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Freitag, 9. März, 19.00
Von Platon zu Sappho – von Sappho zu uns
Buchpräsentation und Gespräch
Das Chiasma, die Überkreuzlegung zweier
Gegensatzpaare,
ist ein Schlüssel, der sowohl am Leib-Seele-Problem wie
auch an der Geschlechterfrage im Kontext der antiken Polis
erprobt wurde. Dieser Schlüssel hebelt die alteingesessenen
Dogmen umso besser aus, als er in den antiken Werken
selbst zu finden ist. Das Chiasma legt ebenso die surreale
Komik Platons frei, wie es die poetischen Philosopheme
Sapphos zu erschließen hilft.
Arno Böhler, Institut für Philosophie, Universität Wien
Alice Pechriggl, Institut für Philosophie, Universität Klagenfurt
Alice Pechriggl: Chiasmen. Antike Philosophie von Platon zu Sappho –
von Sappho zu uns. Bielefeld: Transcript Verlag 2006.
In Kooperation mit dem IWK, Institut für Wissenschaft und Kunst.
Dienstag, 13. März, 19.00
Romane Apsa – Zigeunertränen
kinokis mikrokino #141
Über ein Jahr lang, kurz vor dem Beitritt der
Slowakei zur
EU, begleitet die Filmemacherin Zuzana Brejcha drei Generationen
einer Roma Familie in ihrem Alltag. Das Leben der
matriarchalisch definierten Familie wird nicht nur durch
Armut und Arbeitslosigkeit bestimmt, auch Feste, Traditionen
und das Satellitenfernsehen als Fenster zum neuen
Europa sind feste Bestandteile. Ebenso real ist die ständige
Bedrohung durch polizeiliche Willkür.
Romane Apsa – Zigeunertränen (A 2005), Regie: Zuzana Brejcha,
123 Min., OmU
Anschließend Eva Simmler im Gespräch mit Zuzana
Brejcha.
Mittwoch, 14. März, 19.00
Vergangenheitspolitik des BSA
Vortrag und Publikumsdiskussion
Wie gehen politische Bewegungen mit
Vergangenheit im
Allgemeinen und der NS-Geschichte im Besonderen um?
Wie wird die Rolle des eigenen politischen Lagers im Nationalsozialismus
dargestellt und ritualisiert, wie mit der Verstrickung
von Mitgliedern in NS-Verbrechen umgegangen?
Georg Appl, Generalsekretär des BSA – Bund Sozialdemokratischer
AkademikerInnen
In Kooperation mit GEDENKDIENST.
Freitag, 16. März, 19.00
ArbeitsZeitRäume
Tagung – Eröffnung im Depot
An welchen Orten arbeiten wir wie flexibel?
Wenn wir davon
ausgehen, dass die Fabrik, das „Arbeitshaus“, das Bürohaus
uns die Raum- und Zeiterfahrung von Arbeit im System des
Fordismus verdeutlichen, welche Räume, welche Bewegungen,
welche Zeitlogiken werden dann in postfordistischen
Arbeits- und Lebenswelten relevant?
Einleitung von Gabu Heindl, Konzept und Organisation der Tagung,
Architektin, Wien/Graz
19.30 – 21.30
Arbeitende Körper
Von der Passung zum “passing”
Prothetische Figuren dienen aktuell dazu, für
ein symbiotisches
Verhältnis von Mensch und Technik zu argumentieren
und stehen im Kontext einer Körperpolitik (oder Biopolitik),
die sich der Idee des Designs, einer Schwundstufe avantgardistischer
„Politik der Form“, verpflichtet hat.
Karin Harrasser, Historikerin, Wien/ Berlin
Clean.Ing
Die Entwicklung der Gebäudereinigung
verdeutlicht, dass
das Saubermachen eine gegen Automatisierungen resistente
Handarbeit bleibt, die, ähnlich wie der Schmutz selbst,
kaum wegrationalisiert werden kann. An Hand architektonischer
Projekte, die Selbstreinigung als räumlichen Komfort
formulieren, werden die Utopie einer Sauberkeit und das Bestehenbleiben
einer präfordistischen Arbeitsform erläutert.
Nathalie Bredella, Architektin, Berlin
Bettina Vismann, Architektin, Berlin
Moderation: Thomas Brandstetter, Philosoph, Wien
Die Tagung wird am 17. März von 11.00 – 19.00 Uhr am IWK
– Institut für Wissenschaft und Kunst fortgesetzt.
Das weitere Programm unter www.univie.ac.at/ iwk.
Montag, 19. März, 19.00
Arrangierte Bildung
Podiumsdiskussion
Derzeit werden bildungspolitische
Entscheidungen von Begriffen
wie Vereinbarung, Mobilität, Strategien und Wettbewerb
geprägt. Seit der Umsetzung des so genannten
Bologna-Prozesses sind an deutschsprachigen Universitäten
und Fachhochschulen soziopolitische und -ökonomische
Faktoren bestimmend. Doch welche sind die Alternativen?
Josef Bakic, Studiengang Sozialarbeit, fh-campus wien
Agnieszka Dzierzbicka, Institut für Bildungswissenschaft, Uni Wien
Johannes Kellner, StuVe Sozialarbeit, fh-campus wien
Nina Wlazny, StRV Pädagogik, Uni Wien
Moderation: Larissa Schindler, Institut für Soziologie, Uni Mainz
In Kooperation mit dem Institut für Bildungswissenschaft der Uni Wien.
Donnerstag, 22. März, 19.00
Freiräume: Zur Logik des Orts
Podiumsdiskussion
Der Kampf um Freiräume bildet einen zentralen
Bestandteil
progressiver struktureller Kulturarbeit. Autonome Räume
dienen als Orte des Experiments, der Aneignung aktivistischer
Praktiken, zur Verwirklichung nicht kommerzieller
Kunst-, Kultur- und Sozialprojekte und um Gegenöffentlichkeiten
zu situieren. Um den dahinterliegenden politischen
Prozess sichtbar zu machen, muss ein zeitgemäßer Diskurs
neu initiiert werden.
Robert Foltin, Grundrisse
Markus Hafner, Faktum Flakturm
Lilo Nein, Künstlerin
Initiative Pankahyttn
Moderation: Stefan Lutschinger, IG Kultur Wien
Eine Veranstaltung der IG Kultur Wien.
Freitag, 23. März, 19.00
Kritik der Kreativität
Buchpräsentation und Diskussion
Kreativität zieht wieder. Durch Esoterik und
katholischen
Kreationismus, durch die Hypes der Creative Industries und
die Hochflüge der digitalen Boheme zieht sich eine Renaissance
des Schöpferischen. Gerade in der Umgebung
kritischer Kunstpraxis und kollektiver Wissensproduktion
hat sich jedoch eine reichhaltige Landschaft der Kritik der
Kreativität entwickelt.
Monika Mokre, Politikwissenschafterin, Akademie der Wissenschaften
Marion von Osten, Künstlerin, Akademie der bildenden Künste
Gerald Raunig, Philosoph, eipcp
Gerald Raunig / Ulf Wuggenig (Hg.): Kritik der Kreativität (republicart,
Band 6). Wien: Turia+Kant 2007.
In Kooperation mit transform.eipcp.net.
Montag, 26. März, 19.00
The Halfmoon Files
Film und Diskussion
In einer einmaligen Allianz aus Militär,
Wissenschaft und
Unterhaltungsindustrie entstanden Tonaufnahmen von
hunderten im sogenannten Halbmondlager bei Berlin gefangenen
Kolonialsoldaten des 1. Weltkriegs. Wie in einem
Memoryspiel deckt Phillip Scheffner in seinem Film Bilder
und Töne auf, in denen die Geister der Vergangenheit zum
Leben erwachen.
The Halfmoon Files (D 2007), Regie: Philip Scheffner, 87 Min.
Philip Scheffner, Filmemacher, Berlin, im Gespräch mit
Stefan Nowotny, Philosoph
Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung notes on archives der
Galerie IG Bildende Kunst und in Kooperation mit translate.eipcp.net.
Mittwoch, 28. März, 19.00
Über Rassismus schreiben
ZARA:TALK
Es vergeht kaum ein Tag, an dem
JournalistInnen nicht
genug Berichtenswertes über rassistische Äußerungen,
Übergriffe und rassistisch motivierte politische Entscheidungen
geboten wird. Dennoch halten sich die meisten
Medien zu diesem Thema dezent im Hintergrund.
Hikmet Kayahan, ZARA, im Gespräch mit
Sonja Fercher, derstandard.at
In Kooperation mit ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit.
Donnerstag, 29. März, 19.00
Riff-Raff
kinoki spezial zum EuroMayDay
Eine Tragikomödie über das Ende geregelter
Anstellungsverhältnisse.
Bauarbeiter auf in jeder Hinsicht ungesicherten
Arbeitsplätzen in London. Ein ehemaliges Krankenhaus soll
in einen Luxuswohnblock umgebaut werden. Während sich
die Träume von bescheidenem Wohlstand täglich als völlig
unerreichbare Illusionen herausstellen, steigt die Wut.
Anschließend an die Filmvorführung gibt es Gelegenheit
zum Austausch über die verschiedenen Zielsetzungen und
Ressourcen im Organisierungskontext.
Riff-Raff (GB 1990), Regie: Ken Loach, 94 Min., dF
In Kooperation mit kinoki und EuroMayDay (www.euromayday.at).
Organizing Day am 30. März 2007 im WUK.
Mittwoch, 11. April, 19.00
Des Führers heimliche Vasallen
Vortrag und Diskussion
Ein Zentrum der Kämpfe während des
Putschversuches
österreichischer Nationalsozialisten im Juli 1934 war das
Kärntner Lavanttal. Wieso kam es gerade hier zu so heftigen
Auseinandersetzungen? Wer plante und organisierte das
Unternehmen, wer führte es aus? Der Kärntner Historiker
Christian Klösch hat in mühevoller Kleinarbeit die Teile des
Putsch-Puzzles zusammengetragen und die Biografien der
Beteiligten recherchiert.
Christian Klösch, Historiker
Christian Klösch: Des Führers heimliche Vasallen. Die
Putschisten des Juli 1934 im Kärntner Lavanttal. Wien: Czernin
2007.
Donnerstag, 12. April, 19.00
Let’s talk about … SCRIPTS!
SOKO Kitzbühel
Das drehbuchFORUM lädt zu dieser Reihe
DrehbuchautorInnen
und AutorenfilmerInnen zum Gespräch über aktuelle
österreichische Kino- und TV-Produktionen.
Die Münchner Ur-„SOKO“ startete 1978 im ZDF, seither
ermitteln die TV-Sonderkommissionen in Leipzig, Köln,
Wismar, in Kitzbühel und im Wiener Donauraum. Die
Macher der alpinen Fassung SOKO Kitzbühel stellen sich
den Fragen nach Vorgaben und Rahmenbedingen seitens
der Produktion, der dramaturgischen Arbeit, der Stoffentwicklung
und Finanzierung.
Martin Ambrosch, Drehbuchautor, Headwriter „Soko Kitzbühel“
Helmut Dimko, beo-film/mungo-film
Robert Buchschwenter, drehbuchFORUM Wien
Eine Veranstaltung von drehbuchFORUM Wien.
www.drehbuchforum.at
Dienstag, 17. April, 19.00
La mémoire des enfants
kinokis mikrokino #142
Die Regisseure Hannes Gellner und Thomas
Draschan
stellen Überlebende vor, die in den 1940er Jahren nur knapp
der Ermordung durch die Nationalsozialisten entgehen
konnten. In Interviews verknüpfen die ZeitzeugInnen ihre
persönlichen Geschichten mit den historischen Fakten und
weisen dabei mit großer Vehemenz auf die Verantwortung
des Vichy-Regimes hin. Darüber hinaus erinnern Serge und
Beate Klarsfeld an die Rolle von Österreichern bei der
Durchführung der „Endlösung” in Frankreich.
