Information | Veranstaltungen | Bibliothek | Kontakt | Links








ARCHIV 94-04 (pdf)
ARCHIV 2004 Sept-Dez
ARCHIV 2005
ARCHIV 2006
ARCHIV 2007
ARCHIV 2008
ARCHIV 2009
aktuell


Alle Veranstaltungen sind frei zugänglich.

Wöchentlich aktualisierte Informationen zum Programm sind über den Depot-Newsletter verfügbar. Um sich anzumelden genügt eine E-mail an depot@depot.or.at.

 
Montag, 8. März, Dienstag, 9. März, 10.00
Freiraum Leerstellen

Vorträge und Diskussion

In Ballungszentren ist der Bedarf nach Freiräumen in den letzten Jahrzehnten massiv gestiegen. Deshalb hat die kunstschule.at für die heurige Projektwoche das Thema "Freiraum Leerstellen" ausgewählt. Die gemeinsame Nutzung des Schulhauses in der Lazarttgasse mit der künstlerischen Volkshochschule führte und führt immer wieder zu Konflikten, Raumnot stellt daher ein permanentes Problem der Schule dar. Die Sehnsucht nach mehr Raum sensibilisiert den Blick auf die Stadt, auf leer stehende Lokale, Industrieanlagen, Mietshäuser und führt zu der Frage, wieso diese Räume nicht genutzt werden.

Montag, 8. März

10.00 Dieter Schrage, Kurator, Kulturwissenschafter

11.00 Alexander Scheer, Wohnrecht

12.00 Jutta Kleedorfer, Projektkoordination für Mehrfachnutzung, MA18

14.00 Barbara Jeitler, Gebietsbetreuung Stadterneuerung 16. Bezirk

15.00 Gartenpolylog, österreichisches Netzwerk interkultureller Gemeinschaftsgärten


Dienstag, 9. März

10.00 Sissa Micheli, Aspekte der Zwischennutzung anhand von Beispielen aus Wien

10.00 MIK, Moblie Initiative Kultur/Mission Ignition Kagran (Genochmarkt Kagran)

13.00 Kampolerta, Netzwerk zur ungewöhnlichen Nutzung von öffentlichen Raum

14.00 Filmprogramm

Eine Veranstaltung der kunstschule.at



Mittwoch, 10. März, 19.00
Die Jüdischnationale Partei 1906 –1938

Vortrag

Bei den ersten Wahlen in der Republik im Jahr 1919 erzielte die Jüdischnationale Partei ein Mandat im österreichischen Nationalrat und drei Mandate im Wiener Gemeinderat. Im Mittelpunkt jüdischnationaler Politik standen die Forderungen nach Gleichberechtigung der JüdInnen und ihrer Anerkennung als Nation sowie die Schaffung eines Judenstaates in Palästina / Eretz Israel. 90 Jahre danach liegt nun eine Publikation über die Jüdischnationale Partei vor, die erstmals eine Gesamtdarstellung ihrer Geschichte in Österreich bietet. Die Ergebnisse der umfangreichen wissenschaftlichen Forschungen dieses Bandes gehen über konkrete jüdischnationale Politik hinaus und machen einen lange ignorierten Teil jüdischer Lebensentwürfe sichtbar.

Dieter J. Hecht, Historiker und Herausgeber

Dieter J. Hecht (Hg.): Die Jüdischnationale Partei in Österreich 1906 –1938. In: Chilufim. Zeitschrift für Jüdische Kulturgeschichte 7/09.


In Kooperation mit dem Gedenkdienst, zum 150. Geburtstag von Theodor Herzl.


Donnerstag, 11. März, bis Freitag, 13. März
Negative Sozialphilosophie
Symposion

Einerseits ist es plausibel, die Aufhebung, Entschärfung oder Regelung von Phänomenen negativer Sozialität anzustreben; andererseits kann argumentiert werden, dass Gemeinschaften und Gesellschaften mit unaufhebbarem Widerstreit, innerem Konflikt oder dem sogenannten „Unvernehmen“ leben müssen. Die Tagung unternimmt den Versuch, diese negativen Erfahrungennicht nicht von vornherein als Mangelphänomene zu beschreiben, sondern sie aus einer sozial- und kulturphilosophischen Perspektive näher zu untersuchenund damit auch gängige Konzepte des Sozialen einer grundlegenden Revision zu unterziehen...

