Veranstaltungen

Mittwoch, 27. September 2017, 19.00
the insanity of work-life balance
Präsentation und Diskussion

Mit den interaktiven Installationen des Projektes Sanatorium Sonnenland geht die SelfSighseeing Company im Rahmen der Wienwoche 2017 auf die verzweifelte Suche nach Erholung. Ist diese nötig, um als „Ressource Mensch“ in der Maschinerie von Produktivität und Effizienz mitzuhalten? Sind künstlerische Strategien geeignet, die Irrationalität einer „Work-Life Balance“ als Produkt der Erholungsindustrie zu erforschen?

 

Brigitte Marschall, Institut für Theater-, Film und Medienwissenschaft, Universität Wien
Bastian Petz und Johannes Lernpeiss, Künstler, Selfsightseeing Company

Donnerstag, 28. September 2017, 19.00
Visual Image and Politics of Art in Post-Maidan Ukraine
Lecture and discussion

The Kyiv International – Kyiv Biennial 2017 aims to explore and reveal the potential of the idea of a political International that is emerging in contemporary Europe. It is organized by the Visual Culture Research Center (VCRC), a platform for collaboration between academic, artistic, and activist communities. What is the role of the visual image, what are the underlying conditions for politics of art in post-Maidan Ukraine?

 

Vasyl Cherepanyn, art theoretician, co-organizer The Kyiv International 2017, VCRC, Kyiv/Ukraine
Moderation: David Quigley, cultural theorist, Merz Akademie, Stuttgart

 

In cooperation with The Kyiv International – Kyiv Biennial 2017, Kyiv, October 20 – November 26, 2017. http://vcrc.org.ua/en/

Dienstag, 03. Oktober 2017, 19.00
Von Athen gelernt
Post-Documenta-Talk

„Learning from Athens“ - das war der Anspruch der Documenta 14. Das Phänomen, gesellschaftspolitische Diskurse im Spiegel einer kritischen, künstlerischen Auseinandersetzung zum Konzept zu erheben, ist seit längerem paradigmatisch für Kunst-Großveranstaltungen. Doch sind diese strukturell überhaupt in der Lage, ihrem Anspruch gerecht zu werden? Wie ist dies im Fall der Documenta geglückt?

 

Susanne von Falkenhausen, Kunsthistorikerin, Berlin

Adam Szymczyk, künstlerischer Leiter Documenta 14, Kassel

Mittwoch, 04. Oktober 2017, 19.00
Unter Weißen
Lesung und Diskussion

Wie erlebt jemand Deutschland, der dazugehört, aber für viele anders aussieht? Mohamed Amjahid, Sohn marokkanischer Gastarbeiter und als Journalist bei einer deutschen Zeitung unfreiwillig „Integrationsvorbild“, wird täglich mit der Tatsache konfrontiert, dass er nicht-weiß ist. Er hält der weißen Mehrheitsgesellschaft den Spiegel vor und zeigt, dass sich diskriminierendes Verhalten und rassistische Vorurteile keineswegs bloß bei unverbesserlichen Rechten finden, sondern auch bei denen, die sich für aufgeklärt und tolerant halten.

 

Mohamed Amjahid, Redakteur ZEITmagazin, Autor
Moderation: Cornelia Kogoj, Initiative Minderheiten

 

Mohamed Amjahid: Unter Weißen: Was es heißt, privilegiert zu sein. München: Hanser Berlin im Carl Hanser Verlag 2017

Donnerstag, 05. Oktober 2017, 19.00
„Ach, so ist das?!“ / „Oh, I see?!“
Multimediale Comiclesung

„Mein Coming Out war ein langer Weg …”, „Ich bin ein Mensch und will so gemocht werden wie ich bin!”, „Als Homo in der Schule? Echt keine leichte Sache!“ – unter dem Motto Ach, so ist das?! sammelt Martina Schradi wahre Geschichten von LGBTI* und zeichnet daraus Comicstrips.
„Coming out was a long journey in my case …“, „I’m a human being and I want the people to like me the way I am!“ „Being gay at school? Not an easy thing!“ – Martina Schradi collects LGBTI stories and transforms them into short comics based on real life experiences.

 

Martina Schradi, Psychologin, Comiczeichnerin, Autorin, Nürnberg

Moderation: Dagmar Fink, VfW

 

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafter*innen, dem Verein EfEU und dem Institut für das künstlerische Lehramt / Akademie der bildenden Künste Wien

Freitag, 6. und Samstag, 7. Oktober 2017
Remembering Gastarbeiters in Neoliberalism
Conference

Today’s so-called migrant “crisis” has not only seriously shaken the existing order, it has exposed links between current and historical forms of oppression and exclusion. The old figure of the Gastarbeiter exists at the very core of a hidden genea logy of today’s “crisis” – making it necessary to disclose this genealogy across old and new ideological divides and political interests, and to thus reconnect our present with the past in order to not only understand the current “crisis” but to open the prospect of a new, different future.

