Veranstaltungen

Dienstag, 16. Januar 2018, 19.00
Ruth Beckermann
Erinnerungspolitische Positionen

Durch Ruth Beckermanns temporäre Installation wurde 2015 das Mahnmal gegen Krieg und Faschismus von Alfred Hrdlicka neu kontextualisiert. Ausgehend von dieser Konfrontation präsentiert die Filmemacherin ihre Zugänge zu erinnerungspolitischer
und künstlerischer Arbeit und spannt dabei den Bogen bis zu ihrem neuen Projekt, dem Dokumentarfilm WALDHEIMS WAHRHEIT.

Ruth Beckermann, Filmemacherin, Mitbegründerin Verleih filmladen, Wien

In Kooperation mit dem Gedenkdienst

Donnerstag, 18. Januar 2018, 19.00
Demokratie braucht (Frauen-)Bildung
feminismen diskutieren

Bildung wurde von den zuständigen Institutionen auf Effizienz und Kompetenzerlangung reduziert und ihrer gesellschaftskritischen Dimension beraubt. Das geht Hand in Hand mit neuen Autoritarismen und postdemokratischen Realitäten, die das Modell Demokratie aushöhlen. Nicht Partikularismen, sondern radikale Pluralität gälte es zu lernen; denn Demokratie setzt mündige und solidarische Bürger_innen voraus.

Birge Krondorfer, politische Philosophin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen und der Frauenbildungsstätte Frauenhetz

Freitag, 19. Januar 2018, 19.00
Autistische Welten?
Buchpräsentation und Diskussion

Was Autismus ist, ist keineswegs geklärt, „die Autist_innen“ gibt es jedenfalls nicht. In ihrem Buch vermittelt Patricia Josefine Marchart einen Kommunikationsaustausch mit Hilfe von Text, Zeichnungen, Fotos und Film und gibt einen Einblick in
individuelle Wahrnehmungen von Menschen mit autistischen Eigenschaften.

Markus Baumgartner, Mitwirkender am Buch
Anton Diestelberger, Rainman’s Home
Patricia Marchart, Filmemacherin und Schriftstellerin
Christian Reder, Essayist, Kunst- und Wissenstransfer
Peter, Historiker, Mitwirkender am Buch
Moderation: Alexander Lellek, Löcker Verlag

Patricia Josefine Marchart: Autistische Welten? In Zeichnung, Text, Foto und Film. Erkennbare Codes. Erkennbare Eigenschaften. Wie können wir einander verstehen? Wien: Löcker Verlag 2017

Dienstag, 23. Januar 2018, 19.00
Arbeiten im ländlichen Raum.
Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich

Im Rahmen einer Vortragsreihe thematisiert der Ausschuss ZiviltechnikerInnen der Kammer Wien, NÖ und Burgenland Beispiele zu gekungenen (Wettbewerbs-) verfahren mit Fokus auf den ländlichen Raum. Zur Debatte stehen die Verfahren für  Architektur und Kunst im Öffentlichen Raum Niederösterreich.

Katharina Blaas-Pratscher, NÖ Landesregierung  Abteilung Kunst und Kultur – Kunst im öffentlichen Raum
Moderation: Johanna Digruber, HARDDECOR ARCHITEKTUR und
Susan Kraupp, skstadtplanung&architektur

Donnerstag, 25. Januar 2018, 19.00
From Mud To Outer Space
Buchpräsentation

Christina Gruber und Paula Cohen folgen in ihrem Buch From Mud to Outer Space zwei Flüssen, dem Mississippi und der Donau. Von West nach Ost, über den Atlantik, wie eine 3D Zeitachse, von Paläo-Ozeanen bis zu heutigen Begegnungen durch die mystischen Wasserlandschaften der Gothic-, Fantasy- und Science Fiction-Texte, die sie auf ihrer Reise gefunden haben. Wasser stellt hierbei einen idealen Nährboden für die bizarrsten Narrative dar.

Christina Gruber, Ökologin und Künstlerin, Wien
Paula Cohen, Seefahrerin und Animationsfilmemacherin, Marseille

Paula Cohen, Christina Gruber: From Mud To Outer Space. Wien: Verlag Soybot 2017

Freitag, 26. Januar 2018, 19.00
PHASE Austria – 10 Jahre plus
Präsentation

Seit 2007 unterstützt PHASE Austria Entwicklungszusammenarbeit in entlegenen Dörfern Nepals in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Erwerbschancen. Im Laufe der Jahre konnten zunehmend Projekte größeren Umfangs in den entlegenen Dörfern Nepals umgesetzt werden.

