Veranstaltungen

Mittwoch, 27. Oktober 2021, 19.00
Geh Denken! // ONLINE-Veranstaltung // IN ENGLISH
Can we remember? – Remembrance culture and politics in the Czech Republic

The memory and remembrance of the Holocaust in Czech Republic and other Eastern Countries was deeply influenced by 40 years of communist rule and is now institutionalized in established commemorations and memorials. At this point it is time to reflect on the current remembrance culture and its importance in the Czech Republic.

How do the Commemoration and “commemoralization” look like 80 years after the end of the Second World and of communist rule? How do we connect the official commemoration to the living memory of our communities and each one of us? How do memorials shape our view and perception of history and how is our view of history shaping the memorials?

Tereza Štepkovà, former director of the Terezin Initiative Institute in Prague, member of the of the Czech Delegation at International Holocaust Remembrance Alliance

 

Veranstaltung ONLINE via Zoom: https://us02web.zoom.us/j/81435119818 (Meeting-ID: 814 3511 9818)
In Kooperation mit dem Verein GEDENKDIENST.

Donnerstag, 28. Oktober 2021, 17.00
Verschenkter Rat: Behüte Haus und Haut
Ilse Aichinger und Elfriede Gerstl

Zwei der wichtigsten österreichischen Schriftsteller*innen des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts stehen im Mittelpunkt des Abends – Ilse Aichinger und Elfriede Gerstl. Nach einem Einführungsvortrag der Germanistin Susanne Hochreiter werden fünf Poet*innen literarisch auf das lyrische Werk der beiden Autorinnen antworten: Peter Clar, Martin Fritz, Markus Köhle, Mieze Medusa und Anna-Lena Obermoser. Durch den Abend führt die Literaturwissenschaftlerin Anna Babka.

Um Anmeldung wird gebeten unter peter.clar@univie.ac.at
Eine Veranstaltung in Kooperation mit AKA – Arbeitskreis Kulturanalyse

Livestream: https://youtu.be/Vl2HbYTpA2o

 

Programm

17.00–17.10 Uhr: Begrüßung

17.10–18.10 Uhr: Vortrag Susanne Hochreiter

18.20–19.30 Uhr: Elfriede Aichinger und Ilse Gerstl – Aneignungen und Umschreibungen I. Mit Peter Clar, Martin Fritz, Markus Köhle, Mieze Medusa und Anna-Lena Obermoser

20.00–21.00 Uhr: Elfriede Aichinger und Ilse Gerstl – Aneignungen und Umschreibungen II. Mit Peter Clar, Martin Fritz, Markus Köhle, Mieze Medusa und Anna-Lena Obermoser

Dienstag, 02. November 2021, 19.00
feminismen diskutieren
Hexen im Fernsehen: Magie – Natur – Körper

Hexen haben eine lange Geschichte in Literatur und Medien, seit Mitte der 1990er Jahre finden wir zahlreiche Fernseh-Hexen, die nicht mehr in einer fantasy-Zeit leben, sondern im Hier und Heute, mitten unter uns. Noch mehr als Frauen im Allgemeinen wird Hexen eine besondere Verbindung zur Natur attestiert – der Quelle ihrer magischen Kräfte. Magie – sowohl spells als auch elementare Magie – hat immer eine materielle Komponente (und kann daher unter einem semiotischen Gesichtspunkt diskutiert werden). Das Praktizieren von Magie hat ihrerseits Einfluss auf den Körper der Hexe bis hin zu extremen physischen Veränderungen. Der Vortrag diskutiert diese Themen anhand von literarischen und audiovisuellen Texten der letzten 25 Jahre.


Gloria Withalm, Semiotik & Kulturwissenschaften, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW, Wien

Livestream: https://youtu.be/JHC-JdBVwIE

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen und ISSS – Institut für sozio-semiotische Studien.