 

Friday, October 6


10.00 Introduction and welcome Boris Buden / Lina Dokuzović, eipcp

10.30 Panel I: An avant-garde figure or a role model? The relevance of Gastarbeiters today

Boris Buden, cultural theorist, eipcp, Berlin

Jana Dolečki, theatrologist, cultural worker, Vienna

Keti Chukhrov, philosopher, Higher School of Economics, Moscow

Manuela Bojadžijev, cultural theorist, Humboldt University, Berlin

 

13.30 break


14.30 Screening GUESTures/GOSTIkulacije (D 2011), R: Margareta Kern, 33 min.

15.00 Panel II: Marginalized and invisible experiences – women Gastarbeiters and queer fight

Katja Kobolt, curator, cultural theorist, Red Min(e)d, Lothringer 13_Florida, Munich

Margareta Kern, artist, lecturer Falmouth University, Cornwall / London

Ana Hoffner, artist, cultural theorist, Vienna
Amir Hodžić, sociologist, cultural theorist, Zagreb

17.45 Discussion

 

Saturday, October 7


14.00 Panel III: Rethinking “guests” and “workers” in post-Fordist forms of labor mobility

Lina Dokuzović, artist, cultural theorist, eipcp, Vienna

Monika Mokre, researcher, Austrian Academy of Sciences, Vienna

Stefan Nowotny, philosopher, Goldsmiths University, London
Jon Solomon, critical theorist, Jean Moulin University, Lyon

 

16.45 Discussion


17.30 Experimental multilingual discussion and exchange among activists, migrants, and “refugees” sharing experiences and knowledges of struggle. Open to everyone.

19.30 Closing statement

 

Organized by the european institute for progressive cultural policies – eipcp and co-funded by the Creative Europe programme of the European Union and The Arts and Culture Division of the Federal Chancellery of Austria.

Montag, 09. Oktober 2017, 19.00
Nationalsozialismus in Wien
Buchpräsentation und Diskussion

Mit dem nunmehr achten Band der Reihe „Nationalsozialismus in den Bundesländern“ geben Martin Krist und Albert Lichtblau Auskunft über die Wiener Situation in der NS-Zeit. Dargestellt wird die Lage für Juden, Roma, Homosexuelle in dieser Stadt ebenso wie die Gründe für die „Anschluss“- Begeisterung von Wiener_innen oder die Frage nach dem Widerstand. Nachvollziehbar beantwortet werden auch Fragen nach der Existenz von Konzentrationslagern in Wien, den Geschehnissen am „Spiegelgrund“ und dem Verlauf des Bombenkrieges in Wien.

 

Martin Krist / Albert Lichtblau, Autoren: Nationalsozialismus in Wien: Opfer. Täter. Gegner. Wien: Studienverlag 2017

 

In Kooperation mit dem Verein GEDENKDIENST

Dienstag, 10. Oktober 2017, 19.00
30 Jahre CAE – Critical Art Ensemble
Präsentation und Diskussion

Seit 30 Jahren ergründet das legendäre Kollektiv CAE – Critical Art Ensemble die Wechselwirkungen von Kunst, kritischer Theorie und politischem Aktivismus. Mit ihren internationalen Projekten und Aktionen intervenieren sie in so unterschiedliche Bereiche wie Information, Kommunikation, Gentechnik oder Biotechnologie. Ihre Publikationen widmen sich unter anderem Fragen nach Möglichkeiten zum „Elektronischen Zivilen Ungehorsam“ und „Digitalen Widerstand“.

 

Steven Kurtz, Gründer CAE – Critical Art Ensemble, USA
Lucia Sommer, CAE – Critical Art Ensemble, USA
Moderation: Konrad Becker, Gründer World-Information.Org

Mittwoch, 11. Oktober 2017, 19.00
How did we get to that strange place?
kinoki mikrokino #225

Wer die Geschichte(n) schreibt, beherrscht die Welt! Oder war es einmal umgekehrt? Mit „Hypernormalisation“ bezeichnet der russische Autor Alexei Yurchak die schizophrene Gegensätzlichkeit zwischen sozialer Realität und produzierter medialer Repräsentation der ,Last Soviet Generation‘. Der britische Dokumentarfilmer Adam Curtis arbeitet mit dem Archiv der BBC und beleuchtet das Aufkommen neoliberaler Politik ebenso wie die Radikalisierung des Islam, von 1975 bis zum Status Quo.

 

Cinelecture mit
Nicolai Gütermann, Filmwissenschafter und Filmemacher
Laura Schreiner, Kulturwissenschafterin und Kuratorin

Samstag, 14. Oktober 2017, 19.00
Brut? Nein – Einfach Gut
Vorträge und Diskussion

Fast jede Kunstrichtung wurde in den letzten Jahren durch die Vorsilbe „Post“ neu gemixt. Kann oder soll zeitgenössische Art Brut nunmehr Post-Art Brut genannt werden? Wäre es nicht angebracht, mit den allgemeinen Kategorien wie „Malerei“ und „Objektkunst“ zu operieren, da es in einer fast vollständig medialisierten Welt sowieso keine unbeeinflusste und vermeintlich naive Kunst geben kann?

 

Lena Freimüller, Gallerie 3

Florian Reese, ATELIER 10

Moderation: Patrick Schabus, Künstler und Kurator

 

In Kooperation mit dem Mandelkern project

Sonntag, 15. Oktober 2017, 19.00
Nationalratswahl 2017
TV-Übertragung
Montag, 16. Oktober 2017, 19.00
Bewährungsprobe #16
Künstler_innengespräch

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe der Wiener Künstler_innenvereingung baer stellen jeweils zwei Künstler_innen ihre künstlerischen Praxen und Techniken zur Diskussion. Stefan Wirnsperger beschäftigt sich mit kollektiven Identitäten und den (utopischen) Räumen, die sie erschaffen. Meistens entstehen dabei Malereien, Zeichnungen, Installationen oder Animationen. Sarah Bildstein setzt sich mit Metaphern und Abstraktion auseinander. Ihr künstlerischer Zugang beruht auf der Beobachtung des entfremdeten Subjekts an der Schnittstelle des postindustriellen Zeitalters und dessen Konsumkultur.

