Veranstaltungen

Mittwoch, 18. Januar 2017, 19.00
London und Wien: Umkämpfte Städte?
Buchbesprechung

In seinem Buch London. Unterwegs in einer umkämpften Metropole beschreibt der Schweizer Journalist Peter Stäuber die Veränderungen im Stadtbild der britischen Hauptstadt durch den Einfluss des Kapitals. Gibt es Parallelen zur Situation in Wien?

Peter Stäuber, Journalist, Autor
Mara Verlic, Stadtforscherin

Peter Stäuber: London. Unterwegs in einer umkämpften Metropole. Wien, Promedia Verlag 2016

Donnerstag, 19. Januar 2017, 19.00
Frauen in der Gestalttherapie
Buchpräsentation

Women In Gestalt Therapy zollt Wegbereiterinnen der Gestalttherapie und deren substantiellen theoretischen, praktischen und politischen Beiträgen zur Entwicklung dieser Form der Psychotherapie die längst fällige Anerkennung. Aktuelle Interviews erlauben den Leser_innen einen persönlichen Einblick in die Lebenswege dieser faszinierenden Frauen über Kontinente hinweg.

Cordula Zimmermann, Gestalttherapeutin, Berlin
Wiltrud Krauss  Kogan, Soziologin, Gestalttherapeutin, Frankfurt
Nancy Amendt-Lyon, Gestalttherapeutin, Wien
Adriena Feckova, Gestalttherapeutin, Bratislava
Beatrix Wimmer, Psychologin, Gestalttherapeutin, Wien

Adriena Feckova, Beatrix Wimmer (Hg.): Women In Gestalt Therapy. Autobiographical Reflections and Future Prospects in Contemporary Interviews. Gestalt Book. Istituto di Gestalt HCC Italy, Siracusa, Italy. 2016

Freitag, 20. Januar 2017, 19.00
Wir sind ein Künstler
Vortrag

Künstler_innengruppen sind mehr als Zusammenschlüsse von kollaborativen Einzelpersonen. Mit ihrer Masterarbeit behauptet Alice Neusiedler, dass sie über eine gemeinsame performative Erzählung ein kollektives Subjekt bilden, um als Gruppe angesprochen werden zu können. Dieser These folgt die Autorin ausgehend von einer empirischen Studie zu den Künstler_innengruppen Steinbrener/ Dempf & Huber, Muntean/Rosenblum und WochenKlausur.

Alice Neusiedler, Soziologin

Alice Neusiedler: Wir sind ein Künstler - Wie Künstler_innengruppen über performative Erzählungen zu Subjekten werden. Masterarbeit, Institut für Soziologie, Uni Wien, 2016

Dienstag, 24. Januar 2017, 19.00
Österreichische Afrika-Narrationen 1957-1985
Buchbesprechungen

Österreichs Verhältnis zum Kolonialismus ist von Nichtauseinandersetzung und Unbedarftheit geprägt, so lautete das vor allem ab der Nachkriegszeit gültige Credo. Wie sich Contact Zones tatsächlich gestalteten und welche Bilder mit der Dekolonisation nach Österreich drangen, ist Thema zweier Präsentationen: Sie zeigen TV-Ausschnitte der Afrika-Repräsentation sowie Bildmaterial zum österreichischen Bergbau in Sierra Leone.


Juma Hauser, Künstlerin, Wien
Paula Pfoser, Kulturwissenschaftlerin, Wien


Juma Hauser: Das Marampa Projekt. Als es im kolonialen Clubhouse Schnitzel gab. Mandelbaum, Wien 2016


Paula Pfoser: Bilder der Dekolonisation. Afrika-Repräsentationen im frühen österreichischen TV. Zaglossus, Wien 2016

Mittwoch, 25. Januar 2017, 19.00
Aktualität des Spanischen Bürger_innenkrieges
Geh Denken!

Mehr als achtzig Jahre sind seit dem Beginn des spanischen Bürger_innenkrieges vergangen, und noch immer provoziert dieses Thema heftige politische Debatten. Der lange Prozess aus der Diktatur bis in die Gegenwart macht Spannungen deutlich, die zeigen, dass die Spaltung der Gesellschaft bis heute nicht überwunden ist.

