Veranstaltungen

Montag, 05. Dezember 2016, 19.00
Bewährungsprobe#10
Künstlergespräch

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Bewährungs-probe der Wiener Künstler_innenvereingung baer stellen jeweils zwei Künstler_innen ihre künstlersche Praxis zur Diskussion.

 

Matthias Peyker versteht seine künstlerische Arbeit als Überlegung zu Grenzverläufen, sogenannten Wahrheiten und deren Inszenierung in unterschiedlichen Zusammenhängen und Medien.

 

Stefan Reiterer arbeitet mit digitalen Bildsprachen und -mustern, durch seine Malerei und installativen Arbeiten setzt er diese der visuellräumlichen Wirklichkeit entgegen.

 

Matthias Peyker, Künstler, Wien und St. Andrä bei Villach

Stefan Reiterer, Künstler, Wien

Moderation: Johannes Franz, Künstler, baer, Wien

Dienstag, 06. Dezember 2016, 19.00
Frauen alsTäterinnen in der NS-Zeit
feminismen diskutieren

Lange Zeit als Opfer und Mitläuferinnen des NS-Regimes abgetan, sind Frauen als aktive Täterinnen der NS-Zeit erst seit kurzem Gegenstand der Geschichtswissenschaft. Judith Mach untersuchte den Fall der Wiener „Euthanasie“- Ärztin Marianne Türk anhand von überlieferten Gerichtsakten. Wie und warum wurde sie zur Täterin?

 

Judith Mach, Historikerin, Wien
Moderation: Sabine Prokop (VfW)

 

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafter*innen

Mittwoch, 07. Dezember 2016, 19.00
Narrative von Flucht und Exil
Vortrag

Die öffentliche Wahrnehmung von Migrations- und Fluchtbewegungen ist stark davon beeinflusst, wie diese mit Bedeutung versehen, interpretiert und präsentiert werden. Entsprechend wichtig sind Ansätze, die es ermöglichen, vorschnelle Vereinfachungen – wie „bedrohliche Ströme“, „Wellen“ oder gar „Tsunamis“ – zu reflektieren und differenziertere Erzähl- und Denkmuster zu entwerfen.

 

Matthias Schmidt, Literatur- und Kulturwissenschafter, Institut für Germanistik der Universität Wien

 

Vortragsreihe „Politische Erwachsenenbildung“ der ÖGPB, in Kooperation mit der VHS Mariahilf und dem IWK

Donnerstag, 08. Dezember 2016, 19.00
SOUNDS LIKE A PLAN 02
Gespräch

Das Kunsthaus Graz zeigt in regelmäßigen Wechselausstellungen internationale Tendenzen zeitgenössicher Kunst und stellt diese in einen nationalen wie regionalen Zusammenhang stellt. Barbara Steiner hat im Juli dieses Jahres die Leitung übernommen und will  „zurück und nach vorne schauen: Zurück auf eine Zeit, in der in Graz sehr heftig um Kunst gerungen wurde, und nach vorne, „auf Künstler_innen, die noch nicht so bekannt sind, von denen man aber sagen kann, dass sie einmal wichtig sein werden“. Was könnte das heißen?

Barbara Steiner, Kunsthaus Graz
Moderation: Beatrice Jaschke, schnittpunkt

Mit der Reihe "sounds like a plan"  will "schnittpunkt - ausstellungtherie & praxis" kuratorische Projekte schon zum Zeitpunkt ihrer Entstehung öffentlich diskutieren.

Freitag, 9. Dezember 2016, 12.00-22.30
Fachbegriffe vom Fließband
KriSo-Tagung 2016

Aktuelle Leitbegriffe der Sozialen Arbeit analysieren Begriffe aus einer gesellschaftskritischen Perspektive und veranschaulichen ihre Bezüge zur Sozialen Arbeit. Die Tagung stellt Beiträge des aktuellen Bandes 3 zur Diskussion. Die Autor_innen erörtern in aufeinanderfolgenden Sessions jeweils zwei Fachbegriffe im Spannungsfeld zueinander und diskutieren deren Relevanz für die Soziale Arbeit. In den jeweiligen Panels und den anschließenden Gesprächsrunden werden diese Analysen geprüft, debattiert und alternative Handlungsmöglichkeiten diskutiert.

 

I. Verschiebungen
12.00  Erziehung und Risiko. Josef Bakic, FH Campus Wien/kriSo
12.45 Normalisierung und Partizipation. Johannes Kellner, Lokale Agenda 21 Wien/FH Campus Wien
13.30 Alter und Autonomie. Barbara Pichler, Uni Klagenfurt/IFF Wien
14.15 – 15.00 Verschiebungen … prüfen, austauschen und debattieren … mit Josef Bakic, Johannes Kellner und Barbara Pichler


II. Fixierungen
14.15 Beschleunigung und Standardisierung. Elisabeth Hammer, neunerhaus/kriSo
15.00 Fall und Ressource. Michael May, Hochschule RheinMain/Widersprüche
15.45 Dokumentation und Eigensinn. Antje Haussen Lewis, Caritas Wien/FH Campus Wien
16.30 – 17.15 Fixierungen … prüfen, austauschen und debattieren …
mit Elisabeth Hammer, Michael May und Antje Haussen Lewis


III. Neuformierungen
16.30 Männlichkeit und Hegemonie. Yann Arhant & Roswitha Harner, neunerhaus
17.15 Intersektionalität und Feminismus. Kathrin Schrader, Frankfurt University of Applied Sciences
18.00 Menschenrechte und Gerechtigkeit. Karin Rowhani-Wimmer, VertretungsNetz/Volksanwaltschaft-NPM
18.45 Transnationalität und Protest. Irene Messinger, Universität Wien/FH Campus Wien
19.30 – 20.15 Neuformierungen … prüfen, austauschen und debattieren … mit Yann Arhant, Roswitha Harner, Katrin Schrader, Karin Rowhani-Wimmer und Irene Messinger


