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Sara Ablinger erörtert die Verschränkung von Medizin, Fotografie und dominanten gesellschaftlichen Körpervorstellungen und zeigt die damit verbundene Konstruktion von Normen auf. In der vorliegenden Arbeit stellt sie künstlerische Strategien vor, Geschlechterdiskurse zu thematisieren und untersucht Normen innerhalb der Queeren Fotografie selbst. Es zeigt sich, dass selbst innerhalb der queeren Diskurse die künstlerischen Re-Präsentationen manche Gruppen nicht beziehungsweise kaum mit einschließen: dazu gehören vor allem ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen.
Sara Ablinger, Kunsthistorikerin, Wien
Sara Ablinger: TRANS*NORM. Zeitgenössische Fotografie im Kontext von Geschlechternormen und Trans*identität. Diplomarbeit, Institut für Kunstgeschichte, Uni Wien 2012
Aus Antonio Gramscis Schriften zur Kunst und Kultur wird eine ‚Ästhetische Theorie' abgeleitet und in Bezug zu zeitgenössischer kulturwissenschaftlicher Theoriebildung gesetzt. Als anschlussfähig erweist sich dabei der Cultural Materialism, da Raymond Williams einen wichtigen Beitrag zur Rezeption Gramscis geleistet hat. Eine Untersuchung dieser Rezeption gelangt zu kritischen Schlüssen und verweist auf problematische Aspekte der Lektüre Gramscis.
Ingo Lauggas, Literatur- und Kulturwissenschafter, Universität Wien
Roman Horak, Abteilung für Kulturwissenschaften, Universität für angewandte Kunst Wien
Moderation: Christina Lutter, Historikerin, Universität Wien
Ingo Lauggas: Hegemonie, Kunst und Literatur. Ästhetik und Politik bei Gramsci und Williams. Cultural Studies, Band 11. Wien: Löcker 2013
Recht auf Asyl, Genfer Flüchtlingskonvention, Asylantrag, Erstaufnahmestelle – welche konkrete Bedeutung haben diese aktuellen, im öffentlichen Diskurs häufig verwendeten Begriffe? Welche Strukturen stehen hinter dem Asylwesen in Österreich, welche Problematiken ergeben sich daraus und wie sieht die Realität all jener Menschen aus, die davon betroffen sind?
Khan Adalat und Mir Jahangir Refugee Camp ViennaMichael Genner, Asyl in Not Nadja Lorenz, Menschenrechtsanwältin
Eine Kooperation mit dem Amnesty International Studi Netzwerk Wien
Der Workshop vertieft analytisch die gleichnamige Retrospektive des Österreichischen Filmmuseums. Beide halten der gängigen Verfallserzählung vom US-Kino der 1980er Jahre – weg vom engagierten New Hollywood zum sozial evakuierten Blockbuster der Reagan-Ära – verschiedene Stränge eines neugierigen, welthaltigen und formal abenteuerlustigen Filmschaffens, mitten im Mainstream, entgegen.
10.00 Begrüßung
10.15 Lukas Foerster: Make the World Go Away: Anmerkungen zu einigen Country-Melodramen der 1980er-Jahre.
11.15 Sulgi Lie: F for Fake. Fälschung und Falschgeld in William Friedkins To Live and Die in L.A.
12.15 Drehli Robnik: We´ve Got a Bigger Problem Now (Dead Kennedys): Politische Bildung(en) und Knowing Your Enemy bei Carpenter, Fuller, Zucker.
14.15 Joachim Schätz: Verhaltenslehren des Fernsehens. Wie die Filme von Albert Brooks & James L. Brooks an Selbsttechniken (ver-)zweifeln.
15.00. Nikolaus Perneczky: The Proletarian Imaginary of Reaganite Hollywood: Eine Spurensuche.
16.00 Filmgespräch mit Lena Stölzl und Martin Thompson: Was Sie sehen werden, passt in den sozialen Kontext. Pablo Larraíns No und das Fortleben der 80er
Moderation: Andreas Ehrenreich
Eine Veranstaltung des tfm - Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien.
Welche Rolle spielt die Kunstvermittlung im Kunstbetrieb? Sind ihre Programme Thema für Kunstzeitschriften, beschäftigt sich der Kunstmarkt mit ihrer Praxis, Kurator_innen und Kritiker_innen mit den Konzepten der gegenwärtigen Kunstvermittlung? Und umgekehrt, wie reagiert die Kunstvermittlung auf neue Entwicklungen in der zeitgenössischen Kunst, hat sie Einfluss auf den Kunstbetrieb?