Gerda Pohl, Ärztin, medizinische Koordinatorin PHASE Nepal

Eine Veranstaltung von PHASE Österreich

Montag, 29. Januar 2018, 19.00
10 Jahre nach der Finanzkrise
Podiumsdiskussion

Vor zehn Jahren erreichte eine der schwersten Finanzkrisen nach dem zweiten Weltkrieg mit dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers ihren Höhepunkt. „Die Welt, so wie wir sie kennen, wird nicht mehr dieselbe sein“, hieß
es damals. Anlass, Bilanz zu ziehen. Haben die Finanzmärkte, die Wirtschaftspolitik, insbesondere auch die Organe der Europäischen Gemeinschaft nachhaltig darauf reagiert? Auf welcher politischen Ebene und in welchem Ausmaß sind Neuregelungen der Finanzmärkte erfolgt?

Hanno Lorenz, Ökonom, Agenda Austria
Gabriele Michalitsch, Politikwissenschafterin, Ökonomin, Universität Wien
Stephan Schulmeister, Ökonom, Wien
Moderation: Stefanie Wöhl, Politikwissenschafterin, FH des BFI Wien

Donnerstag, 01. Februar 2018, 19.00
Der Mann mit dem bunten Ballon
kinoki mikrokino #229

„Die Körper sind im Raume und die Handlungen in der Zeit“, proklamierte Lessing vor 250 Jahren in seinen Überlegungen zur Kunsttheorie. Die medialen Untersuchungen von Muzak & Riha weisen über diese verfestigte Erkenntnis hinaus. Das Künstler_innen-Duo arbeitet an den Schnittflächen von Film und Animation und bringt die Medien solcherart zum Einsatz, dass die Logik der Körper im Raum und der Handlungen in der Zeit ihre Selbstverständlichkeit verliert.

Peter Muzak, Medienkünstler, Filmemacher
Karoline Riha, Medien- und Filmkünstlerin

Der Mann mit dem bunten Ballon (A 2017), R: Muzak & Riha

Donnerstag, 01. März 2018, 19.00
66 Kinos
kinoki mikrokino #230

Nach der Fertigstellung seines letzten Films Die Zeit vergeht wie ein brüllender Löwe (D 2013) begann Philipp Hartmann, akribisch geplant, mit seinem Film im Gepäck, eine Tour durch die deutsche Kinolandschaft. Wehmütig, berührend und melancholisch, nie sentimental und mit einem wohldosierten Maß an Witz und Subversion, beschreibt der Film anhand von 66 deutschen Kinos, wie sich die Bedingungen und die Aufführungspraxis im allgemeinen verändert haben.

66 Kinos (D 2016), R: Philipp Hartmann, 97 min, OmeU

Im Anschluss Gespräch mit Philipp Hartmann, Filmemacher

Freitag, 09. März 2018, 19.00
Der Fall Albert Speer und Ernst Neufert
Vortrag

Wie sind die logistischen Anforderungen, die der Einsatz von Zwangsarbeiter_innen und KZ-Häftlingen im nationalsozialistischen Deutschland an die Bauindustrie der Jahre 1938-1945 stellte zu analysieren? Welche Ergebnisse zeigt die kritische Prüfung des Umgangs der NS-Architekten Albert Speer und Ernst Neufert mit diesen Herausforderungen in administrativer wie auch in biopolitischer Hinsicht und wie ist die Signifikanz ihrer Theorien und Vorgehensweisen für die Geschichte des sogenannten Qualitätsmanagements und der Qualitätskontrolle zu bewerten?

 

Nader Vossoughian, Architekturhistoriker, New York Institute of Technology

Eine Veranstaltung von der Österreichischen Gesellschaft für Architektur – ÖGFA

Dienstag, 13. März 2018, 19.00
Critical Art in Istanbul
Endangered Voices

After establishing the economic and political hegemony, the oppressive regime in Turkey has officially launched a cultural war against the critical meaning producers in the country. Among other examples of arbitrary persecutions, one of the boldest steps in this Kulturkampf has been the arrest of Osman Kavala, the founder of Anadolu Kültür, Depo and red-thread.org. The presentation will try to contextualise the history of these institutions and to illustrate current obstructions to cultural fields in Turkey.