 

Stefan Wirnsperger, Künstler, Wien

Sarah Bildstein, Künstlerin, Wien

Moderation: Johannes Franz, baer, Wien

Mittwoch, 18. Oktober 2017, 19.00
Politische Bildung – ein Paradoxon?
Vortrag

In den 1970er Jahren waren Erwachsenenbildner_innen von ihrem Beitrag für eine von humanistischen Werten getragene Gesellschaft überzeugt. Von dieser Zeit der Aufbruchstimmung bis zur Institutionalisierung politischer Bildung spannt sich der Bogen an persönlichen Lernerfahrungen des Gelingens und Scheiterns emanzipatorischer Erwachsenenbildung.

 

Margarete Wallmann, Pädagogin, Erwachsenenbildnerin

 

In Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung

Donnerstag, 19. Oktober 2017, 19.00
Islamistischer Extremismus
Strategien gegen Rassismus & Extremismus

Wie viel Hass und Verhetzung erträgt unsere Demokratie? Wie geht die Zivilgesellschaft damit um? Abseits von MetaDiskursen gilt es, Strategien und Handlungskompetenzen zu erarbeiten, um Hetzer_innen und Extremist_innen weder den virtuellen Raum, noch Straßen, Schulen, Büros, Werkstätten oder Fabriken zu überlassen.

 

Thomas Schmidinger, Politikwissenschafter

Moderation: Yilmaz Gülüm, Journalist

 

Eine Veranstaltungsreihe von DAS BÜNDNIS – für Menschenrechte und Zivilcourage

Montag, 23. Oktober 2017, 19.00
Queer, Kunst + Utopie
Filmscreening und Diskussion

Im neuen Film der Filmemacher_in sissi sprechen 20 Queere Künstler_innen über sich selbst, ihre Visionen und ihre Arbeit. In ihrer Kunst verhandeln sie die miteinander verwobenen Themen Gender und Körper, letzteres insbesondere als Projektions- und Reflektionsfläche. Doch Queere Kunst bleibt nicht in der Genderdimension verhaftet: Die Multi-Diversität der Interviewten, ihre Gesellschaftskritik und Ausgrenzungserlebnisse spiegeln sich in der Bandbreite der Themen wider.

 

sissi, Künstler_in, Berlin

 

QUEER, KUNST + UTOPIE (D 2017), R: sissi, 82 min.

Dienstag, 24. Oktober 2017, 19.00
Bisexuell in Wien: Agency? Diskriminierung?
feminismen diskutieren

Die Diversifizierung von Sexualitäten scheint ein Thema unserer Zeit zu sein. Umso mehr erstaunt die Unsichtbarkeit von Bisexualität. Eine Pilotstudie zu Bisexualität in Österreich zeugt von der Komplexität des Lebens bisexueller* Frauen* in Wien. Berichte monogamer und nicht-monogamer Beziehungen geben Einblick in die komplexe Verflechtung von Erfahrungen, Diskriminierung und den Strategien für ein selbstbestimmtes Leben und Lieben.

 

Renate Baumgartner, freie Wissenschafterin, Bi*-Aktivistin, Radiomoderatorin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW

 

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafter*innen

Donnerstag, 26. Oktober 2017, 15.00
Zum Gemeinwohl
Diskussionen

Veranstaltungsort: Das T/abor, Taborstraße 51, 1020 Wien

 

15.00 Zum Wohl der Allgemeinheit?

Wenn mit Gemeinwohl das Ausverhandeln verschiedener Interessen zum Wohle der Allgemeinheit gemeint ist, wer verhandelt es? Wo verschwimmt die Grenze zwischen eigenen Interessen und denen der Allgemeinheit? Auf lokaler Ebene gibt es erfolgreiche Beispiele, wie Wohnen, Arbeiten, Auskommen einem gemeinschaftlichen Ideal näher kommen kann. Lassen sich diese Modelle auf größere Zusammenhänge übertragen? Kann gute Nachbarschaft über die Grenzen des eigenen Grätzels hinausgehen?

 

Anamarija Batista, Ökonomin und Kulturwissenschafterin

Alisa Beck, Kunsthistorikerin und Kulturschaffende

Cana Bilir-Meier, Künstlerin

Mona Nad, Architektin

Barbara Nothegger, Bewohnerin Wohnprojekt Wien, Autorin Sieben Stock Dorf. Wohnexperimente für eine bessere Zukunft

Andrea Stangl, Vorsitzende Kulturkommission 2. Bezirk

 

17.00 Zum Wohl der Medien?

In der Ausstellung Das Gemeinwohl. Demokratie zwischen Utopie und Unbehagen, kuratiert von Magdalena Fritsch und Sophie Lingg, tritt ein fiktives Gesetz zum Gemeinwohl in Kraft, das die Einhaltung eines faktenbasierten Diskurses regeln soll. Alle Entscheidungsträger_innen, der gesamte öffentliche Dienst und vor allem die Medien seien diesem Gesetz verpflichtet. Könnte die Verpflichtung zu einem faktenbasierten Diskurs die Informationsflüsse klären? Und das, ohne den Grat zur Zensur zu überschreiten?