La Mémoire
des Enfants (A /F 2006), Regie: Hannes Gellner und Thomas
Draschan, 80 Min.
Anschließend Gespräch mit Hannes Gellner und Thomas Draschan.
Moderation: Dagmar Streicher, Autorin und Regisseurin
Mittwoch, 18. April, 19.00
Rassismus sichtbar machen
ZARA:TALK
Der Rassismus Report erscheint seit nunmehr
sieben Jahren und ist die
einzige qualitative Datenquelle über Struktur und Ausmaß von
Rassismus in Österreich. Er zeigt anhand von Einzelfall-Berichten,
in welchem Ausmaß sich rassistische Diskriminierung durch alle
Lebenslagen zieht. Xiane Kangela, Chefredakteurin des Rassismus Report,
spricht mit Sonja Fercher über die Strukturen von Rassismus, die
durch die Dokumentation über Jahre hinweg sichtbar werden, die
Bedeutung des Rassismus Reports als Informations- und Datenquelle, die
diesjährige Schwerpunktsetzung „Die eigenen Rechte
kennen“, aber auch über ihre Motivationen sowie
Herausforderungen und Probleme, die sich beim Schreiben des Rassismus
Reports stellen.
Sonja Fercher, derStandard.at-Redakteurin, im Gespräch mit Xiane
Kangela, Chefredakteurin des Rassismus Reports, der jährlich von
ZARA herausgegeben wird
ZARA:TALK ist eine Veranstaltungsreihe von ZARA – Zivilcourage und
Anti-Rassismus-Arbeit in Kooperation mit dem Depot.
Montag, 23. April, 19.00
Norden Süden Cyberspace
Podiumsdiskussion
Norden. Süden. Cyberspace untersucht aus
feministischer
und postkolonialer Perspektive den Überschneidungsbereich
von Technowissenschaften, Cyberphilosophien und
internationaler Entwicklung. Wie beziehen sich Analysen
zur transnationalen Migration auf cybermediale Techniken
und Praktiken? Welche Handlungsmöglichkeiten hat netzaktivistische
Medien- und Informationspolitik im österreichischen
„Hier“?
Hanna Hacker, freie Kultur- und Geisteswissenschafterin
Beatrice Achaleke, Schwarze Frauen Community
Sabine Prokop, freie feministische Medienwissenschafterin
Moderation: Hannes Hofbauer, Promedia Verlag
Hanna Hacker (Hg): Norden. Süden. Cyberspace. Text und Technik gegen
die Ungleichheit. Wien: Promedia 2007
Dienstag, 24. April, 19.00
Let’s talk about … SCRIPTS!
Die Fälscher
Das Drehbuch basiert auf dem Erfahrungsbericht
Des Teufels
Werkstatt von Adolf Burger, einem der letzten lebenden
Zeitzeugen des „Unternehmens Bernhard“. Im Konzentrationslager
Sachsenhausen wurden Häftlinge gezwungen,
US Dollar- und englische Pfundnoten zu fälschen, um die
britische Wirtschaft zu schwächen.
Stefan Ruzowitzky, Buch und Regie Die Fälscher
Robert Buchschwenter, drehbuchFORUM Wien
Eine Veranstaltung von drehbuchFORUM Wien.
www.drehbuchforum.at
Mittwoch, 25. April, 19.00
Local
Knowledge in der EZA
Diplomarbeit
und Gespräch
Ausgehend von der Frage nach der Wirkkraft
lokalen
Wissens in der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) wird
das Schaffen der Universität URACCAN in Nicaragua
beleuchtet. Die Universität widmet ihre Arbeit den regionalen
Besonderheiten ihres Standorts. Durch qualifizierte Ausund
Weiterbildung lokaler Fachkräfte soll die nachhaltige
Entwicklung der autonomen Atlantikregionen Nicaraguas
vorangetrieben werden.
Georg Grünberg, Horizont 3000
Katharina Kloser, Ethnologin
Gerhild Trübswasser, Sozialwissenschafterin, u.a. Universität Uraccan
Katharina Kloser: Local Knowledge in der EZA – Die Strategie der
Universidad de las Regiones Autónomas de la Costa Caribe
Nicaragüense. Diplomarbeit, Universität Wien 2006.
Donnerstag, 26. April, 19.00
Subversiv, inkorrekt, autonom?
Filmscreening und Diskussion
Im Unterschied zu anderen Festivals gibt es
beim underdog
filmfest keine Jury und keine Preise zu gewinnen. Teilnehmen
kann jeder Film, der nicht rassistisch, sexistisch oder homophob
ist. Durch welche formalen, politischen, künstlerischen
Kriterien profilieren sich die unterschiedlichen Filmfestivals
und Plattformen, welche Rolle schreiben sie sich selbst im
alternativen Kulturspektrum zu?
Veronika Brandt, unabhängige Filmemacherin
Jens Diestel, ohnekohle independent Video Festival
Katharina Posch, Kino5
Joachim Traun, Vienna Independent Shorts
Moderation: Sara Paloni, fiber
In Kooperation mit underdog filmfest und kinoki.
underdog filmfest, 25.– 29.4. 2007.
Nähere Informationen unter www.underdogfilmfest.org.
Freitag, 27. April, 19.30
Culture, Politics, and History in Contemporary Latvia
Vorträge und Diskussion
Die Auseinandersetzung mit und um Geschichte,
um ein vermeintlich
„richtiges“ kollektives Gedächtnis stellt einen der
zentralen und am heftigsten umkämpften Diskurse
post-kommunistischer Gesellschaften in den vergangenen Jahren dar.
Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang kritische
künstlerische und kuratorische Praxen, wenn gerade das Museums-
und Ausstellungsfeld oder auch der öffentliche Raum als Terrain
visueller Manifestationen (neuer) hegemonialer Geschichtsschreibung
genutzt werden? Im Vorfeld einer Exkursion nach Riga im Mai 2007 geht
schnittpunkt dieser Thematik im spezifisch lettischen Kontext nach.
Politics of
History after 1989. Polyphonic Perspectives on the Communist Past,
Berthold Molden, Historiker,
Politics of
Fieldwork? Artists’ research, Media, and History Exposure in Latvia,
Mara Traumane, Kuratorin/Kunstkritikerin, Riga/Berlin
Moderation: Luisa Ziaja, schnittpunkt, Wien
Veranstaltung in englischer Sprache.
Montag, 30. April, 19.00
Gleichheit/en - leere Verheißung?
Präsentation und Diskussion
EU-Projekte, in deren Bemühungsmittelpunkt
MigrantInnen stehen,
sind in der Ambivalenz von Strukturadaptionen, Engagement und
eigensinnigen Entwürfen verortet. An den Schnittstellen von
Migration, Antirassismus und der Arbeit in kulturellen, sozialen und
bildungspolitischen Feldern finden sich Beiträge zu
Sichtbarkeitspolitiken und deren (Selbst-) Kritik.
Alles Equal!
Über's (politische?) Arbeiten in EU-Projekten und
Fields of
TRANSFER. Beide Publikationen werden von WIP - Migrantische
Selbstorganisation und Arbeit herausgegeben
(work-in-process.at).
Petja Dimitrova, Initiative Minderheiten
Vlatka Frketic, Peregrina
Birge Krondorfer, Frauenhetz
Rubia Salgado, maiz, Linz
Helga Suleiman, Dschanuub, Graz
Vina Yun, IG Kultur Österreich
Moderation: Miss Participation
Dienstag, 1. Mai, 20.00
Peter Watkins und die Medien
Diskussion mit Filmausschnitten
Seit den frühen 1960er Jahren kritisiert Peter
Watkins in seinen Filmen vehement die Medien, bezieht aber den Blick
der Medien regelmäßig in die Inszenierung mit ein. Watkins
Filme bilden eine Reihe von Modellen, die einen grundsätzlich
anderen Gebrauch von Bildern und Tönen vorschlagen als die
manipulativen und destruktiven Strategien der medialen "Monoform". Im
Gespräch mit AktivistInnen des Rebond
pour La Commune,
einer Assoziation von MitarbeiterInnen an Watkins Film über die
Pariser Commune, wird anhand einiger Filmausschnitte die
Diagnose
einer tiefgreifenden "media crisis" zur Diskussion gestellt.
Renaud
Bazin, Schauspieler La
Commune (Paris 1871)
Jean-Pierre
Lenestour, Schauspieler La
Commune (Paris 1871)
Michael
Loebenstein, Filmmuseum
Maya Olaso, Schauspielerin La
Commune (Paris 1871)
Pierre Vergnaud, Schauspielerin La
Commune (Paris 1871)
Patrick
Watkins, Casting Director und Schnittassistent La Commune (Paris 1871)
Moderation:
Alexander Horvath, Filmmuseum, und Peter Grabher, kinoki
Diskussion in englischer Sprache.
In Kooperation mit der Peter Watkins-Retrospektive im Österreichischen
Filmmuseum und mit kinoki.
Mittwoch, 2. Mai, 19.00
Immer nie am Meer
Let's talk about... SCRIPTS!
Angeblich reisten Christoph Grissemann, Dirk
Stermann und Heinz Strunk eigens nach Bulgarien, um dort gemeinsam
unter dem Bett liegend ein Drehbuch zu schreiben. Und aus der
ursprünglich geplanten Komödie wurde im Laufe der jahrelangen
Arbeit daran schließlich eine Tragödie, oder, nach Stermann,
eine Psychogroteske.
Christoph Grissemann, Drehbuch Co-Autor und Protagonist
Dirk Stermann, Drehbuch Co-Autor und Protagonist
Antonin Svoboda, Regie und Drehbuch
Moderation: Robert Buchschwenter, drehbuchFORUM
Es werden Ausschnitte aus Immer
nie am Meer (A 2007) gezeigt.
Eine Veranstaltungsreihe von drehbuchFORUM Wien.
(www.drehbuchforum.at)
Donnerstag, 3. Mai, 19.00
Displaying Postcoloniality
Vortrag und Diskussion
Wie lassen sich die unberechenbaren Folgen
verschiedener Prozesse und
Praxen der Kreolisierung in einem Ausstellungskontext zeigen? Durch
welche Ausdrucksformen können koloniale Routen von Sklaverei und
Zwangsarbeit, heutige Migrationsbewegungen, Macht- und
Ausbeutungsverhältnisse sowie Widerstand und Kämpfe um
Selbstbehauptung gefasst werden? Françoise Vergès
versteht ihre Arbeit für ein "Museum der Gegenwart" auf
Réunion als eine Infragestellung kolonialer Chronologien und
eine Erkundung der Gegenwart. Ausgehend von einer Kritik des Archivs
als koloniales Instrument diskutiert sie Möglichkeiten einer
Öffnung des Museumsraumes für lokale und globale
Transformationsprozesse in der Auseinandersetzung mit einer "Sammlung
ohne Objekte".
Vortrag von Françoise Vergès, London/Paris/Réunion
Moderation: Luisa Ziaja und Araba Evelyn Johnston-Arthur, Wien
Vortrag und Diskussion finden in englischer Sprache statt.
Eine Veranstaltung im Rahmen von translate. Beyond Culture: The
Politics of Translation in Kooperation mit schnittpunkt.
ausstellungstheorie & praxis
http://translate.eipcp.net,
http://www.schnitt.org
Dienstag, 8. Mai, 19.00
Queer Hell: Religion, Sexuality, and the Politics of Hate
Vortrag
Jedes Jahr vor Halloween errichten
evangelikale Kirchen in den USA
sogenannte Hell Houses, die christliche Antwort auf die säkulare
Tradition der Spukhäuser. In den Hell Houses führen
„Dämonen“ durch blutige Inszenierungen von
„Sünden“ wie Homosexualität, Abtreibung,
Selbstmord, die Ablehnung der christlichen Heilslehre. Kritisiert
werden die Darstellungen von Homosexualität in diesem Kontext von
schwulen und lesbischen Gruppen, aber auch von einigen moderaten
christlichen Organisationen. Die Hell Houses und deren Rezeption
können als Modell für breitere Probleme verstanden werden,
die die Grenzen der Toleranz und die Bedingungen der „Politik des
Hasses“ in der US Gesellschaft aufzeigen.
