Veranstaltungen

Samstag, 18. November 2017, 13.30
Film puts the X in PolitiX: Denken mit X-Men
Tagung zu Film, Politik und Theorie

Die auf Marvel-Comics basierenden X-Men profilieren sich seit 17 Jahren im Superheld*innenkino als Subjekte intersektionaler Kämpfe und Bündnisse. In sechs Kinofilmen und in drei Ablegern mit dem Mutanten Logan / Wolverine spielen sie Politik rund um Post-Holocaust und Rassismuskritik, antihomophobe und Antinormalisierungs-Proteste, anhaltende Gen der Troubles und Momente von Care Revolution durch. Die Wahrnehmung von Selbst- und Machtverhältnissen in den Schulen / Teams / Fraktionen der X-Men wird zum Versammlungsort unterschiedlicher Arten, durch Film zu denken: putting the X in PolitiX – and the Why in TheorY.


13.30   Mutant and proud! Logan des Sinns, Slogans der Politik, Laclaus Klauen und Lehnsherr´s Lens: Film als Wahrnehmung/Maintenance von Desidentifizierungskämpfen. Drehli Robnik, Freelance Theoretiker, Wien
Moderation: Joachim Schätz, Ludwig Boltzmann-Inst. für Geschichte und Gesellschaft

15.00   History X - Superzeichen und verflochtene Erinnerungen im X-Men Universum. Tobias Ebbrecht-Hartmann, The Hebrew University of Jerusalem
Moderation: Martin Thomson, Diskollektiv*

16.20   Das Kreuz mit dem X – Comics, Wegweiser ins Paradies und Fan-Service als Farce in Logan. David Auer, Filmkritiker, Wien.
Moderation: Andrey Arnold, Diskollektiv*

17.40  Children of (X-)Men. Ulrike Wirth, Universität Wien
Moderation: Valerie Dirk, Diskollektiv*

19.00   Prothesen für das Schwächeln. Wolverines Exo/Endo-Körperpolitik. Karin Harrasser, Kunstuniversität Linz
Moderation: Drehli Robnik

* Diskollektiv ist ein Verein zur Förderung innovativer Veranstaltungspraxis und Diskussionskultur im Bereich Kino und audiovisuelle Medien.

Eine Veranstaltung des Instituts für Wissenschaft und Kunst - IWK

Donnerstag, 16. November 2017, 19.00
Tanz und gib ihm!
kinoki mikrokino #226

Tina Leischs neuer Film begleitet den Alltag von 15 jungen Männern unterschiedlicher Familien auf dem Weg zur Verwirklichung ihrer Träume. Fatih zum Beispiel möchte Journalist werden und ist fasziniert von Franz Viehböck, dem bisher einzigen Österreicher im All. Stefan, als Sohn zweier Lesben aufgewachsen, führt neugierig-liebevolle Gespräche mit seinem Samenspender-Vater und Jungfußballer Daniel träumt von David Alaba, Österreichs aktuell größtem Fußballstar.

 

Anschließend Gespräch mit Tina Leisch

 

Tanz und gib ihm! (A 2016), R: Tina Leisch, 83 min.

Mittwoch, 15. November 2017, 19.00
Georges Batailles Dialektik der Formen
Vortrag

Georges Batailles Artikel für die Zeitschrift Documents (1929– 31) lesen sich wie Untersuchungen über den dialektischen Wert verschiedenster Formen, die weit über die Domäne der bildenden Kunst hinausgehen. Wenn auch der Vergleich mit Wilhelm Worringers oder Heinrich Wölfflins Schriften instruktiv sein kann, verfolgt Bataille offenbar nicht das Projekt einer formalistischen Stilpsychologie. In Frage steht vielmehr die Möglichkeit einer allgemeinen Dialektik des Visuellen entlang der Grenzen, die das Menschliche vom Unmenschlichen / Natürlichen trennen.

 

Christian Scherrer, Philosoph und Kunsthistoriker, Universität Wien

Dienstag, 14. November 2017, 19.00
Reflecting Oil
Diskussion

Schon mit dem künstlerischen Forschungsprojekt Invisible Oil hat sich Ernst Logar mit der Ressource Erdöl auseinandergesetzt. Nun beschäftigt sich seine aktuelle Ausstellung Reflecting Oil mit dem Thema. Erdöl als der treibende Stoff  der globalen Ökonomie ermöglicht vieles, hat aber, wie bekannt, auch zerstörerisches Potential. Als Substanz ist es aufgrund seiner Eigenschaften in der Produktionskette nicht sichtbar, nur am Ende der Kette wird es in seinen transformierten Formen wahrgenommen. Aus welchen anderen Perspektiven kann man auf diese Substanz blicken?

Hannah Knust, Klima- und Energiesprecherin, Greenpeace Österreich
Ernst Logar, Künstler
Benjamin Steininger, Technikhistoriker, Kulturtheoretiker
Moderation: Thomas Seifert, Chefredakteur Wiener Zeitung

Montag, 13. November 2017, 19.00
Bewährungsprobe #17
Künstler_innengespräch

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe der Wiener Künstler_innenvereingung baer stellen jeweils zwei Künstler_innen ihre künstlerischen Praxen und Techniken zur Diskussion. Gerald Roßbacher ist bildender Künstler und Musiker und betreibt, gemeinsam mit Andrea Lüth, den artist-run space KLUCKYLAND. Nika Kupyrovas skulpturale Arbeiten untersuchen Gesten der Dreidimensionalität, Reproduktion wie auch den Begriff des Originals.

 

Gerald Roßbacher, Künstler, Wien

Nika Kupyrova, Künstlerin, Wien

Moderation: Johannes Franz, baer, Wien

Freitag, 10. November 2017, 19.00
15. eopictureNight10+5
Projektpräsentationen

eop, ein offenes, prozessuales Netzwerk, vereint als Brain Trust kreative und professionelle Kompetenzen und fördert als Verein interdisziplinäre Projekte in Kunst und Wissenschaft. Mit dem Format eopictureNight10+5 wird diesen Projekten eine öffentliche Plattform für Kurzpräsentationen sowie die Möglichkeit auf Feedback und Diskussion geboten.

 

Romana Hagyo & Silke Maier-Gamauf, Künstlerinnen und Stadtforscherinnen: TEST.TEST.LIEGEN


Daniel Aschwanden, Performer, Choreograf: SUPERSUIT. Poetische Interventionen in urbanen Räumen


Angela Andorrer, bildende Künstlerin: Handscapes/Soulscape. Eine Reise in die Seelenlandschaft


Denise Parizek, Galeristin: HYBRID


Patrick Schabus, Kurator und bildender Künstler: Mandelkern project


Gabriele Schöne, bildende Künstlerin: Ausgeschnitten oder Anwesenheit des Abwesenden


Isabel Czerwenka-Wenkstetten, bildende Künstlerin: foreign affairs-arts alliances


Christiane Spatt, bildende Künstlerin: Verbergen, verdecken, verstecken – Über die Selbstportraitserie "Hidden"


Marcello Farabegoli, Kurator: Von den polnischen Versagern zum italienischen Rittertum


Aiko Kazuko Kurosaki, Performerin, Choreografin: Zwischen Kunst und Aktivismus


Gina Webhofer, Südwind-Magazin: Change Your Shoes: Wie unsere Schuhe hergestellt werden

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Emergence of Projects – Verein zur Förderung interdisziplinärer Projekte in Kunst und Wissenschaft

Donnerstag, 09. November 2017, 19.00
Kunst und Kapitalismuskritik
Podiumsdiskussion

Das 150jährige Jubiläum von Karl Marx’ „Das Kapital“ kann zum Anlass genommen werden, die Frage nach der Kunst in ihrer politischen Dimension und widerständigen Qualität zu stellen. Wie können Marx’ Theorien zu Kapital, Arbeit und Ware künstlerische Übersetzungen in der Gegenwart finden? So werden einerseits künstlerische Praxen der Kapitalismuskritik untersucht, als auch der künstlerische Betrieb selbst vor dem Hintergrund der sich im Wandel begriffenen Beziehungen von Kunst und Geld hinterfragt.

 

Christin Lahr, Künstlerin, Kuratorin, Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig

Roberto Nigro, Philosoph, Leuphana Universität Lüneburg

Gabriele Senn, Galeristin, Wien

Moderation: Jens Kastner, Kunstsoziologe, Akademie der bildenden Künste Wien

Mittwoch, 08. November 2017, 19.00
Bildung – Macht – Demokratie?
Vortrag

Maßnahmen zur Förderung Politischer Bildung wie die Einführung spezifischer Unterrichtsfächer waren von der Vorstellung geprägt, dass Bildung mehr sei als der Erwerb von Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die auf das Einfügen in die gegebenen politisch-ökonomischen Strukturen vorbereiten. Aktuell verliert dieses Bildungsverständnis an Bedeutung, was die Idee der Förderung politischer Mündigkeit durch entsprechende Bildungsbemühungen nachhaltig untergräbt.

 

Erich Ribolits, Bildungswissenschafter, Privatdozent Universität Wien

Dienstag, 07. November 2017, 19.00
Kritik und Aktualität der Revolution
Buchpräsentation

1917 erlebte die Welt den ersten Versuch einer sozialistischen Revolution. Die Überwindung der russischen Feudalgesellschaft sollte den Auftakt einer weltweiten Umwälzung bilden. 1989 wurde seitens der kapitalistischen Sieger_innen das „Ende der Geschichte“ ausgerufen. Die Krisen, aber auch die sozialen Bewegungen der letzten Jahre beweisen die Unhaltbarkeit dieses Diktums. Die Beiträge des neu erschienenen Bandes widmen sich der Frage, ob und inwiefern eine revolutionäre Umwälzung heute noch möglich und sinnvoll ist.

 

Martin Birkner, politischer Theoretiker, Herausgeber
Thomas Seibert, Philosoph, Herausgeber

 

Martin Birkner, Thomas Seibert (Hg.): Kritik und Aktualität der Revolution. Wien: Mandelbaum Verlag 2017

Montag, 06. November 2017, 19.00
Politik der digitalen Maschinen
Zukunft Jetzt #3

In einer zunehmend digital gesteuerten Welt dringen Smarte Maschinen immer tiefer in die Lebenswelt ein. User gleiten durch schillernde Filterbubbles und werden dabei mit Hilfe von Big Data gelenkt. Die smarten Maschinen sind aber keine neutralen Erfüllungsgehilfen von Wünschen, sie sind Machtinstrumente. Was ist die Politik der digitalen Maschinen? Und wie wäre es möglich, diesem Regiert-Werden zu entkommen?

 

Anna-Verena Nosthoff, Politische Theoretikerin, Berlin

Felix Maschewski, Literatur- und Wirtschaftswissenschafter, Berlin

Axel Stockburger, Künstler und Theoretiker, Wien und London

 

In Kooperation mit dem Kunstraum Memphis und der Zeitschrift engagée politisch-philosophische Einmischungen

Donnerstag, 02. November 2017, 15.00
Postkoloniale Zeug_innenschaft
Workshop mit anschließendem Vortrag

15.00 – 18.00 Postkoloniale Zeug_innenschaft

Workshop

Kann eine Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex zur Zeug_innenschaft im Postkolonialen Kontext auf Göran Olssons Film Concerning Violence aufbauen? Das mächtige essayistische Filmzeugnis auf Grundlage von Frantz Fanons Schlusskapitel aus „Die Verdammten dieser Erde“ erlaubt zumindest ein Anreißen dieser vielschichtigen Materie.

 

Der Workshop ist Teil des Seminars Soziale Arbeit als radikale Praxis von Zeugenschaft des FH Campus Wien.

 

19.00 Dekoloniale Gewalt Re-Visited

Vortrag

Frantz Fanon, einer der Begründer Postkolonialer Studien, stellt mit seinem aktivistischen Handeln und analytischen Denken im Kontext von dekolonialen Verschiebungen und Bewegungen herausfordernde Aufgaben, die heute aktueller denn je sind. Im Fokus steht eine Annäherung an den Themenkomplex Soziale Arbeit und Postkoloniale Theorie. Über mehrere Themenstationen soll es möglich sein in den Austausch zu gehen.