 

Erden Kosova, editor, Red Thread, Istanbul

Eylem Ertürk, arts manager, formerly at Anadolu Kültür, Istanbul

 

In cooperation with DEPO Istanbul, Anadolu Kültür and Red Thread.

Mittwoch, 14. März 2018, 19.00
Gender Studies in MINT-Fächern
feminismen diskutieren

Inwieweit wirken sich die trotz der behaupteten Objektivität der Naturwissenschaften und Technik für männliche Forscher geschaffenen Arbeits- und Karrieremuster auf deren Inhalte, Ziele und Methoden aus? Könnten andersherum Ergebnisse z. B. der modernen Biologie emanzipatorische Prozesse stärken? Auch ‚Biotechnologische Revolutionen‘ stellen neue Herausforderungen dar.

Margarete Maurer, Mehrfachstudien in Biochemie, Philosophie, Soziologie und Geschichte, interdisziplinär Forschende und  Lehrende, Wien und Bremen
Moderation: Sabine Prokop, VfW

Kooperation mit Verband feministischer Wissenschafteri*nnen

Donnerstag, 15. März 2018, 19.00
50 Jahre nach „Kunst und Revolution“
Alles Gute: Günter Brus

Nach dem legendären Happening Kunst und Revolution 1968 an  der Uni Wien reagierte die Presse mit einer beispiellosen Kampagne gegen die beteiligten Künstler Peter Weibel, Otto Mühl, Oswald Wiener und Günter Brus. Brus wurde zu sechs Monaten Arrest verurteilt und floh nach West-Berlin. Welche Rezeptions-
geschichte begleitete den Weg vom einstigen „Staatsfeind“ zum mittlerweile mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Künstler – dessen Geburtstag sich heuer zum 80. Mal jährt.

Günter Brus, Künstler, Graz
Moderation: Roman Grabner, Leitung Bruseum Graz

Montag, 19. März 2018, 19.00
Bewährungsprobe #20
Künstler_innengespräch

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe der Wiener Künstler_ innenvereingung baer stellen jeweils zwei Künstler_innen ihre künstlerischen Praxen und Techniken zur Diskussion: In der Arbeit von Darina Kmetova spielt Zeichnung als visuelle Komposition, die Zeit in Linien umwandelt und ein Bild in den Raum setzt, eine zentrale Rolle. ANONIM steht für situatives und interdisziplinäres Arbeiten. Die gemeinsame Entwicklung künstlerischer Strategien für bestimmte Situationen stehen gleichberechtigt neben dem formalen Endprodukt.

Darina Kmetova, Künstlerin, Wien
ANONIM, Kollektiv, Wien
Moderation: Johannes Franz, baer, Wien

Dienstag, 20. März 2018, 19.00
Dreaming is common to all
Book launch

The book’s various notes, reports and images referring to the relationship of art and dreams evoke certain aspects: The intersubjective function of dreaming in a community through artistic experience; The dream as collective experience: dream and creative process, logic and dream, dream and immaterial reality; The repercussions of dreams on waking reality and the interconnections between individuals and a community of dreamers.

Emilio Fantin, artist, book author
Sabine Priglinger, PhD candidate Akademie der bildenden Künste, Wien

Emilio Fantin: Dreaming is common to all. With writings by Lucia Lorenzi and Elisa Ottaviani. Musagetes and PS Guelph / Publication Studio, Canada 2018

Mittwoch, 21. März 2018, 19.00
This Baby Doll will be a Junkie
Buchbesprechung

Ulrike Möntmanns Buch fordert zur Auseinandersetzung mit dem Phänomen „Outcast“ heraus, indem es das vielfältige Material, das in Projekten künstlerischer Forschung mit  weiblichen Drogenabhängigen in europäischen Gefängnissen und Therapieeinrichtungen entstanden ist, ordnet und in Zusammenhang bringt. Inhaltlich und visuell werden die biografische und künstlerische Arbeit mit den Gefangenen und Ergebnisse des interdisziplinären Austausches mit  Wissenschafter_ innen dokumentiert.

Ulrike Möntmann, Künstlerin, Amsterdam und Wien
Gesprächsleitung: Elisabeth Hammer, Sozialarbeiterin und Sozialwissenschafterin, Verein kriSo

Ulrike Möntmann: THIS BABY DOLL WILL BE A JUNKY. Kunst und Forschung: Projektbericht über Abhängigkeiten und Gewaltträume. Edition Angewandte Buchreihe der Universität für angewandte Kunst (Hg. Gerald Bast), Verlag DE GRUYTER, Berlin 2008