Ann Pellegrini, Prof. of Performance Studies and Religious Studies, New
York University
Vortrag in englischer Sprache
In Kooperation mit der Reihe Queere Interventionen. Gespräche zu
Kulturwissenschaft und Kunst (kuratiert von Susanne Hochreiter,
Institut für Germanistik, Uni Wien, und Andrea B. Braidt, Institut
für TFM, Uni Wien)
Mittwoch, 9. Mai, 19. 00
Das N-Wort
ZARA:TALK
Wie verlief die Entwicklung vom lateinischen
"niger" für "schwarz"
zum rassistischen Schimpfwort. Ist das N-Wort nur politisch-korrekter
Sprachkodex und sollen nur noch Euphemismen erlaubt sein? Wie wollen
Schwarze Menschen genannt werden: „Schwarze“?
„AfrikanerInnen? „Farbige“? Was ist mit Schwarzen
Menschen die sich selbst gegenseitig mit dem N-Wort ansprechen? Ist das
N-Wort nur für Weiße tabu? Wie geht die österreichische
Öffentlichkeit mit dem N-Wort um? Während in anderen
Ländern die Benutzung des N-Wortes politische und andere Karrieren
beendet, können in Österreich PolitikerInnen ungeniert und
öffentlich dessen Benutzung propagieren.
Araba Evelyn Johnston-Arthur, Sozial- und Kulturwissenschafterin, PAMOJA
Hikmet Kayahan, Leiter der Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von
Rassismus ZARA
ZARA:TALK ist eine Veranstaltungsreihe von ZARA Zivilcourage und
Anti-Rassismus-Arbeit in Kooperation mit dem Depot.
www.zara.or.at
Donnerstag, 10. Mai, 19.00
Die größte Reform aller Zeiten
Medienkritik
Vor genau einem Monat startete die „größte
ORF-Reform
aller Zeiten“, bei Schönwetter mit Quotentief. Und vor genau
einem Jahr begann die Bürgerinitiative SOS ORF im Internet
Unterschriften zu sammeln: Für ein höheres Niveau des
Programms, die Neustrukturierung der Redaktionen im Bereich der
Fernsehinformation und das Ende der politischen Einflussnahme. Die
Einschaltquoten waren zwar kein Thema der Initiative, dafür sind
sie umso mehr Zielscheibe der Kritik. Denn seit dem Start der Reform
sinken sie. Ist dafür das Programmniveau gestiegen, die politische
Einflussnahme beendet?
Harald Fidler, Medienredakteur, der Standard
Anneliese Rohrer, Journalistin, Kurier
Montag, 14. Mai, 19.00
ÖH-Wahlen
Zwiegespräche der SpitzenkandidatInnen
Von 22. bis 24. Mai ist es wieder so weit:
Circa
220.000 Studierende sind aufgerufen, ihre Studien- und
Universitätsvertretung zu wählen. Auch heuer kommt wieder die
Frage nach der Legitimation dieser gesetzlichen Interessensvertretung
auf, weil seit Jahren die Wahlbeteiligung nur bei etwa 30 Prozent
liegt. Dabei gibt es in vielen Bereichen dringenden Diskussions- und
Handlungsbedarf: von Studiengebühren und Sozialdienst über
Zugangsbeschränkungen bis hin zur aktuellen Hochschulreform nach
Bologna. Und wie viel Einfluss hat die ÖH überhaupt?
In aufeinander folgenden Zweiergesprächen diskutieren die
SpitzenkandidatInnen der Fraktionen der Bundesvertretung.
Samir Al-Mobayyed, AG
Hartwig Brandl, FLÖ
Fanny Rasul, GRAS
Lisa Schindler, VSStÖ
Natascha Wanek, KSV-LiLi
Philipp Weingartshofer, LSF
Moderation: Anita Zielina, derStandard.at
Dienstag, 15. Mai, 19.00
Ravensbrückerinnen
kinokis mikrokino #143
Irmas Zeit begleitet Irma Trksak, die als
Widerstandskämpferin 1941 ins Frauen KZ Ravensbrück
deportiert wurde, auf einer Zeitzeuginnenreise durch
Oberösterreich. Seit Jahrzehnten ist sie als Sekretärin der
Lagergemeinschaft Ravensbrück tätig, um ihre politische
Lebenserfahrung an die nächsten Generationen weiterzugeben.
In Erdberg steht ein Häuserl dokumentiert einen Spaziergang mit
Hermine Jursa, Widerstandskämpferin, Kommunistin,
Ravensbrückerin durch den 3. Bezirk. Zu den Wohnungen, in denen
sie gewohnt, gelebt, politisch gearbeitet hatte, verraten und verhaftet
wurde.
Irmas Zeit (A 2007), Regie: Alenka Maly und Roland Freinschlag, 33 Min.
In Erdberg steht ein Häuserl (A 2000), Regie: Tina Leisch, 44 Min.
Filmvorführungen in Anwesenheit von Irma Trksak, Alenka Maly und Tina
Leisch
Dieser Filmabend ist ein Beitrag anlässlich des 60jährigen
Bestehens der Österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück
und Freundinnen, das am 1. Juni um 15.30 Uhr mit einem Festakt im
Parlament gewürdigt wird.
Mittwoch, 16. Mai, 19.00
Jüdisches Leben in Wien nach 1945
Resümee und Perspektiven
Die prosperierende jüdische Gemeinde Wiens, vor dem “Anschluss” 1938
mit über 180.000
Mitgliedern eine der größten Europas, wurde
gewissermaßen zweimal zerstört: Einmal durch die Vertreibung
und Ermordung durch die Nationalsozialisten und ihre HelferInnen, ein
zweites Mal durch
die Republik Österreich, der nach 1945 weder ein Wort des Bedauerns
noch eine Einladung zur
Rückkehr zu entlocken war und die systematisch die Rückkehr
von Vertriebenen sabotierte. Angesichts solcher Rahmenumstände
stellt sich die Frage, wie sich eine Minorität überhaupt
entwickeln kann, und welchen Veränderungen sie unterworfen ist.
Raimund Fastenbauer, Generalsekretär der IKG Wien
Moderation: Florian Wenninger, Gedenkdienst
Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit dem GEDENKDIENST.
Montag, 21. Mai, 19.30
FREE PEOPLE?
Podiumsdiskussion
Geistiges Eigentum und Urheberrecht stehen im Widerspruch zur
Möglichkeit der unbegrenzten Verbreitung von digitaler
Information. Den Nutzen daraus zieht die Verwertungsindustrie, die
durch Knebelverträge die UrheberInnen klein hält und dabei
ist, die technischen Möglichkeiten in „Digital Rights
Management“ und in Abhängigkeitssystemen wie i-tunes
umzusetzen. Welche Möglichkeiten gibt es, das Urheberrecht als
unabdingbares Instrument zur Wahrung der Freiheit der Kunst und der
Wissenschaft zu erhalten und gleichzeitig das öffentliche
Interesse am freien Austausch von Information, Wissen und Bildung
sicherzustellen?
Adi Blum, Autor, Luzern
Rosa Nentwich-Bouchal, ÖH-Vorsitzende 2005-2006
Cornelia Sollfrank, Künstlerin, Hamburg
Felix Stalder, Medienwissenschafter, Zürich
Michel Walter, Anwalt, Wien
Moderation: Ina Zwerger, ORF/ Radiokolleg, Ö1
Eine Veranstaltung der ÖH und des Kulturrat Österreich im
Rahmen der ÖH-Kampagne Free People
www.oeh.ac.at
www.kulturrat.at
Dienstag, 22. Mai, 19.00
Rule of Law
Let's talk about... SCRIPTS!
In Rule of Law begleitet Susanne Brandstätter die Richterin
Claudia Fenz, die als UNO-Beauftragte einen brutalen Fall von
Steinigung eines Serben und dessen Mutter im Kosovo aufzuklären
hat. Brandstätters Kamera folgt dem Prozessverlauf bis hin zum
Kanun, in dem ein Dorfrichter gemäß einer 600 Jahre alten
Tradition - von allen Dorfbewohnern geachtet - über
Streitfälle entscheidet.
Susanne Brandstätter, Regisseurin Rule of Law
Constantin Wulff, drehbuchForum
Es werden Ausschnitte aus Rule of Law – Justiz im Kosovo (A 2006)
gezeigt.
Eine Veranstaltung von drehbuchFORUM Wien in Kooperation mit dok.at.
Dienstag, 22. Mai, 21.00
Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen?
Film und Theorie
Gerhard Friedls Film macht die Unsichtbarkeit wirtschaftlicher Macht
sinnfällig: Die Tätigkeit der Arbeitenden wird ebenso wenig
"dargestellt" wie die verästelten Machinationen der Konzerne. Eine
Festmachung steht aus: Weder kann die Wertschöpfung der anonymen
Individuen in der Erfolgsgeschichte der BRD ins Recht gesetzt noch kann
über die steuerschonend-schlüpfrige
Selbstverwertung des Kapitals gerichtet werden. Diesen Ausstand macht
der Film nahezu körperlich spürbar, indem er die Wahrnehmung
im Riss zwischen Bild und Ton und im Verschwinden der Wirtschaft in der
Geschichte situiert.
Drehli Robnik, Filmwissenschaftler
Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen? (D 2005), Regie:
Gerhard Friedl wird am 22. Mai um 19.00 Uhr im Topkino,
Rahlgasse
1, 1060 Wien gezeigt.
Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit LichtBlick.
Freitag,
25. Mai: What is the
Best Story to Tell?
mit Richard Foreman und Sophie Haviland
MUSS WEGEN ERKRANKUNG ABGESAGT WERDEN
Donnerstag, 31. Mai, 19.00
Störenfriede der Erinnerung
Buchpräsentation und Diskussion
Wehrmachtsdeserteure, die sich weigerten, in Hitlers
Vernichtungsfeldzug
mitzumarschieren, wurden mit dem Vorwurf des
"Kameraden- und
Vaterlandsverrates“ konfrontiert. Erst in den 1990er Jahren
forderten und erreichten VertreterInnen aus Wissenschaft, Politik und
Medien letztlich die Entkriminalisierung und gesetzliche
Rehabilitierung. Wie konnten die Akteure überhaupt den
notwendigen Druck erzeugen, um tatsächlich Bewegung in die
vergangenheitspolitische Landschaft zu bringen? Wie in Hannes Metzlers
vergleichender Analyse deutlich wird, müssen diese Fragen für
Deutschland und Österreich sehr unterschiedlich beantwortet
werden.
Ludwig
Baumann, Wehrmachtsdeserteur und Vorsitzender Bundesvereinigung Opfer
der NS-Militärjustiz e. V., Bremen
Albrecht Kirschner, Historiker, Marburg/Lahn
Hannes Metzler, Politikwissenschaftler, Wien
Terezija Stoisits, Abgeordnete zum Nationalrat, Wien
Moderation: Christa Ehrmann-Hämmerle, Historikerin, Wien
Metzler, Hannes: Ehrlos für immer? Die Rehabilitierung der
Wehrmachtsdeserteure in Deutschland und Österreich. Wien:
Mandelbaum 2007
Dienstag, 5. Juni, 19.00
Newsfront. Die Medien und der Irakkrieg
kinokis mikrokino #144
Die Nachrichten aus dem Irak vermögen kaum Vorstellungen vom Leben
inmitten des Krieges zu produzieren, von Einsicht in politische
Zusammenhänge gar nicht zu reden.
In Control Room zeigt die ägyptisch-amerikanische Filmemacherin
Jehane Noujaim Journalisten von Al Jazeera, aber auch von NBC/ABC und
Presseoffiziere des US-amerikanischen Militärs bei der Produktion
der Berichterstattung über den Krieg im Irak.