 

Mathias Huter, Forum Informationsfreiheit

Eva Karel, Schreibtrainerin, Bloggerin

Elke Krasny, Kulturtheoretikerin, Kunstpädagogin

Maria Sagmeister, Juristin und Kunsthistorikerin

Arno Papenheim, Ökonom und Psychologe

Moderation: Andrea Roedig, freie Publizistin, Mit-Herausgeberin Wespennest

 

Die Ausstellung Das Gemeinwohl. Demokratie zwischen Utopie und Unbehagen läuft vom 26.10.– 9.11.2017. Ort: Das T/abor, Taborstraße 51, 1020 Wien

Montag, 30. Oktober 2017, 19.00
THE DEMISE OF CAPITALISM: Public Domain
Präsentation und Diskussion

Yoshinori Niwa’s book TILL THE DEMISE OF CAPITALISM is organized around seven keywords emerging from his oeuvre: market economy, squatting, education, art festival, public spirituality, after the Cold War and abortion. He now puts forward the eighth keyword “public domain” with Italian artist Ryts Monet. Monet’s practices, such as Black Flag Revival, are regarding the economic crisis, while Niwa will refer to his ongoing project All Japanese players boycott at the Tokyo Olympic Games.

 

Ryts Monet, artist, IUAV University of Venice

Yoshinori Niwa, artist, Tokyo / Vienna

Moderation: Mika Maruyama, curator, Tokyo / Vienna

Donnerstag, 02. November 2017, 15.00
Postkoloniale Zeug_innenschaft
Workshop mit anschließendem Vortrag

15.00 – 18.00 Postkoloniale Zeug_innenschaft

Workshop

Kann eine Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex zur Zeug_innenschaft im Postkolonialen Kontext auf Göran Olssons Film Concerning Violence aufbauen? Das mächtige essayistische Filmzeugnis auf Grundlage von Frantz Fanons Schlusskapitel aus „Die Verdammten dieser Erde“ erlaubt zumindest ein Anreißen dieser vielschichtigen Materie.

 

Der Workshop ist Teil des Seminars Soziale Arbeit als radikale Praxis von Zeugenschaft des FH Campus Wien.

 

19.00 Dekoloniale Gewalt Re-Visited

Vortrag

Frantz Fanon, einer der Begründer Postkolonialer Studien, stellt mit seinem aktivistischen Handeln und analytischen Denken im Kontext von dekolonialen Verschiebungen und Bewegungen herausfordernde Aufgaben, die heute aktueller denn je sind. Besonders vor dem Hintergrund von Sozialer Arbeit kann die Frage gestellt werden, inwieweit dekoloniale Gewalt – nach Fanon und Achille Mbembe – fruchtbar für die alltägliche Praxis gemacht werden kann.

 

Teo Klug, Sozialwissenschafter, FH Campus Wien

Montag, 06. November 2017, 19.00
Politik der digitalen Maschinen
Zukunft Jetzt #3

In einer zunehmend digital gesteuerten Welt dringen Smarte Maschinen immer tiefer in die Lebenswelt ein. User gleiten durch schillernde Filterbubbles und werden dabei mit Hilfe von Big Data gelenkt. Die smarten Maschinen sind aber keine neutralen Erfüllungsgehilfen von Wünschen, sie sind Machtinstrumente. Was ist die Politik der digitalen Maschinen? Und wie wäre es möglich, diesem Regiert-zu-werden zu entkommen?

 

Anna-Verena Nosthoff, Politische Theoretikerin, Berlin

Felix Maschweski, Literatur- und Wirtschaftswissenschafter, Berlin

Axel Stockburger, Künstler und Theoretiker, Wien und London

 

In Kooperation mit dem Kunstraum MemphisMemphis und der Zeitschrift engagée politisch-philosophische Einmischungen

Dienstag, 07. November 2017, 19.00
Kritik und Aktualität der Revolution
Buchpräsentation

1917 erlebte die Welt den ersten Versuch einer sozialistischen Revolution. Die Überwindung der russischen Feudalgesellschaft sollte den Auftakt einer weltweiten Umwälzung bilden. 1989 wurde seitens der kapitalistischen Sieger_innen das „Ende der Geschichte“ ausgerufen. Die Krisen, aber auch die sozialen Bewegungen der letzten Jahre beweisen die Unhaltbarkeit dieses Diktums. Die Beiträge des neu erschienenen Bandes widmen sich der Frage, ob und inwiefern eine revolutionäre Umwälzung heute noch möglich und sinnvoll ist.

 

Martin Birkner, politischer Theoretiker, Herausgeber
Thomas Seibert, Philosoph, Herausgeber

 

Martin Birkner, Thomas Seibert (Hg.): Kritik und Aktualität der Revolution. Wien: Mandelbaum Verlag 2017

Mittwoch, 08. November 2017, 19.00
Bildung – Macht – Demokratie?
Vortrag

Maßnahmen zur Förderung Politischer Bildung wie die Einführung spezifischer Unterrichtsfächer waren von der Vorstellung geprägt, dass Bildung mehr sei als der Erwerb von Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die auf das Einfügen in die gegebenen politisch-ökonomischen Strukturen vorbereiten. Aktuell verliert dieses Bildungsverständnis an Bedeutung, was die Idee der Förderung politischer Mündigkeit durch entsprechende Bildungsbemühungen nachhaltig untergräbt.