 

Teo Klug, Sozialwissenschafter, FH Campus Wien

Montag, 30. Oktober 2017, 19.00
THE DEMISE OF CAPITALISM: Public Domain
Präsentation und Diskussion

Yoshinori Niwa’s book TILL THE DEMISE OF CAPITALISM is organized around seven keywords emerging from his oeuvre: market economy, squatting, education, art festival, public spirituality, after the Cold War and abortion. He now puts forward the eighth keyword “public domain” with Italian artist Ryts Monet. Monet’s practices, such as Black Flag Revival, are regarding the economic crisis, while Niwa will refer to his ongoing project All Japanese players boycott at the Tokyo Olympic Games.

 

Ryts Monet, artist, IUAV University of Venice

Yoshinori Niwa, artist, Tokyo / Vienna

Moderation: Mika Maruyama, curator, Tokyo / Vienna

Donnerstag, 26. Oktober 2017, 15.00
Zum Gemeinwohl
Diskussionen

Veranstaltungsort: Das T/abor, Taborstraße 51, 1020 Wien

 

15.00 Zum Wohl der Allgemeinheit?

Wenn mit Gemeinwohl das Ausverhandeln verschiedener Interessen zum Wohle der Allgemeinheit gemeint ist, wer verhandelt es? Wo verschwimmt die Grenze zwischen eigenen Interessen und denen der Allgemeinheit? Auf lokaler Ebene gibt es erfolgreiche Beispiele, wie Wohnen, Arbeiten, Auskommen einem gemeinschaftlichen Ideal näher kommen kann. Lassen sich diese Modelle auf größere Zusammenhänge übertragen? Kann gute Nachbarschaft über die Grenzen des eigenen Grätzels hinausgehen?

 

Anamarija Batista, Ökonomin und Kulturwissenschafterin

Alisa Beck, Kunsthistorikerin und Kulturschaffende

Cana Bilir-Meier, Künstlerin

Mona Nad, Architektin

Barbara Nothegger, Bewohnerin Wohnprojekt Wien, Autorin Sieben Stock Dorf. Wohnexperimente für eine bessere Zukunft

Andrea Stangl, Vorsitzende Kulturkommission 2. Bezirk

Moderation: Willi Hejda, (Gegen)Kulturarbeiter_in, transnationale Vernetzungsarbeit

 

17.00 Zum Wohl der Medien?

In der Ausstellung Das Gemeinwohl. Demokratie zwischen Utopie und Unbehagen, kuratiert von Magdalena Fritsch und Sophie Lingg, tritt ein fiktives Gesetz zum Gemeinwohl in Kraft, das die Einhaltung eines faktenbasierten Diskurses regeln soll. Alle Entscheidungsträger_innen, der gesamte öffentliche Dienst und vor allem die Medien seien diesem Gesetz verpflichtet. Könnte die Verpflichtung zu einem faktenbasierten Diskurs die Informationsflüsse klären? Und das, ohne den Grat zur Zensur zu überschreiten?

 

Mathias Huter, Forum Informationsfreiheit

Eva Karel, Schreibtrainerin, Bloggerin

Elke Krasny, Kulturtheoretikerin, Kunstwissenschafterin, Kuratorin

Maria Sagmeister, Juristin und Kunsthistorikerin

Arno Papenheim, Ökonom und Psychologe

Moderation: Andrea Roedig, freie Publizistin, Mit-Herausgeberin Wespennest

 

Die Ausstellung Das Gemeinwohl. Demokratie zwischen Utopie und Unbehagen läuft vom 26.10.– 9.11.2017. Ort: Das T/abor, Taborstraße 51, 1020 Wien

Dienstag, 24. Oktober 2017, 19.00
Bisexuell in Wien: Agency? Diskriminierung?
feminismen diskutieren

Die Diversifizierung von Sexualitäten scheint ein Thema unserer Zeit zu sein. Umso mehr erstaunt die Unsichtbarkeit von Bisexualität. Eine Pilotstudie zu Bisexualität in Österreich zeugt von der Komplexität des Lebens bisexueller* Frauen* in Wien. Berichte monogamer und nicht-monogamer Beziehungen geben Einblick in die komplexe Verflechtung von Erfahrungen, Diskriminierung und den Strategien für ein selbstbestimmtes Leben und Lieben.

 

Renate Baumgartner, freie Wissenschafterin, Bi*-Aktivistin, Radiomoderatorin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW

 

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafter*innen

Montag, 23. Oktober 2017, 19.00
Queer, Kunst + Utopie
Filmscreening und Diskussion

Im neuen Film der Filmemacher_in sissi sprechen 20 Queere Künstler_innen über sich selbst, ihre Visionen und ihre Arbeit. In ihrer Kunst verhandeln sie die miteinander verwobenen Themen Gender und Körper, letzteres insbesondere als Projektions- und Reflektionsfläche. Doch Queere Kunst bleibt nicht in der Genderdimension verhaftet: Die Multi-Diversität der Interviewten, ihre Gesellschaftskritik und Ausgrenzungserlebnisse spiegeln sich in der Bandbreite der Themen wider.

 

sissi, Künstler_in, Berlin

 

QUEER, KUNST + UTOPIE (D 2017), R: sissi, 82 min.

Donnerstag, 19. Oktober 2017, 19.00
Islamistischer Extremismus
Strategien gegen Rassismus & Extremismus

Wie viel Hass und Verhetzung erträgt unsere Demokratie? Wie geht die Zivilgesellschaft damit um? Abseits von MetaDiskursen gilt es, Strategien und Handlungskompetenzen zu erarbeiten, um Hetzer_innen und Extremist_innen weder den virtuellen Raum, noch Straßen, Schulen, Büros, Werkstätten oder Fabriken zu überlassen.

 

Thomas Schmidinger, Politikwissenschafter

Moderation: Yilmaz Gülüm, Journalist

 

Eine Veranstaltungsreihe von DAS BÜNDNIS – für Menschenrechte und Zivilcourage

Mittwoch, 18. Oktober 2017, 19.00
Politische Bildung – ein Paradoxon?
Vortrag

In den 1970er Jahren waren Erwachsenenbildner_innen von ihrem Beitrag für eine von humanistischen Werten getragene Gesellschaft überzeugt. Von dieser Zeit der Aufbruchstimmung bis zur Institutionalisierung politischer Bildung spannt sich der Bogen an persönlichen Lernerfahrungen des Gelingens und Scheiterns emanzipatorischer Erwachsenenbildung.

 

Margarete Wallmann, Pädagogin, Erwachsenenbildnerin

 

In Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung

Montag, 16. Oktober 2017, 19.00
Bewährungsprobe #16
Künstler_innengespräch

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe der Wiener Künstler_innenvereingung baer stellen jeweils zwei Künstler_innen ihre künstlerischen Praxen und Techniken zur Diskussion. Stefan Wirnsperger beschäftigt sich mit kollektiven Identitäten und den (utopischen) Räumen, die sie erschaffen. Meistens entstehen dabei Malereien, Zeichnungen, Installationen oder Animationen. Sarah Bildstein setzt sich mit Metaphern und Abstraktion auseinander. Ihr künstlerischer Zugang beruht auf der Beobachtung des entfremdeten Subjekts an der Schnittstelle des postindustriellen Zeitalters und dessen Konsumkultur.

 

Stefan Wirnsperger, Künstler, Wien

Sarah Bildstein, Künstlerin, Wien

Moderation: Johannes Franz, baer, Wien

Sonntag, 15. Oktober 2017, 17.00
Nationalratswahl 2017
TV-Übertragung
Samstag, 14. Oktober 2017, 19.00
Brut? Nein – Einfach Gut
Vorträge und Diskussion

Fast jede Kunstrichtung wurde in den letzten Jahren durch die Vorsilbe „Post“ neu gemixt. Kann oder soll zeitgenössische Art Brut nunmehr Post-Art Brut genannt werden? Wäre es nicht angebracht, mit den allgemeinen Kategorien wie „Malerei“ und „Objektkunst“ zu operieren, da es in einer fast vollständig medialisierten Welt sowieso keine unbeeinflusste und vermeintlich naive Kunst geben kann?

 

Lena Freimüller, Gallerie 3

Florian Reese, ATELIER 10

Moderation: Patrick Schabus, Künstler und Kurator

 

In Kooperation mit dem Mandelkern project

Mittwoch, 11. Oktober 2017, 19.00
How did we get to that strange place?
kinoki mikrokino #225

Wer die Geschichte(n) schreibt, beherrscht die Welt! Oder war es einmal umgekehrt? Mit „Hypernormalisation“ bezeichnet der russische Autor Alexei Yurchak die schizophrene Gegensätzlichkeit zwischen sozialer Realität und produzierter medialer Repräsentation der ,Last Soviet Generation‘. Der britische Dokumentarfilmer Adam Curtis arbeitet mit dem Archiv der BBC und beleuchtet das Aufkommen neoliberaler Politik ebenso wie die Radikalisierung des Islam, von 1975 bis zum Status Quo.

 

Cinelecture mit
Nicolai Gütermann, Filmwissenschafter und Filmemacher
Laura Schreiner, Kulturwissenschafterin und Kuratorin

Dienstag, 10. Oktober 2017, 19.00
30 Jahre CAE – Critical Art Ensemble
Präsentation und Diskussion

Seit 30 Jahren ergründet das legendäre Kollektiv CAE – Critical Art Ensemble die Wechselwirkungen von Kunst, kritischer Theorie und politischem Aktivismus. Mit ihren internationalen Projekten und Aktionen intervenieren sie in so unterschiedliche Bereiche wie Information, Kommunikation, Gentechnik oder Biotechnologie. Ihre Publikationen widmen sich unter anderem Fragen nach Möglichkeiten zum „Elektronischen Zivilen Ungehorsam“ und „Digitalen Widerstand“.

 

Steven Kurtz, Gründer CAE – Critical Art Ensemble, USA
Lucia Sommer, CAE – Critical Art Ensemble, USA
Moderation: Konrad Becker, Gründer World-Information.Org

Montag, 09. Oktober 2017, 19.00
Nationalsozialismus in Wien
Buchpräsentation und Diskussion

Mit dem nunmehr achten Band der Reihe „Nationalsozialismus in den Bundesländern“ geben Martin Krist und Albert Lichtblau Auskunft über die Wiener Situation in der NS-Zeit. Dargestellt wird die Lage für Juden, Roma, Homosexuelle in dieser Stadt ebenso wie die Gründe für die „Anschluss“- Begeisterung von Wiener_innen oder die Frage nach dem Widerstand. Nachvollziehbar beantwortet werden auch Fragen nach der Existenz von Konzentrationslagern in Wien, den Geschehnissen am „Spiegelgrund“ und dem Verlauf des Bombenkrieges in Wien.

 

Martin Krist / Albert Lichtblau, Autoren: Nationalsozialismus in Wien: Opfer. Täter. Gegner. Wien: Studienverlag 2017

 

In Kooperation mit dem Verein GEDENKDIENST

Freitag, 6. und Samstag, 7. Oktober 2017
Remembering Gastarbeiters in Neoliberalism
Conference

Today’s so-called migrant “crisis” has not only seriously shaken the existing order, it has exposed links between current and historical forms of oppression and exclusion. The old figure of the Gastarbeiter exists at the very core of a hidden genea logy of today’s “crisis” – making it necessary to disclose this genealogy across old and new ideological divides and political interests, and to thus reconnect our present with the past in order to not only understand the current “crisis” but to open the prospect of a new, different future.

 

Friday, October 6


10.00 Introduction and welcome Boris Buden / Lina Dokuzović, eipcp

10.30 Panel I: An avant-garde figure or a role model? The relevance of Gastarbeiters today

Boris Buden, cultural theorist, eipcp, Berlin

Jana Dolečki, theatrologist, cultural worker, Vienna

Keti Chukhrov, philosopher, Higher School of Economics, Moscow

Manuela Bojadžijev, cultural theorist, Humboldt University, Berlin

 

13.30 break


14.30 Screening GUESTures/GOSTIkulacije (D 2011), R: Margareta Kern, 33 min.

15.00 Panel II: Marginalized and invisible experiences – women Gastarbeiters and queer fight

Katja Kobolt, curator, cultural theorist, Red Min(e)d, Lothringer 13_Florida, Munich

Margareta Kern, artist, lecturer Falmouth University, Cornwall / London

Ana Hoffner, artist, cultural theorist, Vienna
Amir Hodžić, sociologist, cultural theorist, Zagreb

17.45 Discussion

 

Saturday, October 7


14.00 Panel III: Rethinking “guests” and “workers” in post-Fordist forms of labor mobility

Lina Dokuzović, artist, cultural theorist, eipcp, Vienna

Monika Mokre, researcher, Austrian Academy of Sciences, Vienna

Stefan Nowotny, philosopher, Goldsmiths University, London
Jon Solomon, critical theorist, Jean Moulin University, Lyon

 

16.45 Discussion


17.30 Experimental multilingual discussion and exchange among activists, migrants, and “refugees” sharing experiences and knowledges of struggle. Open to everyone.