Donnerstag, 11. März

15.30
Einführung
Burkhard Liebsch, Universität Bochum


16.00
Grenzen eines dialektischen Negativismus
Zum Konzept einer negativistischen Sozialphilosophie

Burkhard Liebsch, Universität Bochum

17.15
Antagonismus
Oliver Marchart, Soziologisches Seminar der Universität Luzern



Freitag, 12. März

9.00
Alterität
Zur leeren Mitte der Kommunikation

Andreas Hetzel, Darmstadt

10.15
Schweigen
Zum Zentrum von Kafkas sozialer Welt

Tobias Klass, Philosophisches Seminar der Universität Wuppertal Wuppertal

11.30
Entfremdung
Unheimliche Seiten des Arbeitens

Andreas Oberprantacher, Institut für Philosophie der Universität Innsbruck


12.45 Mittagspause


14.00
Indifferenz
Ontologische Struktur, anthropologisches Faktum oder geschichtlich-gesellschaftliche Entwicklung?

Sophie Loidolt, Philosophie, Universitäten Wien und Klagenfurt

15.15
Widerstand
Zwischen pathischer Negation und negativer Aktion

Hans Rainer Sepp, Humanwissenschaftliche Fakultät der Karls-Universität Prag

16.30 Pause

16.45
Missverständnis
Dialektik und Hermeneutik generativer Verhältnisse

Tatiana Shchyttsova, Philosophie, European Humanities University in Vilnius

18.00
Unterbrechung der Ökonomie - Ökonomie der Unterbrechung
Arthur Boelderl, katholisch-theologische Universität Linz


Samstag, 13. März

9.00 Uhr
Hass
Haltung des Unversöhnlichen

Sandra Lehmann, Philosophin, Wien

10.15 Uhr
Willkür
Andreas Niederberger, Institut für Philosophie der Uni Frankfurt am Main

11.45 Uhr
Rassismus: Zur Phänomenologie leibhaftiger sozialer Inferiorisierung
Michael Staudigl, Philosoph, Visiting Fellow am IWM, Wien



Eine Veranstaltung des Instituts für Wissenschaft und Kunst



Dienstag, 16. März, 19.00
BackTalk – Strategien gegen Rechts
Gespräch

BackTalk ist eine Gesprächsreihe vom Bündnis gegen den Rechtsruck – einer offenen Plattform für Menschen, die nicht tatenlos zusehen wollen, wie Rassismus, Ausgrenzung, Diskriminierung nd Verrohung in Politik und Gesellschaft immer mehr um sich greifen und zur ökonomischen Notwendigkeit eklärt werden.

Lakis Jordanopoulos, Journalist, ORF Minderheitenredaktion
Hikmet Kayahan, Bündnis gegen den Rechtsruck
Eine Veranstaltung vom Bündnis gegen den Rechtsruck


Mittwoch, 17. März, 19.00
Volkskrieg – ein Heimatfilm
kinokis mikrokino #170

Volkskrieg – ein Heimatfilm erzählt eine Geschichte über Solidarität und reflektiert dabei aktuelle gesellschaftliche Problemstellungen wie Arbeitsverhältnisse und Migration. Fünf Menschen treffen sich auf einer Almhütte, bilden eine nicht nur kulturell vielfältige Gemeinschaft und schicken sich an, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen, um mit natürlicher Selbstverständlichkeit soziale Zwänge zu durchbrechen und Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Die unabhängige Filmemacherinnengruppe RMP132 bedient sich dabei der Stilmittel des Heimatfilms der 50er und 60er Jahre, stellt sich in die Tradition des kritischen Heimatfilms der späten 70er und 80er Jahre und kombiniert dies mit den Möglichkeiten des epischen Theaters.

Anschließend Gespräch mit Jan Pirker und weiteren am Film Beteiligten

Volkskrieg – ein Heimatfilm (A 2008) Regie / Buch / Schnitt: Jan Pirker, Kamera: Barbara Wimmer, Produktion: RotesMeidlingProduktion132.

Mit Alev Irmak, Mamadou H. Wane, Thomas Hoschek, Wang Zhou, Erland Secrieru u. a., 82 min.


Donnerstag, 18. März, 19.00
Uni brennt. 
Buchpräsentation und Diskussion

»Uni brennt« war im Herbst 2009 der Ruf der Studierenden, aber auch vieler Lehrender, an der Universität Wien. Das Buch „Uni brennt. Grundsätzliches – Kritisches – Atmosphärisches“ liefert einen kritischen Diskussionsbeitrag zur Bildungsdebatte, unterschiedliche, zum Teil sich widersprechenden Positionen und Informationen für eine kritische Öffentlichkeit. Entstanden aus der Initiative von protestierenden Studierenden, macht sich der Sammelband auf die Suche nach den Ursachen, stellt grundsätzliche Fragen zum Bildungsbegriff und zur Bildungspolitik und gibt atmosphärische Stimmungsbilder aus den ehemals besetzten Hörsälen wieder.