Georg Pichler, Universidad de Alcalá, Madrid

Donnerstag, 26. Januar 2017, 19.00
Radical Faeries
Buchpräsentation und Filmvorführung

Der Auftakt einer neuen Reihe zur Rolle der Kunst in LGBTQ Bewegungen stellt zwei Arbeiten über Radical Faeries vor. Der Künstler Gunny Catell erzählt in seinem Buch - das erste außerhalb der USA über diese aus der Gay Liberation Ära entstandene Bewegung -  von einer queeren, emphatischen, naturverbundenen Welt. Georg Vogt und Christian Karst begleiteten mit ihrem filmischen Art Based Research Projekt Mitglieder der Radical Faeries, zeigen ihre Performances und Interviews, fragen nach ihrem Zugang zu sozialen Zusammenhängen und visueller Kunst.

Gunny Catell, Künstler, Aktivist, Autor
Bastian Petz, Kunst & Forschung, SelfSightSeeing Company
Georg Vogt, Filmemacher, Autor u.Lektor, Uni Wien

Gunny Catell: Rise like a Faerie. Freedom Love Respect. A Radical Faerie Trail. Manifest für ein Umdenken. Wien, Eigenverlag, 2015

Symbiofaerietaxiplasm oder die Feen von Hadres. R: Georg Vogt, Christian Karst, Bastian Petz  (A 2015), 113 min., D/E mit Untertiteln

Freitag, 27. Januar 2017, 19.00
Fiction is the greatest Force
Lecture

While architecture is oftentimes reduced to the production of buildings, architecture is also the practice of envisioning cities and civic form. In the process of producing these urban edifices that house social, political and spatial relations, architects produce new models of society in its operational and aspirational terms, constantly innovating new forms of collective life. Storefront for Art and Architecture is dedicated to the production of such alternatives. 

Eva Franch i Gilabert, Storefront for Art and Architecture, NYC

In Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Architektur - ÖGFA

Dienstag, 31. Januar 2017, 19.00
Belvedere neu: Stella Rollig
Gespräch

Im Jänner 2017 bekommt die Österreichische Galerie Belvedere in Wien eine neue Führung: Als Direktorin qua künstlerisch-wissenschaftliche Leiterin wurde Stella Rollig berufen. Die ehemalige Bundeskuratorin für bildende Kunst, Gründerin des Depot und von 2004 bis zuletzt für das Lentos Kunstmuseum Linz verantwortlich gibt Auskunft über ihre Pläne für das große Haus in Wien.


Stella Rollig, Direktorin Belvedere
Sabine Nikolay, Ö1 Wissenschaft, ORF

Mittwoch, 01. Februar 2017, 19.00
Oma war ein Nazi
Visuelles Hörexperiment

Ich zeige ein Bild, auf dem Dokumente zu sehen sind. Wie von oben auf einem Tisch fotografiert, so dass die Leser*in nur Teile erkennen kann. Ähnlich einem Stoß von Unterlagen, die im Archiv darauf warten, in die Hand genommen und genauer betrachtet zu werden. Das Bild hat keine Bildunterschrift und es könnte auch von der Leser*in stammen. Ist die Vergangenheit der künstlerischen Arbeit anzusehen?


Jo Schmeiser, Künstlerin, Autorin, Filmemacherin

Donnerstag, 02. Mrz 2017, 19.00
Feministisch an den NS erinnern?
feminismen diskutieren

Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus durch feministische und queere Gruppen ist oft dem Vorwurf ausgesetzt, historisch unangemessene Opferidentifizierung zu betreiben oder zu emotional zu sein. Gibt es feministische Konzepte, diese Erinnerung emotional und politisch zu denken, ohne dabei ahistorisch und vereinnahmend zu werden?