Battleground begleitet einen Schiiten, der mit den Amerikanern gegen
Saddam Hussein kämpfte, bei der Rückkehr zu seiner Familie
und beobachtet US-Soldaten, die kein Wort Arabisch sprechen, bei ihren
eher hilflosen Einsätzen.
Embedded Reporting, ein Kapitel aus dem Antikriegsfilm Breaking
Silence, zeigt, dass unabhängige Medienleute kaum eine
Möglichkeit haben, im Irak zu arbeiten, ohne von allen Seiten -
wörtlich- unter Beschuss genommen zu werden.
Control Room (USA 2004), Regie: Jehane Noujaim, 84 min, OV
Battleground. 21 days on the empire's edge (USA 2004), Guerilla News
Network, 82 Min, OV
Embedded Reporting aus: Breaking Silence (USA 2006), Regie: Tonje
Hessen Schei und David Bee, 10 Min., OV
Zwischen den Filmen Gespräch mit Gudrun Harrer, Arabistin und
Redakteurin Der Standard.
Montag, 11. Juni, 19.00
Das
Verbotsgesetz - zeitgemäß?
Podiumsdiskussion
Das nach dem Zweiten Weltkrieg in Österreich erlassene
Verbotsgesetz sollte die Entnazifizierung gesetzlich regeln und
Versuchen zur Re-Etablierung der NSDAP vorbeugen. Für Aufregung
sorgten nicht nur die empfindlichen Strafen für Gottfried
Küssel und Hans-Jörg Schimanek Jr. in den 1990ern, sondern
zuletzt die Verurteilung des britischen Revisionisten David Irving. Wie
hat sich das Verbotsgesetz in der Vergangenheit bewährt und
inwiefern hat sich der Kontext, in dem es ursprünglich entstanden
ist, verändert?
Wolfgang Neugebauer, ehem. Leiter des DÖW (Dokumentationsarchiv des
österreichischen Widerstandes)
Alfred Noll, Rechtsanwalt
Gabriel Lansky, Rechtsanwalt
Moderation: Georg Hufgard, Gedenkdienst
Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit dem GEDENKDIENST.
Dienstag,
12. Juni, 19.30
ORF trifft
die RegisseurInnen
Panel
Wird es TV-Slots zum Österreichischen Film geben, um Bewusstsein
dafür zu schaffen? Gibt es geplante Sendungen abseits von Winzerkönig und Mitten im Achten,
wo sich das heimische Filmschaffen, Newcomer inklusive, austoben kann?
Die derzeitige Führung der Kreativ-Departments des ORF setzt sich
mit den heimischen FilmgestalterInen, RegisseurInnen und AutorInnen an
einen Tisch. Es geht um die Film- und TV-Landschaft Österreichs
nach der ORF-Reform, direkte Arbeitskontakte zur ORF-Führung,
ungeschnittenes kritisches Feedback und gemeinsame Visionen.
Wolfgang Lorenz, ORF-Programmdirektor Fernsehen
Heinrich Mis, ORF-Fernsehfilmchef
Franz Grabner, ORF-Ressortleiter Dokumentarfilm Kultur
Moderation: Dagmar Streicher, Obfrau ADA
In Kooperation mit ADA – austrian directors´ association.
Donnerstag,
14. Juni, 19.00
Flexart
Präsentation
und Diskussion
Das
Forschungsprojekt Flexible@Art beschäftigt sich mit Prekarisierung
und Flexibilisierung im kulturellen, künstlerischen Sektor und
darüber hinaus. Slogans wie Creative Industries, Ich-AGs und
Kulturmanagement verweisen auf scheinbar unendliches Wachstumspotenzial
und flexible Lösungsmöglichkeiten. Die Realität sieht
jedoch oftmals anders aus: Beschäftigungsverhältnisse am
Rande des Existenzminimums, permanentes Job-Hopping von einem Projekt
zum nächsten, Stehzeiten ohne Anspruch auf Arbeitslosengeld, aber
auch ehrenamtlich verrichtete Arbeit prägen die Lebens- und
Arbeitsrealität in diesem Feld. Die Publikation flexart -
flexible@art geht der Frage nach wie sich Flexibilisierung und
Prekarisierung auf die Arbeitsverhältnisse von KünstlerInnen
und KulturarbeiterInnen auswirken.
Eva Blimlinger, Historikerin, Universität für angewandte Kunst
Beat Weber, Ökonom, MALMOE
Andre Zogholy, flexible@art, Kunstuniversität Linz
Moderation: Charlotte Martinz-Turek, freie Kulturwissenschaftlerin,
trafo.K
Eva Blimlinger/Andre Zogholy: flexart/ flexible@art. Linz:
Kunstuniversität Linz 2007.
Dienstag, 19. Juni, 21.15
Lob der
Goldgier
Film und
Theorie
Im Europa der frühen Neuzeit wurde der Wunsch nach einer neuen
Wunderwelt laut. Man fand sie im sagenumwobenen Eldorado, das sich aber
nicht wie die bisherigen perfekten Reiche Atlantis oder Utopia durch
hehre gesellschaftliche Ideale, sondern einzig und allein durch seine
unermesslichen Goldvorhaben auszeichnen sollte. Der spanische
Conquistador Aguirre mordet sich ohne Rücksicht auf Verluste durch
den brasilianischen Dschungel auf der Suche nach dem "neuen Gott Gold":
Das Psychogramm dieses Getriebenen wirft die Frage auf, ob er
programmatisch für seine Zeit war.
Wolfgang Popp, Kulturredakteur
Aguirre, der Zorn Gottes (D, 1972) Regie: Werner Herzog, wird um 19.00
im Top Kino, Rahlgasse 1, 1060 Wien, gezeigt.
Mittwoch, 20. Juni, 19.00
Antisemitismus
und Rassismus
ZARA:TALK
Bisweilen wird in der Debatte über die internationale Finanzwelt
immer noch der Begriff „Ostküste“ zitiert,
jüdische Einrichtungen sind Opfer von Vandalismus, ein
österreichischer Politiker macht sogar Witze à la
„Wie kann einer, der Ariel heißt, nur so viel Dreck am
Stecken haben?“. JüdInnen sind nach wie vor Opfer von
Anfeindungen und Gewalt. Welche Gemeinsamkeiten, welche Unterschiede
gibt es in der Geschichte der Begriffe Antisemitismus und Rassismus,
wie sehen die neuen Entwicklungen aus?
Heribert Schiedel, Rechtsextremismusexperte, DÖW
Sonja
Fercher, derStandard.at
Eine
Veranstaltungsreihe von ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit
in Kooperation mit dem Depot. www.zara.or.at
Donnerstag,
21. Juni, 18.30
Das Notting
Hill von Wien?
Podiumsdiskussion
Das Kunstfestival Soho hat sich zu einer fixen Institution im
Repräsentationsgefüge des Ottakringer Brunnenviertels
etabliert. Von Seiten der Stadtplanung werden seine katalysatorischen
Qualitäten im Prozeß der Stadterneuerung gepriesen, die
Kunst hat einen neuen Tummelplatz erschlossen und punktet bei
Lokalbevölkerung und alternativer Szene mit partizipativen
Projekten. Allerdings werden nun Befürchtungen laut, dass der
reflexiven Identitätspolitik des Festivals von sozialen
Restrukturierungsprozessen das ärmere Publikum geraubt werden
könnte. Droht dem Brunnenviertel die Spittelbergisierung?
Omar Al-Rawi, Gemeinderat SPÖ
Marc Diebäcker, Sozialarbeiter
Wolfgang Förster, MA18 - Wohnbauforschung
Ula Schneider, Soho in Ottakring
Bettina Köhler, Stadtforscherin
Moderation: Jakob Weingartner, malmoe
In Kooperation mit MALMOE.
Diese Veranstaltung
musste leider abgesagt werden:
Freitag,
22. Juni, 19.00
Grenzen im
postkolonialen Europa
Vortrag und
Diskussion
Wie ist die Lage Europas in der
Auseinandersetzung mit seiner
kolonialen Vergangenheit, die in einem hohen Maße konstituierend
für die Herausbildung der Begriffe von „Europa“ oder
des „Westens“ war, zu deuten? Es gilt, einige der
"Gegengeschichten" und "Gegengeographien" der Moderne zu beleuchten,
die aus dem kolonialen Erfahrungsraum entstanden sind. Eine Analyse
heutiger Migrationspolitiken zeigt, wie die Entstehung einer neuen
europäischen BürgerInnenschaft strukturell durch die Gefahr
der Reproduktion eigentümlicher kolonialer Regierungsmechanismen
gekennzeichnet ist. Doch die Bewegungen und Kämpfe der Migration
sind vielleicht ein wesentlicher Beitrag zur "Provinzialisierung
Europas".
Sandro Mezzadra, Universität Bologna
Moderation: Therese Kaufmann, eipcp
Eine Veranstaltung im Rahmen von translate. Beyond Culture: The
Politics of Translation, http://translate.eipcp.net/
Donnerstag,
28. Juni, 19.00
Raum nach
Merleau-Ponty
Buchpräsentation
In seiner Monographie Maurice
Merleau-Ponty – Werk und Wirkung
versucht Stephan Günzel, das Denken des französischen
Philosophen systematisch und im Hinblick auf dessen Wirkungsgeschichte
zu erschließen. Das Werk Merleau-Pontys wird anhand der drei
Grundfiguren ‚Leib‘, ‚Struktur‘ und
‚Chiasmus‘ vorgestellt, aus denen der Begriff des
‚Fleisches‘ erklärbar wird. Vor dem Hintergrund von
Merleau-Pontys Kunst- und Naturverständnis wird dieser Begriff
sodann als ein Konzept von Räumlichkeit interpretiert.
Stephan Günzel, Philosoph
Silvia Stoller, Philosophin
Marc Ries, Medien- und Kulturtheoretiker
Stephan Günzel: Maurice
Merleau-Ponty – Werk und Wirkung. Wien:
Turia+Kant 2007
In Kooperation mit dem IWK.
www.univie.ac.at/iwk/
Donnerstag, 13. September, 19.00
Der Report:
Baukultur in Österreich
Präsentation
und Publikumsdiskussion
Österreich hatte
bisher keine
Architekturpolitik. Mit dem nun vorliegenden ersten
österreichischen Baukulturreport ist ein erster Schritt getan,
dies zu ändern. Was sagt der Report über die Baukultur in
diesem Land? Was passiert mit dem Ergebnis, wie sehen die weiteren
Schritte aus? Wer ist politisch für die Umsetzung verantwortlich?
Hartwig Chromy, ARGE Baukulturreport, T.C. Bauträgergesellschaft mbH
Volker Dienst, ARGE Baukulturreport, Plattform für Architekturpolitik
und Baukultur
Barbara Feller, Architekturstiftung Österreich
Robert Temel, Österreichische Gesellschaft für Architektur
Mittwoch,
19. September, 19.00
Die Polizei
als Menschenrechtsorganisation
ZARA:TALK
Menschenrechte und Polizei: Ein nicht unter einen Hut zu bringender
Widerspruch oder ein Balanceakt zwischen Amtsgewalt und
Gesetzesvollzug? Eine Diskussion, die unterschiedliche Aspekte einer
nicht immer einfach zu bewältigenden Aufgabe aufgreift und aus
verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.
Sonja Fercher, derstandard.at
Friedrich Kovar, Oberstleutnant, Koordinator für
Menschenrechtsangelegenheiten beim Landespolizeikommando Wien
In Kooperation mit ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit.
www.zara.or.at.
Dienstag,
25. September, 21.15
Onibaba
Film
und Theorie
Zwei
Frauen – Mutter und Schwiegertochter – im Schilf:
Gemeinsam locken sie Samurais in eine Grube wo sie sie töten und
berauben. Ein paar Überlegungen zum unheimlichen Pakt von
Körper, Landschaft und Objekt in Kaneto Shindôs "Onibaba".