Beatrice Jaschke, schnitt.punkt. Ausstellungstheorie & praxis / ecm Masterlehrgang Universität für angewandte Kunst
Werner Rodlauer, artmagazine.cc / WKO - Kunsthandel
Eva Badura-Triska, Kuratorin, MUMOK
Barbara Mahlknecht, Kunstvermittlung Generali Foundation
Um zunehmende Einschränkungen des Öffentlichen durch neoliberale und autoritative Logiken zu unterminieren, nutzen Künstler_innen, Aktivist_innen und Kurator_innen Strategien der Präsenz und Absenz – Taktiken des Sichtbarmachens, der Verfremdung, des Verbergens. Aus der Sicht des Kuratorischen lässt sich fragen: Welche Konsequenzen lassen sich aus gesellschaftspolitischen Veränderungen des Öffentlichen für das kuratorische Handeln ziehen? Wie kann sich dieses an einem situativen, multidimensionalen und prozessualen Öffentlichkeitsbegriff orientieren? Das zweite Heft von WELL CONNECTED hat Künstler_innen, Theoretiker_innen, Aktivist_innen und Kurator_innen eingeladen, zu diesen Fragen Stellung zu beziehen.
Vera Lauf, Kunsthistorikerin, Kuratorin, WELL CONNECTED, Leipzig
Barbara Mahlknecht, Kunstvermittlerin, Kuratorin, Wien
Katharina Schniebs, Kulturvermittlerin, Kuratorin, Wien
Die Publikation erscheint im Rahmen des Projekts GOING PUBLIC ? Über die Schwierigkeit einer öffentlichen Aussage.
Dem austrofaschistischen Staatssekretär für Äußeres, Guido Schmidt, wurde in einem Hochverratsprozess vor einem österreichischen Volksgericht 1947 die Schuld am ‚Anschluss‘ angelastet. Die Diskussion, warum dies geschah, wie der Prozess gegen Guido Schmidt geführt und weshalb er freigesprochen wurde, erlaubt nicht nur Einblicke in die politische Situation Österreichs vor 1938, sondern auch ab 1945 und zeigt die bis heute anhaltende politische Brisanz des Themas.
Magdalena Neumüller, Politikwissenschafterin, Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien
In Kooperation mit dem GEDENKDIENST.
Der von der PKK zum Newrozfest im März 2013 erklärte Waffenstillstand wurde von den Kurd_innen euphorisch begrüßt. Millionen Kurd_innen, die der kurdisch-türkische Konflikt ins europäische Exil getrieben hat, hoffen auf Frieden und Rückkehr. Vier Exilierte gaben dem Filmteam je ein Geschenk mit, das in Kurdistan die Wege zu ihren Sehnsuchtsorten eröffnet und persönliche Einblicke in die Geschichte des kurdischen Befreiungskampfes ermöglicht.
Tränen, per Skype verschickt, kommen ausgetrocknet an (Arbeitstitel; Rohschnitt, Österreich 2013), R: Ali Can, Tina Leisch, 60 Min
Um dem Verhältnis von Subkultur und Öffentlichkeit nachzugehen, untersuchte Katharina Hammer Graffiti und Street Art Subkulturstile in Wien und Paris. Vorzufinden sind visualisierte Ansichten und Kommentare sowie kritische Diskurse über Stadtgrenzen hinweg. Diese Öffentlichkeit liegt elitär strukturierten Bildproduktionsverhältnissen im urbanen Raum quer und ist partizipativ und pluralistisch beschaffen. Über den Subkulturstil wird sie zur denkbaren Öffentlichkeit.
Katharina Hammer, Soziologin, Wien
Katharina Hammer: Subkultur und Öffentlichkeit. Ethnographische Studien zu Graffiti und Street Art Subkulturstilen in Wien und Paris. Diplomarbeit, Fakultät für Sozialwissenschaften, Uni Wien 2012.
Der Begriff der Kompetenz ist zum Kassenschlager einer psychologischen Industrie geworden, die privates Lebensglück, soziale Sicherheit und beruflichen Erfolg unterschiedslos auf die Ausbildung entsprechender Kompetenzen zurückführt: Ein Maßstab für alles! Verzichtet wird auf die Möglichkeit „in eigener Person zu sprechen". Es bedarf der Analyse einer Situation, die durch eine Ausweitung informeller Prüfungssituationen und einen Boom auf dem Gebiet standardisierter Testformate gekennzeichnet ist.
Andreas Gelhard, Forum interdisziplinäre Forschung, TU Darmstadt
In Kooperation mit dem Ring Österreichischer Bildungswerke