Donnerstag, 04. November 2021, 19.00
Antisemit ist immer der Andere
Vortrag

Von einem neuen Antisemitismus ist seit Jahren die Rede, doch während über die Existenz dieses Phänomens mittlerweile wissenschaftlicher Konsens herrscht, ist durchaus umstritten, was genau unter diesem Begriff verstanden werden soll und welche Gruppierungen als die eigentlichen Triebkräfte dahinter ausgemacht werden. Die einen verweisen auf die populistische Rechte, andere auf Ressentiments, die sich als politische Kritik an Israel maskieren, doch viele wollen den Hass auf Jüd*innen nur noch im islamischen Feld verorten. Wer ist Antisemit*in in einer Zeit, da es keine*r sein will?

Doron Rabinovici, Schriftsteller und Historiker, Wien

In Kooperation mit der ÖGPB – Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung.

Freitag, 05. November 2021, 19.00
Vom Profil zur Zone. Zur Wahrnehmung und Darstellung von Straßenraum
Vortrag

Der Raum der Straße hat sich seit dem 19. Jahrhundert durch die rasante, bis heute unvermindert anhaltende Entwicklung der Städte stark verändert. Die parallel dazu herausgebildeten Darstellungsmodi und Abbildungstypen – vom technisch-funktionalen Straßenprofil über die tiefenwirksame Perspektivzeichnung bis hin zur atmosphärischen Nachtfotografie und dem räumlich undefinierten Zonenplan – spiegeln den Wandel unserer Vorstellung und Wahrnehmung von Straßenraum beispielhaft wider. Ausgehend von historischen Darstellungen soll auf heutige Planungsansätze bezogen anhand aktueller Analyse- und Darstellungsmethoden der Frage nach räumlichen Qualitäten und der Bedeutung des Elements Straße für den Städtebau nachgegangen werden.


Katrin Albrecht, Architektin, promovierte Architektur- und Städtebauhistorikerin und Dozentin

Eine Veranstaltung der ÖGFA – Österreichische Gesellschaft für Architektur.
Um Anmeldung wird gebeten unter https://oegfa.at/programm/jahresschwerpunkt/2021-raumbeziehungen/vom-profil-zur-zone

Samstag, 06. November 2021, 18.00
Die Fallen des Multikulturalismus – Laizität und Menschenrechte in einer vielfältigen Gesellschaft
Vortrag

Die Philosophin Cinzia Sciuto gilt als Vordenkerin für den Begriff der Laizität. In ihrem Buch Die Fallen des Multikulturalismus – Laizität und Menschenrechte in einer vielfältigen Gesellschaft (Rotpunkt) beschreibt sie Laizität als „vorpolitische Notwendigkeit“.

Die Gesellschaften Europas werden zunehmend komplex. Ethnische, religiöse und kulturelle Konflikte durchziehen sie und machen eine Suche nach neuen Entwürfen des Zusammenlebens erforderlich. Will eine Gesellschaft kulturelle Vielfalt und Persönlichkeitsrechte unter einen Hut bringen, das zeigt Cinzia Sciuto in ihrem Buch, muss sie zwischen Staat und Religion unterscheiden. Sie muss laizistisch sein. Laizität ermöglicht den diversen Spielarten von Religionen und Weltsichten erst, in einer pluralistischen Gesellschaft nebeneinander zu existieren. Sie garantiert auf der einen Seite die Religionsfreiheit, gleichzeitig legt sie jedoch Prinzipien fest, von denen nicht abgewichen werden darf, auch nicht im Namen irgendeiner Gottheit. Laizität ist die vorpolitische Voraussetzung für ein ziviles Zusammenleben in einer komplexen Gesellschaft, in dem die Freiheiten und Menschenrechte von allen respektiert werden.

Wo Anerkennung und Respekt für die Identitäten der diversen ethnischen, religiösen und kulturellen Bestandteile einer Gesellschaft eingefordert werden, läuft man Gefahr zu vergessen, dass jeder Einzelne Träger seiner subjektiven Rechte ist und keine Gruppenzugehörigkeit diese ihm streitig machen kann. Cinzia Sciuto stellt die Prioritäten wieder auf die Füße: Das Individuum ist Träger von Identitäten und Zugehörigkeiten, anstatt dass es von seiner Zugehörigkeit definiert wird.