Maya
McKechneay, Filmkritikerin
Onibaba (J 1964),
Regie: Kaneto Shindô, wird am 25.
September
um 19.00 Uhr im Topkino, Rahlgasse 1, 1060 Wien gezeigt.
Mittwoch,
26. September, 19.00
Kunst im
Dialog
Gespräch
Die Bestimmung von Kunst wird von verschiedenen ProtagonistInnen und
Institutionen beeinflusst. Einerseits trägt der akademische
Diskurs dazu bei, andererseits sind es KritikerInnen, Museen, sowie die
verschiedenen Player des Kunstmarktes, die an diesem Prozess beteiligt
sind. Natürlich haben auch gerade die KünstlerInnen selber
Anteil daran, sind sie doch die ProduzentInnen in diesem System. Doch
haben sie als solche oft einen anderen Zugang zu ihrer Materie. Wie
aber funktioniert die Übersetzung von Kunst in den Diskurs? In
wieweit kann und muss zwischen KünstlerIn und KritikerIn
kommuniziert werden? Gibt es so etwas wie eine Deutungshoheit von
KünstlerInnen über ihre Arbeit oder ist deren Zugang nur
einer von vielen möglichen? Zu diskutieren ist auch das
Verhältnis von Künstlerinnen und KritikerInnen, das
normalerweise ein asymetrisches ist.
Sabeth Buchmann, Kritikerin
Moussa Kone, Künstler
Donnerstag,
27. September, 19.00
Über Kunst
berichten
Podiumsdiskussion
Wann ist die Kunst den Tageszeitungen und
Wochenzeitschriften einen Artikel, einen Kommentar wert? Wer sucht aus,
was über Kunst berichtet wird, welche
Ausstellungen diskutiert, welche Künstler in den Mittelpunkt
gerückt und welche Themen im Vordergrund stehen werden? Zu
beobachten ist jedenfalls, dass sich die
unterschiedlichen Medien in der Auswahl worüber sie berichten, ziemlich
einig sind.
Stefan Grissemann, profil
Hedwig Kainberger, Salzburger Nachrichten
Norbert Mayer, Die Presse
Claus Philipp, Der Standard
Moderation: Brigitte Borchhardt-Birbaumer, Kunstwissenschaftlerin und
Journalistin
Donnerstag, 4. Oktober, 19.00
Über Kunst
schreiben
Podiumsdiskussion
Genauso wie die Kunst, so unterliegt auch die Sprache mit der über
sie geschrieben oder gesprochen wird einem ständigen Wandel.
Brauchen neue Ideen
und Entwicklungen in der Kunst auch zwangsläufig neue sprachliche
Übersetzungen? Was verraten Phraseologien wie "Verortung" und
"Irritation der
Wahrnehmung" letztendlich über die Entwicklungen in der Kunst? Welche
Sprache ist der Kunstkritik angemessen?
Rainer Metzger, Kunstkritiker, Karlsruhe
Ursula Maria Probst, freie Kunstkritikerin, Wien
Thomas Wulffen, freier Kunstkritiker, Berlin
Moderation: Burghart Schmidt, Philosoph, Offenbach/Main
Montag, 8.
Oktober, 19.00
Baukultur in
Österreich: nicht genügend?
Podiumsdiskussion
Was lernen Studierende der Architektur, der Raum- und
Landschaftsplanung über das komplexe Thema Baukultur? Die Kritik
an der österreichischen Baukultur,
diesen Sommer mit dem ersten Baukulturreport veröffentlicht, wird
demnächst offiziell ernst genommen. Noch im Oktober wird das Thema
im Kulturausschuss des Nationalrats behandelt. Welchen Anteil am Image
des hiesigen Bauens und Planens hat die Ausbildung?
Gabu Heindl, Institut Kunst und Architektur, Akademie der bildenden
Künste Wien
Irene Prieler, Architektin, IG Architektur
Florian Reinwald, Doktorand, Institut für Landschaftsplanung, BOKU Wien
Markus Taxer, Student,Fachschaft Architektur, TU Wien
Moderation: Manuela Hötzl, OFROOM Forum für Architektur und Bau
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der IG Architektur
Dienstag, 9.
Oktober, 21.15
Mildred Pierce
Film und
Theorie
Mit ihrer Verkörperung von Mildred Pierce gelang Joan Crawford
1945 ein spektakuläres Comeback. In diesem Nachkriegs-Film-Noir
unter der Regie von Michael Curtiz stellt sie eine ambitionierte,
alleinerziehende Frau dar, die aus eigener Kraft den sozialen und
ökonomischen Aufstieg betreibt und unter patriarchalen
Rahmenbedingungen zu Fall gebracht wird. Eine melodramatische Variante
des Schneewittchenmotivs.
Judith Fischer, Schriftstellerin
Mildred
Pierce (USA 1945), Regie: Michael Curtiz, wird am 9.
Oktober 2007 um 19 Uhr im Topkino,
Rahlgasse 1, 1060 Wien gezeigt.
Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit LichtBlick.
Mittwoch, 10. Oktober, 18.30
And now set
Europe ablaze!
Vortrag und
Diskussion
Zum Repertoire des 1940 gegründeten Special Operations Executive
(SOE) gehörten Sabotage, subversive Propaganda und die
Unterstützung von Partisanenbewegungen gegen das
nationalsozialistische „Großdeutsche Reich“. Eine
eigene Österreichabteilung war seit 1943 damit betraut, den
Widerstand in den Alpen anzufachen, ein Jahr später sprangen die
ersten Agenten mit Fallschirmen über der „Ostmark“ ab.
Wer waren diese Männer, durch wen wurden sie in Österreich
unterstützt und welcher Erfolg war ihren Missionen beschieden?
Peter Pirker, Politologe
Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit GEDENKDIENST.
Montag, 15. Oktober, 19.00
Curating
Media/Net/Art
Präsentation
und Vorträge
Das in Wien ansässige Medienkollektiv CONT3XT.NET setzt sich
in seiner ersten Publikation circulating contexts--Curating
Media/Net/Art mit
den Möglichkeiten zeitgenössischer Ausstellungskonzepte
für die Medien Kunst auseinander. Der aus einer Projektreihe
entstandene Band geht auf aktuelle Fragestellungen an der Schnittstelle
zwischen dem Repräsentationsraum und den Darstellungsformen
traditioneller Kunstformen und den Ghettos von Computerkunst,
elektronischen Kunstformen, Netz- und Medienkunst ein.
Vorträge:
Luis Silva, Kurator und freier Autor, Lissabon
Joasia Krysa, Kuratorin und Dozentin, Uni Plymouth
Duncan Shingleton, Medienkünstler und Programmierer, Plymouth
In Kooperation mit CONT3XT.NET (Sabine Hochrieser, Michael Kargl, Franz
Thalmair).
Dienstag, 16.
Oktober, 19.00
Hesus
kinokis
mikrokino #145
Manila 2011: Der korrupte General Racellos (Lawrence Espinosa)
kontrolliert das Land via Fernsehen und Radio. Nachts herumirrende
Einwohner werden von paramilitärischen Gruppen angehalten und
gezwungen die Nationalhymne zu singen. Im Würgegriff des
faschistischen Systems blühen im Untergrund aber Widerstand,
Literatur und Kunst. Hesus (Anthony Fernandez), Anführer der
widerständischen Massen, wird von den Regierungstruppen gejagt.
Mit den Mitteln des Science-Fiction Films thematisiert Lav Diaz die
jahrelangen Repressionen während des Marcos-Regimes auf den
Philippinen und verarbeitet traumatische Erlebnisse seiner Kindheit und
Jugend.
Hesus
Rebolusyonaryo/Hesus the Revolutionary (Philippinen,
2002), Regie: Lav Diaz, 112 Min., OmenglU
Anschließend
Elisabeth Streit, kinoki/Österreichisches Filmmuseum im Gespräch mit
Markus Keuschnigg, Filmjournalist
Mittwoch, 17.
Oktober, 19.00
Was glauben
die denn eigentlich?
ZARA-Talk
In multikulturellen Gesellschaften leben zwangsläufig
Mitglieder unterschiedlicher Religionsgemeinschaften. Einem
religiösen Bekenntnis anzugehören bedeutet aber nicht
unbedingt ein praktizierendes Mitglied der Glaubensgemeinde zu sein.
Was bedeutet religiös oder streng-gläubig zum Beispiel im
Islam?
Sonja Fercher, der standard.at
Mouhanad Khorchide, Institut für Bildungswissenschaft, Islamische
Religionspädagogik
In Kooperation mit ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit.
www.zara.or.at.
Donnerstag,
18. Oktober, 19.00
Zum Image des
österreichischen Films
Podiumsdiskussion
Wie in anderen Ländern mit kleinem Produktionsrahmen sind in
österreichischen Filmen des öfteren thematische
Ähnlichkeiten zu verzeichnen. Der radikale Blick auf die
Gesellschaft hat unlängst einen Filmkritiker in einem Artikel der
Harold Tribune dazu veranlasst, das österreichische Kino als
„feel bad cinema“ (Denis Lim) zu bezeichnen. Wie steht es
um diesen Befund?
Andrea Maria Dusl, Regisseurin und Autorin
Stefan Ruzowitzky, Regisseur und Drehbuchautor
Antonin Svoboda, Regisseur und Produzent coop99
Peter Zawrel, Geschäftsführer Filmfonds Wien
Moderation: Robert Buchschwenter, Filmwissenschaftler
Freitag, 19.
Oktober, 19.00
Solidarische
Ökonomie
Diskussion
Ökodörfer, Genossenschaften, Volksküchen, Tauschringe,
selbstverwaltete Räume: Nach dem Erstarken der
globalisierungskritischen Bewegung gewinnen auch zahlreiche Versuche
solidarischen Wirtschaftens wieder neue Kraft. Ausgehend vom
großen Erfolg eines Kongresses zum Thema in Berlin hat sich auch
in Wien eine Gruppe von AktivistInnen gefunden, die für 2008 eine
ähnliche Veranstaltung in Österreich plant. Welche
Initiativen und Kooperationsformen gibt es? Bergen die aktuellen
politischen Kämpfe, wie jene gegen die Prekarisierung oder
für ein bedingungsloses Grundeinkommen, neue Chancen?
Dagmar Embshoff, Kongress Wie
Wollen Wir Wirtschaften?, Bewegungsakademie
Arno Uhl, Kostnixladen, Kritische Politische Initiative
Utta Isop, AG Sol-Ök 2008, Zentrum für Frauen- und Geschlechterstudien
Karl Reitter, Netzwerk Grundeinkommen, grundrisse - Zeitschrift für
linke Theorie und Debatte
Es besteht die Möglichkeit am folgenden Tag an einem Workshop
teilzunehmen, nähere Informationen unter Sol-Oek-2008@web.de.
Dienstag, 23.
Oktober, 19.00
Kunst im
Dialog II
Gespräch
Das Verhältnis von KünstlerIn und KritikerIn ist ein
besonderes und vielschichtiges. Zum einen bewegt sich dieses
Verhältnis zwischen einem kommunikativen Miteinander und der
Tatsache, dass Urteil und Bewertung eine Rolle spielen. Gleichzeitig
sind aber beide in ihrer Tätigkeit aufeinander angewiesen:
KünstlerInnen und ihre Arbeiten bilden das Sujet, über das
KritikerInnen berichten; KritikerInnen wiederum stellen so etwas wie
eine vermittelnde Instanz zwischen KünstlerInnen und Publikum dar.
Es gilt also, Kunst und Kritik einer eingehenden Betrachtung zu
unterziehen.
Rolf Wienkötter, Kunstkritiker
Klaus Mosettig, Künstler
Mittwoch,
24. Oktober, 19.00
Medien und
Migration
Diskussion
Laut Statistik Austria ist jeder zehnte in Österreich lebende
Mensch „Ausländer“, bereits eingebürgerte
ÖsterreicherInnen mit Migrationshintergrund hinzugezählt,
sind es beinahe doppelt so viele. Die Massenmedien können ihre
Existenz ignorieren, sie klischeehaft und stigmatisierend darstellen.