Eva Maltschnig, ÖH Generalsekretärin
Erich Ribolits, Institut für Bildungswissenschaften, Universität Wien
Karin Schönpflug, Projekt Internationale Entwicklung,Universität Wien
Marlene Streeruwitz, Schriftstellerin

Phillip,
KriSU, Kritische und Solidarische Universität
Moderation: Leo Hiesberger

Stefan Heissenberger, Viola Mark, Susanne Schramm, Peter Sniesko, Rahel Sophia Süß. (hg) UNI BRENNT. Grundsätzliches – Kritisches – Atmosphärisches. Turia+Kant, Wien 2010


Montag, 22. März, 19.00
Alltag und Handeln in Psychiatrien
Vortrag und Diskussion

In der Historiographie der Psychiatrie werden Fragen danach, wie PatientInnen mit den restriktiven Maßnahmen umgingen, mit denen sie in psychiatrischen Institutionen konfrontiert waren, nur selten gestellt. Dabei können gerade Krankenakten und Selbstzeugnisse wie Zeichnungen, textile Arbeiten oder Briefe vielfältige Antworten auf diese Fragestellungen geben. Ein praxistheoretischer Ansatz stellt der Wirkmächtigkeit räumlicher und diskursiver Strukturen die Eigenmächtigkeit gewöhnlicher Praktiken gegenüber. Mit dem Fokus auf alltägliche Handlungsweisen von Frauen in Psychiatrien um 1900, soll diese „Kunst des Handelns“ (Michel de Certeau) beleuchtet werden.

Monika Ankele, Historikerin, Kunstvermittlerin, Künstlerin Schwestern Brüll
Respondenz: Andrea Griesebner, Historikerin, Universität Wien

Monika Ankele: Alltag und Aneignung in Psychiatrien um 1900. Selbstzeugnisse von Frauen aus der Sammlung Prinzhorn. Wien / Köln /Weimar: Böhlau 2009.





Dienstag, 23. März, 19.00
Subversiv?
Podiumsdiskussion

Der Begriff der Subversion bleibt in der gegenwärtigen Kunstpraxis und Kunsttheorie bezüglich seiner Bedeutungen oft unreflektiert. Ist „subversiv“ weit entfernt von seiner ursprünglichen Bedeutung als „unterwandernd“ zu einem Label der Rezeption geworden, das KunstkritikerInnen, KuratorInnen und Institutionen für all jene Kunst anwenden, die sie für radikal halten? Oder ist ein solcher „Subversions-Pessimismus“ fehl am Platz und die Subversion noch immer ein effektives Konzept künstlerischer Intervention?

Jens Kastner, Soziologe, Kunsthistoriker, Akademie der bildenden Künste Wien
Jakob Lena Knebl, Künstler_in, Akademie der bildenden Künste Wien
Oliver Ressler, Künstler
Moderation: Astrid Peterle, Depot


Mittwoch, 24. März, 19.00
Das Vaterspiel

Let’s talk about ...
SCRIPTS!

Eigentlich ist Rupert Kramer, genannt Ratz, Sohn eines sozialdemokratischen Ministers, ein unpolitischer Mensch, ein Politikverweigerer. Ausgerechnet er gerät, als er einen Anruf von seiner Jugendliebe Mimi erhält, in einen brutalen geschichtlichen Lehrgang. Ratz fliegt zu ihr nach Amerika und bald wird klar, er soll ihr helfen, das Versteck ihres Vaters, eines litauischen Nazis, der für die Ermordung zahlloser Juden verantwortlich ist, auszubauen.

Michael Glawogger, Regisseur und Drehbuchautor Das Vaterspiel (AT 2009) im Gespräch mit Robert Buchschwenter, drehbuchFORUM

Eine Veranstaltungsreihe von drehbuchFORUM Wien und Depot


Dienstag, 30. März, 19.00
Sponsored by Eltern: Praktika im Kunstfeld
Podiumsdiskussion

Während ihres Studiums leisten StudentInnen im Kunstbetrieb oft unbezahlte oder unterbezahlte Arbeit in Form von Praktika. Ähnlich prekäre Arbeitssituationen gehen auch viele junge AbsolventInnen ein, mit der Hoffnung, im Kunstfeld Fuß zu fassen. Eine derartige Arbeitssituation können sich meist nur diejenigen leisten, die über einen entsprechenden finanziellen Background verfügen, über Eltern, die somit indirekt den Kunstbetrieb sponsern. Haben prekäre Beschäftigungsverhältnisse im Kunstfeld einen systemerhaltenden Stellenwert? Wie stellt sich die Situation für ArbeitgeberInnen dar?

Daniela Koweindl, IG Bildende Kunst
Paul Ringler, Soziologe, Plattform Generation Praktikum
Gabriele Senn, Galeristin, Vorsitzende des Verbands Österreichischer Galerien Moderner Kunst
Stefan Wagner, stellvertretender Direktor des Museums Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
Moderation: Klaus Neundlinger, Philosoph und Autor