19.30 Closing statement

 

Organized by the european institute for progressive cultural policies – eipcp and co-funded by the Creative Europe programme of the European Union and The Arts and Culture Division of the Federal Chancellery of Austria.

Donnerstag, 05. Oktober 2017, 19.00
„Ach, so ist das?!“ / „Oh, I see?!“
Multimediale Comiclesung

„Mein Coming Out war ein langer Weg …”, „Ich bin ein Mensch und will so gemocht werden wie ich bin!”, „Als Homo in der Schule? Echt keine leichte Sache!“ – unter dem Motto Ach, so ist das?! sammelt Martina Schradi wahre Geschichten von LGBTI* und zeichnet daraus Comicstrips.
„Coming out was a long journey in my case …“, „I’m a human being and I want the people to like me the way I am!“ „Being gay at school? Not an easy thing!“ – Martina Schradi collects LGBTI stories and transforms them into short comics based on real life experiences.

 

Martina Schradi, Psychologin, Comiczeichnerin, Autorin, Nürnberg

Moderation: Dagmar Fink, VfW

 

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafter*innen, dem Verein EfEU und dem Institut für das künstlerische Lehramt / Akademie der bildenden Künste Wien

Mittwoch, 04. Oktober 2017, 19.00
Unter Weißen
Lesung und Diskussion

Wie erlebt jemand Deutschland, der dazugehört, aber für viele anders aussieht? Mohamed Amjahid, Sohn marokkanischer Gastarbeiter und als Journalist bei einer deutschen Zeitung unfreiwillig „Integrationsvorbild“, wird täglich mit der Tatsache konfrontiert, dass er nicht-weiß ist. Er hält der weißen Mehrheitsgesellschaft den Spiegel vor und zeigt, dass sich diskriminierendes Verhalten und rassistische Vorurteile keineswegs bloß bei unverbesserlichen Rechten finden, sondern auch bei denen, die sich für aufgeklärt und tolerant halten.

 

Mohamed Amjahid, Redakteur ZEITmagazin, Autor
Moderation: Cornelia Kogoj, Initiative Minderheiten

 

Mohamed Amjahid: Unter Weißen: Was es heißt, privilegiert zu sein. München: Hanser Berlin im Carl Hanser Verlag 2017

Dienstag, 03. Oktober 2017, 19.00
Von Athen gelernt
Post-Documenta-Talk

„Learning from Athens“ - das war der Anspruch der Documenta 14. Das Phänomen, gesellschaftspolitische Diskurse im Spiegel einer kritischen, künstlerischen Auseinandersetzung zum Konzept zu erheben, ist seit längerem paradigmatisch für Kunst-Großveranstaltungen. Doch sind diese strukturell überhaupt in der Lage, ihrem Anspruch gerecht zu werden? Wie ist dies im Fall der Documenta geglückt?

 

Adam Szymczyk, künstlerischer Leiter Documenta 14, Kassel

Ilse Lafer, Kuratorin, Theoretikerin, Wien

Donnerstag, 28. September 2017, 19.00
Visual Image and Politics of Art in Post-Maidan Ukraine
Lecture and discussion

The Kyiv International – Kyiv Biennial 2017 aims to explore and reveal the potential of the idea of a political International that is emerging in contemporary Europe. It is organized by the Visual Culture Research Center (VCRC), a platform for collaboration between academic, artistic, and activist communities. What is the role of the visual image, what are the underlying conditions for politics of art in post-Maidan Ukraine?

 

Vasyl Cherepanyn, art theoretician, co-organizer The Kyiv International 2017, VCRC, Kyiv/Ukraine
Moderation: David Quigley, cultural theorist, Merz Akademie, Stuttgart

 

In cooperation with The Kyiv International – Kyiv Biennial 2017, Kyiv, October 20 – November 26, 2017. http://vcrc.org.ua/en/international/

Mittwoch, 27. September 2017, 19.00
the insanity of work-life balance
Präsentation und Diskussion

Mit den interaktiven Installationen des Projektes Sanatorium Sonnenland geht die SelfSighseeing Company im Rahmen der Wienwoche 2017 auf die verzweifelte Suche nach Erholung. Ist diese nötig, um als „Ressource Mensch“ in der Maschinerie von Produktivität und Effizienz mitzuhalten? Sind künstlerische Strategien geeignet, die Irrationalität einer „Work-Life Balance“ als Produkt der Erholungsindustrie zu erforschen?

 

Brigitte Marschall, Institut für Theater-, Film und Medienwissenschaft, Universität Wien
Bastian Petz und Johannes Lernpeiss, Künstler, Selfsightseeing Company

Mittwoch, 20. September 2017, 19.00
Kultur sucht Politik
Diskussion zur Nationalratswahl 2017

Die aktuellen Verwerfungen in der Parteienlandschaft vor der Nationalratswahl am 15.10.2017 machen Fragen nach der Kunst- und Kulturkompetenz in den wahlwerbenden Parteien besonders virulent. Wer vertritt welche Positionen? Wer weiß, was Kunst- und Kulturschaffende brauchen? Welche kulturpolitischen Visionen und Umsetzungspläne stehen zur Wahl? Der Kulturrat hat sich seit dem Sommer mit simplen
Multiple-Choice-Tests auf die Suche nach Antworten gemacht.

Thomas Drozda, SPÖ
Daniel Landau, die Grünen
Manfred Rakousky, KPÖ Plus
Wolfgang Zinggl, Liste Pilz
Maria Anna Kollmann, Kulturrat Österreich
Moderation: Ruth Weismann, Redakteurin Augustin

Eine Veranstaltung vom Kulturrat Österreich in Kooperation mit der ARGE
Kulturelle Vielfalt.

Mittwoch, 28. Juni 2017, 19.00
Reale Personen in fiktiven Stoffen
Vortrag und Publikumsgespräch

Biopics aber auch Real Life Stories werfen immer wieder Fragen nach dem Umgang mit Persönlichkeitsrechten auf. Wie werden die Rechte geklärt? Wie weit dürfen sich Figuren von der „Realität“ der lebenden oder verstorbenen Personen, die sie als Vorlage nehmen, entfernen?


Harald Karl, Urheberrechtsexperte und Rechtsanwalt
Moderation: Robert Buchschwenter, Drehbuchforum Wien


In Kooperation mit Drehbuchforum Wien

Dienstag, 27. Juni 2017, 19.00
Vienna Biennale: Die Zukunft der Arbeit
Ausstellungsbesprechung

Vienna Biennale: Die Zukunft der Arbeit
Ausstellungsbesprechung

Laut Forschungsunion der deutschen Bundesregierung steht die vierte
industrielle Revolution bevor und wird nicht nur Produktionsweisen
verändern, sondern auch massive Eingriffe in die Konzepte von Arbeit und
damit in soziale Strukturen mit sich bringen. Die Vienna Biennale steht
2017 unter dem Titel Roboter. Arbeit. Unsere Zukunft und nähert sich mit
zwei Ausstellungen dieser großen gesellschaftlichen Frage aus
künstlerischer Perspektive.

Anne Faucheret, Kuratorin, Kunsthalle Wien
Julia Hofmann, Wirtschaftssoziologin, Uni Wien
Werner Rodlauer, artmagazine.cc
Moderation: Georg Spitaler, Politologe, Verein für Geschichte der
ArbeiterInnenbewegung

Freitag, 23. Juni 2017, 19.00
Jetzt!
Vortrag

Während Architektur in der landläufigen Wahrnehmung zunehmend auf ihre marktwirtschaftlichen Komponenten reduziert wird, bietet sich die Gelegenheit, diese quasi unerkannt als kulturkritisches Werkzeug einzusetzen. Die desolate Reputation der Architektur erzeugt ein „terrain vague“, welches mannigfaltige Möglichkeiten zur Einflussnahme bereithält. Bequem operiert es sich hier aus der harmlosen Marginalität heraus: Da wo der Wille gebrochen scheint, wird kein Widerstand vermutet …

Anne-Julchen Bernhardt, Architektin, BeL Sozietät für Architektur, Köln / RWTH Aachen
Jörg Leeser, Architekt, Peter Behrens, BeL Sozietät für Architektur, Köln / School of Architecture, Düsseldorf

ÖGFA_Schwerpunkt: Die Versprechen der Zukunft / Teil 2: Stille Reserven

Montag, 19. Juni 2017, 19.00
All-American-Gothic Girl
Buchpräsentation

Das "hysterische" Mädchen, das um die Jahrhundertwende in Wien als Star gefeiert wurde, erscheint nun 100 Jahre später in unübersehbarer Anzahl als Recht und Gerechtigkeit einfordernde Figur in US-amerikanischen Literatur-, Film- und Fernsehproduktionen. All-American-Gothic Girl untersucht die Figur des heimsuchenden Mädchens in US-amerikanischen Erzählungen als bedeutendes aktuelles Phänomen, das auf einen weitreichenden historischen Unterbau verweist und dabei die Bezugnahme auf gegenwärtige Rechtsdiskurse ermöglicht.

 

Johanna Braun, Künstlerin und Kulturwissenschaftlerin

 

Johanna Braun, All-American-Gothic Girl, Wien: Passagen Verlag 2017

Montag, 12. Juni 2017, 19.00
war is forever. Gewebe im Gedächtnis
feminismen diskutieren

Hoa Lous Kunstbuch, das Zine youpuke-war is forever, 2016 im Selbstverlag publiziert, ist als Archiv angelegt: 1000 Seiten über die Einschreibung des Krieges im Massenmedien- /Informationszeitalter. Eine weibliche Odyssee, die Verwebung von Michel Serres’ Kommunikationsnetz mit Penelope, und daraus resultierende Fragen nach dem Web, den Codes, der Zerstörung und dem Analogen.

Hoa Luo, Künstlerin, Philosophin, Kuratorin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW

In Kooperation mit den Verband feministischer Wissenschafter*innen

Donnerstag, 08. Juni 2017, 19.00
Eine Reise zu anarchistischen Projekten
kinoki mikrokino #224

Dreißig Jahre nach dem Ende des real existierenden Sozialismus, mitten in der kapitalistischen Krise, wirken die Ideen der anarchistischen Selbstorganisation taufrisch. Aber gibt es ein richtiges Leben im Falschen? Mit ihrem Film Projekt A nehmen die Filmemacher die Zuschauer_innen mit auf eine Reise zu anarchistischen Projekten in Europa, unter anderen zum „Internationalen Anarchistischen Treffen“ in der Schweiz und zum als öffentlichen Park umgestalteten Parkplatz „Parko Narvarinou“ in Athen.

Projekt A – Eine Reise zu anarchistischen Projekten in Europa (D/ES/GR/CH 2015), Regie: Marcel Seehuber & Moritz Springer, 84 min., dt. OF

Anschließend: Peter Grabher, Historiker, im Gespräch mit Robert Foltin, Autor, Aktivist

Mittwoch, 07. Juni 2017, 19.00
Der Antisemitismus der Ajatollahs
Vortrag

Ganz gleich, wer im heutigen Iran Präsident ist: die Vernichtungsdrohungen gegenüber Israel und die Leugnung oder Relativierung der Shoah gehören zum Wesen des iranischen Regimes. Wie stellt sich die Situation im Iran nach den Präsidentschaftswahlen dar? Und was bedeutet die Ideologie des Regimes für seine regionale Expansion bis an die Grenzen Israels und seine alljährlichen, weltweit durchgeführten Aufmärsche zum „Quds-Tag“?