Sie könnten aber auch diese Bevölkerungsgruppe ausgewogen und
umfassend sichtbar machen, ihr Öffentlichkeit verschaffen und
damit auch eine bessere Möglichkeit politischer Mitgestaltung
ihres Lebensraumes.
Jakob M. Erwa, Regisseur der ORF-Serie
Tschuschenpower
Fritz Hausjell, Institut für Publizistik, Univ. Wien
Lakis Iordanopoulos, ORF, Heimat
fremde Heimat
Alexis Nshimyimana-Neuberg, Radio Afrika, Afrika TV auf OKTO TV
Bülent Öztoplu, Wiener Biber, Integrationsverein Echo
Moderation: Elisabeth Zaunegger, derFreiRaum
In Kooperation mit derFreiRaum
(www.derfreiraum.net).
Montag, 29.
Oktober, 19.00
Sex und Macht
Buchpräsentation und Vortrag
Die Filmgeschichte ist eine fortgesetzte, mythische Erzählung, die
mit der Realität, aus der sie entsteht, zeitlich parallel
läuft, sie berührt und auch beeinflusst, ohne mit ihr
identisch zu sein. Diesen mythischen Erzählungen spürt Hans
Scheugl in seinem Buch “Sex und Macht” nach. Dabei zeigt
er, dass die Macht in der Beziehung der Geschlechter, wie sie in den
Filmen zum Ausdruck kommt, sich von der gesellschaftlichen Stellung
ableitet, die die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse
den Männern und Frauen zugesteht bzw. aufzwingt.
Hans Scheugl, Filmemacher und Autor
Dienstag, 30.
Oktober, 19.00
Kunst und
Messen
Podiumsgespräch
Sowohl die Relevanz als auch die Häufigkeit von Kunstmessen wie
der Art Basel
oder der Frieze Art Fair
nehmen parallel zum Stellenwert des
Kunstmarktes innerhalb des Kunstbetriebs zu. Wie kam es aber zu der
Entwicklung, dass Monat für Monat in einer anderen Weltstadt eine
solche Veranstaltung die Tore öffnet? Und welche Bedeutung haben
diese Messen konkret für SammlerInnen und GaleristInnen? Welche
Zwänge und welche Chancen bergen sie in sich?
Christian Meyer, Vorsitzender des Verbandes österreichischer Galerien
moderner Kunst
Daniela Zyman, Chef Kuratorin TBA21
Moderation: Werner Rodlauer, Herausgeber artmagazine.cc
Dienstag, 6. November, 18.30
Der jüdische
Friedhof Währing
Vortrag und
Podiumsdiskussion
Der jüdische Friedhof Währing stellt ein einzigartiges
Dokument Wiener Geschichte dar. Als Begräbnisstätte der
jüdischen Gemeinde Wiens ist dieser Friedhof ein Spiegelbild
für den vielfach unbekannten jüdischen Anteil an der
Vergangenheit der Stadt. Während der NS-Diktatur wurden
große Teile des Friedhofes zerstört, die Schäden nie
beseitigt, heute ist er vom Verfall bedroht. Seit dem Abschluss des
Washingtoner Abkommen im Jänner 2001 wird um eine Lösung
für die Instandsetzung und Betreuung der jüdischen
Friedhöfe in Österreich gerungen.
Raimund Fastenbauer, Israelitische Kultusgemeinde Wien
Barbara Neubauer, Landeskonservatorin Wien, Bundesdenkmalamt Österreich
Rainer Weisgram, Wiener Stadtgartenamt
Tina Walzer, Historikerin, Autorin
Moderation: Markus Feurstein, Gedenkdienst
Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit GEDENKDIENST.
Mittwoch, 7. November, 13.00
–18.00
Mobilität für
den Theaterbereich
Offene
Arbeitsplattform
Interessierte aus ganz Österreich sind eingeladen, den Diskurs
über eine bundesweite Vernetzung auch für den Bereich Theater
aufzunehmen und ein Mobilitätskonzept für den Theaterbereich
zu diskutieren und zu entwickeln. Zu Beginn wird das aktuelle Konzept
von Tanz In Ganz
Austria (TIGA)
für den Tanz- und Performancebereich und die
Impulszentren-Überlegungen zum Bereich Theater für junges
Publikum von Stephan Rabl präsentiert.
Nicolas Dabelstein, Theater Turbine
Monika Klengel, Theater im Bahnhof
Sabine Kock, IG freie Theaterarbeit
Hubert Kramar, 3raum-Anatomietheater
Gernot Plass, TAG
Barbara Stüwe-Eßl, IG freie Theaterarbeit
Eine Veranstaltung der IG freie Theaterarbeit und TAG.
Samstag, 10. November, 19.00
Die neuen
Verabredungskulturen im Web 2.0
Buchpräsentation
und Podiumsdiskussion
Der Sammelband dating.21
spürt der medial gelenkten Verabredungskultur unserer Zeit nach
und legt ihre kultur- und medienhistorischen Ursprünge offen.
Themen des Bandes sind die im Netz als Kompetenzdiskurs geführte
Arbeitssuche, die „geteilte“ Selbstdarstellung, die
Verabredung zum politischen Protest, die Eigentumsverhältnisse im
Web 2.0 sowie die über Dating-Plattformen regulierte Trieb-,
Affekt- und Liebesorganisation.
Wolfgang Kellner
Patrick Kranzlmüller, IT Experte
Marc Ries, Medientheoretiker, Hochschule für Grafik und Buchkunst
Leipzig
Marc Ries, Hildegard Fraueneder, Karin Mairitsch (Hg.): dating.21 - Liebesorganisation
und Verabredungskulturen. Bielefeld: transcript 2007.
Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit dem IWK - Institut für
Wissenschaft und Kunst.
Dienstag, 13.
November, 19.00
Kinoki trifft
Sputnik
Kinokis
mikrokino # 146
Utopie - ein Kinderspiel. Im 20. Jahrhundert versuchte der Sozialismus
eine Utopie zu verwirklichen und der Westen verstreute die
Glücksversprechen einer umfassenden Modernität. Doch wohin
wurde der utopische Ort verlegt als die Menschen zweifeln begannen? In
die Weiten des Weltalls und auf den Mond.
Out of the Present ist eine Odyssee mit 10 Minuten Geschichte
und
80 Minuten Kosmos. Im Mai 1991 als Bürger der Sowjetunion ins All
gestartet, kehrte der letzte sowjetische MIR-Kosmonaut, der sich im All
aufhielt, während unten die Sowjetunion verschwand, im März
1992 als russischer Staatsbürger nach Hause zurück. Erstmals
wurde eine 35mm-Kamera für Filmaufnahmen ins Weltall geschickt,
von Vadim Yusov, dem Kameramann von "Solaris".
Utopie - ein
Kinderspiel ( A 2007), Regie: Lisbeth Kovacic u. Andreas
Pavlic , 16 Min.
Out of the
Present.(D 1997), Regie: Andrei Ujica, 96
Min., deutsche Version
Anschließend Diskussion in Anwesenheit der FilmemacherInnen.
Donnerstag, 15. November, 19.00
Die ideale
Förderung
Schreiben in
Österreich
Eine neue Reihe thematisiert verschiedene Aspekte literarischen
Schaffens in Österreich. Eine Grundbedingung dafür ist die
öffentliche Förderung. Sind die VertreterInnen des
Literaturbetriebs mit dem derzeitigen Vergabesystem zufrieden oder
wünschen sie sich andere Modelle? Wie würde eine ideale
Förderung aus Sicht von AutorInnen, Verlagen und VermittlerInnen
zeitgenössischer Literatur ausschauen? Offen bleibt, ob die
verschiedenen Anliegen auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen sind.
Stefan Buchberger, Luftschacht Verlag
Werner Richter, Übersetzergemeinschaft
Gerhard Ruiss, IG AutorInnen
Rotraut Schöberl, Buchhandlung Leporello
Robert Stocker, Leiter der Abteilung Literatur, BMUKK
Rüdiger Wischenbart, Kulturwissenschaftler, www.wischenbart.com
Moderation:Christiane Zintzen, Literaturkritikerin, Autorin
Freitag, 16.
November, 19.00
„I Am From
Austria“
Podiumsdiskussion
Wer ist und was kann die österreichische Musikszene abseits von
Klassik und Austropop? Der heimischen Musikszene wird oftmals
vorgeworfen, sich konservativ und wenig risikobereit zu geben und ihre
internationale Wahrnehmung sei kaum der Rede wert. Wie begründen
sich solche Urteile? Sind die in Österreich arbeitenden
MusikerInnen weniger gut, weniger originell? Oder wird einfach nur die
Situation beklagt und eigentlich ist alles in Ordnung?
Roman H. Mesicek, konkord label, Wien
Stefan Parnreiter, mica - Kommunikationszentrum für aktuelle Musik aus
Österreich
Rainer Krispel, Musiker, Journalist
Linda Schürer-Waldheim, Redakteurin fm5
Moderation: Walter Gröbchen, Journalist, Verleger
Montag, 19. November, 19.00
Zur
österreichischen Museumslandschaft
Gespräch
Seit
einiger Zeit gibt es Diskussionen rund um die Aufgabenverteilung
zwischen den österreichischen Bundesmuseen. In einer Gesprächsreihe
kommen die DirektorInnen zu Wort, um ihre Sicht auf die Situation
darzulegen.
Im Falle des Museums
Moderner Kunst besteht die
Problematik darin, dass das Haus zunehmend Konkurrenz in Bezug auf die
Themen „Moderne“ und „zeitgenössische Kunst“ zu bekommen scheint;
andere Museen haben den Boom rund um die jüngeren Entwicklungen der
Kunst für sich erkannt und wollen daran partizipieren. Welche
Perspektiven gibt es?
Edelbert Köb, MUMOK
Thomas Trenkler, der Standard
Dienstag, 20.
November, 21.15
Falschgeld.
Zur Bildpolitik des Robert Bresson
Film und
Theorie
Wenn,
wie Jacques Rancière schreibt, das Kino des Robert Bresson aus Bildern
besteht, die Erwartungen zugleich hervorrufen und enttäuschen, dann
erscheint an Bressons letztem Film, L’Argent,
bemerkenswert, dass es ausgerechnet ein falscher Geldschein ist, der
die Erwartungskette in Gang setzt. Denn anders, als der Titel des Films
uns glauben machen will, geht es in L’Argent
nicht allein um das Porträt einer Gesellschaft, die vom Geld regiert
wird, sondern ebenso um die Ersetzung der rationalen Verkettungen der
Geschichte durch fragmentarische Naheinstellungen. Im Kino, will
Bresson offenbar sagen, haben diese dieselbe Funktion wie falsche
Geldscheine in der Ökonomie: Einmal in Umlauf gebracht, tendieren sie
dazu, unabsehbare Folgen zu entwickeln.
Vrääth Öhner, Film-, Medien- und Kulturwissenschafter
Das Geld
(L’Argent, F 1983), Regie: Robert Bresson, wird um 19.15
Uhr im Top Kino, Rahlgasse 1, 1060 Wien, gezeigt.
Mittwoch, 21.
November, 19.00
AgentInnen
des österreichischen Films
Podiumsdiskussion
KinobesucherInnen in Österreich kennen oft gar nicht die Filme,
die hierzulande produziert werden. Gemessen an anderen nationalen Kinos
sind die Zuschauerzahlen des österreichischen Films niedrig. Es
stellt sich die Frage, welche Agenten die österreichischen
FilmemacherInnen innerhalb des Landes finden, die zur Verbreitung ihrer
Werke beitragen. Welcher Wert wird den österreichischen
Produktionen im Vergleich zu internationalen Produktionen zugemessen
und was wird getan, um ein größeres Publikum erreichen zu
können?