Im Anschluss an den Vortrag Gespräch mit Niko Alm unter Publikumsbeteiligung.


Um Anmeldung wird gebeten unter https://laizitaet.at/termine/6-november-2021/

Eine Veranstaltung von Laïcité – Institut für Laizität.

Montag, 08. November 2021, 19.00
Bewährungsprobe #37
Künstler*innengespräch

Die regelmäßige Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe stellt zwei künstlerische Positionen aus Wien vor und widmet sich Fragen zur Kunstproduktion. Unter welchen Arbeitsbedingungen und mit welchem Material entstehen die jeweiligen Zugänge, um im Feld der Kunst die Welt zu verhandeln, die uns umgibt?
Vera Sebert ist Experimentalfilmerin, deren künstlerische Arbeit neben Videoinstallationen auch netzbasierte Kunst und literarische Texte beinhaltet. Der Computercode dient als Werkzeug und erlaubt die Adaption aller anderen Medien.

Claudia Rohrauer hinterfragt den vermeintlichen Beweischarakter von Fotografie mittels Verknüpfung von konzeptuellen und medienreflexiven Strategien – mitunter humorvoll. Dabei interessiert sie der Weg von der Theorie zur Praxis: vom Konzept über den künstlerischen Prozess hin zum endgültigen Resultat.

Vera Sebert, Künstlerin, Wien
Claudia Rohrauer, Künstlerin, Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, Wien

Dienstag, 09. November 2021, 19.00
Kulturteil
Kunst und Journalismus

Bildende Kunst wird in Mainstream-Medien zumeist über Ausstellungsbesprechungen großer Museen oder spektakuläre Auktionsergebnisse verhandelt. Künstlerporträts bedienen sich Erzählungen von Genie und Wahnsinn, Künstlerinnen werden – wenn überhaupt – erst spät entdeckt.
Anknüpfend an frühere Blattkritiken im Depot treten wir in dieser neuen Reihe mit Medienschaffenden aus Print, Web, Hörfunk und TV in einen Austausch: Welche Themen und Kunstgattungen finden Platz in der Berichterstattung der Feuilletons und Kultursendungen? Mit welcher Sprache? Warum funktionieren bestimmte Formate beim Publikum? Und was möchten wir in Zukunft lesen und sehen?

Moderation: Djamila Grandits, Kuratorin und Kulturarbeiterin

Mittwoch, 10. November 2021, 19.00
kinokis mikrokino #251
Die Kinder lassen grüßen

Sie waren Ministrant*innen, Schüler, Schutzbefohlene, Heimkinder und wurden von Priestern und Nonnen sexuell, emotional und körperlich misshandelt. Begleitet von der Kamera suchen die Betroffenen die Tatorte von damals auf, viele machen ihre Geschichten erstmals öffentlich, auch ihre Familien erfahren zum ersten Mal von diesem verschwiegenen Schmerz. Ein beklemmender Einblick in das wohl größte Verbrechen der Nachkriegszeit. Der unaufgearbeitete Missbrauch bleibt ein Trauma quer durch die Gesellschaft, ermöglicht durch ein Milieu der Unterdrückung und der Gottesfürchtigkeit. Bis heute sind Kirche und Staat Verbündete dieser Vertuschung. Eine Anklage, die sprachlos macht, aber auch Hoffnung: „Ich habe alles gesagt, ich bin jetzt kein Opfer mehr“, sagt Jo, einer der Protagonisten des Films.

Patricia Marchart, Filmemacherin, Wien
Georg Prader, Betroffener, Oberösterreich
Sepp Rothwangl, Obmann Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt, Wien

Die Kinder lassen grüßen
(A 2016). R: Patrica Marchart, 57 min.