 

Erich Ribolits, Bildungswissenschafter, Privatdozent Universität Wien

Donnerstag, 09. November 2017, 19.00
Kunst und Kapitalismuskritik
Podiumsdiskussion

Das 150jährige Jubiläum von Karl Marx’ „Das Kapital“ kann zum Anlass genommen werden, die Frage nach der Kunst in ihrer politischen Dimension und widerständigen Qualität zu stellen. Wie können Marx’ Theorien zu Kapital, Arbeit und Ware künstlerische Übersetzungen in der Gegenwart finden? So werden einerseits künstlerische Praxen der Kapitalismuskritik untersucht, als auch der künstlerische Betrieb selbst vor dem Hintergrund der sich im Wandel begriffenen Beziehungen von Kunst und Geld hinterfragt.

 

Christin Lahr, Künstlerin, Kuratorin, Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig

Roberto Nigro, Philosoph, Leuphana Universität Lüneburg

Gabriele Senn, Galeristin, Wien

Moderation: Jens Kastner, Kunstsoziologe, Akademie der bildenden Künste Wien

Freitag, 10. November 2017, 19.00
15. eopictureNight10+5
Projektpräsentationen

eop, ein offenes, prozessuales Netzwerk, vereint als Brain Trust kreative und professionelle Kompetenzen und fördert als Verein interdisziplinäre Projekte in Kunst und Wissenschaft. Mit dem Format eopictureNight10+5 wird diesen Projekten eine öffentliche Plattform für Kurzpräsentationen sowie die Möglichkeit auf Feedback und Diskussion geboten.

 

Angela Andorrer, bildende Künstlerin: Handscape/Soulscape. Eine Reise in die Seelenlandschaft
Daniel Aschwanden, Performer, Choreograf: Supersuit 2.0

Julia Danzinger, Tänzerin, Choreografin, und Julian Vogel, Schauspieler: das fundus

Romana Hagyo und Silke Maier-Gamauf, Künstlerinnen und Stadtforscherinnen: Test.Test.Liegen

Marcello Farabegoli, Kurator: Museums-App

Denise Parizek, Künstler_in: Produzent_innengalerie Schleifmühlg. 12 –14

Patrick Schabus, Kurator und bildender Künstler: aktuelle Projekte

Gabriele Schoene, bildende Künstlerin: Ausschnitte der aktuellen künstlerischen Arbeit

Christiane Spatt, bildende Künstlerin: Hidden und weitere Selbstportraits

Gina Webhofer, Südwind-Magazin: Südindien

 

Eine Veranstaltung von Emergence of Projects – Verein zur Förderung interdisziplinärer Projekte in Kunst und Wissenschaft

Montag, 13. November 2017, 19.00
Bewährungsprobe #17
Künstler_innengespräch

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe der Wiener Künstler_innenvereingung baer stellen jeweils zwei Künstler_innen ihre künstlerischen Praxen und Techniken zur Diskussion. Gerald Roßbacher ist bildender Künstler und Musiker und betreibt, gemeinsam mit Andrea Lüth, den artist-run space KLUCKYLAND. Nika Kupyrovas skulpturale Arbeiten untersuchen Gesten der Dreidimensionalität, Reproduktion wie auch den Begriff des Originals.

 

Gerald Roßbacher, Künstler, Wien

Nika Kupyrova, Künstlerin, Wien

Moderation: Johannes Franz, baer, Wien

Dienstag, 14. November 2017, 19.00
Reflecting Oil
Diskussion

Schon mit dem künstlerischen Forschungsprojekt Invisible Oil hat sich Ernst Logar mit der Ressource Erdöl auseinandergesetzt. Nun beschäftigt sich seine aktuelle Ausstellung Reflecting Oil mit dem Thema. Erdöl als der treibende Stoff der globalen Ökonomie ermöglicht vieles, hat aber, wie bekannt, auch zerstörerisches Potential. Als Substanz ist es aufgrund seiner Eigenschaften in der Produktionskette nicht sichtbar, nur am Ende der Kette wird es in seinen transformierten Formen wahrgenommen. Aus welchen anderen Perspektiven kann man auf diese Substanz blicken?

 

Hannah Knust, Klima- und Energiesprecherin, Greenpeace Österreich

Ernst Logar, Künstler

Benjamin Steininger, Technikhistoriker, Kulturtheoretiker

Mittwoch, 15. November 2017, 19.00
Georges Batailles Dialektik der Formen
Vortrag

Georges Batailles Artikel für die Zeitschrift Documents (1929– 31) lesen sich wie Untersuchungen über den dialektischen Wert verschiedenster Formen, die weit über die Domäne der bildenden Kunst hinausgehen. Wenn auch der Vergleich mit Wilhelm Worringers oder Heinrich Wölfflins Schriften instruktiv sein kann, verfolgt Bataille offenbar nicht das Projekt einer formalistischen Stilpsychologie. In Frage steht vielmehr die Möglichkeit einer allgemeinen Dialektik des Visuellen entlang der Grenzen, die das Menschliche vom Unmenschlichen / Natürlichen trennen.