Stephan Grigat, Politikwissenschaftler, Universität Wien

Dienstag, 06. Juni 2017, 19.00
Crowd and Art
Buchpräsentation und Respondenz

Das Internet zwingt nicht nur, Begriffe wie Masse und Individuum neu zu definieren, es rückt auch Formen der Beteiligung in den Fokus, die unfreiwillig und unbewusst stattfinden. Manuela Naveau untersucht das Thema der Partizipation am Boden der vernetzten Realität, um einen Weg zwischen romantisierten Vorstellungen wie Emanzipation und Ermächtigung und zu dystopischen Konnotationen wie Überwachung, Kontrolle und Aneignung zu zeichnen. Eine Website fungiert dabei als eine Art Archiv zum Buch.

Manuela Naveau, Künstlerin, Kuratorin und Produzentin Ars Electronica Linz
Respondenz: Thomas Macho, Kulturwissenschafter, IFK Institut für Kulturwissenschaften, Wien

Manuela Naveau: Crowd and Art. Kunst und Partizipation im Internet. Bielefeld: Transcript 2016. www.crowdandart.at

Donnerstag, 01. Juni 2017, 19.00
Bewährungsprobe #15
Künstler_innengespräch

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe der Wiener Künstler_innen-vereingung baer stellen jeweils zwei Künstler_innen ihre künstlerischen Praxen und Techniken zur Diskussion. Albert Allgaier ist Gründungsmitglied der GRUPPE UNO WIEN und bezeichnet seine Arbeitsweise als „sehr konkrete Poesie“. Oscar Cueto setzt sich in seinen Zeichnungen und Video- Installationen mit Problemen der Geschichtlichkeit, philosophischen Fragestellungen und Identität auseinander.

Albert Allgaier, Künstler, Wien
Oscar Cueto, Künstler, Wien
Moderation: Johannes Franz, baer, Wien

Mittwoch, 31. Mai 2017, 19.00
Migrationsmanagement – eine Kritik
Zeitschriftenpräsentation

Migrationsmanagement ist ein politisches Konzept, das auf die Aufrechterhaltung der globalen Machtverhältnisse durch die Steuerung von Migrationsbewegungen abzielt. Die Autor_ innen des Schwerpunktheftes des Journals für Entwicklungspolitik beleuchten das Projekt des Migrationsmanagements u.a. aus der Perspektive der kritischen Migrations- und Grenzregimeforschung und lenken dabei den Blick auf eine Vielzahl der darin relevanten Akteur_innen.

Petra Dannecker, Soziologin, Universität Wien
Sara de Jong, Politikwissenschafterin, The Open University, Milton Keynes
Irene Messinger, Sozialwissenschafterin, Universität Wien
Gerd Valchars, Politikwissenschafter, Universität Wien

 

Journal für Entwicklungspolitik. Volume XXXIII, Issue 1/2017. Migrationsmanagement: Praktiken, Intentionen, Interventionen.

Dienstag, 30. Mai 2017, 19.00
Pop zwischen Normativität und Subversion
Thnk Tnak

Welche Rolle spielt das Subversive im Pop heute? Einerseits stellen Nische, Differenz und Abweichung zentrale Normen des Kapitalismus der Gegenwart dar, andererseits macht die Hegemonie kalkulierter Einzelirritationen das Antitotalitäre der Subversion attraktiv. Dass Widerstands-Rhetoriken gerade auch wieder unter Rechten Konjunktur haben, verkompliziert die Dialektik von popkulturell subvertierter Norm und zur Norm geronnener Pop-Subversion erneut.

Tobias Gerber, Universität Basel
Katharina Hausladen, Akademie der bildenden Künste Wien
Christoph Jacke, Universität Paderborn

 

Tobias Gerber, Katharina Hausladen (Hg.): Compared to What? Pop zwischen Normativität und Subversion. Wien/Berlin: Turia+Kant 2017

Montag, 29. Mai 2017, 19.00
Border, Barrier, Barricade?
Future now #2

For each event within the discourse series Future now two participants, one artist and one theorist, conceive future scenarios. This time to the topic of borders: The last years have seen a proliferation of borders, made of concrete and metal, security techniques, laws, deportations and also made of exoticism and racism.

The PHD candidate Carla Küffner is working in the field of migration studies and analyzes (non-)deportation practices.
Nour Shantout ist studying at Akademie der bildenden Künste Wien, and works around social barriers, and heritage.

Carla Küffner, theorist
Nour Shantout, artist

In Kooperation mit Zeitschrift engagée politisch-philosophische Einmischungen, Kunstraum Memphis und Kepler Salon Linz

Mittwoch, 24. Mai 2017, 19.00
Care! Selbstsorge als Zumutung
Gespräch

Der neoliberale Zugriff auf die Ressourcen der sozialen Reproduktion treibt Frauen oft in die Erschöpfung, um die Versorgung ihrer Nächsten aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig werden sie mit dem Imperativ „Du musst auf Dich selbst achten!“ konfrontiert. Mit psychoanalytischen Reflexionen wird der ideologischen Vermittlung dieser Zumutung nachgegangen, die der Sorge den für sie konstitutiven Bezug zu anderen wegstreicht. Dabei steht die Zeitdiagnose der gegenwärtigen marxistischen Lacan-Rezeption im Zentrum, wonach wir heute mit dem paradoxen Gebot „Genieße!“ konfrontiert sind.

Tove Soiland, Historikerin, Feministische Theoretikerin, Zürich
Moderation: Birge Krondorfer, Feministische Philosophin, Bildnerin

In Kooperation mit der Frauenbildungsstätte Frauenhetz

Dienstag, 23. Mai 2017, 19.00
Belvedere neu: Stella Rollig
Gespräch

Im Jänner 2017 erhielt die Österreichische Galerie Belvedere in Wien eine neue Führung: Als Direktorin qua künstlerisch-wissenschaftliche Leiterin wurde Stella Rollig berufen. Die ehemalige Bundeskuratorin für bildende Kunst, Gründerin des Depot, und von 2004 bis 2016 künstlerische Direktorin des Lentos Kunstmuseum Linz, gibt Auskunft über ihre Pläne für das große Haus in Wien.

Stella Rollig, Direktorin Belvedere

Matthias Dusini, Falter

Montag, 22. Mai 2017, 19.00
Berlin – 2. Juni 1967
Filmvorführung und Gespräch

Vor 50 Jahren wurde der Student Benno Ohnesorg während einer Demonstration gegen den Schah-Besuch in Berlin von einem Polizisten, der, wie sich erst 2009 herausstellte, ein Inoffizieller Mitarbeiter der DDR-Staatsicherheit war, erschossen. Thomas Giefer war als Student der Deutschen Film -und Fernsehakademie Berlin bei den Protesten, seine und Hans Rüdiger Minows Dokumentation Berlin, 2. Juni 1967 gibt einen unmittelbaren Eindruck der Ereignisse und der Eskalationen dieses Tages, der auch als Auftakt zur sogenannten 68er Bewegung in Deutschland gilt.

Berlin – 2. Juni 1967 (D 1967), Regie: Thomas Giefer, Hans Rüdiger Minow, 42 min.

 

Anschließend Gespräch mit Thomas Giefer, Regisseur, Autor, Produzent ConVoi Film, Berlin

Freitag, 19. Mai 2017, 19.00
In der Arena ästhetischer Grundsatzfragen
Vortrag und Buchpräsentation
„Es geht quasi um alles – um den Begriff von Kunst, ihre Autonomie, ihre Geschichtlichkeit, ihre Politik“. Mit diesen Worten eröffnet Juliane Rebentisch 2008 ihren durchwegs heftigen Gegenschlag gegen Sebastian Egenhofers (seinerseits nicht weniger unsanfte) Besprechung der Ausstellung The Walker’s Day Off der Künstlerin Nairy Baghramian. Es geht dann auch tatsächlich um sehr viel in diesem paradigmatischen Schlagabtausch, dem Hannahlisa Kunyik in ihrem 2017 bei SCHLAFZIMMERPRODCTION erschienenen Buch eine ebenso scharfzüngige wie witzige Relektüre widmet. Die Autorin verknüpft Historisch-Theoretisches mit Überlegungen zur zeitgenössischen Kunstpraxis, etwa Fragen zur Politizität der Präsenz, der Rolle des historischen Minimalismus in der Gegenwartskunst oder Bedingungen ästhetischer Erfahrung.


Hannahlisa Kunyik, Künstlerin, Autorin, Wien

Hannahlisa Kunyik: Erfahrungs- gegen Produktionsästhetik: Ein Day Off in der Arena ästhetischer Grundsatzfragen. Wien: SCHLAFZIMMERPRODCTION 2017

Donnerstag, 18. Mai 2017, 17.00 – 21.00
Die Utopie einer vorurteilsfreien Gesellschaft
Workshop mit anschließendem Vortrag

17.00 Workshop / Anti-Bias-Werkstatt
Erforschung der im Alltag angesiedelten Normalität von Rassismus und Diskriminierung und Reflexionsprozess nach einer Übung der Anti-Bias-Werkstatt

19.00 Vortrag: RE-ENACTING OFFENCES
Die Kunstprojekte, die María Linares realisiert und kuratiert, zielen weniger auf die Betrachtung ihrer Arbeit in Kunstausstellungen ab, als auf eine aktive Teilnahme von Ausstellungsbesucher_innen und darauf, Passant_innen im Stadtraum zu überraschen und in ihre Aktionen miteinzubeziehen. Ihr Projekt RE-ENACTING OFFENCES, das auf der Übung der Anti-Bias-Werkstatt basiert, analysiert öffentliche Räume.

María Linares, Künstlerin, Philosophin, Kuratorin, Wien/Bogota

Donnerstag, 18. Mai 2017, 14.30
Kriminalisierung von Flucht und Fluchthilfe
Projektpräsentation

Um dem Wahrheitsgehalt und der Realität des sehr breiten Spektrums von Fluchthilfe bis Schlepperei auf den Grund zu gehen, haben Organisationen aus Deutschland, Griechenland, Italien und Österreich in den vergangenen anderthalb Jahren gemeinsam diesen Ausschnitt der EU-Migrationspolitik untersucht: Die in der vorliegenden Dokumentation zusammengefassten Erkenntnisse und Bewertungen werden am 18. Mai 2017 in Berlin, Palermo und Wien parallel vorgestellt.

Michael Genner, Asyl in Not
Gabriele Anderl, Historikerin
Monika Mokre, Politikwissenschafterin

 

Eine Veranstaltung von Asyl in Not

Mittwoch, 17. Mai 2017, 19.00
Theorie der Vermittlung
Buchpräsentation mit Respondenz

Praktiken der Vermittlung begegnen uns in Form eines permanenten Reformierens, lebenslangen Erziehens oder Therapierens, in Mediation und Coaching ebenso wie in
der kulturbetrieblichen Version des Kuratierens. In ihnen wird alles zur Frage nach dem richtigen Einsatz der Mittel, während die Zwecke, etwa die Ausrichtung an Idealen der Veränderung und Verbesserung, sich wie von selbst zu verstehen scheinen. Da diese Zwecke jedoch tatsächlich nie erreicht werden können, transformieren sich die Mittel zunehmend selbst zum Zweck, und gerade darin tritt das Unvermittelte der Vermittlung offen zu Tage.

Helmut Draxler, Kunsttheoretiker, Universität für Angewandte Kunst, Wien
Respondenz: Nora Sternfeld, Kunstvermittlerin, Aalto Universität, Helsinki

Helmuth Draxler: Abdrift des Wollens. Eine Theorie der Vermittlung. Wien: Turia+Kant 2016

Montag, 15. Mai 2017, 19.00
Widerstandsgeist in Kärnten / Koroška Vortrag
Vortrag

In Südkärnten, auf einem ehemaligen Bauernhof auf 1.000 Meter Seehöhe, wo einst die kärntner-slowenische Familie Sadovnik lebte, befinden sich das Museum und die Gedenkstätte Peršmanhof. Der Peršmanhof, die umliegenden Bauernhöfe und die gesamte Region zeugen von Ausgrenzung, Repression und Verfolgung – aber auch vom widerständigen Geist der kärntner-slowenischen Minderheit.