Freitag, 12. November 2021, 19.00
Die Straße als Architektur betrachtet unter den Aspekten der Performativität und Porosität
Vortrag

Das Plädoyer für einen architectonic turn in der Urbanistik ist eine Aufforderung, Stadt architektonisch aufzufassen. Urbanistik wird dezidiert als ein Gebiet der Architektur behandelt. Architektur ist die Kunst, Räume zu artikulieren. Architektur gestaltet komplexe räumliche Situationen. Das gilt auch für den Maßstab der Stadt, in dem Sinne wird die Straße als Architektur urbaner Räume betrachtet. Das monofunktionale System der Stadtplanung in der Moderne hat die Straßen der Stadt ausschließlich auf ihre Verkehrsfunktion reduziert. Dies wäre mit spezifisch architektonischen Mitteln zu überwinden.

Sophie Wolfrum, Büro Janson & Wolfrum, Architektur und Stadtplanung, München
Moderation: Christina Linortner, ÖGFA, Wien

Eine Veranstaltung der ÖGFA – Österreichische Gesellschaft für Architektur.

Um Anmeldung wird gebeten unter https://oegfa.at/programm/jahresschwerpunkt/2021-raumbeziehungen/sophie-wolfrum

Donnerstag, 18. & Freitag, 19. November
TEILHABE GESTALTEN – Kunst und Demokratie
Tagung

Kann Kunst demokratisch sein? Welche Ungleichheiten gibt es in der Kunstproduktion und innerhalb von Institutionen? Wie können sich Kunst und ihre Akteur*innen generell zu Fragen der Teilhabe und der institutionellen wie politischen Gerechtigkeit verhalten?
Wir diskutieren vor Ort und online künstlerische und kuratorische Strategien und neue Allianzen während der Pandemie und Klimakrise.


D/Arts, María do Mar Castro Varela, Tamara Ehs, Christiane Erharter, Can Gülcü, Stefan Heidenreich, Katharina Morawek, Matthias Lemke, Raqs Media Collective, Oliver Ressler, ruangrupa, WHW u. v. a.

Donnerstag, 18.11.: 10.00 - 21.00
Freitag, 19.11.: 10.00 - 14.00

Dienstag, 23. November 2021, 19.00
Befreiung der Frau: Ein weltweiter Kampf
Buchpräsentation

Von den Forderungen der afroamerikanischen Frauenbewegung bis zu den Vertreterinnen des Globalen Südens und den Ansätzen der zweiten Frauenbewegung – diese verschiedenen Aspekte eines weltweiten Kampfes werden anlässlich der Neuerscheinung des Buches Befreiung der Frau diskutiert. Denn im Kampf gegen Ungleichheit stellen sich schließlich viele Fragen: Wie können von Rassismus oder globaler Ungleichheit betroffene Frauen mit weißen Frauen aus dem Norden gemeinsam um ihre Rechte kämpfen, wenn alle unterschiedliche Erfahrungen machen? Wie werden die prekäre Situation in der Pflege und der verstärkte „Rückzug ins Private“ die feministischen Kämpfe in Zukunft beeinflussen?


Julia Harnoncourt, Herausgeberin, Université du Luxembourg, Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History)
Lisbeth Nadia Trallori, Aktivistin der Zweiten Frauenbewegung in Wien, Soziologin, Politikwissenschafterin, Autorin
Faika El-Nagashi, Abgeordnete zum Nationalrat, Politikwissenschafterin, Johanna-Dohnal-Förderpreisträgerin für ihre Arbeit zu migrantischen Sexarbeiterinnen

Harnoncourt, Julia (Hg.), Befreiung der Frau. Texte zur Geschichte eines weltweiten Kampfes, Promedia, Wien 2021

Mittwoch, 24. November 2021, 19.00
Geh Denken!
Österreichische Geschichtspolitik in der populistischen Revolte