IV. Überschreitungen
19.30 Totale Institution und Konsens. Marc Diebäcker, FH Campus Wien/kriSo
20.15 Niederschwelligkeit und Diskriminierung. Manuela Hofer, FH Campus Wien
21.00 Punitivität und Radikalisierung. Eva Grigori, FH St. Pölten/FIPU
21.45 – 22.30 Überschreitungen … prüfen, austauschen und debattieren … mit Marc Diebäcker, Manuela Hofer und Eva Grigori


Bakic, Josef/Diebäcker, Marc/Hammer, Elisabeth (Hg.): Aktuelle Leitbegriffe der Sozialen Arbeit. Ein kritisches Handbuch Band 3. Wien, Löcker Verlag 2016

In Kooperation mit kriSo - Verein Kritische Soziale Arbeit

Montag, 12. Dezember 2016, 19.00
Der Faschismus in Griechenland
Geh Denken!

Am 4. August 1936 etablierte der ehemalige General Ioannis Metaxas sein Regime des Vierten August. Nur wenige Monate nach Metaxas Tod besetzten deutsche Truppen gemeinsam mit italienischen und bulgarischen Streitkräften Griechenland. Wie ist die Metaxas-Diktatur im Vergleich zu den faschistischen Diktaturen Europas interpretierbar? Gibt es personelle und inhaltliche Kontinuitäten der Metaxas- Diktatur nach 1941? Welche Rolle spielt das 4. August-Regime in der griechischen Erinnerungskultur bis heute?

 

Nathalie Patricia Soursos, Historikerin, Institut für Byzantinistik und Neogräzistik, Universität Wien

Dienstag, 13. Dezember 2016, 19.00
Kater
Let's talk about scripts!

Nach seinem preisgekrönten Debütfilm März, inszeniert Händl Klaus in seinem zweiten Werk die Vertreibung zweier Liebender aus dem Paradies. Der Film Kater, der mittlerweile mit dem Jurypreis des Hongkong IFF ausgezeichnet wurde, läuft derzeit in den österreichischen Kinos.

Händl Klaus, Drehbuchautor, Regisseur
Moderation: Robert Buchschwenter, drehbuchFORUM

Mittwoch, 14. Dezember 2016, 19.00
Sportinitiativen für Geflüchtete
Podium

Seit dem Sommer 2015 wurden neue Sportinitiativen für Geflüchtete gegründet, bestehende Sportvereine und auch die bundesweiten Sportverbände halfen mit, Schutzsuchenden Sportmöglichkeiten anzubieten. Welche sportlichen Aktivitäten und Initiativen werden angeboten und wie gestaltet sich deren Umsetzung? Welche speziellen Herausforderungen zeigen sich dabei? Welche Erfolge konnten bisher verbucht werden und welche Wünsche gibt es für die Zukunft?


Khadija Ahmadi, Kicken ohne Grenzen

Muhammad Yaseen, Black Jacks, Basketball

Ike Richson, Rugby Opens Borders

Joe Schramml, Playtogethernow
Sandra Speigner, Sportunion
Moderation: Angela Wieser, Initiative Minderheiten

Freitag, 16. Dezember 2016, 19.00
THNK TNAK präsentiert….
Oh THAT Place

Why is everything starting to look the same? Coffee shops, restaurants, boutique hotels, organic supermarkets with food courts that serve fresh, health-conscious meals, amongst cities that are visible on an international scale, seem all to adapt similar, yet ambiguous visual styles that are somehow familiar yet strangely unsettling. Such scenarios are largely the result of modern urbanity under the ever accelerating speed of globalisation.

Katarina Balgavy, Design Strategy, Akademie der bildenden Künste Wien
Kasia Gruska, Political Economy, Wirtschaftsuniversität Wien
Elaine Liu, Architectural theory, Universität für Angewandte Kunst

THNK TNAK - eine Reihe von Dissertant_innen und PhD in Practice-Kandidat_innen der Kunstuniversitäten

Montag, 19. Dezember 2016, 19.00
Etappen einer Flucht
Buchbesprechung

Nermin Ismail begleitete als Übersetzerin Frauen, Männer und Familien aus dem arabischen Raum auf ihrem Weg nach Europa - in Österreich, Slowenien, Ungarn, Griechenland und der Türkei. Mit ihrem neuen Buch übersetzt sie nun die Geschichten und Schicksale einzelner Menschen in umgekehrter Richtung, um sie den deutschsprachigen Leser_innen näher zu bringen.


Nermin Ismail, Politologin, Autorin, Journalistin ORF

 

Nermin Ismail: Etappen einer Flucht. Tagebuch einer Dolmetscherin. Promedia, Wien 2016

Dienstag, 20. Dezember 2016, 19.00
Das konstruktive Imaginäre
Präsentation

Die Erste Arbeitsgruppe der Konstruktivisten arbeitete in den 1920er-Jahren in Moskau an einer Neukonzeption von Kunst und Künstler_innen-Subjekt in Übereinstimmung mit den gesellschaftlichen Voraussetzungen nach der Oktoberrevolution. Was waren die Folgen des Versuchs, das repräsentationale bürgerliche Kunstwerk durch eine funktionalistische, außerhalb des ästhetischen Feldes operierende künstlerische Praxis zu ersetzen?

 

Stefanie Kitzberger, Kunsthistorikerin

 

Stefanie Kitzberger: Das konstruktive Imaginäre. Modelle von Kunst und Entwürfe künstlerischer Subjektivität im russischen Konstruktivismus. Forschungsprojekt, IFK 2015-2016