Veranstaltungen

Donnerstag, 17. Januar 2019, 19.00
Ort der Unruhe – ein zeitgemäßes Mahnmal?
Buchbesprechung

Viele Jahre beschäftigte sich der Künstler Ernst Logar mit dem vom Österreichischen Bundesheer 2011 errichteten Gedächtnishain in der Belgierkaserne, der ehemaligen SS-Kaserne Graz-Wetzelsdorf. Er versucht, die Problematiken des vom Militär geschaffenen Gedenkortes aufzuzeigen, das in Eigenregie errichtete Mahnmal zu reflektieren und die Hintergründe offizieller Gedenkkultur zu durchleuchten. Wie sollten Funktionen und notwendige Eigenschaften eines zeitgenössischen Mahnmals in Gegenwart und Zukunft diskutiert werden?

 

Eduard Freudmann, Künstler
Erich Klein, Journalist, Publizist und Übersetzer
Ernst Logar, Künstler und Kulturarbeiter, Wien
Nora Sternfeld, Kunstvermittlerin und Kuratorin, Kunsthochschule Kassel


Ernst Logar: Ort der Unruhe / Place of Unrest. Drava Verlag 2018

Montag, 14. Januar 2019, 19.00
Bewährungsprobe #26
Künstler_innengespräch

Die Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe stellt jeweils zwei künstlerische Positionen vor und widmet sich Fragen zur Kunstproduktion. Unter welchen Arbeitsbedingungen entstehen die jeweiligen Zugänge, um im Feld der Kunst die Welt zu verhandeln?

Angelika Wischermann zeigt in ihren performativen Arbeiten lange, durch unzählige Wiederholungen körperlich anstrengende Handlungen.
Fanni Futterknecht positioniert ihre Arbeiten medienübergreifend zwischen Video, Performance und Installation und hinterfragt die eingesetzten Medien.
Beide Künstlerinnen dekonstruieren menschliches Handeln und eröffnen dadurch neue Sichtweisen.

Angelika Wischermann, Künstlerin, Wien
Fanni Futterknecht, Künstlerin, Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, baer, Wien

Donnerstag, 10. Januar 2019, 19.00
Wahlrecht für alle!
Vortrag

Österreichweit sind knapp 15 Prozent, in Wien sogar 28 Prozent der Bevölkerung nicht wahlberechtigt. Die Bindung des Wahlrechts an die Staatsbürger_innenschaft und die strengen Regeln der Einbürgerung führen dazu, dass Wohn- und Wahlbevölkerung zusehends auseinanderdriften und ein immer größerer Teil der Bevölkerung von demokratischer Entscheidungsfindung ausgeschlossen ist. Durch diese Wahlrechtslücke verliert die Demokratie nicht nur an Inklusivität, sondern maßgeblich auch an Legitimation.

Gerd Valchars, Politikwissenschafter, Universität Wien

In Kooperation mit Gedenkdienst