Nach der Ära Wolfang Schüssel (ÖVP) und Jörg Haider (FPÖ) in den 2000er Jahren war Geschichtspolitik in Österreich von einer nachholenden (West-)Europäisierung geprägt: Die Schoah trat ins Zentrum der Erinnerung, andere NS-Opfer und Widerständige bekamen mehr Beachtung, alle distanzierten sich vom Opfermythos, die EU wurde zum Fluchtpunkt der Geschichte, der 27. Jänner und der 8. Mai zu Gedenktagen, der Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus war die Lehre. Diese (liberale) Politik trugen mehr oder weniger alle Parteien, außer der FPÖ, Hand in Hand mit zivilgesellschaftlichen Organisationen mit. Mit der Regierungskoalition zwischen Sebastian Kurz (ÖVP) und Heinz-Christian Strache (FPÖ) 2017 ging dieser Konsens zu Ende: In einer populistischen Revolte wurde die Geschichtspolitik rekonfiguriert. Neue Gedenkstätten entstanden, das staatlich-zivile Bündnis zerfiel, Opferkonkurrenz trat auf, angerufen wurde statt der EU nun Israel, die Täterschaft verschwindet zusehends. Diese und andere Entwicklungen werden anhand jüngerer Beispiele der Erinnerungskultur diskutiert.

Peter Pirker, Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck

Donnerstag, 25. November 2021, 19.00
Gott und Staat. Allah und die Linke
Buchpräsentation

Der deutsche Publizist Helmut Ortner bringt sein neues Buch Widerstreit – Über Macht, Wahn und Widerstand nach Wien. Aus dem Klappentext: „So sehr unsere Demokratie auf Konsens angelegt ist, es braucht Gegenrede und Widerstreit. Sie sind der Sauerstoff für die Demokratie. Helmut Ortners neues Buch vereint eine Auswahl seiner politischen Texte, die in den letzten Jahren verstreut in Tageszeitungen, Zeitschriften und auf Online-Magazinen erschienen.“
Im Anschluss an Einführungsvortrag und Lesung Diskussion mit Niko Alm (Moderation) und dem Publikum.


Um Anmeldung wird gebeten unter https://laizitaet.at/termine/25-november-2021-helmut-ortner/

Eine Veranstaltung von Laïcité – Institut für Laizität.

Freitag, 26. November 2021, 19.00
Cyborg werden
Buchpräsentation

Cyborgs waren ursprünglich ein Produkt technomilitärischer Imagination mit dem Ziel, die Beschränkungen des menschlichen Körpers zu überwinden. Als kybernetischer Organismus sind Cyborgs tatsächlich weder Mensch noch Maschine – und doch beides zugleich.
Gerade dies macht sie für queer_feministische Spekulationen attraktiv, die Dualismen als Fundament von Herrschaftslogiken kritisieren. Dagmar Fink fragt danach, wie Cyborgs Dualismen zur Implosion bringen, wie sich mit Cyborgs Vorstellungen von Differenz jenseits von Dualismen entwickeln lassen und wie queer_feministische Geschichten in Theorien und Science Fictions unsere Möglichkeitshorizonte erweitern.
Nach dem Gespräch Cafébetrieb mit afrofuturistischer Musikbegleitung.


Dagmar Fink, Literatur- und Kulturwissenschafterin, Hochschullektorin, Übersetzerin im queer_feministischen Kollektiv _gender_ _et_ _alia_ sowie Ko-Leiterin von QUEERTACTICS. QUEER_FEMINIST FILMFESTIVAL VIENNA, Wien
Waltraud Ernst, Philosophin, Institut für Frauen- und Geschlechterforschung, Johannes Kepler Universität Linz
Roswitha Hofmann, Sozialwissenschafterin, Hochschullektorin und wissenschaftliche Beraterin –uebergrenzendenken, Wien

Dagmar Fink, Cyborg werden. Möglichkeitshorizonte in feministischen Theorien und Science Fictions, Transcript, Bielefeld 2021

Montag, 29. November 2021, 19.00
Wie weiter? / What next? // IN ENGLISH
On the future of cultural institutions #5

Many large and also decentralised, small cultural institutions carry a long history in which changes and repositioning have taken place repeatedly. On the occasion of the caesura caused by the Covid crisis, we also want to ask in this autumn series where we go from here. What considerations, strategies and visions for the future do we have with regard to exhibition making, performance concepts and the relationship to the audience? Are democratisation concepts being considered? Could new ideas despite all the difficulties – be gained from the Covid crisis?