Birgit Flos, DIAGONALE
Franz Grabner, ORF – Dokumentarfilm Kultur
Hans König, Filmcasino/polyfilm
Dagmar Streicher, ADA – Austrian Directors´ Association
Roland Teichmann, Österreichisches Filminstitut
Moderation: Brigitta Burger-Utzer, sixpackfilm
Donnerstag,
22. November, 19.00
Master of
Nintendo? Ausbildung Medienkunst
Podiumsdiskussion
Medienkunst gehört zum Studienangebot an den meisten
Kunstuniversitäten. Mehr als bei anderen Kunstformen muss hier auf
die aktuellen technischen Entwicklungen reagiert werden. Ana Maria Cox
schrieb in ihrem Beitrag für das Buch Steal This University:
„Die Studenten belegen überhaupt keine Kurse in
Geisteswissenschaften oder Sozialwissenschaften. Das liegt daran, das
solche Sachen für die Anforderungen von Nintendo
überflüssig sind.“ Sind an europäischen Instituten
ähnliche Zugeständnisse an eine Kommerzialisierung denkbar?
Und welches Berufsbild wird den Studierenden vermittelt?
Anna Jermolaewa, Staatliche Hochschule für Gestaltung, Neue
Medien, Karlsruhe
Annja Krautgasser, Akademie der bildenden Künste, Kunst und digitale
Medien, Wien
Felix Stalder, Hochschule für Gestaltung, Kunst und Medien, Zürich
Virgil Widrich, Universität für angewandte Kunst, Digitale Kunst, Wien
Moderation: Sandro Droschl, Kunstverein Medienturm Graz
Samstag, 24.
November, 19.00
Evil Girls
and Body-Space-System Machine
Presentation
and Discussion
The Evil Girl Project
is conceived as the creation of recognizable
female character and its manipulative use in different media and
contexts. The Evil Girl spreads through the space by reduplicating
herself, fabricating innumerable clones which then gather into groups
and invade whatever they get close to, acting as a kind of virus.
Ana Nedeljkovic, visual artist, Belgrade
The project Body-Space-System
Machine covers some recent explorations
in the field of media art, digital technologies and sociology of
urbanism, with references on the critical contemporary theories and
utopias, but also pop culture, consumerism and controlling political
network systems.
Tanja Perisic, visual artist, Croatia
Ana Nedeljkovic and Tanja Perisic are visual artists at the
„Artist in Residence“ program in Vienna by KulturKontakt
Austria.
Montag, 26. November, 19.00
Wem gehört
die Natur? Biopiraterie und die Konflikte um geistiges Eigentum
Vortrag
Konflikte um biologische Vielfalt und ihre vererbbaren Eigenschaften
sind in den letzten 20 Jahren immer sichtbarer geworden. Zum einen
schreitet die Erosion der biologischen Vielfalt dramatisch voran zum
anderen gelten die genetischen Ressourcen als wichtiger Rohstoff
für die Agrar-, Pharma- und Kosmetikindustrie. Manche bezeichnen
das „grüne Gold der Gene“ als „Erdöl des
21. Jahrhunderts“. Transnationale Unternehmen und
Forschungsinstitute werden der „Biopiraterie“ bezichtigt.
Die Bandbreite der politischen Vorschläge verläuft von der
Patentierung der Vielfalt und der aus ihr gewonnenen Produkte hin zu
ihrer Behandlung als globales Gemeingut.
Ulrich Brand, Politikwissenschaftler, Universität Wien
In Kooperation mit dem IWK – Institut für Wissenschaft und Kunst.
http://www.univie.ac.at/iwk/
Dienstag, 27.
November, 19.00
Politischer
Film
Podiumsdiskussion
In seiner über hundertjährigen Geschichte hat der Film sich
als populärste Form der Vermittlung und Reflexion von Information
gesellschaftlicher Diskurse und Utopien durchgesetzt. Bestimmte Inhalte
gewinnen im Film durch ihre Visualisierung eine öffentliche
Sichtbarmachung. Auf welche Weise kann das Politische im Film
überhaupt berührt werden und was kann es für Filme
bedeuten, politisch zu sein?
Ruth Beckermann, Filmemacherin und Autorin
Monika Bernold, Film- und Kulturwissenschafterin
Marcus J. Carney, Filmemacher
Arash T. Riahi, Filmemacher
Moderation: Ramon Reichert, Film- und Medienwissenschafter
DIE VERANSTALTUNG "Das große
Kunst-Spektakel" MUSSTE KRANKHEITSHALBER ABGESAGT WERDEN
Donnerstag,
29. November, 19.00
Das große Kunst-Spektakel
Podiumsgespräch
Die Häufung von Kunst-Großereignissen wurde dieses Jahr als
Spektakel inszeniert: Von der Grand-Tour war die Rede, welche Kunst-
und Kulturbeflissene zwischen der Biennale in Venedig, der Documenta
und Skulptur-Projekte Münster zu absolvieren gehabt hätten.
Grund genug, um aus der Retrospektive einen Blick auf die
Kunst-Großausstellungen zu werfen, über ihre Rolle im
Kunstbetrieb, die kuratorischen Konzepte und darüber, was eine
gelungene Schau auszeichnet, zu sprechen.
Brigitte Franzen, Kuratorin Skulptur-Projekte Münster
Hedwig Saxenhuber, Springerin
Moderation: Beatrix Zobl, Künstlerin
Freitag, 30. November, 19.00
Wissen im
Angebot
Projektpräsentationen
Unabhängig vom Ausgang der Diskussion um das Bleiberecht für
AsylwerberInnen stellt sich aktuell für tausende Betroffene die
Frage, wie sie ihre mitgebrachten Qualifikationen nützen
können. Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten, haben hier
keine Möglichkeit einer Tätigkeit, die ihrer Ausbildung und
ihrem Wissen entspricht, nachzugehen. In einer neuen Reihe werden
Projekte vorgestellt, die AsylwerberInnen dabei unterstützen
selber aktiv zu werden und ihre bisher erworbene Bildung einzusetzen.
Judith Kröll, ForscherInnen ohne Grenzen
Magnigui Tuo, Germanist
Sonja Pargfrieder, KAMA - Kursangebote mit AsylwerberInnen
Marianne Pantic, KünstlerInnen auf der Flucht
Moderation: Philipp Sonderegger, SOS Mitmensch
Montag, 3. Dezember, 19.00
Baukultur in
Österreich: Die Rolle der Architekturkritik
Podiumsdiskussion
Der im Sommer erschienene österreichische Baukulturreport wurde im
November im
Parlament beschlossen und angenommen. Doch wen interessiert das? Sind
Architektur und Baukultur überhaupt Themen für die
Öffentlichkeit? Welche Rolle kann die Architekturkritik für
eine breitere Auseinandersetzung spielen und kann sie Einfluss auf das
baukulturelle Geschehen in Österreich und auf die politisch
Verantwortlichen haben?
Volker Dienst, ARGE Baukulturreport
Christian Kühn, die Presse
Franziska Leeb, freie Architekturjournalistin
Jan Tabor, Falter
Moderation: Iris Meder, Österreichische Gesellschaft für Architektur
Dienstag, 4.
Dezember, 21.15
Pickpocket
Film und Theorie
Ein junger Mann in Paris verschreibt sich der
virtuosen Beherrschung des Taschendiebstahls. Eine in der typischen
Formsprache Bressons - Groß- und
Detailaufnahmen, monologische und elliptische Erzählstruktur,
Bedeutung des Gegenständlichen - gehaltene spröde
Charakterstudie. Die widersprüchliche
Dinglichkeit der Welt, Gnade, Erlösungssehnsucht und Liebe sind
letzte Themen des Films, der sich damit kontrastreich in das
Aufbruchsjahr der französischen
"Nouvelle Vague" einpasst. (Quelle: Lexikon des internationalen Films
1999/2000)
Robert Buchschwenter, Filmwissenschaftler
Pickpocket
(F 1959), Regie: Robert Bresson, wird um 19.00 Uhr im Top Kino, Rahlg.
1, 1060 Wien, gezeigt.
Mittwoch, 5. Dezember, 14.00 – 20.00
KAMA – KursAngebote Mit AsylwerberInnen
Präsentation mit Workshops
KAMA schafft Rahmenbedingungen für ein vielfältiges Angebot
an Kursen, die von AsylwerberInnen geleitet werden, von Armenisch,
Französisch und Russisch über Trommeln bis zum Zeichenkurs.
Die Teilnahme an den Kursen erfolgt auf Basis von freiwilligen Spenden,
die direkt an die KursleiterInnen gehen.
14.30 Eröffnung Rahmenprogramm und Buffet
Workshops
Ute Bock/KAMA Infostand
Detaillierte Informationen: kama@fraubock.at.
http://www.fraubock.at/kama/.
Donnerstag, 6. Dezember, 19.00
Was heißt
„österreichische Literatur“
Schreiben in
Österreich
In den Studienplänen der Germanistik-Institute ist von
„österreichischer“ Literatur keine Rede, auch die
Literaturzeitschriften grenzen ihre Zuständigkeit selten auf
nationale Grenzen ein. Doch wenn es um die Vergabe von Preisen geht,
wird über Besonderheiten österreichischer Literatur
debattiert und zur Repräsentation „unserer“ Kultur im
Ausland werden heimische SchriftstellerInnen zitiert. Wie ist das
jetzt, gibt es eine typisch österreichische Literatur oder ist
diese Kategorisierung längst hinfällig?
Dimitré Dinev, Schriftsteller
Daniela Strigl, Literaturkritikerin
Moderation: Walter Famler, Zeitschrift Wespennest, Kunstverein Alte
Schmiede
Freitag, 7.
Dezember, 19.00
„Brain Waste“?
Diskussion
Die öffentliche Diskussion über die Abschiebung von jahrelang
in Österreich lebenden AsylwerberInnen hat am Rand der
„humanitären“ Debatte den Blick auch auf die
Qualifikationen von MigrantInnen mit akademischer Ausbildung gelenkt.
Das Arbeitsverbot während des oft jahrelangen Asylverfahrens und
die großen Hürden bei der Anerkennung von Ausbildungen
führen anstelle von Integration nur zu Dequalifizierung. Welche
Formen der Solidarität sind von Seiten der Wissenschaft
möglich?
Rossalina Latcheva, Zentrum für Soziale Innovation
Margit Kreuzhuber, Wirtschaftskammer Österreich
Judith Kröll, Forscher/innen ohne Grenzen
Harald Okorn-Schmidt, SEZ AG
Michael Stampfer, Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und
Technologiefonds
Aiman Zaharna, Informatiker
Moderation: Birgit Habermann, Kommission für Entwicklungsfragen, ÖAW
In Kooperation mit ForscherInnen ohne Grenzen.
www.researcherswithoutborders.at/
Samstag, 8.
Dezember, 19.00
Gran Superficie/Große Einkaufsfläche
Filmvorführung mit Diskussion
Überproduktion und Massenkonsum verlangen nach
großen Einkaufsflächen. Die Dokumentation Gran Superficie der
in Madrid arbeitenden Video-AktivistInnen ConsumeHastaMorir betrachtet
das Thema Konsum aus verschiedenen Blickwinkeln. Der Bogen wird vom
Individuum und dessen Sozialisation, über architektonische
Veränderungen in der Stadt und Konsequenzen für die
Peripherie, hin zu Auswirkungen auf die Umwelt gespannt. Im Film kommen
WissenschaftlerInnen ebenso zu Wort wie SchülerInnen, LehrerInnen,
Kaufleute und AktivistInnen.
