed in dialog with an array of differentfields, including academia, activism, high art as muchas pop and subculture.
At Depot, the candidates present their projects, discuss ideasand enter into an exchange with the interested public.

In cooperation with the Academy of Fine Arts Vienna, coordinated by Renate Lorenz and Anette Baldauf.

Montag, 20. März 2023, 19.00
Dance of Urgency // IN ENGLISH
Lecture

The project I Dance Alone observes dance floors from a bird’seye view or what used to be considered the divine perspective. Crowds are analysed as microscopic samples. Zooming in on dancing gestures and anonymous dancing bodies has provided extensive knowledge and insight into club culture intimes of socio-political changes.
The project awarded Bogomir Doringer with the term “danceof urgency”, a dance that rises in times of personal and collective crises, and such a dance aims to empower individualsand groups.

Bogomir Doringer, PhD candidate at University of Applied Arts Vienna, Curator and Head of Education and Research at Nxt Museum, Amsterdam

Dienstag, 21. März 2023, 19.00
feminismen diskutieren
Frauenbilder in der Neuen Rechten

Die Bedeutung von Frauen in der extremen Rechten hat einige Wandlungen durchlaufen. Lange Zeit galten sie als harmlose Mitläuferinnen, deren Daseinsgrund die Mutterrolle war.
Doch welche Rolle haben und spielen Frauen in einer sich neu formierenden und entsprechend organisierenden extremen Rechten im 21. Jahrhundert? In einem (eng begrenzten) Rahmen gibt es vielfältige Möglichkeiten, aktivistisch tätig zu sein. Wie sehen die Geschlechterbilder aus? Welche Funktionhat (Anti-)Feminismus von Rechts für Verschwörungsdenken?

Natascha Strobl, Politikwissenschafterin und Publizistin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW, Wien

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen

Donnerstag, 23. März 2023, 19.00
Vagabondage
Buchpräsentation

Vagabondage – eine soziale Bewegung aus Not, eine grenzüberschreitende Suche nach Freiheit oder ein Konzept, das die Kunst wie die Theorie beflügelt: Im Band Vagabondage werden all diese historischen und zeitgenössischen Facetten des Vagabundierens in Wien beleuchtet.
Von den Vagabund*innen-Kongressen in den 1920er Jahren geht es über  nomadisierende Philosophie bis hin zu aktuellen Fragen zuWohnungslosigkeit und Migration sowie zu gegenwärtigen Ausdrucksformen in Straßenmusik und Straßenzeitung.

Lisa Bolyos, Straßenzeitung Augustin, Wien
Ljubomir Bratic, Mit-Initiator des Migrationsmuseums Wien
Enesi M., Performerin und Aktivistin bei AFRO-Rainbow Austria, Wien
Alexander Machatschke, Bundesarge Wohnungslosenhilfe Wien
Elena Messner, Mit-Initiatorin des Migrationsmuseums Wien
Moderation: Andreas Pavlic und Eva Schörkhuber

Andreas Pavlic & Eva Schörkhuber (Hg.), Vagabondage. Historischeund zeitgenössische Facetten des Vagabundierens in Wien, Wien: Sonderzahl 2022

In Kooperation mit dem Sonderzahl Verlag.

Montag, 27. März 2023, 19.00
Wir sind die Neuen
Perspektiven für Wien

Es tut sich etwas in der Kulturstadt: Mit dem Foto Arsenal Wien ist nach vielen Jahren nun ein Fotomuseum (oder„Kompetenzzentrum“) fixiert, in einigen Institutionen weht ein frischer Wind.
Die kürzlich von Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler präsentierte Wiener Kulturstrategie 2030 verspricht Partizipationund setzt auf Themenfelder wie Diversität, Fair Pay, Teilhabe und Klimaverträglichkeit. Was bedeutetdas für die Weiterentwicklung des Kulturstandorts? Wie sieht die Zukunft der neu besetzten Institutionen aus?

Felix Hoffmann, Foto Arsenal Wien
Günther Oberhollenzer, Künstlerhaus Wien
Frederike Sperling, Kunstraum Niederösterreich, Wien
Moderation: Nina Schedlmayer, Kulturjournalistin, Wien

Dienstag, 28. März 2023, 19.00
Crit Cross #19 // IN ENGLISH
A Forum on Art Criticism

Crit Cross is an open discussion group of current writing about art. It has the aim to create a platform for the sustainable promotion of art- and sociocritical dialogue as well as art-related topics in Vienna. Furthermore, it aims to promotethe ability to read and exchange critically.
The premise of the project is that art texts are part of a social discourse, which also lives from direct exchange and that critical reflections on art and society are essential at a time when art is under pressure of justification in the face of shrinking resourcesand political change.

In cooperation with Verein K.

Donnerstag, 30. März 2023, 19.00
Das Museum als Anthropozän-Institution
Buchpräsentation

Elke Krasnys Schrift mit dem Untertitel Für Feministisches Kuratieren im Zeitalter des Massensterbens vertritt die These, dass das Museum eine Institution ist, anhand derer wir die Entstehung der Kultur des Anthropozäns untersuchen können.
Das moderne Museum repräsentiert, wie das „Zeitalter des Menschen“ das Leben neu organisierte. Auf Logiken von Gewalt, Raub und Enteignung beruhend, wird das Gesammelte als Totes konserviert und zur Schau gestellt.
Inwiefern kann feministisches Kuratieren dazu beitragen, das Anthropozän im Museumskontext begreifbar zu machen? Können durch Trauerarbeit neue kulturelle Vorstellungen geschaffen werden?

Carla Bobadilla, Künstlerin, Kunstvermittlerin
Elke Krasny, Kuratorin, Kulturtheoretikerin
Karin Reisinger, Architekturforscherin, Naturkulturtheoretikerin
Hansel Sato, Künstler, Grafiker
(alle Akademie der bildenden Künste Wien)

Elke Krasny (Hg.), Das moderne Museum als Anthropozän-Institution. Für feministisches Kuratieren im Zeitalter des Massensterbens, Kunstpädagogische Positionen, Heft 57, Köln 2022