Ramesch Daha, President Secession Vienna
Séamus Kealy, Director Salzburger Kunstverein
Moderation: Martin Fritz, Curator, Consultant, Publicist, Vienna

Dienstag, 30. November 2021, 19.00
Das Nichts in der digitalen Kunst
Vortrag

Quer durch das 20. Jahrhundert haben zahlreiche Künstler*innen die bestehende Konvention von Realität und deren Wahrnehmung durch Akte der Entleerung demontiert. Die Reise in das Nichts beginnt bei Kasimir Malewitsch, über Yves Klein bis Roni Horn oder Hiroshi Sugimoto. Letztendlich stellt sich die Frage: Wie kann der Leere im Zeitalter der Digitalisierung mit ihren oft überreizenden Datenräumen Platz gegeben werden?


Valerie Messini, Dissertantin am Peter Weibel-Forschungsinstitut für digitale Kulturen, Universität für angewandte Kunst Wien

Freitag, 03. Dezember 2021, 19.00
Vorne – Hinten. Prinzipien zur Wiedergewinnung des Stadtraums
Vortrag

Alle reden vom öffentlichen Raum - doch in neueren Projekten entstehen kaum mehr öffentliche Räume, die zugleich auch als Stadträume erfahrbar sind. Bauprojekte thematisieren kaum mehr die Kante zum Straßen- oder Platzraum - die Folge sind freistehende, allseitig gleiche Baukörper, von Restraum umgeben. Es scheint, als wäre das grundlegende Verständnis für das, was Stadt gesellschaftlich und gestalterisch ausmacht, verloren gegangen: die Differenzierung in öffentliche und private Räume und damit die Unterscheidung von Vorne und Hinten beim städtischen Haus. Der Vortrag schildert anhand soziologischer und städtebaulicher Theorien diese die Urbanität begründende Differenz und untersucht anhand von Beispielen, welchen Prinzipien ein Städtebau folgen müsste, um Stadträume zu schaffen.

Wolfgang Sonne, Professor für Geschichte und Theorie der Architektur an der TU Dortmund, wissenschaftlicher Leiter des Baukunstarchivs NRW sowie stellvertretender Direktor des Deutschen Instituts für Stadtbaukunst

Moderation: Andreas Vass/ÖGFA


Eine Veranstaltung der ÖGFA – Österreichische Gesellschaft für Architektur

Um Anmeldung wird gebeten unter https://oegfa.at/programm/jahresschwerpunkt/2021-raumbeziehungen/wolfgang-sonne-vorne-hinten

Montag, 06. Dezember 2021, 19.00
Bewährungsprobe #38
Künstler*innengespräch

Die regelmäßige Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe stellt zwei künstlerische Positionen aus Wien vor und widmet sich Fragen zur Kunstproduktion. Unter welchen Arbeitsbedingungen und mit welchem Material entstehen die jeweiligen Zugänge, um im Feld der Kunst die Welt zu verhandeln, die uns umgibt?
Janine Schneider beschäftigt sich mit Fragen rund um Körperidentität im und durch öffentlichen Raum, Architektur sowie Raumpolitik. Dabei arbeitet sie bevorzugt mit den Medien Fotografie, Video, Installation und Performance.
Imre Nagy interessiert das Zusammenspiel zwischen Zeichnungen, Objekten und Architektur. In seiner vermehrt bildhauerischen Arbeit fügen sich zwei Ordnungssysteme – Sprache und Architektur – mit einem dritten zusammen: Körpererfahrung.