Verena Wetzel, Geschlechterforscherin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW


In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafter*innen

Montag, 13. Mrz 2017, 19.00
When Exhibitions become Politics
Buchpräsentation

Der aktuelle Tagungsband When Exhibitions become Politics. Geschichte und Strategien der politischen Kunstausstellung seit den 1960er Jahren widmet sich den vielfältigen Kontexten und Hintergründen, durch die  Ausstellungen zum ‚Politikum‘ werden. Er enthält Analysen der Geschichte, Strategien und Ergebnisse politisch involvierter Kunstausstellungen seit den 1960er Jahren bis zur Gegenwart, darunter auch Rückblicke von Beteiligten.


Elisabeth Fritz, Kunsthistorikerin, Universität Jena
Verena Krieger, Lehrstuhl für Kunstgeschichte, Universität Jena


Verena Krieger / Elisabeth Fritz: When Exhibitions become Politics. Geschichte und Strategien der politischen Kunstausstellung seit den 1960er Jahren. Böhlau Verlag 2016

Donnerstag, 16. Mrz 2017, 19.00
Kunst-Räume: Neue Strategien
Podiumsgespräch

Wie könnten Räume und Ideen für neuartige Präsentationsmodelle von zeitgenössischer Kunst abseits von Staatsmuseen, etablierten Galerien und typischen Off-Spaces aussehen? Eine neue Veranstaltungsreihe will Strategien und alternative Formate Kunst zu präsentieren vorstellen und ökonomische Modelle jenseits des klassischen Kunstmarktes, eine breitere Zugänglichkeit von Gegenwartskunst und die Verbesserung von bestehenden Strukturen erkunden.


Angela Stief, Kuratorin
Rudolf Leeb, ARCC art

Freitag, 17. Mrz 2017, 19.00
Mobilisierung der Träume
kinoki mikrokino #221

Was allen Bild- und Tonmaschinen gemeinsam ist, sind die Wünsche, Vorstellungen und Ängste, die ihnen vorausgingen und die sie teils begleiteten: So wurde das Radio als Mittel der Völkerverständigung und des Weltfriedens gefeiert, und kam das Fernsehen als Überwachungsapparat des organisierten Verbrechens in Verdacht. Was ist aus diesen Utopien und Vorstellungen geworden? In welchen der modernen Mythen finden sie sich wieder?


Anhand von zahlreichen originalen Filmausschnitten und basierend auf dem Film Mobilisierung der Träume (R: Manu Luksch, Martin Reinhart, Thomas Tode, A 2015) geht Martin Reinhart diesen Fragen nach.

Dienstag, 21. Mrz 2017, 19.00
“Die Karte Europas würde heute anders aussehen”
Projektpräsentation

Das interdisziplinäre Projekt untersucht anhand von Monumenten und Museen zum Zweiten Weltkrieg die Gedenkkulturen in der Stadt Lwiw. Die Recherche ist dabei auf die Erforschung des Visuellen fokusiert und nimmt auch die aktuelle ukrainische Geschichtspolitik ins Visier. Vorgestellt werden die vier großen Narrative der Stadt: das ukrainische, das sowjetische, das jüdische und das polnische, zu deren VertreterInnen im Rahmen mehrerer Feldforschungen ein Dialog aufgebaut wurde.


Ekaterina Shapiro-Obermair, Künstlerin
Alexandra Wachter, Historikerin


Ekaterina Shapiro-Obermair / Alexandra Wachter: Lwiw. Kriegsmuseum. Lemberg/Wien 2016

Mittwoch, 22. Mrz 2017, 19.00
Pop zwischen Normativität und Subversion
Thnk Tnak

Welche Rolle spielt das Subversive im Pop heute? Einerseits stellen Nische, Differenz und Abweichung zentrale Normen des Kapitalismus der Gegenwart dar, andererseits macht die Hegemonie kalkulierter Einzelirritationen das Antitotalitäre der Subversion attraktiv. Dass Widerstands-Rhetoriken gerade auch wieder unter Rechten Konjunktur haben, verkompliziert die Dialektik von popkulturell subvertierter Norm und zur Norm geronnener Pop-Subversion erneut.


Tobias Gerber, Dissertant, Universität Basel
Katharina Hausladen, Dissertantin, Akademie der bildenden Künste Wien


Tobias Gerber, Katharina Hausladen (Hg.): Compared to What? Pop zwischen Normativität und Subversion. Turia + Kant: Wien und Berlin 2017