Gran
Superficie/Große Einkaufsfläche, Regie: ConsumeHastaMorir,
Madrid 2005, OmU, 60 Minuten
Anschließend Gespräch mit
Steffi Grohmann, WEG Wertkritische Emanzipatorische Gegenbewegung
Georg Ottinger, Soziologe, Übersetzer
Julia Weingärtner, Soziologin, Übersetzerin
Montag, 10. Dezember, 19.00
Jeder Kunst ihre Krise? Neue Medienkunst
Podiumsdiskussion
Internationale Ausstellungen und Festivals
widmen
sich der Medienkunst, gelehrt wird sie an zahlreichen
Kunstuniversitäten und erforscht an extra für sie
gegründeten Instituten und Organisationen.Trotzdem: Neuerdings
mehren sich Befürchtungen, die neue Medienkunst befände sich
in einer Krise oder
zumindest, angeblich ignoriert von der zeitgenössischen
Kunstszene, im Ghetto. „Elektronische Kunst, ein frühes
Synonym für neue Medienkunst, befindet sich in
der Krise. Auch der ‘virtuellen Kunst’ und der
‘net.art’ geht es nicht anders.“ (Geert Lovink in:
Neue Medienkunst. Das coole Obskure, Lettre international 74, 2006).
Kann geholfen werden?
Dieter Daniels, Ludwig Boltzmann Institut
Medien.Kunst.Forschung, Linz
Katharina Gsöllpointner, LOOP. Institut für systemische
Medienforschung, Wien
Margarete Jahrmann, ZHdK Hochschule der Künste, Zürich
Peter Pakesch, Landesmuseum Joanneum, Kunsthaus Graz
Moderation: Sonja Bettel, matrix Ö1
Dienstag, 11. Dezember, 18.30
Fighting Against Multiple Oppression: Lesbian-Feminist Peace Activism
in Israel
Vortrag und Diskussion
Hannah Safran, Wissenschaftlerin aus Haifa,
ist
Friedensaktivistin und feministische Aktivistin. Ausgehend von den
Wurzeln lesbischer Organisierung in der israelischen
Frauenfriedensbewegung thematisiert sie am Beispiel der
LGBT-Organisation Kvisa Sh'chora die Verknüpfung verschiedener
Unterdrückungsformen und Befreiungskämpfe sowie Allianzen und
Grenzziehungen zwischen Frauen-, Lesben- und Friedensbewegung.
Hannah Safran, University of Haifa, Israel
Moderation: Ulrike Lunacek
In Kooperation mit Frauensolidarität.
Mittwoch, 12. Dezember, 10.00 – 13.00
KünstlerInnen auf der Flucht
KünstlerInnen auf der Flucht sucht Ateliers,
Ausstellungsräume und Arbeitsmaterialien für migrierte
KünstlerInnen. Projektpräsentation und Workshop mit der
mongolischen Künstlerin Showkh Enkhtumen.
Anmeldung für den Workshop mit Showkh Enkhtumen erbeten an
depot@depot.or.at.
Mittwoch, 12. Dezember, 18.30
Reder revisited. Vorgeschichte und Folgen eines österreichischen
Handschlags
Podiumsdiskussion
1944 verübten Angehörige der SS-Division
„Reichsführer SS“ ein Massaker im Gebiet der
italienischen Ortschaft Marzabotto. Der Kommandeur dieses
„Einsatzes“, der Österreicher Walter Reder, wurde nach
dem Krieg von einem italienischen Gericht zu lebenslanger Haft
verurteilt. Bis zu seiner Entlassung 1985 setzte sich das gesamte
österreichische politische Spektrum, ebenso wie die Kirchen
für seine Freilassung ein. Der Umstand, dass der damalige
Verteidigungsminister Friedhelm Frischenschlager Reder persönlich
als „letzten österreichischen Heimkehrer“ begrüßte, sorgte
für einen veritablen Politskandal. 2008 entsendet GEDENKDIENST
erstmals eine/n Freiwillige/n nach Marzabotto. Ein guter Anlass zu
fragen: Was ist da eigentlich passiert? Und: Was hat sich seither
geändert?
Friedhelm Frischenschlager, Europäische Föderalisten Österreichs,
Verteidigungsminister a. D.,
Barbara Tóth, Historikerin und Journalistin
Moderation: Marianne Enigl, Journalistin, Profil
Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit GEDENKDIENST.
Donnerstag,
13. Dezember, 19.00
Kunst
zwischen Öffentlich und Privat
Podium
Seit geraumer Zeit engagieren sich auch in Österreich in
zunehmendem Maße private und wirtschaftsnahe Einrichtungen in der
Kunstlandschaft. So werden
künstlerische Projekte abseits der öffentlichen Hand
finanziert und Sammlungen aufgebaut. Entgegen ihrem Ruf als neoliberale
Einrichtungen in der an und für sich anscheinend freien
Kunstlandschaft entpuppen sich einige dieser Sammlungen als vorbildhaft
in Bezug auf ihre gesellschaftliche Verantwortung. Doch wie
zuverlässig ist das Engagement von Unternehmen in Bezug auf
zeitgenössische Kunst, vor allem auch, wenn diese sperrig und
gesellschaftskritisch daherkommt? Kann sich eine Gesellschaft auf
dieses verlassen? Und wie entwickelt sich
generell das Verhältnis von Öffentlich und Privat in diesem
Bereich? Es gilt, die Situation und die Perspektiven in Wien und
Österreich zu diskutieren.
Dieter Bogner, Museumsplaner
Hans-Peter Wipplinger, artphalanx
Katharina Boesch, section a
Moderation: Dominik Portune, Depot
Freitag, 14.
Dezember, 19.00
unpolitisch –
politisch: Wien und die Musik
Podiumsgespräch
Musik ist zunächst keine spezifisch politische Kunstform. Trotzdem
gibt es Verflechtungen von Musik und Politik in kultur- und
gesellschaftspolitischer Hinsicht. Auch oder gerade in Wien ist diese
Divergenz auf eine subtile Art und Weise präsent; zum einen wird
Musik als „hohe Kunst“ abgehoben vom Politischen propagiert
und gleichzeitig dient sie gezielt dazu, eine kulturelle und politische
Identität zu konstruieren und diese auch nach außen hin zu
verkaufen. Wie sich diese Strategien und generell das Verhältnis
von Kunst und Politik in Wien historisch entwickelt haben, wie die
Situation heute aussieht und was die Hintergründe dafür sind,
das wird unter anderem anhand des Selbstbildes der Musikstadt Wien oder
der politischen Dimension der Wiener Philharmoniker diskutiert.
Martina Nussbaumer, Kulturwissenschafterin
Cornelia Szabo-Knotik, Musikwissenschafterin
Fritz Trümpi, Historiker
Moderation: Dominik Portune, Philosoph
Montag, 17.
Dezember, 19.00
Copy me – I
want to travel
Vortrag
„Copy me – I want to travel“, so lautet der Titel
eines Songs von Bernadette La Hengst. In ihm ruft „die
Idee“ dazu auf, die Leute mögen sie kopieren, sie sei
kollektiv und möchte gerne reisen. Das Lied ist
künstlerischer Ausdruck gesellschaftlicher Auseinandersetzungen um
geistiges Eigentum. Ist geistiges Eigentum durch den technischen
Fortschritt gefährdet? Sind alternative Produktionsweisen wie
Freie Software oder Open Access die Produktionsweisen der Zukunft und
weisen gar über herrschende Verhältnisse hinaus? Wie
reproduzieren sich „WissensarbeiterInnen“ angesichts
solcher Produktionsweisen?
Sabine Nuss, Rosa Luxemburg Stiftung, Berlin
In Kooperation mit dem Institut für Wissenschaft und Kunst
http://www.univie.ac.at/iwk/
Dienstag, 18.
Dezember, 19.00
“Endlich ein
Afrikafilm ohne Weiße“
kinokis
mikrokino #147
1954 drehte ein österreichisches Filmteam unter der Leitung des
Regisseurs Albert Quendler und des „Afrikaforschers“ Ernst
A. Zwilling im kolonialen Kamerun den Dokumentar-Spielfilm Omaru – eine afrikanische
Liebesgeschichte.
Die zeitgenössische Presse feierte den Film, der „endlich
Afrika ohne schießende Weiße“ zeigt. Die Konstruktion
eines "authentischen Afrika" wurde nicht zuletzt durch die
Unsichtbarmachung der weißen, kolonialen Spuren versucht. Vida
Bakondy und Renée Winter beschäftigten sich seit 2001 mit
dem von der österreichischen Filmhistoriographie bisher kaum
beachteten Film. Dieses Projekt in-progress führte sie auch nach
Kamerun, an die Produktionsorte des Films, wo Gespräche vor Ort
neue Blicke auf diese österreichische Produktion eröffneten.
Vida Bakondy, Autorin
Renée Winter, Autor
Omaru – eine
afrikanische Liebesgeschichte (A 1955), Regie: Albert
Quendler
Vida Bakondy/Renée Winter: Nicht
alle Weißen schießen. Afrikarepräsentationen im
Österreich der 1950er im Kontext von (Post-)Kolonialismus und
(Post-)Nationalsozialismus. Studienverlag 2007.
Mittwoch, 19.
Dezember, 19.00
Lange Nacht
der Kunst im öffentlichen Raum Wien
Videoabend II
Der No- Budget Call Alles
PUBLICwienSPACE!
lud zur Einreichung von Dokumentationsvideos von Kunstprojekten im
öffentlichen Raum, die von 1998 bis Ende Mai 2007, realisiert
wurden.
Gertrude Moser-Wagner, Karl Heinz Ströhle & Martin
Strauss, Adrien Tirtiaux & Kathrin Schaller,
Freigehege/
Berenice Pahl, Reinfried Blaha & Paul Regl & Christoph
Treberspurg & Martin Zangerl, Gabriel Hadler & Lluis
Lipp &
Richard Nagy, Projekt unter Leitung von Prof. James K., Skone/
Universität für angewandte Kunst, DER BLAUE TOMISLAV (Freyer,
Hosa, Kral, Luftensteiner, Mladenovic, Stjepanovic, Stockinger,
Streinz, Velickovic) Verein zur Förderung des Dilletantismus 2006,
Agenda Büro Wieden, Beatrix Zobl & Wolfgang Schneider, Verena
Schäffer & Moritz Hoffmann, Gerald Zahn & Anita Land,
Feng
Lei & Sabine Feil, Julia Starsky, AKA77/ Katrin
Ecker, Roman
Schanner (Audiobeitrag Hernals Hearn), Xobarap, Anneke Gräper
& Carmen Carmona & Gabriele Pichler &
Christiane Spatt, to
be continued, Brendan Kronheim & Martina Höfler, Pamela
Bartar, PUBLICwienSPACE
Im Anschluss an die Lange Nacht findet die Jahres- &
Projektausklangsfeier von PUBLICwienSPACE statt.
Infos zum Call und zu den eingereichten Beiträgen unter
www.publicwienspace.net.
Donnerstag,
20. Dezember, 19.00
MannsBilder
Buchpräsentation
und Diskussion
Studierende der Germanistik untersuchten unterschiedlichste Bilder von
Männern in der deutschsprachigen Literatur des 19. und vor allem
20. Jahrhunderts und verfassten Textanalysen zu literarischen
Konstruktionen von Männlichkeit. Die Bandbreite der dieser
Lektüre unterzogenen Werke reicht dabei von Kleist, Roth und
Jänner über Woolf, Musil, Mann und Fritsch bis hin zu
Bernhard, Wolf und Jelinek.
Statements
Michael Rohrwasser, Institut für Germanistik, Uni Wien
Sabine Kruse, facultas.wuv
Matthias Meyer, Institut für Germanistik, Universität Wien
Podium
Felice Drott, Studentin der Gender Studies, Bagru Gender Studies
Erwin Forster, Student der Germanistik, Universität Wien
Stefan Krammer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für
Germanistik, Universität Wien
Maria Katharina Wiedlack, Germanistin
Moderation: Meri Disoski, Studentin der Germanistik, Universität Wien
Stefan Krammer (Hg): MannsBilder.
Literarische Konstruktion von Männlichkeiten. WUV 2007
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