Gudrun Blohberger, Gründungsmitglied Društvo/Verein Peršman, KZ-Gedenkstätte Mauthausen/Mauthausen Memorial

In Kooperation mit GEDENKDIENST

Samstag, 13. Mai – Sonntag, 14. Mai 2017
Komische Kritik. Medien von Humor im Einsatz
Tagung

Kann Komik anderes sein als Karneval oder Kanal einer Entlastung? Kann sie ermächtigend wirken, zersetzen, Unterschiede ausmachen? Zumal als Freizeitdienstleistung in Zeiten, in denen Genießen Arbeit sein soll (und vice versa) und der Faschismus Fakten schafft? Joke/r als Shift/er, Witz als Timing und Realitäts-Einklammerung: Es geht um mediale Formen, darunter Filme, die Öffnungen in Diskursen und Konfrontationen bewirken. Oder aber Versteifung zelebrieren und Setzungen vornehmen, wo sonst zu vieles offen bliebe. Komische Kritik: affektiv, formbewusst, hassverliebt in Einrichtungen.

Samstag, 13. Mai, 18.00 – 21.00

18.00 Begrüßung
18.30 It’s all wrong, but it’s allright. Oder: Was ist Kritik, wenn sie an Dolly Parton entlang gedacht wird? Anna Bromley, Berlin
19.30 Odd jobs – Zany performances. Karin Harrasser, Linz

Sonntag, 14. Mai, 10.30 – 18.00

10.30 Ganz langsam, was wird hier andauernd auf den Punkt gebracht? Michael Fesca, Berlin
11.45 „We can’t legally ask you to lose weight.“ Kristen Wiig und komische Melancholie. Joachim Schätz, Wien
13.00 Crowd-Unding und Clown-Crowning. KritiKomik, NonsenSetzung und Politiken der Gegenverwirklichung mit Kracauer, Deleuze, Ferrell und Tante Elfi. Drehli Robnik, Wien-Erdberg
15.30 Arbeit, Aufschub: Apatows Ökonomien & andere. Daniel Eschkötter, Dresden/Wien
16.30 Malerei und andere Witze unter Dingen. Tanja Widmann, Wien

Moderation: Karin Harrasser, Drehli Robnik, Tagungsorganisator_innen, und Sulgie Lie, Basel/Linz

Tagung der Kunstuniversität Linz und IWK-Institut für Wissenschaft & Kunst

Donnerstag, 11. Mai – Samstag, 13. Mai 2017
Das Obszöne als politisches Performativ
Atelier

Das Obszöne steht im Spiel von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, es ist von daher schon immer medial, theatral und politisch. Es hat eine hohe affektive, oder, psychoanalytisch formuliert, triebhafte Komponente, die ebenso sexueller wie aggressiver Natur sein kann. Doch ist diese Komponente im Obszönen zugleich ausgestellt und verleugnet. Haben Medien wie das Fernsehen und das Internet, die sich in einem schwer bestimmbaren Zwischenraum zwischen Privatem und Öffentlichem angesiedelt haben, die Dynamik des Obszönen intensiviert und vielleicht auch verändert?

Donnerstag, 11. Mai, 15.00 – 18.00

Grußwort: Harald Kosch, wissenschaftlicher Beirat DFH

15.30 Das Verhältnis zu sich (Scham, Wahrheit, Verleugnung, Genuss) /// La relation aux soi (honte, vérité, dénégation, jouissance)

Die Szene des Obszönen. Schauplätze der (Nicht-)Überschreitung in den performativen Künsten. Maren Butte
Lächelnde Gespenster. Das Prinzip der Fermate. Philipp Röding
Obszönität und Genuss. Mut zur Wahrheit und Alethurgie der Bombe. Foucaults Kyniker, 2017. Sebastian Kirsch
Die Macht der Gefühle. Reflexionen zum Verhältnis von Gewalt und Affekt in den Medien. Valentin Mertes

19:00 Empfang

Freitag, 12. Mai, 10.00 – 18.00

10.00 Theater und Spiel (Kitsch und Kunst) /// Théâtre et jeu (le kitsch et l’art)

Obszöne Körper der französischen Pantomime im Fin de Siècle. Friederike Ahrens
Provokation durch Perversion: Wiener Aktionismus im Widerstreit der Werte.
Christofer Schmidt und Johannes Bluth
Sissi: Détournement d’une icône. Solène Scherer
Obszönität und blanke Provokation als Essenz des politischen und gesellschaftlichen Ausdrucks in der zeitgenössischen Performance-Kunst. Carina Kowaliuk
Zur Rolle des Obszönen bei Milo Rau. Johanna Seebrandt

13.00 Pause

15:00 Intimität und Öffentlichkeit (TV, Soziale Medien) /// Intimité / espace public (TV, les médias sociales)

Scripted Reality und Erfahrung: Pervers und Unnötig, aber Geil. Jule Korte
Das Gesicht als Spielfeld des Obszönen. Daniel Rademacher
Violence et transgression chez „Die Antwoord“. Louise Ferron
Der Squick als Form. Über HowToBasic und YouTubes obszöne Ästhetik. Bernhard Frena
MOTHERLESS.com or FATHERLESS? Technologien der Perversion (mit Deleuze contre Zizek). Lisa Handel

Samstag, 13. Mai, 10.00 – 16.00

10.00 Abjektion und Selbst (Körper und Bild) /// Abjection et le soi
(Le corps et l’image)

Das Obszöne des Leichnams. Fiona Schrading
L’obscénité: L’imagination visuelle du corps malade. Diane de Wrangel
Obszönität des Bleibens in den Fotografien von Roger Ballen. Sarah Löhl
De l’escalade ordinaire à la pornogéographie –L’obscénité dans l‘oeuvre de Werner Schwab. Karsten Forbrig
Qu’est-ce qui est beau? La présentation de la beauté dans le film „Paradies: Liebe“ de Ulrich Seidl. Clémence Viaud

12.30 Pause

13:30 Die Ohn/Macht der Verleugnung /// La im/puissance de la dénégation

Was ist affektive Realität? Zur politischen Potentialität des ‚Obszönen‘. Stephan Trinkaus
Fracking Nature – Überlegungen zur obszönen Ästhetik des Kapitalozäns. Maximilian Linsenmeier
Das Obszöne adressieren – Szenisches Durcharbeiten in Prozessen des Übergangs. Silvia Bahl

15.30 Abschlussdiskussion

 

Veranstaltung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Universität Wien und und der Université de Nantes

Mittwoch, 10. Mai 2017, 19.00
AfrikanerInnen im KZ Mauthausen
Studienpräsentation

Bis vor Kurzem war nicht bekannt, dass unter den Inhaftierten im größten KZ auf österreichischem Boden, Mauthausen, von 1938 bis 1945 auch Menschen afrikanischer Herkunft waren. Aus welchen afrikanischen Ländern kamen sie, wie viele waren sie, haben sie überlebt? Die kürzlich publizierte Studie Afrikaner und Afrikanerinnen im KZ Mauthausen. Teilauswertung der Datenblätter im Archiv der KZ-Gedenkstätte Mauthausen geht diesen Fragen nach.

Barbara Fuchslehner, Bibliothekarin, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Simon INOU, Soziologe, Publizist, Herausgeber Black Austrian Lifestyle
Walter Sauer, Historiker, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte,
Universität Wien

Barbara Fuchslehner, Karin Röhrling: Afrikanerinnen und Afrikaner im KZ Mauthausen. Wien 2017

Dienstag, 09. Mai 2017, 19.00
Wer schafft Verteilungsgerechtigkeit?
Diskussion

In Deutschland haben sich zahlreiche Initiativen zum Bündnis Reichtum umverteilen zusammen geschlossen, mit dem Ziel, soziale Gerechtigkeit zum zentralen Thema im Bundestagswahljahr 2017 zu machen. In Österreich ruft die Bewegung Aufbruch mit dem plakativen Slogan Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten! auf, die globale Ausbeutung zugunsten einiger weniger endlich zu überdenken, um die Arbeitsverhältnisse, das Wohnen und das Gesundheits- und Sozialsystem für alle zu verbessern. Kann die Zivilgesellschaft das Ruder für eine gerechtere Gesellschaft noch herumreißen?

Ralf Krämer, Bündnis Reichtum umverteilen, Berlin
Hanna Lichtenberger, Politikwissenschafterin, Aufbruch
Gabriele Michalitsch, Politikwissenschafterin und Ökonomin, Wien
Matthias Schnetzer, Abteilung Wirtschaftswissenschaft, Arbeiterkammer
Moderation: Sonja Luksik, Aufbruch, Mosaik Redakteurin

 

In Kooperation mit Aufbruch

Montag, 08. Mai 2017, 19.00
Treulos und unsolidarisch?
feminismen diskutieren

In den Berichten der überlebenden politischen Gefangenen des Frauen-KZ Ravensbrück spielen Solidarität, Hilfsbereitschaft und Empathie eine auffallend große Rolle. Gleichzeitig  haben sie zahlreichen als ‚anders‘ wahrgenommenen inhaftierten Frauen, wie z. B. den sogenannten ‚Berufsverbrecherinnen‘, diese Eigenschaften oft pauschal abgesprochen. Wie aber vorgehen, gerade als feministische Forscherin, wenn von diesen ‚anderen‘ Frauen keine eigenen Aussagen bekannt sind?

Sylvia Köchl, Politikwissenschafterin und Journalistin, Wien
Moderation: Sabine Prokop (VfW)

Sylvia Köchl: Das Bedürfnis nach gerechter Sühne. Wege von „Berufsverbrecherinnen“ in das Konzentrationslager Ravensbrück. Wien: Mandelbaum 2016

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen

Samstag, 06. Mai 2017, 20.00
Cumbe
Black and Chicano Movements in Latin America

Cumbe is an expression of hope and self-empowerment and the title of the recently translated graphic novel from Marcelo D´Salete and the new album of Bocafloja.

 

Book launch: Marcelo D´Salete: Cumbe. bahoe books, Wien 2017

Marcelo D´Salete erzählt in fünf Kurzgeschichten in poetischer Bildsprache über den Widerstand gegen die Sklaverei in Brasilien. Eine Übersetzung aus dem Portugiesischem.

 

Screening: Nana Dijo. Documentary, D: Bocafloja, 40min, ARG/HND/MEX/URY/USA, engl./span. with subtitles

Nana Dijo is a cartography of the Black experience through a collection of narratives in first person, which opens a crucial platform of discussion about race politics by deciphering hegemonic constructions of Latinidad.

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=py3EYzEs5K8

 

Talk with Bocafloja, filmmaker, rap-artist, author, founder of Quilomboarte collective, Mexico City, Mexico

 

Event in english, spanish and german in collaboration with bahoe books.

Freitag, 5. Mai 2017, 9.00 - 17.00
Psychotherapie und Feminismus
Tagung

Die Psychotherapie hat sich einen festen Platz im Gesundheitssystem erkämpft, feministische Erkenntnisse aber fanden bisher kaum Eingang in die psychotherapeutische Theoriebildung und Ausbildung. Welche Verknüpfungen von Feminismus und Psychotherapie lassen sich unter einem historischen Blickwinkel ausmachen? Wie könnte die Psychotherapie von der Integration feministischer Wissensproduktion profitieren? Muss psychotherapeutisches Denken bei der weitgehend kolportierten Zweigeschlechtlichkeit verbleiben – oder gibt es Alternativen?

09.00 Begrüßung
09.15 Was ist Feminismus? Wissenswertes zu einem unruhestiftenden Begriff. Barbara Grubner, Kultur- und Sozialanthropologin
10.00 Diskussion

10.15 Zur Geschichte feministischer Psychologie: Zwischen Aktivismus und Institutionalisierung. Nora Ruck, Psychologin
11.00 Diskussion

11.15 - 11.45 Pause

11.45 Doing Gender while Doing Psychotherapy: Von der Notwendigkeit der Integration der Gender Perspektive in psychotherapeutische Konzepte. Brigitte Schigl, Klinische und Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin und Supervisorin
12.30 Diskussion

12.45 - 14.30 Pause

14.30 Wie erkenne ich feministische Psychotherapie? Bettina Zehetner, Philosophin und psychosoziale Beraterin
15.15 Diskussion

15.30 Jenseits der Binarität – Psychoanalyse und Queer-Theory. Esther Hutfless, Philosophin und Psychoanalytikerin
16.15 Diskussion

Kooperation mit dem Institut feministischer Psychotherapiewissenschaften– IFPW

Donnerstag, 04. Mai 2017, 19.00
Minor Borders
kinoki mikrokino #223

Die Künstlerin und Aktivistin Lisbeth Kovacic unternimmt in ihren Arbeiten subtile Erkundungen in den Grenzgebieten zwischen Fakten, Emotionen und Migrationsbewegungen. Ihr aktuelles Projekt, ein Langfilm, handelt vom heißen Sommer 2015 in Nickelsdorf.