Janine Schneider, Künstlerin, Wien
Imre Nagy, Künstler, Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, Wien

Dienstag, 07. Dezember 2021, 19.00
Crit Cross // IN ENGLISH
A Forum On Art Criticism

Crit Cross is an open reading and discussion group of current writing about art and society. It has the aim to create a platform for the sustainable promotion of art- and sociocritical dialogue as well as art-related topics in Vienna. Furthermore it aims to promote the ability to read and exchange critically.

Meetings are organized by Vienna-based association Verein K. The event will host a guest.

Donnerstag, 09. Dezember 2021, 19.00
feminismen diskutieren
Greta Thunberg: Ikone oder Feindbild?

Im August 2018 begann die 16-jährige Greta Thunberg vor dem schwedischen Parlament samt einem Schild mit der Aufschrift „Schulstreik für das Klima“ wöchentlich für Klimagerechtigkeit zu demonstrieren. Aus diesem Protest entstand die globale Protestbewegung Fridays for Future, welche mit Parolen wie „Es ist fünf vor zwölf" Klimagerechtigkeit einfordert. Wie wird Greta Thunberg als Führungsfigur wahrgenommen und welche Rolle spielt sie für die Bewegung? Der Vortrag setzt hier an und diskutiert die Perzeption Greta Thunbergs zwischen einer ikonografischen Verehrung und ihrer Stilisierung als Hassfigur.

Antje Daniel, Entwicklungsforscherin und Politologin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW, Wien

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen

Donnerstag, 16. Dezember 2021, 19.00
PhD in Context // IN ENGLISH
Talks with PhD in Practice

The PhD in Practice program provides a concept of arts-based research that is built upon critical epistemologies, as they have been developed in the context of feminist, queer, postcolonial, ecological, postmarxist and other political and emancipatory projects. Inspired by these struggles, the PhD in Practice program approaches arts-based research as a space for the negotiation of social, political, cultural and economic conflicts. It refers to a history of research in the arts field, which has been developed in dialog with an array of different fields, including academia, activism, high art as much as pop and subculture.
At Depot, the candidates present their projects, discuss ideas and enter into an exchange with the interested public.‘


A cooperation with the Academy of Fine Arts Vienna, coordinated by Renate Lorenz (Professor for Art and Research) and Anette Baldauf (Professor for Methodology and Epistemology)

Freitag, 17. Dezember 2021, 19.00
Hier und anderswo
Buchpräsentation

Die raum-zeitliche Konfiguration „Israel/Palästina“ ist das hochmediatisierte und affektiv aufgeladene Wahrnehmungsobjekt par excellence. Wie haben sich die audiovisuellen Repräsentationen Palästina-Israels und die visuellen Kulturen seit 1960 verändert?

Peter Grabher untersucht Essayfilme, die am Blick arbeiten und ihn verändern. In dichten Beschreibungen wird gezeigt, wie französische, israelische und palästinensische Filmautor*innen auf dominante Repräsentationen und kollektive Narrative eingehen und diese ästhetisch überschreiten. Im Kontext des israelisch-palästinensischen Problems, in dem Bilder zum Schauplatz des Krieges werden, die als affektauslösende Objektivitätsbehauptungen die Wahrnehmung kapern, kommt diesen Beispielen einer essayistischen Ästhetik radikale politische Bedeutung zu.

Julia B. Köhne, Kultur-, Film- und Medienwissenschaftlerin, Humboldt-Universität, Berlin
Peter Grabher, Filmwissenschaftler,kinokis mikrokino, Wien

Ici et ailleurs
(F 1976). R: Jean-Luc Godard & Anne-Marie Miéville, 53 min., OmenglU

Peter Grabher: Hier und anderswo. Palästina-Israel im essayistischen Film (1960–2010), Marburger Schriften zur Medienforschung 82, Schüren Verlag, Marburg 2020