 

Christian Scherrer, Philosoph und Kunsthistoriker, Universität Wien

Donnerstag, 16. November 2017, 19.00
Tanz und gib ihm!
kinoki mikrokino #226

Tina Leischs neuer Film begleitet den Alltag von 15 jungen Männern unterschiedlicher Familien auf dem Weg zur Verwirklichung ihrer Träume. Fatih zum Beispiel möchte Journalist werden und ist fasziniert von Franz Viehböck, dem bisher einzigen Österreicher im All. Stefan, als Sohn zweier Lesben aufgewachsen, führt neugierig-liebevolle Gespräche mit seinem Samenspender-Vater und Jungfußballer Daniel träumt von David Alaba, Österreichs aktuell größtem Fußballstar.

 

Anschließend Gespräch mit Tina Leisch

 

Tanz und gib ihm! (A 2016), R: Tina Leisch, 83 min.

Samstag, 18. November 2017, 19.00
Film puts the X in PolitiX: Denken mit X-Men
Tagung zu Film, Politik und Theorie

Die auf Marvel-Comics basierenden X-Men profilieren sich seit 17 Jahren im Superheld*innenkino als Subjekte intersektionaler Kämpfe und Bündnisse. In sechs Kinofilmen und in drei Ablegern mit dem Mutanten Logan / Wolverine spielen sie Politik rund um Post-Holocaust und Rassismuskritik, antihomophobe und Antinormalisierungs-Proteste, anhaltende Gen der Troubles und Momente von Care Revolution durch. Die Wahrnehmung von Selbst- und Machtverhältnissen in den Schulen / Teams / Fraktionen der X-Men wird zum Versammlungsort unterschiedlicher Arten, durch Film zu denken: putting the X in PolitiX – and the Why in TheorY.

 

Das Kreuz mit dem X(-Man) – Re-/Generationswechsel im PopkulturRefugium. David Aue. Filmkritiker, Wien

History X – Superzeichen und Geschichtsschichtung im X-Men Universum. Tobias Ebbrecht-Hartmann, Hebrew University Jerusalem

Prothesen für das Schwächeln. Wolverines Exo / Endo-Körperpolitik. Karin Harrasser, Kunstuniversität Linz

Through Lehnsherr’s Lens: Übertragung und Maintenance sozialer Kämpfe und der Logan des Sinns. Drehli Robnik, Freelancer, Wien

Children of (X-)Men. Ulrike Wirth, Universität Wien

 

Responses: Andrey Arnold, Valerie Dirk, Iris Fraueneder und Martin Thomson, Diskollektiv, Joachim Schätz, LBIGG

 

Eine Veranstaltung des Instituts für Wissenschaft und Kunst (IWK)

Dienstag, 21. November 2017, 19.00
Erinnerungsraum Wien: Orte und Verortungen
Vortrag

Mehr als 1600 Zeichen der Erinnerung an die politische Gewalt von Austrofaschismus und Nationalsozialismus wurden seit 1945 in Wien errichtet. Mit Hilfe einer digitalen Stadtkarte werden Schichten und Regime des Erinnerns und Vergessens im gesamten Stadtraum untersucht. Wer waren, wer sind die AkteurInnen der Erinnerung? Welche Konfliktlinien gibt es? Und welche Bedeutung hat städtische Erinnerung heute?

 

Peter Pirker, Historiker und Politikwissenschafter, Universität Wien
Johannes Kramer, Doktorand, Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien

 

In Kooperation mit dem Verein GEDENKDIENST

Donnerstag, 23. November 2017, 19.00
Neuer Realismus in der Philosophie
Buchpräsentation und Diskussion

Zur Phänomenologie steht Markus Gabriels Neuer Realismus in produktiver Spannung. So sind Husserl wie Heidegger wichtige Referenzautoren, ist das Erscheinen, wenngleich in eigener Weise aufgefasst, ein zentrales Konzept seiner Sinnfeldontologie. Im Sammelband Eine Diskussion mit Markus Gabriel setzen sich Phänomenologinnen und Phänomenologen sowie Markus Gabriel selbst mit dieser Sachlage auseinander.

 

Markus Gabriel, Philosoph, Universität Bonn
Peter Gaitsch, Philosoph, Universität Graz

Sandra Lehmann, Philosophin, Universität Wien
Philipp Schmidt, Philosoph, Universität Wien

 

Peter Gaitsch, Sandra Lehmann, Philipp Schmidt: Eine Diskussion mit Markus Gabriel. Phänomenologische Positionen zum Neuen Realismus. Wien: Turia + Kant 2017

Freitag, 24. November 2017, 12.00 - 22.00
Gesellschaftliche Verhältnisse & Soziale Arbeit
Tagung

Gesellschaftliche Transformationen brauchen Analyse und Kritik. Vor dem Hintergrund sich wandelnder politischer, ökonomischer und sozialer Verhältnisse ist Kritische Soziale Arbeit in besonderem Maße aufgefordert, die veränderten Bedingungen ihrer gesellschaftlichen Einbettung zu reflektieren − sei es auf der Ebene ihrer Handlungsbezüge, ihrer organisationalen Verflechtungen oder ihrer programmatischen Leitbegriffe.