Minor Border (2015), Regie: Lisbeth Kovacic, 25 min.
Während die Bilder die Demontage der architektonischen Zeugnisse überkommener Grenzstationen dokumentieren, wird im Ton über die Etablierung neuer Grenzregimes reflektiert.

Their Cat As Well (2016), Regie: Lisbeth Kovacic, 4 min.
Ein animierter WhatsApp-Chat zwischen österreichischen AktivistInnen und syrischen Refugees auf dem Weg nach Deutschland – samt ihrer Katze.

Anschließend Gespräch mit Lisbeth Kovacic, Filmemacherin

Mittwoch, 03. Mai 2017, 19.30
all-over | Magazin für Kunst und Ästhetik
Release issue #12

all-over versteht sich als unabhängiges und nicht kommerzielles Onlinemagazin im Diskursfeld von Kunst und Ästhetik. Die Publikation erscheint halbjährlich und versammelt wissenschaftliche und künstlerische Textbeiträge. Dem zugrundeliegenden Ansatz folgend gibt es keine thematische und disziplinäre Einschränkung der einzelnen Ausgaben. Ziel ist eine reflektierte Auseinandersetzung mit historischer und aktueller Kunstproduktion sowie ihrem theoretischen Rahmen.

Thomas Helbig, Doktorand, Humboldt-Universität zu Berlin
Simon Vagts, Doktorand, NFS eikones, Basel

 

Hannah Bruckmüller, Jürgen Buchinger, Barbara Reisinger, Stefanie Reisinger (Hg): all-over. Magazin für Kunst und Ästhetik, Ausgabe 12. Mit Beiträgen u.a. von Bernd Bösel, Barnaby Drabble, Thomas Helbig, Ferial Karrasch, Johanna Müller. www.allover-magazin.com

Dienstag, 02. Mai 2017, 19.00
Bewährungsprobe #14
Künstler_innengespräch

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe der Wiener Künstler_innen-vereinigung baer stellen jeweils zwei Künstler_innen ihre künstlerischen Praxen und Techniken zur Diskussion.
Nicole Prutsch entwirft anachronistische Spielräume mittels Fotografie, Video und Installation, in denen Naturwissenschaft, Philosophie und Psychologie einander begegnen.
In den Bildern von Markus Riedler trifft Persönliches auf Gesellschaftliches. Die oft trivialen Augenblicke sind Balanceakte von individueller Freiheit und kollektiver Zurücknahme.

Nicole Prutsch, Künstlerin, Wien
Markus Benjamin Riedler, Künstler, Wien
Moderation: Johannes Franz, baer, Wien

Freitag, 28. April 2017, 19.00
Landscapes of Pressure
Vortrag

Das Projekt Landscapes of Pressure von Kathrin Golda-Pongratz geht von der Überzeugung aus, dass Territoriumspolitik heute maßgeblich von der Logik der globalen Ökonomie bestimmt wird. 2012–2014 wurden Teile periurbanen Agrarlands bei Barcelona sowie Ausläufer eines bislang nicht fertig gestellten Stadterweiterungsprojekts in Madrid vorübergehend als konkurrierende Baugründe für das transnationale Projekt Eurovegas verhandelt. Die Fotografien und Essays in der Publikation Landscapes of Pressure von Kathrin Golda-Pongratz und Carles Guerra bieten Raum zur Reflexion über territoriale Politik.

Kathrin Golda-Pongratz, Urbanistin, Stadtforscherin, Fotografin; Barcelona / Frankfurt am Main

ÖGFA_Schwerpunkt: „Die Versprechen der Zukunft“ / Teil 2: Stille Reserven

Donnerstag, 27. April 2017, 19.00
Kino Buch
Buchvorstellung und Gespräch

Zu Siegfried Kracauers berühmtem Text Die kleinen Ladenmädchen gehen ins Kino liefern die Aufzeichnungen von Charlotte Gerth die nötige Empirie. Die Leipziger Stenotypistin hat über jeden der von ihr zwischen 1931 bis 1951 gesehenen Filme genau Buch geführt. Gerths handschriftliches Kinobuch, ein Flohmarktfund, haben Tabea Nixdorff und Katrin Erthel transkribiert und sind davon zu einer Drehbuchvorlage inspiriert worden.

Paolo Caneppele, Sammlungsleiter Österreichisches Filmmuseum, Wien
Katrin Erthel und Tabea Nixdorff, Autorinnen und Typografinnen, Leipzig

Katrin Erthel, Tabea Nixdorff: Kino Buch. Filme, die ich gesehen habe. Protokolle der Stenotypistin Charlotte Gerth aus Leipzig. Institut für Buchkunst, Leipzig, 2016

www.kinobuch.com

Mittwoch, 26. April 2017, 19.00
Macht der Psychotherapie im Neoliberalismus
Buchpräsentation

In neoliberalen Zeiten ist alles »psychisch«. Der berufliche Erfolg, die körperliche Fitness oder aber Beziehungsprobleme, Arbeitslosigkeit und sogar Armut - alles und jedes wird einer psychologischen Betrachtung unterworfen. Unter Rückgriff auf die Überlegungen Michel Foucaults unterzieht Angelika Grubner die Psychotherapie einer machttheoretischen Prüfung. Sie zeigt deren unentwirrbare Liason mit dem Neoliberalismus und beschreibt die Idee eines machtfreien psychotherapeutischen Raumes als eine naive, irreführende Illusion.


Angelika Grubner, Psychotherapeutin, Sozialarbeiterin
Moderation: Martin Birkner, mandelbaum verlag

 

Angelika Grubner: Die Macht der Psychotherapie im Neoliberalismus. Eine Streitschrift. Mandelbaum Verlag, Wien 2017

Dienstag, 25. April 2017, 19.00
Rethinking the Ontology of Technology
Lecture and Panel

In Alf Hornborgs view technological progress is not so much a matter of ingenious and innocent breakthroughs in engineering as of devising new and profitable systems for displacing work and environmental pressures to other populations and geographical areas.The essential rationale of globalized technological systems is thus as inextricably connected to societal injustices as slavery or serfdom. Hornborg´s political scope enables to better understand how social and environmental problems are inherently connected.

Alf Hornborg, Human Ecology, Lund University

Discussion:
Anita Kaya, Im_flieger Artists’ Association
Bernd Kräftner, Art & Science, University of Applied Arts Vienna
Moderation: Kilian Jörg, Philosopher/Artist

In Kooperation mit Art & Science master´s programme, Universität für Angewandte Kunst Wien, Im_flieger - independent Artists’ Association Wien und dessen Forschungsprojekt Stoffwechsel - Ökologien der Zusammenarbeit

Montag, 24. April 2017, 19.00
Fake/Fiction? Verschwörungstheorien im Netz
Diskussion

Fake News, Filter Bubbles und Echokammern – Verschwörungstheorien und Dystopien manipulativer Macht haben Konjunktur in der neu konfigurierten Medienöffentlichkeit. Häufig genug wird dabei das Internet selbst angeprangert, die sprudelnde Quelle dieser Falschmeldungen zu sein. Das macht es notwendig, sich dem Phänomen der „Mythenbildungsmaschine Internet“ zu nähern. Und sowohl die technisch-infrastrukturellen Rahmenbedingungen als auch die text- und bildbasierten Figuren und Merkmale der Verschwörungsdiskurse im und um das Netz zu untersuchen.

Ramón Reichert, Medienwissenschafter, Universität Wien
Ann-Marie Riesner, Dissertantin der Germanistik, Justus-Liebig-Universität Gießen

Donnerstag, 20. April 2017, 19.00
OCCUPY - RESIST - PRODUCE
kinoki mikrokino #222

Massenentlassungen und Fabrikschließungen als Folge der seit 2007 andauernden Finanzkrise haben die Frage nach der Arbeiter_innen-Selbstverwaltung neu gestellt. Oliver Ressler und Dario Azzellini untersuchen in der Dokumentarfilm-Trilogie OCCUPY, RESIST, PRODUCE drei Beispiele von Fabriksbesetzungen, in Mailand, Rom und Thessaloniki, die sich in erfolgreiche Experimente zur Neuerfindung der Arbeit im 21. Jahrhundert entwickelt haben. Die gesamte Trilogie ist zum ersten Mal in Wien zu sehen:

Occupy, Resist, Produce – Vio.Me. (2015), R: Oliver Ressler, Dario Azzellini, 30 min, OmdtU
Occupy, Resist, Produce – Officine Zero (2015), R: Oliver Ressler, Dario Azzellini, 33 min, OmdtU
Occupy, Resist, Produce – RiMaflow (2014), R: Oliver Ressler, Dario Azzellini, 34 min, OmdtU

Anschließend Gespräch mit Oliver Ressler, Künstler, Filmemacher

Donnerstag, 6. April 2017, 14.00 – 18.45, Freitag, 7. April, 10.00 – 19.00, Samstag, 8. April, 10.00 – 14.00
Widerstreitende Erfahrung
Spielarten ästhetischer Bildungsprozesse

Inwieweit sind sich ästhetische Erfahrungsweisen – samt ihrer Praktiken, den Institutionen, in denen diese initiiert werden, und der Zeit, in der sie sich vollziehen, einander ähnlich? Weisen sie  Gemeinsamkeiten auf? Wenn ja, wie können diese, präziser als in den bestehenden Debatten, formuliert werden?  Die Beiträge widmen sich der Heterogenität ästhetischer Erfahrungsweisen und widmen sich dem Ziel, besser zu verstehen, welche Chancen und Probleme sich spezifisch mit diesen verbundenen Bildungsprozessen eröffnen können.

 

Donnerstag, 6. April
14:00–15:15 Uhr: »It’s about us.« (Selbst-)Beobachtungen zu »The Walking Dead« und »Orange Is the New Black«. Iris Laner, Tübingen/Wien, Markus Rieger-Ladich, Tübingen

15:45–17:00 Uhr: Bildende Kunst. Künstlerische Praxis als Wissensvermittlung. Eva Kernbauer, Wien

17:30–18:45 Uhr: Dissonanz – Atonalität – Präsenz. Annäherungen an ästhetische Erfahrungsräume im frei improvisierten Jazz. Alfred Schäfer, Halle-Wittenberg

Freitag, 7. April
10:00–11:15 Uhr: Andere Mitwisser*innen. PolylogischeWissenspraktiken in und mit recherchebasierter Kunst. Ines Kleesattel, Zürich

 

11:45–13:00 Uhr. Die Erziehung des Blicks. Sehen als Dispositiv. Andreas Dörpinghaus, Würzburg

 

14:15-15.30 Uhr: »Poesie ist nicht etwas, was gut tut.« Zu Herta Müllers transmedialer Reflexion über ästhetische Bildungsprozesse. Natalie Moser, Potsdam

 

16:00–17:15 Uhr: Lesen als Fremdheitserfahrung. Bildungstheoretische Überlegungen am Beispiel von Clemens J. Setzʼ Roman »Indigo«. Hans- Christoph-Koller, Hamburg

 

17:45–19:00 Uhr: Zwischen Herrschaftsinstrument und Freiheitsversprechen. Zur Geschichte der ästhetischen Erfahrung. Ruth Sonderegger, Wien


Samstag, 08.04.2017
10:00–11:15 Uhr: Ohne Grund. Lissitzkys Pressa-Pavillon, 1928. Simon Baier, Wien

11:45–13:00 Uhr: Lesen und schauen. Ästhetische Erfahrung im Comic. Markus Brunner, Wien

13.00–14.00 Uhr: Abschlussdiskussion



In Kooperation mit dem IWK - Institut  für Wissenschaft und Kunst

Dienstag, 04. April 2017, 19.00
Bewährungsprobe#13
Künstler_innengespräch

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe der Wiener Künstler_innenvereinigung baer stellen jeweils zwei Künstler_innen ihre Praxen und Techniken zur Diskussion.


Manfred Hubmann hinterfragt in seiner künstlerischen Tätigkeit, welche Werte und Verhaltensmuster von wirtschaftlichen Prozessen und Strukturen produziert werden.
Katrin Hornek folgt als künstlerische Strategie Geschichten und Spuren der materiellen Welt, indem sie den Diskurssträngen oder die Transformationen ihrer Umwelt verfolgt.

Manfred Hubmann, Künstler, Wien
Katrin Hornek, Künstlerin, Wien
Moderation: Johannes Franz, baer, Wien

Donnerstag, 30. März 2017, 19.00
Institutionskritik als Methode
Buchpräsentation und Diskussion

Institutionskritik übt Kritik an Kunstinstitutionen mit den künstlerischen Mitteln selbst. Zunächst an Kunstinstitutionen im engeren Sinn – also Museen und Galerien – und später, in einem erweiterten Sinn, an einem institutionellen Rahmen, am gesamten künstlerischen Feld mit allen beteiligten Akteur_innen. Sønke Gau untersucht in seiner umfassenden Genealogie der Institutionskritik das Potenzial dieser künstlerischen Verfahren und fragt nach deren Aktualisierung unter den heutigen Bedingungen.

Sønke Gau, Kunst- und Kulturwissenschaftler, ZHdK Zürich

Sønke Gau: Institutionskritik als Methode. Hegemonie und Kritik im künstlerischen Feld. Turia + Kant, Wien und Berlin 2016

Montag, 27. März 2017, 19.00
Aussicht auf Kunst 1
Staffelgespräch

Spielen die Kriterien „Originalität“ oder „neu“ noch eine Rolle in der Kunstproduktion, der Kunstbeurteilung? Eine neue Veranstaltungsreihe wird dieser Frage auf den Grund gehen und stellt sie zuerst den Lehrenden und Studierenden der entsprechenden Kunsteinrichtungen. Muss sich zeitgenössiche Kunstproduktion von vergangener signifikanter unterscheiden als bloß durch Variationen? Welche Ausblicke auf Entwicklungen und Tendenzen werden in der Künstler_innenausbildung verhandelt?
In 15 kurzen „Staffelgesprächen“ werden abwechselnd jeweils zwei Teilnehmer_innen auf die Fragestellung eingehen, so dass eine Art fließender Diskurs entsteht.

Studierende:
Diana Barbosa Gil, Transmediale Kunst, Universität für angewandte Kunst Wien

Julia Bugram, Malerei und Prozess, Kunstschule Wien
Magdalena Fritsch, Doktorandin, Akademie der bildenden Künste Wien
Lehrende:
Renée Gadsden, Kunsthistorikerin, Universität für Angewandte Kunst Wien
Felicitas Thun-Hohenstein, Kunsthistorikerin, Akademie der bildenden Künste Wien
Tom Waibel, Philosoph, Kunstschule Wien

Donnerstag, 23. März 2017, 19.00
Kärntner Slowen_innen – Verfolgung und Widerstand
GehDenken!

Entnationalisierungsbestrebungen in Kärnten führten während des gesamten 20. Jahrhunderts für die slowenisch-sprechende Minderheit zu Ausgrenzung, Diskriminierung und Verfolgung. Höhepunkt dieser Politik stellten die Jahre 1938–1945 dar. Dennoch gelang es der Minderheit, den effizientesten antifaschistischen militärischen Widerstand auf dem Gebiet des heutigen Österreich aufzubauen.


Brigitte Entner, Historikerin, Klagenfurt/Celovec


In Kooperation mit Gedenkdienst

ACHTUNG: DIE FÜR 22.3. GEPLANTE VERANSTALTUNG WIRD AUF 30.5. VERSCHOBEN
Pop zwischen Normativität und Subversion
Thnk Tnak
Dienstag, 21. März 2017, 19.00
“Die Karte Europas würde heute anders aussehen”
Projektpräsentation

Das interdisziplinäre Projekt untersucht anhand von Monumenten und Museen zum Zweiten Weltkrieg die Gedenkkulturen in der Stadt Lwiw. Die Recherche ist dabei auf die Erforschung des Visuellen fokusiert und nimmt auch die aktuelle ukrainische Geschichtspolitik ins Visier. Vorgestellt werden die vier großen Narrative der Stadt: das ukrainische, das sowjetische, das jüdische und das polnische, zu deren VertreterInnen im Rahmen mehrerer Feldforschungen ein Dialog aufgebaut wurde.


Ekaterina Shapiro-Obermair, Künstlerin
Alexandra Wachter, Historikerin


Ekaterina Shapiro-Obermair / Alexandra Wachter: Lwiw. Kriegsmuseum. Lemberg/Wien 2016

Montag, 20. März 2017, 19.00
AEP - Feminismus und Sexualität
Zeitschriftenpräsentation

Das AEP ist die älteste feministische Zeitschrift Österreichs und wird von abwechselnden Herausgeber_innen editiert. Der thematische Schwerpunkt des aktuellen Heftes widmet sich dem im Feminismus umkämpften Terrain von Sexualitäten. Ein Anlass, um auch nach den Ursachen und Folgen des Hurenstigmas zu fragen und die Rolle, die es in einer sexistischen Gesellschaft spielt, zu diskutieren.

Sara Ablinger, Kunsthistorikerin, Lebensspiralen, Wien
Helga Pregesbauer, Historikerin, Herausgeberin AEP - Feminismus und Sexualität, Innsbruck

Freitag, 17. März 2017, 19.00
Mobilisierung der Träume
kinoki mikrokino #221

Was allen Bild- und Tonmaschinen gemeinsam ist, sind die Wünsche, Vorstellungen und Ängste, die ihnen vorausgingen und die sie teils begleiteten: So wurde das Radio als Mittel der Völkerverständigung und des Weltfriedens gefeiert, und kam das Fernsehen als Überwachungsapparat des organisierten Verbrechens in Verdacht. Was ist aus diesen Utopien und Vorstellungen geworden? In welchen der modernen Mythen finden sie sich wieder?


Martin Reinhart, Filmemacher und Filmtechniker

Ausschnitte aus Mobilisierung der Träume (R: Manu Luksch, Martin Reinhart, Thomas Tode, A 2015)

Donnerstag, 16. März 2017, 19.00
Kunst-Räume: Neue Strategien
Podiumsgespräch

Wie könnten Räume und Ideen für neuartige Präsentationsmodelle von zeitgenössischer Kunst abseits von Staatsmuseen, etablierten Galerien und typischen Off-Spaces aussehen? Eine neue Veranstaltungsreihe will Strategien und alternative Formate Kunst zu präsentieren vorstellen und ökonomische Modelle jenseits des klassischen Kunstmarktes, eine breitere Zugänglichkeit von Gegenwartskunst und die Verbesserung von bestehenden Strukturen erkunden.


Angela Stief, Kuratorin, Wien
Rudolf Leeb, ARCC art, Wien
Alexandra-Maria Toth, Sozialwissenschafterin und Kunstkritikerin, Wien
Moderation: Nina Schedlmayer, Profil, Wien

 

Dienstag, 14. März 2017, 19.00
Thick Sections: Gas Works Park & Rich Haag
Lecture

A history of Richard Haag's creation of Gas Works Park reveals a paradigm shift in the imagination of urban public landscapes. The post industrial urban landscape holds a powerful legacy in the 21st century city. Such sites are toxic, poisonous, and associated with the worse of industrial excesses and waste. Historically we have hidden such sites as wasted places. More recently we have sought to open such landscapes, transforming them into public parks.


Thaisa Way, Landscape Architecture, University of Washington, Seattle


In Kooperation mit dem Institut für Landschaftsarchitektur, Universität für Bodenkultur Wien

Montag, 13. März 2017, 19.00
When Exhibitions become Politics
Buchpräsentation

In jüngster Zeit behandeln nicht nur immer mehr Ausstellungen politische Themen, es nehmen auch häufiger Ausstellungen selbst einen dezidiert politischen Charakter an. Eine Tagung in Jena 2014 widmete sich den vielfältigen Kontexten und Hintergründen, durch die Ausstellungen zum ‚Politikum‘ werden. Der kürzlich erschienene Tagungsband enthält Analysen der Geschichte, Strategien und Ergebnisse politisch involvierter Kunstausstellungen seit den 1960er Jahren bis zur Gegenwart, darunter auch Rückblicke von Beteiligten.

Elisabeth Fritz, Lehrstuhl für Kunstgeschichte, Friedrich-Schiller Universität Jena
Verena Krieger, Lehrstuhl für Kunstgeschichte, Friedrich-Schiller Universität Jena

Verena Krieger / Elisabeth Fritz (Hrsg): When Exhibitions become Politics. Geschichte und Strategien der politischen Kunstausstellung seit den 1960er Jahren. Böhlau Verlag, Köln 2017

Dienstag, 07. März 2017, 19.00
Feministische Bildung
feminismen diskutieren

Die feministische Erwachsenenbildung existiert, marginalisiert, zwischen Notwendigkeit und Ideal. In einer Situation, die die Verknüpfung von kritischem Wissen mit ebensolchem Handeln in institutionalisierten Bildungsstrukturen nicht mehr fördert, kann eine Frauenbildung, die auf Selbst- als Widerständigkeit baut,  Einsicht in Abhängigkeiten, Vermittlung wie Stärkung kritischen Bewusstseins ermöglichen.

Birge Krondorfer, Initiative feministische Erwachsenenbildung

Moderation: Sabine Prokop, Verband feministischer Wissenschafter*innen

 

In Kooperation mit VfW und der Frauenbildungsstätte Frauenhetz

Montag, 06. März 2017, 19.00
Bewährungsprobe#12
Künstler_innengespräch

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe der Wiener Künstler_innenvereinigung baer stellen jeweils zwei Künstler_innen ihre Praxen und Techniken zur Diskussion.
Philip Pichler mischt in seinen Arbeiten Gegensatzpaare wie „Könner_innenschaft“ und „Unfähigkeit“ und erforscht diese Kategorien bildhauerisch.
In Michaela Schweighofers Arbeit werden skulpturale Installationen zur Bühne und Objekte zu Charakteren, Requisiten oder zur Kulisse.

Philip Pichler, Künstler, Wien
Michaela Schweighofer, Künstlerin, Wien
Moderation: Johannes Franz, baer, Wien

Donnerstag, 02. März 2017, 19.00
ABSAGE - DER VORTRAG MUSS LEIDER VERSCHOBEN WERDEN
feminismen diskutieren

Wegen dringender Verhinderung der Vortragenden muss die Veranstaltung Feministisch an den Nationalsozialismus erinnern? abgesagt werden. Wir bitten um Ihr Verständnis. Der neue Termin wird voraussichtlich im Herbstprogramm 2017 angekündigt.

Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus durch feministische und queere Gruppen ist oft dem Vorwurf ausgesetzt, historisch unangemessene Opferidentifizierung zu betreiben oder zu emotional zu sein. Gibt es feministische Konzepte, diese Erinnerung emotional und politisch zu denken, ohne dabei ahistorisch und vereinnahmend zu werden?


Verena Wetzel, Geschlechterforscherin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW


In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafter*innen

Montag, 27. Februar 2017, 20.00
Zukunft jetzt #1 - Die Zukunft der Arbeit
Diskussion

Für das Diskursformat Zukunft jetzt! entwickeln jeweils zwei Diskutant_innen aus Kunst und Theorie einen Austausch zu Zukunftsszenarien. Diesmal zum Thema Arbeitswelt: Wie kann politisch und sozial auf die veränderten Arbeits- und Lebensbedingungen reagiert werden? Das unternehmerische Selbst wurde zur Leitfigur der Arbeit unter intelligenten Maschinen. Seine Imperative sind aus diversen Stellenanzeigen bekannt: Sei flexibel! Sei kreativ! Kommuniziere! Sei eigenverantwortlich und selbstständig!