 

Josef Bakic, Erziehungswissenschafter, kriSo / FH Campus Wien

Marc Diebäcker, Politikwissenschafter, kriSo / FH Campus Wien

Elisabeth Hammer, Sozialarbeiterin und Ökonomin, kriSo / neunerhaus

 

Organisiert von kriSo − kritische Soziale Arbeit auf Basis eines Calls for Papers and Positions

Samstag, 25. November 2017, 19.00
It began in Adult Education
Buchpräsentation

Raymond Williams (1921–1988) verwehrte sich gegen den Mythos der Gründerväter der Cultural Studies und hob vielmehr deren Wurzeln in der Erwachsenenbildung hervor. Wie kaum ein anderer steht er mit seinem Werk für den politischen Anspruch der Cultural Studies, Wissenschaft und Gesellschaftskritik gerade auch außerhalb des universitären Elfenbeinturms miteinander zu verbinden. Ein neues Buch würdigt Williams’ ungebrochenen Einfluss auf das kritische Denken und setzt ein Zeichen gegen den Konformismus der etablierten Kulturwissenschaften.

 

Roman Horak, Kulturwissenschaften, Universität für angewandte Kunst Wien

Ingo Pohn-Lauggas, Literatur- und Kulturwissenschafter, Universität Wien

Monika Seidl, Cultural Studies, Institut für Anglistik, Universität Wien

 

Roman Horak, Ingo Pohn-Lauggas, Monika Seidl (Hg.): Über Raymond Williams. Annäherungen. Positionen. Ausblicke. Hamburg: Argument Verlag 2017

 

In Kooperation mit dem Arbeitskreis Kulturanalyse (aka) und dem Verband der Österreichischen Volkshochschulen

Montag, 27. November 2017, 19.00
Verheißungen neoliberaler Genderdiskurse
feminismen diskutieren

Frauen – so der weitverbreitete Konsens – wären auf der Überholspur und auf jeden Fall gehörten sie zu den Gewinnerinnen des neoliberalen Gesellschaftsumbaus. Der Tenor gegenwärtiger frauenspezifischer Diskurse verweist vermehrt auf Kompetenz, Erfolg, Genuss und Leistung. Traditionelle, hierarchische Geschlechterverhältnisse können so jedoch erneut Fuß fassen, weil eine Thematisierung von Geschlechterungerechtigkeit im Namen karriereorientierter, individualisierter Werte in den Vorhallen des Erfolgs für überflüssig erklärt wird.

 

Stefanie Göweil, Philosophin, Germanistin, AHS-Lehrerin, Wien

Moderation: Sabine Prokop (VfW)

 

Stefanie Göweil: Grenzen und Chancen der modernisierten Geschlechterordnung. Ein geschlechterkritischer Blick auf Gesellschaft und Schule. Gießen: Psychosozial-Verlag 2017

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen

Dienstag, 28. November 2017, 19.00
MANIFEST DESTINY
Buchpräsentation

Die USA betrachten sich seit ihrer Gründung als das Land der Freiheit. Die damit zusammenhängende Idee einer „White Supremacy“ hält sich bis heute. Christina Halwachs spürt in ihrem Buch den Wurzeln dieser Überzeugung nach, indem sie ihren Fokus auf die Vorstellung eines Manifest Destiny legt. Dieser Doktrin des „offensichtlichen Schicksals“ lag die Vision zugrunde, dass eine göttliche Vorsehung die Einnahme des nordamerikanischen Kontinents durch eingewanderte Europäer schicksalshaft bestimmen würde.

 

Christina Halwachs, Autorin
Fanny Müller-Uri, Politologin
Moderation: Paul Winter, Promedia Verlag

 

Christina Halwachs: Manifest Destiny und die Indigenenpolitik der USA. Vom Indian Removal Act 1830 zum General Allotment Act 1887. Wien: Promedia Edition Kritische Forschung 2017

Mittwoch, 29. November 2017, 19.00
Planning and building the early Soviet state
Lecture

If capitalist cities are dense, hierarchical, and exploitative of the working class, how might socialist space be differently organized to maximize not only productivity, but also equality and collectivity? Christina E. Crawford investigates the origins and evolution of the Soviet spatial project from land nationalization to the end of the first Five-Year Plan (1917 –1932).

 

Christina E. Crawford, Emory University, Atlanta, GA USA

 

In Kooperation mit ÖGFA – Österreichische Gesellschaft für Architektur

Freitag, 01. Dezember 2017, 19.00
People Who Came To Power
Screening and talk

Incident in the Museum begins with everyday scenes from a historical museum in Moscow framed by a visit by Vladimir Putin’s confessor Father Artemiy Vladinirov. People Who Came To Power traces the gradual slide of a society into war. Landslide documents a group of artists and activists working together to transform part of the city, often in conflict with their neighbors.

 

Incident in the Museum (UKR 2013), R: Oleksiy Radynski, 8 min., OmeU

People Who Came To Power (UKR 2014), R: Oleksiy Radynski, 18 min., OmeU

Landslide (UKR 2016), R: Oleksiy Radynski, 26 min., OmeU

 

Oleksiy Radynski, film maker, writer, Kyiv/Ukraine
Moderation: Tom Waibel, philosopher, art theorist, Vienna

 

In cooperation with The Kyiv International – Kyiv Biennial 2017, Kyiv, October 20 – November 26, 2017

Montag, 04. Dezember 2017, 19.00
Vergessen? Niemals!
Buchpräsentation

Die Ausstellung „Niemals vergessen!“ wurde 1946 im Wiener Künstlerhaus gezeigt und zählt zu den wichtigsten Kunstschauen der Nachkriegszeit. Als erste ihrer Art setzte sie sich dezidiert mit dem Nationalsozialismus in Österreich auseinander. Nun wurde die Ausstellung analytisch inhaltlich von Heidrun-Ulrike Wenzel rekonstruiert. Herbert Peter hat die Ausstellung virtuell wieder zum Leben erweckt.