Philip Kovce, Philosoph, Berlin
Niki Passath, Künstler, Wien

In Kooperation mit dem Kunstraum MemphisMemphis und der Zeitschrift engagée politisch-philosophische Einmischungen

Dienstag, 14. Februar 2017, 19.00
Etappen einer Flucht
Buchbesprechung

Nermin Ismail begleitete als Übersetzerin Menschen aus dem arabischen Raum auf ihrem Weg nach Europa - in Österreich, Slowenien, Ungarn, Griechenland und der Türkei. Mit ihrem neuen Buch übersetzte sie - nun umgekehrt - deren Geschichten und Schicksale für deutschsprachige Leser_innen.
Adisa Begić interviewte Zeitzeug_innen, die während des Krieges gegen Bosnien-Herzegowina zwischen 1992 bis 1995 nach Österreich geflüchtet sind. Ihre Erlebnisse wurden bisher in der Öffentlichkeit nur unzureichend thematisiert.

 

Adisa Begić,  Kommunikationswissenschafterin, freie Journalistin
Nermin Ismail, Politologin, Autorin, Journalistin ORF

Nermin Ismail: Etappen einer Flucht. Tagebuch einer Dolmetscherin. Promedia, Wien 2016

Adisa Begić: Über/Leben im Krieg, Erlebnisse aus dem Krieg gegen Bosnien und Herzegowina. Al Hamra Verlag, Wien 2016

Montag, 13. Februar 2017, 19.00
Protest - Polizei – Demokratie
Diskussion

Im Zuge von Krisen- und Antiterrorismusgesetzgebung wachsen polizeiliche Handlungsspielräume, das Versammlungsrecht wird zu Gunsten von Sicherheitsmotiven eingeschränkt. Wie hat sich das Demokratieverständnis in Bezug auf Protest und wie haben sich polizeiliche Strategien gewandelt? Welche Rolle hat die Polizei bei Protesten? Ist die Polizei in einer Demokratie zur Regulierung von Protest notwendig? Kann es überhaupt eine demokratische Polizeipraxis geben?

 

Angelika Adensamer, Redakteurin juridikum, Rechtsinfokollektiv

Andrea Kretschmann, Institut für Bewegungsforschung, Centre Marc Bloch / HU Berlin

Oliver Marchart, Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien,

Moderation: Maria Sagmeister, Institut für Rechtsphilosophie, Universität Wien

Mittwoch, 01. Februar 2017, 19.00
Oma war ein Nazi
Visuelles Hörexperiment

Ich zeige ein Bild, auf dem Dokumente zu sehen sind. Wie von oben auf einem Tisch fotografiert, so dass die Leser*in nur Teile erkennen kann. Ähnlich einem Stoß von Unterlagen, die im Archiv darauf warten, in die Hand genommen und genauer betrachtet zu werden. Das Bild hat keine Bildunterschrift und es könnte auch von der Leser*in stammen. Ist die Vergangenheit der künstlerischen Arbeit anzusehen?


Jo Schmeiser, Künstlerin, Autorin, Filmemacherin

DIE FÜR 31.1.2017 ANGESETZTE VERANSTALTUNG MUSS LEIDER ABGESAGT WERDEN
UND WIRD ZU EINEM SPÄTEREN TERMIN NACHGEHOLT

Belvedere neu: Stella Rollig
Gespräch

Im Jänner 2017 bekommt die Österreichische Galerie Belvedere in Wien eine neue Führung: Als Direktorin qua künstlerisch-wissenschaftliche Leiterin wurde Stella Rollig berufen. Die ehemalige Bundeskuratorin für bildende Kunst, Gründerin des Depot und von 2004 bis zuletzt für das Lentos Kunstmuseum Linz verantwortlich gibt Auskunft über ihre Pläne für das große Haus in Wien.


Stella Rollig, Direktorin Belvedere
Sabine Nikolay, Ö1 Wissenschaft, ORF

Freitag, 27. Januar 2017, 19.00
Fiction is the greatest Force
Lecture

While architecture is oftentimes reduced to the production of buildings, architecture is also the practice of envisioning cities and civic form. In the process of producing these urban edifices that house social, political and spatial relations, architects produce new models of society in its operational and aspirational terms, constantly innovating new forms of collective life. Storefront for Art and Architecture is dedicated to the production of such alternatives. 

Eva Franch i Gilabert, Storefront for Art and Architecture, NYC

In Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Architektur - ÖGFA

Donnerstag, 26. Januar 2017, 19.00
Radical Faeries
Buchpräsentation und Filmvorführung

Der Auftakt einer neuen Reihe zur Rolle der Kunst in LGBTQ Bewegungen stellt zwei Arbeiten über Radical Faeries vor. Der Künstler Gunny Catell erzählt in seinem Buch - das erste außerhalb der USA über diese aus der Gay Liberation Ära entstandene Bewegung -  von einer queeren, emphatischen, naturverbundenen Welt. Georg Vogt und Christian Karst begleiteten mit ihrem filmischen Art Based Research Projekt Mitglieder der Radical Faeries, zeigen ihre Performances und Interviews, fragen nach ihrem Zugang zu sozialen Zusammenhängen und visueller Kunst.

Gunny Catell, Künstler, Aktivist, Autor
Bastian Petz, Kunst & Forschung, SelfSightSeeing Company
Georg Vogt, Filmemacher, Autor u.Lektor, Uni Wien

Gunny Catell: Rise like a Faerie. Freedom Love Respect. A Radical Faerie Trail. Manifest für ein Umdenken. Wien, Eigenverlag, 2015

Symbiofaerietaxiplasm oder die Feen von Hadres. R: Georg Vogt, Christian Karst, Bastian Petz  (A 2015), 113 min., D/E mit Untertiteln

Mittwoch, 25. Januar 2017, 19.00
Aktualität des Spanischen Bürger_innenkrieges
Geh Denken!

Mehr als achtzig Jahre sind seit dem Beginn des spanischen Bürger_innenkrieges vergangen, und noch immer provoziert dieses Thema heftige politische Debatten. Der lange Prozess aus der Diktatur bis in die Gegenwart macht Spannungen deutlich, die zeigen, dass die Spaltung der Gesellschaft bis heute nicht überwunden ist.

Georg Pichler, Universidad de Alcalá, Madrid

Dienstag, 24. Januar 2017, 19.00
Österreichische Afrika-Narrationen 1957-1985
Buchbesprechungen

Österreichs Verhältnis zum Kolonialismus ist von Nichtauseinandersetzung und Unbedarftheit geprägt, so lautete das vor allem ab der Nachkriegszeit gültige Credo. Wie sich Contact Zones tatsächlich gestalteten und welche Bilder mit der Dekolonisation nach Österreich drangen, ist Thema zweier Präsentationen: Sie zeigen TV-Ausschnitte der Afrika-Repräsentation sowie Bildmaterial zum österreichischen Bergbau in Sierra Leone.


Juma Hauser, Künstlerin, Wien
Paula Pfoser, Kulturwissenschaftlerin, Wien


Juma Hauser: Das Marampa Projekt. Als es im kolonialen Clubhouse Schnitzel gab. Mandelbaum, Wien 2016


Paula Pfoser: Bilder der Dekolonisation. Afrika-Repräsentationen im frühen österreichischen TV. Zaglossus, Wien 2016

Freitag, 20. Januar 2017, 19.00
Wir sind ein Künstler
Vortrag

Künstler_innengruppen sind mehr als Zusammenschlüsse von kollaborativen Einzelpersonen. Mit ihrer Masterarbeit behauptet Alice Neusiedler, dass sie über eine gemeinsame performative Erzählung ein kollektives Subjekt bilden, um als Gruppe angesprochen werden zu können. Dieser These folgt die Autorin ausgehend von einer empirischen Studie zu den Künstler_innengruppen Steinbrener/ Dempf & Huber, Muntean/Rosenblum und WochenKlausur.

Alice Neusiedler, Soziologin

Alice Neusiedler: Wir sind ein Künstler - Wie Künstler_innengruppen über performative Erzählungen zu Subjekten werden. Masterarbeit, Institut für Soziologie, Uni Wien, 2016

Donnerstag, 19. Januar 2017, 19.30
Frauen in der Gestalttherapie
Buchpräsentation

Women In Gestalt Therapy zollt Wegbereiterinnen der Gestalttherapie und deren substantiellen theoretischen, praktischen und politischen Beiträgen zur Entwicklung dieser Form der Psychotherapie die längst fällige Anerkennung. Aktuelle Interviews erlauben den Leser_innen einen persönlichen Einblick in die Lebenswege dieser faszinierenden Frauen über Kontinente hinweg.

Cordula Zimmermann, Gestalttherapeutin, Berlin
Wiltrud Krauss  Kogan, Soziologin, Gestalttherapeutin, Frankfurt
Nancy Amendt-Lyon, Gestalttherapeutin, Wien
Adriena Feckova, Gestalttherapeutin, Bratislava
Beatrix Wimmer, Psychologin, Gestalttherapeutin, Wien
Moderation: Elke Rehm, Psychologin, Gestalttherapeutin, Wien


Adriena Feckova, Beatrix Wimmer (Hg.): Women In Gestalt Therapy. Autobiographical Reflections and Future Prospects in Contemporary Interviews. Gestalt Book. Istituto di Gestalt HCC Italy, Siracusa, Italy. 2016

Mittwoch, 18. Januar 2017, 19.00
London und Wien: Umkämpfte Städte?
Buchbesprechung

In seinem Buch London. Unterwegs in einer umkämpften Metropole beschreibt der Schweizer Journalist Peter Stäuber die Veränderungen im Stadtbild der britischen Hauptstadt durch den Einfluss des Kapitals. Gibt es Parallelen zur Situation in Wien?

Peter Stäuber, Journalist, Autor
Mara Verlic, Stadtforscherin

Peter Stäuber: London. Unterwegs in einer umkämpften Metropole. Wien, Promedia Verlag 2016

Dienstag, 17. Januar 2017, 19.00
Bewährungsprobe#11
Künstler_innengespräch

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe der Wiener Künstler_innenvereingung baer stellen jeweils zwei Künstler_innen ihre künstlerische Praxis und Techniken zur Diskussion. Katharina Höglinger verfolgt mit ihren zumeist malerischen Arbeiten eine paradoxe Struktur, die nach greifbaren Utopien und exzessiven Erfahrungen begehrt. David Kellner gab eigentlich andere ausprobierte Kunstformen auf im Zuge seiner Begeisterung zum Animieren. Dort werden Themen von ihm eher angespielt als behandelt.

Katharina Höglinger, Künstlerin, Wien
David Kellner, Künstler, Wien
Moderation: Johannes Franz, Künstler, Wien

Donnerstag, 12. Januar 2017, 19.00
Making the Invisible Visible
kinoki mikrokino #220

Konzepte der Sichtbarmachung im gebauten Raum wie auch in unterschiedlichen Medien werden von der Künstlerin Vera Kumer kritisch hinterfragt. Der "klinische Blick" von Röntgenbildern oder CAT Scans, der "überwachende Blick" von Infrarotkameras und Satellitenüberwachung eröffnen den Einblick in die Welt des Nicht-Sichtbaren. Welche räumlichen Strukturen werden über die Institutionalisierung des Blickes etabliert?

Vera Kumer, Künstlerin / Lecture mit Filmausschnitten

Dienstag, 10. Januar 2017, 19.00
feminismen diskutieren
DIESE VERANSTALTUNG WIRD WEGEN KRANKHEIT ABGESAGT UND AN EINEM SPÄTEREN TERMIN NACHGEHOLT

Die feministische Erwachsenenbildung existiert, marginalisiert, zwischen Notwendigkeit und Ideal. In einer Situation, die die Verknüpfung von kritischem Wissen mit ebensolchem Handeln in institutionalisierten Bildungsstrukturen nicht mehr fördert, kann eine Frauenbildung, die auf Selbst- als Widerständigkeit baut, Einsicht in Abhängigkeiten, Vermittlung wie Stärkung kritischen Bewusstseins ermöglichen.

Birge Krondorfer, Initiative feministische Erwachsenenbildung
Moderation: Sabine Prokop, Verband feministischer Wissenschafter*innen

In Kooperation mit Verband feministischer Wissenschafter*innen und der Frauenbildungsstätte Frauenhetz