 

Herbert Peter, Architekt

Heidrun-Ulrike Wenzel, Kunsthistorikerin, Landesmuseum Niederösterreich

 

Heidrun-Ulrike Wenzel: Vergessen? Niemals! Die antifaschistische Kunstausstellung im Wiener Künstlerhaus 1946. Wien: Mandelbaum Verlag 2017

Mittwoch, 06. Dezember 2017, 19.00
Politische Bildung in Österreich
Vortrag

Politische Bildung ist in Österreich nur partiell professionalisiert, die Ursachen dafür sind in der Geschichte zu suchen: in der „Opferthese“ und dem damit verbundenen gesellschaftlichen Harmoniebedürfnis, wie auch in der konfliktreichen Verwechslung von Politischer Bildung mit parteipolitischer Bildung. Dennoch kann von einem bescheidenen Aufschwung in den letzten Jahren gesprochen werden. Die politische Indoktrination weicht zunehmend der Herausbildung „mündiger“ Bürger_innen.

 

Thomas Hellmuth, Historiker, Geschichts- und Politikdidaktiker, Universität Wien

 

In Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung

Donnerstag, 07. Dezember 2017, 19.00
Seeing Voices
kinoki mikrokino #227

Die Protagonist_innen in Seeing Voices sind zwar gehörlos, aber deswegen nicht ohne Worte: Die Gebärdensprache birgt ein Paralleluniversum, das den meisten Hörenden verschlossen bleibt. Ayse, Helene und die gehörlosen Mitglieder der Familie Hager vermissen weder Musik noch das Zwitschern der Vögel, schließlich haben sie es nie gehört, sehr wohl aber vermissen sie das Recht auf ihre Muttersprache. Diesen schmalen Grat zwischen der hörenden und der gehörlosen Welt meistern sie alle auf völlig unterschiedliche Weise – aber keineswegs leise.

 

Seeing Voices (A 2016), R: Dariusz Kowalski, 86 min.

 

Anschließend Gespräch mit Dariusz Kowalski, Filmemacher, Wien

Montag, 11. Dezember 2017, 19.00
Bewährungsprobe #18
Künstler_innengespräch

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe der Wiener Künstler_innenvereingung baer stellen jeweils zwei Künstler_innen ihre künstlerische Praxis und Techniken zur Diskussion. Cornelia Lein untersucht Sprach- und Bildvorstellungen, um an kulturellen Narrativen zu kratzen. Gesammeltes Material tritt dabei in einen Dialog und befragt so die Parameter der Sinnmaschinerie. Michael Simku setzt sich in seiner Arbeit mit dem Verhältnis von Storytelling, Dokumentarismus und Fiktionen auseinander. Wie verändern Prozesse von Technologisierung unseren Umgang mit diesen Formaten?

 

Cornelia Lein, Künstlerin, Wien

Michael Simku, Künstler, Wien

Moderation: Johannes Franz, baer, Wien

Dienstag, 12. Dezember 2017, 19.00
Feminisierung des Politischen
feminismen diskutieren

Eine feministische Politik rückt die radikale Verwundbarkeit der Einzelnen in den Fokus. Wird durch ihre Anerkennung als universelles Risiko eine umfassende Demokratisierung möglich? Kann dadurch eine kulturelle Transformation der Politik initiiert werden? In Barcelona sind jedenfalls Aktivist*innen nach den Protesten 2011 in die Institutionen gezogen, um diese Möglichkeit in der Praxis zu erproben.

 

Andreea Zelinka, Anthropologin, Wien

Moderation: Sabine Prokop, VfW

 

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 19.00
Die Transformation der Stadt Wien 1938 – 1945
Geh Denken!

Mit der Ausschmückung Wiens für Hitlers Einmarsch begann die Transformation des Stadtraumes im Sinne der NS-Ideologie. Viele Großprojekte zur Neugestaltung der Stadt gingen jedoch nie über das Planungsstadium hinaus. Stattdessen wurden Schutz- und Abwehrbauten für den Krieg errichtet, die als Erbe der NS-Diktatur kaum noch wahrgenommen werden.

 

Ingrid Holzschuh, Freie Kunst- und Architekturhistorikerin, Wien

Donnerstag, 14. Dezember 2017, 19.00
Was ist los in der Universität?
Diskussion

Institutionelle Praxen im Kontext von neo-liberalen Reformen, antifeministischem Backlash und Re-Maskulinisierung zu hinterfragen ist für ein kritisches Gesellschaftsverständnis zentral. Das gilt auch für universitäre Strukturen, deren Verfügungsgewalt und Handlungsmacht sichtbar zu machen und zu diskutieren sind.

 

Birge Krondorfer, Frauenhetz

Gerd Valchars, Politikwissenschafter, Universität Wien

Moderation: Teo Klug, FH Campus Wien